Unübersehbar – Der Rhetorik Podcast mit Michael Ehlers
Michael Ehlers
Beschreibung
Ich bin Michael Ehlers. Rhetoriktrainer, Coach für Führungskräfte, Berater für Krisenkommunikation, Autor von neun Büchern und Lehrbeauftragter an der Universität St. Gallen. Seit 2008 spreche ich hier im Podcast über das, was Menschen wirklich überzeugend macht. Rhetorik und Auftritt, Schlagfertigkeit und Wirkung, Führung und Persönlichkeit, und die Sprachmuster, an denen Du Narzissmus und Manipulation früh erkennst.
Kein Theorie-Geschwätz. Du bekommst Handwerk, das Du sofort mitnimmst, an echten Geschichten und konkreten Beispielen. Alle zwei Wochen eine neue Folge, dazu Specials, wenn ein Thema keinen Aufschub duldet.
Wenn Du an Deiner Wirkung arbeiten willst, findest Du alles auf MEandYou.de.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
Alles ganz furchtbar.
Der Einfluss von Jammern auf das Stresslevel
Das Zuhören bei Jammern kann das eigene Stressniveau erheblich erhöhen. Ein Beispiel ist die Kollegin Katrin, die ständig über verschiedenste Themen, insbesondere das Wetter, klagte. Ihre negative Einstellung konnte selbst an schönen Tagen den Gesprächspartner belasten.
Die Gründe für Jammern
Jammern kann verschiedene Motive haben: Es kann ein Hilfeschrei nach Aufmerksamkeit sein, ein Selbstschutzmechanismus oder der Versuch, ein Wir-Gefühl innerhalb einer Gruppe zu erzeugen. Diese ständige Negativität kann nicht nur den Jammerer selbst, sondern auch die Umgebung belasten und Stress erzeugen.
Strategien zum Umgang mit Jammern
Um das Jammern zu stoppen, gibt es drei effektive Strategien: 1. Distanzieren: Sich von der Situation entfernen und an einen ruhigen Ort gehen. 2. Verantwortung übertragen: Dem Jammerer Fragen stellen, um ihn zur Problemlösung zu bewegen. 3. Den Spieß umdrehen: Übertreiben und humorvoll auf das Gejammer reagieren, um zu zeigen, dass man es nicht ernst nimmt. Diese Techniken helfen, sich selbst zu schützen und gleichzeitig dem Jammerer zu helfen.
Fazit
Es ist wichtig, zwischen ernsthaften Beschwerden und dauerhaftem Jammern zu unterscheiden. Mit den richtigen Strategien kann man sich von negativen Gesprächen distanzieren und sein eigenes Wohlbefinden schützen.
Wenn aus Dankbarkeit Hass wird.
Die Herausforderung der Hilfe
Wenn man jemandem in Not hilft und dafür mit Undank zurückgezahlt wird, stellt sich die Frage nach dem eigenen Versagen. Oft liegt das Problem nicht beim Helfer, sondern in der psychologischen Reaktion des Empfängers auf Hilfe.
Sozialpsychologische Erkenntnisse
Die Forschung zeigt, dass Hilfe zwei Botschaften vermittelt: Unterstützung und das Eingeständnis, dass man alleine nicht zurechtkommt. Während viele Menschen dankbar sind, empfinden einige nur Scham und wenden sich gegen den Helfer.
Der Unterschied des Selbstwertes
Psychologen unterscheiden zwischen Menschen mit stabilem Selbstwert, die Hilfe als Werkzeug sehen, und jenen mit vulnerablen narzisstischen Zügen, die ihre Unsicherheiten hinter einer Fassade verstecken. Diese Gruppe kann nach einer Krise zur Bedrohung für den Helfer werden.
Der Kreislauf des Undanks
Nach einer Krise kann die Beziehung abrupt enden, wenn der Helfer als Bedrohung wahrgenommen wird. Dies geschieht oft ohne Vorwarnung und führt zu Enttäuschung beim Helfer.
Prävention und Selbstschutz
Um sich vor diesen negativen Erfahrungen zu schützen, sollten Helfer keine zu enge Beziehung aufbauen, freundliche Signale nicht mit Freundschaft verwechseln und alle Interaktionen dokumentieren. Diese Maßnahmen bieten Schutz und Klarheit.
Realistische Einsichten
Die Realität zeigt, dass viele Undankbare in ihren Beziehungen und Geschäften scheitern, da sie ihre Fassade verteidigen müssen. Helfer sollten sich nicht selbst beschuldigen, wenn sie zum Gegner erklärt werden, sondern das Muster erkennen.
Warum dein Widerspruch dem Gegner hilft
Die Macht der Sprache
Ab dem 1. August können Nutzer bezahlen, um Sätze eines bestimmten Mannes Millisekunden früher zu lesen. Dies verdeutlicht den hohen Wert von Sprache und deren Einfluss auf Wahrnehmung und Entscheidungen.
Framing in der Kognitionswissenschaft
Framing beschreibt, wie der Deutungsrahmen um Worte herum unsere Wahrnehmung beeinflusst. Beispiele wie 'Steuerlast' und 'Steuerbeitrag' zeigen, wie Sprache Emotionen und Assoziationen weckt, bevor eine sachliche Analyse erfolgt.
Der Preis eines Satzes
Die Sprache hat einen monetären Wert erreicht, exemplifiziert durch den ehemaligen Präsidenten Trump, dessen Äußerungen auf einer eigenen Plattform einen Börsenwert annehmen. Dies belegt, dass Sprache mehr als nur ein Beiwerk ist.
Unworte und deren Einfluss
Das Unwort 'Sondervermögen' verdeutlicht, wie Worte eine Realität formen können, ohne klar definiert zu sein. Auch das Wort 'Stadtbild' zeigt, wie Sprache Bilder im Kopf der Zuhörer erzeugt, ohne dass eine Definition nötig ist.
Die Lektion von Elisabeth Wehling
Die Framing-Expertin Elisabeth Wehling zeigt, wie wichtig der Rahmen ist, der um Worte gelegt wird. Ihre Erfahrungen belegen, dass der Rahmen vor dem Inhalt bewertet wird und sein Einfluss nicht unterschätzt werden darf.
Praktische Tipps zum Framing
Um den eigenen Rahmen zu gestalten, sollten vier Dinge beachtet werden: Wiederhole die Worte des anderen nicht, stelle eigene Rahmen daneben, überprüfe unreflektierte Wörter und achte auf die Verpackung deiner Inhalte. Der erste Eindruck zählt.
Fazit: Der Einfluss von Sprache
Ein neuer Rahmen kann die Wahrnehmung verändern, doch der Inhalt muss ebenfalls relevant sein. Wer die Kontrolle über die verwendeten Wörter hat, hat auch die Kontrolle über das Gespräch.