50 Minuten
Podcast
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50 Minuten

Daniel Jakubowski, Dr. Marie-Luise Alder, Dr. Jenny Gergs und Fabian Eggert

Beschreibung

Einmal im Monat spricht Daniel Jakubowski vom Team Kommunikation sowohl über klinische als auch über gesamtgesellschaftliche und kulturelle Themen. Unterstützt wird er dabei von Wissenschaftler:innen, Psychotherapeut:innen und Expert:innen. Dabei bringen sie gemeinsam eine psychoanalytische Haltung in einen Podcast. 50 Minuten ist ein Wissenschaftspodcast der Internationalen Psychoanalytischen Universität Berlin.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Sozialpsychologie des Rechtsextremismus

04.09.2026
Gesprächsgäste: PD Dr. Sebastian Winter und Paul Obermeyer Schon wieder Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Menschenfeindlichkeit. Das Phänomen ist nicht neu und hat doch immer wieder Hochkonjunktur. In der deutschen (und europäischen) Politik schreitet eine Vereinnahmung mindestens rechter, eher auch rechtsextremistischer Parteien voran. Das wirft die Frage auf, was so reizvoll und verführerisch daran erscheint, Überzeugungen zu vertreten und nachzueifern, die letztlich darauf ausgelegt sind, bestimmte Menschengruppen auszugrenzen. Der psychoanalytische und sozialpsychologische Blick auf und hinter Phänomene rund um Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit zeigen, dass es eine Art funktionale Seite gibt, eine Art Verheißung, die mit rassistischen und ausgrenzenden Ideologien einhergehen. Mit Sozialpsychologe Sebastian Winter und Paul Obermeyer von der IPU versuchen wir zu verstehen, dass und wie hinter rechtsextremistischen Überzeugungen Konflikte stecken, die nicht zuletzt in der öffentlichen Debatte unausgesprochen bleiben, obwohl sie thematisierbar sind. Literaturempfehlung zu Andrea Röpke, Journalistin, die wir im Podcast erwähnen: Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos, Ch. Links Verlag, 2019 Andrea Röpkes Texte in der taz: https://taz.de/Andrea-Roepke/!a25841/
Gesprächsgäste: PD Dr. Sebastian Winter und Paul Obermeyer

Schon wieder Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Menschenfeindlichkeit. Das Phänomen ist nicht neu und hat doch immer wieder Hochkonjunktur. In der deutschen (und europäischen) Politik schreitet eine Vereinnahmung mindestens rechter, eher auch rechtsextremistischer Parteien voran. Das wirft die Frage auf, was so reizvoll und verführerisch daran erscheint, Überzeugungen zu vertreten und nachzueifern, die letztlich darauf ausgelegt sind, bestimmte Menschengruppen auszugrenzen. Der psychoanalytische und sozialpsychologische Blick auf und hinter Phänomene rund um Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit zeigen, dass es eine Art funktionale Seite gibt, eine Art Verheißung, die mit rassistischen und ausgrenzenden Ideologien einhergehen. Mit Sozialpsychologe Sebastian Winter und Paul Obermeyer von der IPU versuchen wir zu verstehen, dass und wie hinter rechtsextremistischen Überzeugungen Konflikte stecken, die nicht zuletzt in der öffentlichen Debatte unausgesprochen bleiben, obwohl sie thematisierbar sind.

Literaturempfehlung zu Andrea Röpke, Journalistin, die wir im Podcast erwähnen: Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos, Ch. Links Verlag, 2019 Andrea Röpkes Texte in der taz: https://taz.de/Andrea-Roepke/!a25841/

Immer online, immer verbunden

07.08.2026
Gesprächsgast: Dr. Anna Gätjen Wie verändert ständige digitale Vernetzung unser Leben, unser Denken und unsere Beziehungen? Smartphones, Social Media und jederzeit verfügbare Informationen prägen längst nicht nur unseren Alltag, sondern auch die Art, wie wir Aufmerksamkeit, Nähe, Stress und Erholung erleben. In dieser Folge geht es um die sogenannte Always-On-Kultur und um die Frage, was sie für junge Menschen bedeutet, die mit dieser Selbstverständlichkeit des Online-Seins aufwachsen. Im Gespräch mit Anna Gätjen wird deutlich, warum sich diese Entwicklung nicht auf bloße Nutzungszeiten reduzieren lässt, sondern auch psychologische, soziale und gesellschaftliche Fragen aufwirft. Ein kurzer Blick auf Sherry Turkle, Plattformlogiken und digitale Unterstützung hilft uns, die ständige Vernetzung besser zu verstehen.
Gesprächsgast: Dr. Anna Gätjen

Wie verändert ständige digitale Vernetzung unser Leben, unser Denken und unsere Beziehungen? Smartphones, Social Media und jederzeit verfügbare Informationen prägen längst nicht nur unseren Alltag, sondern auch die Art, wie wir Aufmerksamkeit, Nähe, Stress und Erholung erleben. In dieser Folge geht es um die sogenannte Always-On-Kultur und um die Frage, was sie für junge Menschen bedeutet, die mit dieser Selbstverständlichkeit des Online-Seins aufwachsen. Im Gespräch mit Anna Gätjen wird deutlich, warum sich diese Entwicklung nicht auf bloße Nutzungszeiten reduzieren lässt, sondern auch psychologische, soziale und gesellschaftliche Fragen aufwirft. Ein kurzer Blick auf Sherry Turkle, Plattformlogiken und digitale Unterstützung hilft uns, die ständige Vernetzung besser zu verstehen.

Männer, die über Gefühle sprechen

20.03.2026
Im Gespräch: Jonas Rudolph Geht es um Männer, müssen wir uns immer auch mit dem System Männlichkeit befassen. Schnell wird dann deutlich, dass diesem System ein Drang zur Dominanz innewohnt. Was das mit jedem einzelnen Mann macht, besprechen wir mit Jonas Rudolph. In seiner Forschung zu Männerbiografien geht er auf die Suche nach Worten für das männliche Emotionserleben. Er erläutert, warum Dominanzmuster selbst im Sprechen über Gefühle zur Statusfrage werden kann und warum wir Männlichkeit besser verstehen, wenn wir anerkennen, dass sie sich als System im Dauerkrisenzustand befindet.
Im Gespräch: Jonas Rudolph

Geht es um Männer, müssen wir uns immer auch mit dem System Männlichkeit befassen. Schnell wird dann deutlich, dass diesem System ein Drang zur Dominanz innewohnt. Was das mit jedem einzelnen Mann macht, besprechen wir mit Jonas Rudolph. In seiner Forschung zu Männerbiografien geht er auf die Suche nach Worten für das männliche Emotionserleben. Er erläutert, warum Dominanzmuster selbst im Sprechen über Gefühle zur Statusfrage werden kann und warum wir Männlichkeit besser verstehen, wenn wir anerkennen, dass sie sich als System im Dauerkrisenzustand befindet.