WELTKUNST – Was macht die Kunst?
Weltkunst
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
#69 Hella Jongerius
Die Bedeutung von Objekten
Hela Jongerius spricht über die Erinnerungen und Geschichten, die in alltäglichen Objekten wie Sofas und Tassen verwoben sind. Diese Dinge spiegeln unsere Identität wider und sind Träger von Erfahrungen.
Retrospektive "Whispering Things"
Jongerius' Retrospektive, die im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg gezeigt wird, umfasst 30 Jahre ihres Schaffens. Sie reflektiert über ihre Entwicklung als Designerin, die mit unterschiedlichen Materialien arbeitet und zeigt, wie die Themen ihrer früheren Arbeiten auch heute noch relevant sind.
Weg zur Designerin
Aufgewachsen auf einem Tomatenbauernhof in den Niederlanden, fand Jongerius erst später ihre Leidenschaft für das Design. Nach mehreren Stationen in der Kunst- und Designausbildung entschloss sie sich, eine eigene Designfirma zu gründen.
Tiefe Überlegungen zu Materialien
Jongerius erklärt, dass ihre Arbeit oft mit Fragen beginnt, nicht mit Materialien oder Konzepten. Sie betont die Wichtigkeit des kreativen Prozesses und der Handarbeit in ihrem Schaffen.
Humor und Funktionalität
Humor spielt eine zentrale Rolle in Jongerius' Arbeiten. Sie verbindet Kunst und Design und hinterfragt die Funktionalität von Objekten, um neue Perspektiven zu schaffen.
Aktuelle Projekte und Zukunftsvisionen
Jongerius arbeitet an geheimen Projekten, die innovative, bewegliche 3D-gewebte Objekte umfassen. Ihr Fokus liegt auf der Erforschung von Materialien und der Entwicklung von nachhaltigen Designlösungen.
#68 Kathleen Reinhardt
Die Rolle von Kunstorten
Kathleen Reinhardt spricht über die Bedeutung von Kunstorten wie Pavillons und Museen als Räume der Verständigung und des Diskurses. Sie hebt hervor, dass diese Orte Begegnungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen Meinungen fördern sollten, um den Dialog zu unterstützen und Verengungen in Diskursräumen entgegenzuwirken.
Georg-Kolbe-Museum und die Venedig-Biennale
Als Direktorin des Georg-Kolbe-Museums in Berlin reflektiert Reinhardt über die Auszeichnung als bestes deutsches Museum 2025 und die Rolle des Museums als Ort für komplexe Themen. Sie ist auch Kuratorin des Deutschen Pavillons auf der Venedig-Biennale, wo die Künstlerinnen Song Tjö und Henrike Naumann mit einem innovativen Plattenbau konfrontieren und gesellschaftliche Themen ansprechen.
Künstlerische Ansätze und Themen
Reinhardt beschreibt die Herausforderungen und Ideen hinter der Ausstellung im Deutschen Pavillon, insbesondere die Reflexion über historische und soziale Themen, die durch die Kunstwerke angesprochen werden. Es wird auf die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und der Schaffung von Erinnerungsorten hingewiesen.
Zukünftige Ausstellungen und Projekte
Das Georg-Kolbe-Museum plant zukünftige Ausstellungen, darunter eine, die sich mit dem Thema Freiheit und Körperlichkeit beschäftigt. Reinhardt betont die Bedeutung von zeitgenössischen Positionen und deren Interaktion mit historischen Kontexten sowie die Einladung zur aktiven Teilnahme der Besucher.
Persönliche Einsichten und Philosophien
Reinhardt teilt ihre Ansichten über die Herausforderungen und Chancen der Kunstgeschichte sowie die Notwendigkeit, Räume für Dialog und Verständnis zu schaffen. Sie ermutigt dazu, auch in schwierigen Zeiten die zwischenmenschlichen Begegnungen zu fördern und die Schönheit der Kunst zu schätzen.
#67 Nadine Schemmann
Walter Benjamin und Farbtheorie
Nadine Schemmann zitiert Walter Benjamin, der Farbe als die reinste Form des Sehens beschreibt. Diese Idee spiegelt ihre aktuelle künstlerische Auseinandersetzung wider, während sie über ihre Arbeiten in der St. Matthäuskirche und der Skulpturentriennale in Bingen spricht.
Werdegang als Künstlerin
Schemmann erklärt ihren Werdegang von der Modeillustration hin zur freien Kunst. Sie hat in Köln und Berlin studiert und parallel zur Illustration immer auch Kunst betrieben. Ein entscheidendes Gespräch mit Julian Rosenfeld führte zu ihrem Entschluss, sich vollständig der Kunst zu widmen.
Künstlerische Techniken und Materialien
Sie beschreibt ihre Arbeitsweise, die stark auf Handarbeit und Materialität fokussiert ist. Sie nutzt Baumwolle, Tuschen und Chlorbleiche, um einzigartige Effekte zu erzielen. Ihre Werke sind oft ungegenständlich, aber von elementarer Natur.
Interaktion mit dem Raum
Die Herausforderungen des Kirchenraums und die Vergänglichkeit ihrer Arbeiten stehen im Mittelpunkt ihrer aktuellen Ausstellung. Sie möchte nicht nur Schönheit zeigen, sondern auch die Vergänglichkeit und das Materielle in den Vordergrund stellen.
Begegnung und Kommunikation durch Kunst
Schemmann betont die Bedeutung der Kommunikation zwischen Kunst und Betrachter. Kunst öffnet Türen für Gespräche und fördert das Selbstbewusstsein, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen.
Persönliche Reflexionen und Zukunftswünsche
In einem persönlichen Ausblick äußert sie den Wunsch, in die Vergangenheit zu reisen und ihre Großmutter zu treffen. Zudem bespricht sie die Bedeutung von Imperfektion und den Wunsch nach einem Austausch zwischen inspirierenden Künstlerinnen.