
Besser improvisieren
Jazzschule Berlin, Claus Rückbeil
Beschreibung
Wenn du ein Instrument spielst oder singst und besser improvisieren möchtest, dann ist dieser Podcast genau richtig für dich. Wir wollen dich motivieren, dir die Scheu nehmen und dir ganz praxisbezogen beim Hören, Verstehen und Spielen helfen, damit DU besser improvisieren lernst.
Es gibt wöchentliche kleine Einheiten zu Themen wie Kirchentonarten, Blues, Rhythmik, Jazz Standards, Modale Improvisation, Gehörbildung, Links und Phrasen und vieles mehr - aber auch immer wieder allgemeine Übe-Tricks, Übungen, Musiker-Portraits etc.
Nach jeder Folge hast du wieder eine Idee mehr in deinem Improvisation- und Übe-Portfolio und wir werden das alles so machen, dass diese kleinen Einheiten auch wirklich Spaß machen. Zu manchen Folgen wird es auch weiterführende Materialien wie Übe-Playbacks oder PDF-Downloads zum Ausdrucken geben.
Und nun viel Spaß!
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

119 I Portrait Kenny Burrell - Jazzgitarre, sehr bluesig
Einführung in Kenny Burrell
In dieser Episode wird der Jazz-Gitarrist Kenny Burrell vorgestellt, der für seinen bluesigen Stil bekannt ist. Der Host Klaus erwähnt, dass Burrells Musik auch beim Jazz immer einen bluesigen Klang hat.
Workshop-Ankündigungen
Klaus informiert über anstehende Jazz-Workshops im Montafon und in Kroatien, die für Fortgeschrittene geeignet sind.
Burrells musikalische Wurzeln
Kenny Burrell, geboren 1931 in Detroit, spielte früh mit Größen wie Dizzy Gillespie und John Coltrane. Er war auch als Lehrer aktiv und betrieb in den 70ern einen eigenen Jazzclub, was seiner Karriere half.
Das Stück "Chitlins con Carne" und die Platte "Midnight Blue"
Das Stück "Chitlins con Carne" stammt von Burrells erfolgreicher Blue Note Platte "Midnight Blue" aus 1963. Es vereint Blues mit einer besonderen Note und hat sich als Signature Song etabliert. Klaus erklärt die Struktur und die musikalischen Elemente des Stücks.
Musikalische Analyse
Die Episode bietet eine Analyse des Songs, der eine ruhige Basslinie und einen Latin-Touch enthält. Burrells Soli sind geprägt von bluesigen Phrasen und Pausen, die den charakteristischen Stil des Gitarristen unterstreichen. Klaus ermutigt die Hörer, den Song aufmerksam zu hören und die Phrasierung zu beobachten.

118 I Portrait: Frank Sinatra - Die Referenz für Originalmelodien
Porträt eines berühmten Jazzsängers
Im Fokus steht Frank Sinatra, dessen Stil oft als Referenz gilt, weil er Melodien so singt, wie sie komponiert wurden. Der Text skizziert kurz seinen Hintergrund, seine Produktivität und einige markante Merkmale, die ihn in der Jazzgeschichte prägen. Eine Einordnung in den Kontext anderer Sängerinnen hilft, seine besondere Herangehensweise zu verstehen.
Bezug zum Song Mack the Knife
Der präsentierte Standard stammt aus der Dreigroschenoper, die in die amerikanische Jazzlandschaft transferiert wurde. Sinatra wird als geeignete Lernreferenz genannt, doch auch andere Künstlerinnen wie Ella Fitzgerald und Julie London werden gelobt, da sie die Melodie treu an den Komponistenwunsch halten. Billie Holiday wird als stärker improvisationsbetont beschrieben.
Musikalische Herangehensweise im Stück
Wesentliches Element ist der Backbeat auf 2 und 4. Die Folge betont das mit Zählen und Offbeat-Gefühl. Nach einigen Durchgängen steigt die Tonart allmählich, wobei die Dominante kurz vor jedem Chorus erhöht wird, um die Melodieführung sichtbar zu machen. Solche Modulationen sind typisch für Jam Sessions und Lernübungen.
Ziel der Aufnahme und Lernfokus
Die Episode legt den Fokus darauf, das Stück durch Hören und Nachahmen zu lernen, ohne auf Werbeziele oder Nebenangebote zu verweisen. Der Vergleich der Sängerinnen dient als Orientierung, wie Originaltreue die Interpretation beeinflusst und welche Ansätze beim Erlernen eines Standards hilfreich erscheinen.

117 I Cannonball Adderley - Wegbereiter des Souljazz
Kerncharakter des Jazz-Alt-Saxophonisten
Der Künstler wird als soulful, erdig und gesanglich beschrieben, mit Humor und einer starken Ausstrahlung. Sein Stil prägte das Souljazz-Feeling, das sich durch rhythmische Punchlines und eine warme, expressiven Klangfarbe auszeichnet. Die Zusammenarbeit mit dem Bruder Nat Adderley wird als zentrale Säule des Sounds dargestellt, der sich in entspanntem, dennoch intensiven Improvisieren zeigt.
Hintergrund und Kontext
Der Musiker stammt aus Florida, wurde in den späten Jahren geboren und erlangte durch seine Arbeiten neben Nat Adderley Bekanntheit. Als Teil der Jazz-Szene wirkte er in wichtigen Aufnahmen mit und trug maßgeblich zur Verbreitung einer souligen, aber zugleich bodenständigen Ästhetik bei.
Work Song – das Stück
Work Song wird als echter Soul-Jazz-Klassiker eingeführt, mit tradiertem Call-and-Response zwischen Cannonball und seinem Bruder, der das Stück komponierte. Die Struktur setzt auf sparsamen Groove mit Bass, Schlagzeug und Klavier, wodurch die Melodie frei atmen kann. Der Einsatz von Triolen im Solo verleiht der Darbietung eine mitreißende Energie.
Aufnahme-Atmosphäre und Perspektive
Die Besetzung arbeitet eng zusammen, wobei der Fokus auf präzisen Breaks liegt, die oft erst bei vier und eins Akzent setzen. Die Kunst des Duetts zwischen dem Saxophonisten und dem Trompeter/Komponisten wird deutlich hörbar, ebenso wie die kraftvolle, groovige Phrasierung, die die Zuhörer in den Rhythmus hineinzieht.