0816 - alle Tassen im Schrank
Podcast
de

0816 - alle Tassen im Schrank

Der Hafen - Verein für psychosoziale Hilfe Harburg e.V

Beschreibung

Der Podcast rund ums Leben und Überleben im täglichen Wahnsinn.
Hier sprechen wir mit Menschen mit einer psychischen Erkrankung, Angehörigen und Profis und stellen Unterstützungsangebote, Erfahrungswerte und Informationen vor. Weil psychisches Wohlbefinden ein Thema von uns allen ist“.

Warum dieser Podcast? Wir sind Profis aus dem Hilfesystem. In unserer Arbeit in der ambulanten Sozialpsychiatrie haben wir jeden Tag mit den unterschiedlichsten Problemen zu tun.
Wir glauben, psychisches Wohlbefinden ist ein Thema von uns allen. Mal ehrlich, wo fängt psychische Gesundheit/Krankheit an? Haben wir nicht alle unsere Baustellen und Macken? Schwierige Lebensphasen? Sind wir gefeit vor Schicksalsschlägen, die uns den Boden unter den Füßen wegziehen? Wir wollen enstigmatisieren.
Wir glauben, dass man nicht nur den einzelnen Menschen mit einem psychischen Problem anschauen muss, sondern auch das Drumherum. Die Umstände, das System, die Menschen. Wir wollen in unserem Podcast verschiedene Perspektiven zeigen. Wir wollen mit unseren Interviews Verständnis schaffen, empowern, vernetzen, neue Anstöße geben.
Außerdem wollen wir Projekte und Initiativen vorstellen, die das Leben leichter machen. Denn es gibt tolle Projekte, manche kennt kaum jemand. Ihr werdet Folgen hören rund um innere Dämonen, Behördenprobleme, schwierige Familienverhältnisse, Sorge um Angehörige, Leben mit wenig Geld und allem, was noch so zum täglichen Wahnsinn gehört.

Du bist neugierig? Hör in unseren Podcast rein. Wir freuen uns immer über dein Feedback, deine konstruktive Kritik oder Vorschläge für Interviewpartner*innen (vielleicht hast du ja auch selber Lust). Schreib uns eine email an ahoi@podcast0816.de.

Podmon Kategorien

Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien

Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!

Top werbetreibende Marken in diesem Podcast (90d)

Upgrade dein Konto, um die Top werbetreibenden Marken zu sehen!

Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

61 - Wie unterstützt ihr Menschen, die desorganisiert leben, Johanna und Emely?

18.06.2026

Die Rolle von DELE

DELE, eine Beratungsstelle der Ambulanten Hilfe Hamburg e.V., unterstützt Menschen, die desorganisiert leben, indem sie ihnen hilft, ihre Wohnsituation zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern. Dies geschieht durch niedrigschwellige Beratungsangebote und individuelle Unterstützung.

Desorganisiertes Leben verstehen

Desorganisiertes Leben beschreibt Menschen, die ihre Wohnungen aufgrund von Horten und Sammeln in einem chaotischen Zustand halten. Die Beraterinnen betonen, dass dies nicht auf eine bestimmte soziale Schicht beschränkt ist und dass viele Betroffene trotz ihrer Situation wertvolle Menschen sind.

Der Zugang zu Hilfe

Die Beratungsstelle bietet offene Sprechstunden ohne Voranmeldung an, um den Zugang zu erleichtern. Viele Klienten kommen auf Empfehlung von Freunden oder Familienmitgliedern und benötigen oft viel Mut, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Der Einfluss der Arbeit auf die Beraterinnen

Die Arbeit mit desorganisierten Menschen hat das persönliche Verständnis der Beraterinnen für ihre eigenen Lebensweisen und Konsumverhalten verändert. Sie haben ein besseres Verhältnis zu Gegenständen entwickelt und streben danach, weniger zu horten.

Gesellschaftliche Herausforderungen

Die Beraterinnen wünschen sich mehr Verständnis und weniger Druck sowohl von Angehörigen als auch von der Gesellschaft für Menschen, die desorganisiert leben. Sie betonen, dass das Hilfesystem verbessert werden muss, um den Zugang zu Therapeuten und anderen Unterstützungsangeboten zu erleichtern.

Mutmachende Geschichten

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, wie eine Klientin trotz einer chaotischen Wohnung Fortschritte in ihrem Leben gemacht hat, indem sie an Arztbesuchen teilnimmt und ihre Selbstliebe stärkt. Diese Erfolge sind oft emotionaler Natur und weniger an den physischen Zustand der Wohnung gebunden.

Schlussfolgerung

Die Beraterinnen ermutigen Betroffene, sich Hilfe zu suchen und verdeutlichen, dass jeder mehr ist als die Probleme, mit denen sie konfrontiert sind. Es ist wichtig, Schamgefühle abzubauen und eine offene Kommunikation zu fördern.

Die Rolle von DELE

DELE, eine Beratungsstelle der Ambulanten Hilfe Hamburg e.V., unterstützt Menschen, die desorganisiert leben, indem sie ihnen hilft, ihre Wohnsituation zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern. Dies geschieht durch niedrigschwellige Beratungsangebote und individuelle Unterstützung.

Desorganisiertes Leben verstehen

Desorganisiertes Leben beschreibt Menschen, die ihre Wohnungen aufgrund von Horten und Sammeln in einem chaotischen Zustand halten. Die Beraterinnen betonen, dass dies nicht auf eine bestimmte soziale Schicht beschränkt ist und dass viele Betroffene trotz ihrer Situation wertvolle Menschen sind.

Der Zugang zu Hilfe

Die Beratungsstelle bietet offene Sprechstunden ohne Voranmeldung an, um den Zugang zu erleichtern. Viele Klienten kommen auf Empfehlung von Freunden oder Familienmitgliedern und benötigen oft viel Mut, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Der Einfluss der Arbeit auf die Beraterinnen

Die Arbeit mit desorganisierten Menschen hat das persönliche Verständnis der Beraterinnen für ihre eigenen Lebensweisen und Konsumverhalten verändert. Sie haben ein besseres Verhältnis zu Gegenständen entwickelt und streben danach, weniger zu horten.

Gesellschaftliche Herausforderungen

Die Beraterinnen wünschen sich mehr Verständnis und weniger Druck sowohl von Angehörigen als auch von der Gesellschaft für Menschen, die desorganisiert leben. Sie betonen, dass das Hilfesystem verbessert werden muss, um den Zugang zu Therapeuten und anderen Unterstützungsangeboten zu erleichtern.

Mutmachende Geschichten

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, wie eine Klientin trotz einer chaotischen Wohnung Fortschritte in ihrem Leben gemacht hat, indem sie an Arztbesuchen teilnimmt und ihre Selbstliebe stärkt. Diese Erfolge sind oft emotionaler Natur und weniger an den physischen Zustand der Wohnung gebunden.

Schlussfolgerung

Die Beraterinnen ermutigen Betroffene, sich Hilfe zu suchen und verdeutlichen, dass jeder mehr ist als die Probleme, mit denen sie konfrontiert sind. Es ist wichtig, Schamgefühle abzubauen und eine offene Kommunikation zu fördern.

60 - Wie unterstützt du geflüchtete Menschen im Mentoring bei Hamburger*mit Herz e.V., Catari?

06.05.2026

Verein und Angebote

Der Verein setzt auf praktische Unterstützung von Geflüchteten durch Mentoring, Sprachkurse, Sprachcafés und Lernkreise. Mobile Teams beraten in Unterkünften zu Wohnen, Arbeit und Bildung. Ergänzend ermöglichen Sprachangebote auch online, damit Frauen mit Betreuungspflichten flexibel teilnehmen können. Die Programme fördern Begegnungen auf Augenhöhe und stellen Beziehungen in den Mittelpunkt, um gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Mentoring-Beziehung

Mentoring bedeutet eine freiwillige Eins-zu-eins-Patenschaft, in der Verbindung, Wärme und gegenseitige Bereicherung im Vordergrund stehen. Passendes Matching geschieht durch Interviews und Datenbankabgleich, gefolgt von Kennenlerntermine. Patenschaften können mehrmals verlängert werden und werden von Patenschaftsbegleitenden begleitet, die bei Bedarf unterstützen. Treffen finden regelmäßig statt, der Rahmen bleibt flexibel und wohnortnah.

Herausforderungen und Wirkung

Wohnraumschwierigkeiten, langsame Anerkennungsverfahren und bürokratische Hürden belasten Mentees und Mentorinnen. Die Begleitung zielt darauf, Kraftquellen zu erhalten und pragmatisch Lösungen zu finden. Rückmeldungen zeigen, wie Integration auf persönlicher Ebene gelingt: Vertrauen, Sichtbarkeit und Zugehörigkeit wachsen, und auch das Umfeld profitiert durch neue Perspektiven und Begegnungen.

Ausblick und Beteiligung

Geplant ist die Erweiterung mit weiteren Standorten, Ausbildung von Mentorinnen und Mentoren sowie neue Formate, die Begegnung und Austausch stärken. Offene Informationstage, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten laden dazu ein, sich einzubringen – sei es als MentorIn, KursleiterIn oder VermittlerIn von Gemeinschaftsaktionen.

Verein und Angebote

Der Verein setzt auf praktische Unterstützung von Geflüchteten durch Mentoring, Sprachkurse, Sprachcafés und Lernkreise. Mobile Teams beraten in Unterkünften zu Wohnen, Arbeit und Bildung. Ergänzend ermöglichen Sprachangebote auch online, damit Frauen mit Betreuungspflichten flexibel teilnehmen können. Die Programme fördern Begegnungen auf Augenhöhe und stellen Beziehungen in den Mittelpunkt, um gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Mentoring-Beziehung

Mentoring bedeutet eine freiwillige Eins-zu-eins-Patenschaft, in der Verbindung, Wärme und gegenseitige Bereicherung im Vordergrund stehen. Passendes Matching geschieht durch Interviews und Datenbankabgleich, gefolgt von Kennenlerntermine. Patenschaften können mehrmals verlängert werden und werden von Patenschaftsbegleitenden begleitet, die bei Bedarf unterstützen. Treffen finden regelmäßig statt, der Rahmen bleibt flexibel und wohnortnah.

Herausforderungen und Wirkung

Wohnraumschwierigkeiten, langsame Anerkennungsverfahren und bürokratische Hürden belasten Mentees und Mentorinnen. Die Begleitung zielt darauf, Kraftquellen zu erhalten und pragmatisch Lösungen zu finden. Rückmeldungen zeigen, wie Integration auf persönlicher Ebene gelingt: Vertrauen, Sichtbarkeit und Zugehörigkeit wachsen, und auch das Umfeld profitiert durch neue Perspektiven und Begegnungen.

Ausblick und Beteiligung

Geplant ist die Erweiterung mit weiteren Standorten, Ausbildung von Mentorinnen und Mentoren sowie neue Formate, die Begegnung und Austausch stärken. Offene Informationstage, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten laden dazu ein, sich einzubringen – sei es als MentorIn, KursleiterIn oder VermittlerIn von Gemeinschaftsaktionen.

59 - Wie ist es als Angehörigen-EX-IN Anghörige von psychisch erkrankten Menschen zu begleiten?

19.03.2026

Einführung in die Thematik der Angehörigen

In dieser Episode wird das Leben und die Belastungen von Angehörigen psychisch erkrankter Menschen thematisiert. Bettina, eine erfahrene Peer-Begleiterin, spricht über ihre Rolle und die Herausforderungen, die Angehörige in Bezug auf Verantwortung, Unterstützung und eigene emotionale Belastungen erleben.

Die Rolle der Peer-Begleitung

Bettina erklärt, wie sie als Peer-Begleiterin arbeitet, um Angehörige zu unterstützen und ihnen zu helfen, ihre eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu erkennen. Sie betont die Wichtigkeit des Austauschs und der Reflexion, um Angehörigen zu helfen, ihre eigene Identität zu finden und nicht nur in der Rolle des Unterstützers zu leben.

Herausforderungen und Vorurteile

Die Episode behandelt auch die Vorurteile, denen Angehörige begegnen, wie z.B. das Stigma der Überfürsorglichkeit. Bettina hebt hervor, dass Angehörige oft in ihrer Rolle nicht gesehen werden und dass ihre eigenen Bedürfnisse und Geschichten wichtig sind.

Prozesse der Akzeptanz und Selbstfürsorge

Bettina ermutigt Angehörige, sich selbst zu reflektieren und ihre eigenen Grenzen zu setzen. Sie spricht darüber, wie wichtig es ist, eigene Emotionen zuzulassen und sich nicht aufzuopfern, um die eigene psychische Gesundheit zu bewahren.

Gruppenaustausch und Unterstützung

Der Austausch in Angehörigengruppen wird als wertvoll hervorgehoben, da er Angehörigen hilft, sich weniger allein zu fühlen und neue Perspektiven auf ihre Situation zu gewinnen. Bettina betont, dass es wichtig ist, die Vielfalt der Erfahrungen zu erkennen und zu akzeptieren.

Einführung in die Thematik der Angehörigen

In dieser Episode wird das Leben und die Belastungen von Angehörigen psychisch erkrankter Menschen thematisiert. Bettina, eine erfahrene Peer-Begleiterin, spricht über ihre Rolle und die Herausforderungen, die Angehörige in Bezug auf Verantwortung, Unterstützung und eigene emotionale Belastungen erleben.

Die Rolle der Peer-Begleitung

Bettina erklärt, wie sie als Peer-Begleiterin arbeitet, um Angehörige zu unterstützen und ihnen zu helfen, ihre eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu erkennen. Sie betont die Wichtigkeit des Austauschs und der Reflexion, um Angehörigen zu helfen, ihre eigene Identität zu finden und nicht nur in der Rolle des Unterstützers zu leben.

Herausforderungen und Vorurteile

Die Episode behandelt auch die Vorurteile, denen Angehörige begegnen, wie z.B. das Stigma der Überfürsorglichkeit. Bettina hebt hervor, dass Angehörige oft in ihrer Rolle nicht gesehen werden und dass ihre eigenen Bedürfnisse und Geschichten wichtig sind.

Prozesse der Akzeptanz und Selbstfürsorge

Bettina ermutigt Angehörige, sich selbst zu reflektieren und ihre eigenen Grenzen zu setzen. Sie spricht darüber, wie wichtig es ist, eigene Emotionen zuzulassen und sich nicht aufzuopfern, um die eigene psychische Gesundheit zu bewahren.

Gruppenaustausch und Unterstützung

Der Austausch in Angehörigengruppen wird als wertvoll hervorgehoben, da er Angehörigen hilft, sich weniger allein zu fühlen und neue Perspektiven auf ihre Situation zu gewinnen. Bettina betont, dass es wichtig ist, die Vielfalt der Erfahrungen zu erkennen und zu akzeptieren.