Bremer Bilderbuch-Gespräche
Hollerweger & Kudlowski
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
Bremer Bilderbuch-Gespräche, Folge #36: Verbindende Veränderungen. Zur Metaphorisierung von Umbrüchen und Übergängen
Einführung und Dank an die Zuhörer
Elisabeth Hollerweger und Marc Kudlowski begrüßen die Zuhörer zur 36. Folge und danken ihnen für das Feedback, das sie erhalten haben. Sie freuen sich, wieder über Bilderbücher sprechen zu können.
Vorstellung der Bilderbücher
Marc stellt zwei Bilderbücher vor: "Simone" von Nikolaus Heidelbach und "Papa ist ein Eisbär" von Edward van de Wendel und Saskia Haufmuth. Beide Bücher sind Neuerscheinungen und behandeln unterschiedliche Themen mit tierischen Protagonisten.
Analyse des Buches "Simone"
In "Simone" geht es um das ungewöhnliche Verhältnis zwischen einem Mädchen und einem Nilpferd, das als Babysitter fungiert. Die Geschichte thematisiert das Großwerden und den Abschied von einer Bezugsperson, während gleichzeitig mit Absurdität und Irritation gespielt wird.
Metaphorik und Funktion der Tiere
Die Tiere in den Geschichten übernehmen unterschiedliche Funktionen. Während das Nilpferd in "Simone" eine Stellvertreterfigur darstellt, wird der Eisbär in "Papa ist ein Eisbär" metaphorisch für die Abwesenheit eines Vaters genutzt. Diese Unterschiede eröffnen verschiedene Deutungsansätze.
Inhalt und Emotionen in "Papa ist ein Eisbär"
Das Buch handelt von Geschwistern, deren Eltern sich getrennt haben. Es beleuchtet deren Beziehung und die Herausforderungen, die mit dieser Situation einhergehen. Der Eisbär wird als Metapher für den emotionalen Zustand des Vaters verwendet, was den Geschwistern hilft, ihre Realität zu verstehen.
Fazit und Didaktische Ansätze
Beide Bücher bieten reichhaltige Möglichkeiten zur Analyse von Emotionen und Metaphern. Sie sind nicht nur thematisch wertvoll, sondern laden auch ein, die Beziehung zwischen Text und Bild zu erkunden. Die Bücher eignen sich gut für den Einsatz im Unterricht, um Kinder in ihrer emotionalen Wahrnehmung zu unterstützen.
Bremer Bilderbuch-Gespräche, Folge #35: Widerstand auf zwei Rädern
Einführung in die Episode
In der 35. Episode der Bremer Bilderbuchgespräche begrüßen Elisabeth Hollerweger und Marc Kudlowski ihre Zuhörer und reflektieren über die Veröffentlichung der Folge sowie über die Herausforderungen, die das Jahr mit sich brachte.
Thema der Episode: "Die kleinen Königinnen"
Die Hauptthematik der Episode dreht sich um den Comic "Die kleinen Königinnen", der auf einer Romanvorlage basiert. Die Geschichte folgt drei Mädchen, Mireille, Astrid und Hakima, die auf einer Fahrradtour nach Paris die gesellschaftlichen Normen und Schönheitsideale hinterfragen. Ihre Reise ist gleichzeitig eine Antwort auf die Diskriminierung, die sie als die "hässlichsten Mädchen der Schule" erfahren.
Charaktere und Entwicklungen
Die Charaktere sind vielfältig gestaltet und repräsentieren unterschiedliche Hintergründe und Persönlichkeiten. Die Podcast-Moderatoren betonen, wie wichtig es ist, dass die Figuren nicht nur durch ihre Diskriminierung definiert sind, sondern auch eigene Ziele und Träume verfolgen. Die Dynamik zwischen den Charakteren, insbesondere die Entwicklung von Mireille, die mit ihrer Identität und ihrer Familie ringt, wird als zentraler Aspekt hervorgehoben.
Gesellschaftskritik und Diskurse
Die Episode thematisiert auch die gesellschaftlichen Diskurse, die im Comic vorkommen, wie Gender, Mobbing und Body Positivity. Die Moderatoren diskutieren, wie diese Themen auf eine leichtfüßige Weise behandelt werden, ohne dass die Geschichte überladen wirkt. Sie stellen fest, dass die unterschiedlichen Erfahrungen der Mädchen wertvoll sind, um ein breiteres Verständnis für Diskriminierung zu schaffen.
Didaktische Ansätze
Elisabeth und Marc reflektieren über die didaktische Umsetzung des Comics im Unterricht, indem sie Möglichkeiten für eine interaktive Lektüre und Auseinandersetzung mit den Themen anbieten. Dies könnte durch Gruppenarbeiten und szenisches Lesen geschehen, um das Verständnis und die Identifikation mit den Charakteren zu fördern.
Abschluss und Ausblick
Die Episode schließt mit einem Ausblick auf zukünftige Veranstaltungen und einer Einladung an die Zuhörerinnen und Zuhörer, an einer Lesung mit Jens Rasmus teilzunehmen. Die Moderatoren bedanken sich bei ihrem Publikum und wünschen einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Bremer Bilderbuch-Gespräche, Folge #34: Einfach tierisch? Tiere als Stellvertreterfiguren
Einführung in die Episode
In dieser Episode der Bremer Bilderbuch-Gespräche diskutieren Elisabeth Hollerweger und Marc Kutlowski zwei Bilderbücher vom Gerstenberg Verlag, die im Rahmen der Huckepack-Juryarbeit vorgestellt wurden. Die Bücher sind "Maulwurf ist nicht allein" von Maya Tatsukawa und "Igalus, eine Geschichte der Sause-Schrittzeit" von Marie Tholmann, beide thematisieren menschliche Themen durch die Perspektive von Tieren.
Maulwurf ist nicht allein
Das erste Buch behandelt die Innenwelt des Maulwurfs, der zur Geburtstagsfeier eingeladen ist, jedoch mit seiner Schüchternheit kämpft. Auf seinem Weg trifft er auf einen anderen schüchternen Charakter, einen Skunk. Die Geschichte endet damit, dass sie sich in der unterirdischen Welt des Maulwurfs wohlfühlen, was eine Botschaft über soziale Ängste und das Finden von Gemeinschaft vermittelt.
Illustrations- und Erzähltechnik
Die Illustrationen sind in einer Comicstruktur gehalten, was eine einzigartige Erzählweise ermöglicht. Der Text ist in Sprechblasen untergebracht, was den Leser zur aktiven Teilnahme einlädt. Die Doppelseiten und die Tunnelstruktur des Buches schaffen eine visuelle Tiefe, die eine mehrfache Lektüre anregt.
Igalus, eine Geschichte der Sause-Schrittzeit
Das zweite Buch dreht sich um einen Igel, der die Umwelt von Plastikmüll säubert. Die Geschichte thematisiert den Massentourismus und die Folgen für die Natur. Der Igel erlebt einen Kipppunkt, an dem die anderen Tiere erkennen, dass sie ebenfalls Verantwortung übernehmen müssen, was zu einem positiven Wandel führt.
Gesellschaftliche und Umweltbotschaften
Beide Bücher bieten tiefere gesellschaftliche und Umweltbotschaften, indem sie die Verantwortung und Empathie thematisieren. Die Geschichten laden ein, über das eigene Verhalten nachzudenken und fördern die Diskussion über Mensch-Natur-Beziehungen. Die visuelle Gestaltung in beiden Büchern unterstützt die Erzählung und regt zur Reflexion an.
Fazit und Empfehlungen
Beide Bücher sind für verschiedene Zielgruppen geeignet und bieten wertvolle Anlässe für gemeinsame Lektüre und Diskussionen. Sie sind nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene interessant, die sich mit den Themen Identität, Umwelt und Gemeinschaft auseinandersetzen möchten.