bto – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter
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bto – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter

Dr. Daniel Stelter

Beschreibung

bto – beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter. Der Ökonom und Strategieberater bringt Wirtschaft und Finanzen auf den Punkt. Unverblümt und unabhängig gibt Stelter pointierte Antworten auf die Wirtschaftsfragen unserer Zeit. Featured by Handelsblatt. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Zerstörung eines Marktes

25.10.2026
In Berlin deuten die Zeichen auf eine Regierung, die tatsächlich glaubt, durch die Verstaatlichung vorhandener Wohnungen ließe sich das Problem mangelnden Wohnraums und dadurch steigender Mieten beheben. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wie schlecht es um das ökonomische Verständnis im Land steht, dann ist er damit wohl erbracht. Allerdings passen die Pläne des möglichen rot-grün-roten Bündnisses in eine Kette politischer Entscheidungen, die schon in den letzten 15 Jahren dazu beigetragen haben, das Wohnungsproblem zu verschärfen. Studien zeigen, dass bereits eine Mietpreisbremse das Angebot an Wohnungen reduziert und damit die Wohnungsnot steigert. Ja, die Glücklichen, die eine Wohnung besitzen, freuen sich über unterhalb der Inflationsrate liegende Mietsteigerungen, aber für diejenigen, die neu auf den Markt kommen, führt es zu noch mehr Knappheit. Das Angebot sinkt dabei über verschiedene Kanäle: Mieter bleiben in ihren Wohnungen, weil die Bremse ihre Miete deutlich unter den Marktpreis senkt, Eigentümer verzichten auf das Vermieten oder verkaufen die Wohnungen lieber gleich an Selbstnutzer. Der Neubau wird – trotz aller Beteuerungen der Politik, neu gebaute Wohnungen von den Regeln auszunehmen – eingeschränkt, weil Investoren wissen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie doch darunter fallen werden. Und natürlich bleibt bereits die Drohung mit Enteignung nicht ohne Folgen.Daniel Stelter spricht mit dem Ökonomen Dr. Mathias Dolls vom ifo Institut darüber, wie teuer die Berliner Wohnungspolitik schon heute ist, wie man Mieter entlastet, ohne den Mangel zu verschärfen und was geschehen müsste, damit Wohnungssuchende endlich wieder eine echte Chance haben.Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal.HörerserviceStudie Die Kosten des Regulierungsrisikos am Berliner Wohnungsmarkt von Mathias Dolls, Clemens Fuest, David Gstrein, Carla Krolage und Florian Neumeier, ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München: https://t1p.de/8d8zfBeitrag Die Auswirkungen von Mietpreisbindungen aus der Perspektive der empirischen Forschung: Ein nahezu vollständiger Überblick über die Literatur (a.d.Eng./Red.) Von Konstantin A. Kholodilin im Journal of Housing Economics: https://t1p.de/hztwcStudie Die Überführung von großen Wohnungsbeständen ins Gemeineigentum – Optionen und Fallstricke von Sebastian Dullien, Patrick Kaczmarczyk, Tom Krebs, Achim Truger, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung bei der Hans-Böckler-Stiftung: https://t1p.de/05m55Gutachten Ökonomische Effekte der Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände am Beispiel Berlins von Klaus-Jürgen Gern, Stefan Kooths und Jonas Zdrzalek, Kiel Institut für Weltwirtschaft: https://t1p.de/nw9gd beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com.Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier.Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com.Handelsblatt – 80 Jahre Handelsblatt. 100 Jahre WirtschaftsWoche. 180 Jahre unabhängiger Wirtschaftsjournalismus. Als Grundlage für erfolgreiche Entscheidungen unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie Fan beider Marken sind, haben wir etwas für Sie: das Wirtschaftsabo. Damit erhalten Sie Handelsblatt und WirtschaftsWoche digital zum exklusiven Vorteilspreis. Zwei Marken, ein Abo – und anlässlich unserer Jubiläen jetzt mit 50% Rabatt für 12 Monate. Alle Details zum Angebot finden Sie unter handelsblatt.com/daswirtschaftsabo.Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

In Berlin deuten die Zeichen auf eine Regierung, die tatsächlich glaubt, durch die Verstaatlichung vorhandener Wohnungen ließe sich das Problem mangelnden Wohnraums und dadurch steigender Mieten beheben. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wie schlecht es um das ökonomische Verständnis im Land steht, dann ist er damit wohl erbracht. Allerdings passen die Pläne des möglichen rot-grün-roten Bündnisses in eine Kette politischer Entscheidungen, die schon in den letzten 15 Jahren dazu beigetragen haben, das Wohnungsproblem zu verschärfen. Studien zeigen, dass bereits eine Mietpreisbremse das Angebot an Wohnungen reduziert und damit die Wohnungsnot steigert. Ja, die Glücklichen, die eine Wohnung besitzen, freuen sich über unterhalb der Inflationsrate liegende Mietsteigerungen, aber für diejenigen, die neu auf den Markt kommen, führt es zu noch mehr Knappheit. Das Angebot sinkt dabei über verschiedene Kanäle: Mieter bleiben in ihren Wohnungen, weil die Bremse ihre Miete deutlich unter den Marktpreis senkt, Eigentümer verzichten auf das Vermieten oder verkaufen die Wohnungen lieber gleich an Selbstnutzer. Der Neubau wird – trotz aller Beteuerungen der Politik, neu gebaute Wohnungen von den Regeln auszunehmen – eingeschränkt, weil Investoren wissen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie doch darunter fallen werden. Und natürlich bleibt bereits die Drohung mit Enteignung nicht ohne Folgen.

Daniel Stelter spricht mit dem Ökonomen Dr. Mathias Dolls vom ifo Institut darüber, wie teuer die Berliner Wohnungspolitik schon heute ist, wie man Mieter entlastet, ohne den Mangel zu verschärfen und was geschehen müsste, damit Wohnungssuchende endlich wieder eine echte Chance haben.

Hinweis
ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal.

Hörerservice
Studie Die Kosten des Regulierungsrisikos am Berliner Wohnungsmarkt von Mathias Dolls, Clemens Fuest, David Gstrein, Carla Krolage und Florian Neumeier, ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München: https://t1p.de/8d8zf

Beitrag Die Auswirkungen von Mietpreisbindungen aus der Perspektive der empirischen Forschung: Ein nahezu vollständiger Überblick über die Literatur (a.d.Eng./Red.) Von Konstantin A. Kholodilin im Journal of Housing Economics: https://t1p.de/hztwc

Studie Die Überführung von großen Wohnungsbeständen ins Gemeineigentum – Optionen und Fallstricke von Sebastian Dullien, Patrick Kaczmarczyk, Tom Krebs, Achim Truger, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung bei der Hans-Böckler-Stiftung: https://t1p.de/05m55

Gutachten Ökonomische Effekte der Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände am Beispiel Berlins von Klaus-Jürgen Gern, Stefan Kooths und Jonas Zdrzalek, Kiel Institut für Weltwirtschaft: https://t1p.de/nw9gd

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Erwartungen und Grenzen

21.10.2026
Erwartungen haben eine besondere Bedeutung für die Wirtschaftspolitik. Vor allem beim Thema Inflationserwartungen gilt diese Bedeutungsschwere. Doch es gibt auch generelle Zweifel. So veröffentlichte der Notenbank-Ökonom Jeremy B. Rudd von der US-amerikanischen Federal Reserve (FED) bereits im September 2021 einen viel beachteten Kommentar, in dem er die Sinnhaftigkeit der Steuerung nach Erwartungen in Frage stellte. Das war zwar keine offizielle Position der FED, aber eine berechtigte Warnung, denn die Inflationserwartungen waren niedrig, kurz darauf aber stieg die Inflation in den USA und der EU deutlich an. Das Gegenteil von dem, was erwartet worden war.Im Oktober 2021 sprach Daniel Stelter in Folge 105 mit Professor Dr. Thomas Mayer, Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Institute, über „Die Selbstüberschätzung der Notenbanker“. Ausgangspunkt war die These der säkularen Stagnation (also dem langfristigen Zustand einer Volkswirtschaft, in dem das Wirtschaftswachstum dauerhaft schwach bleibt – selbst dann, wenn die Zinsen sehr niedrig sind und die Notenbanken versuchen, die Konjunktur anzukurbeln): Erklärt ein Ersparnisüberhang das schwache Wachstum, oder übersieht diese Diagnose wichtige Ursachen?Geldpolitik kann stabilisieren und die Notenbank kann der Politik so Zeit verschaffen. Sie ersetzt aber weder tragfähige Staatsfinanzen noch Reformen, die Investitionen und Arbeit attraktiver machen, so das Fazit. Angesichts des Reformstaus in Deutschland ist es Zeit für ein bto REFRESH.Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal.HörerserviceStudie The present monetary policy framework is seriously flawed von Michael Biggs und Thomas Mayer, Flossbach von Storch Research Institute: https://t1p.de/eugdd Aufsatz Why Do We Think That Inflation Expectations Matter for Inflation? (And Should We?) von Jeremy B. Rudd, Senior Adviser im Bereich Forschung und Statistik des Federal Reserve Board (FED): https://t1p.de/geeynbeyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com.Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier.Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com.Handelsblatt – 80 Jahre Handelsblatt. 100 Jahre WirtschaftsWoche. 180 Jahre unabhängiger Wirtschaftsjournalismus. Als Grundlage für erfolgreiche Entscheidungen unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie Fan beider Marken sind, haben wir etwas für Sie: das Wirtschaftsabo. Damit erhalten Sie Handelsblatt und WirtschaftsWoche digital zum exklusiven Vorteilspreis. Zwei Marken, ein Abo – und anlässlich unserer Jubiläen jetzt mit 50% Rabatt für 12 Monate. Alle Details zum Angebot finden Sie unter handelsblatt.com/daswirtschaftsabo.Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Erwartungen haben eine besondere Bedeutung für die Wirtschaftspolitik. Vor allem beim Thema Inflationserwartungen gilt diese Bedeutungsschwere. Doch es gibt auch generelle Zweifel. So veröffentlichte der Notenbank-Ökonom Jeremy B. Rudd von der US-amerikanischen Federal Reserve (FED) bereits im September 2021 einen viel beachteten Kommentar, in dem er die Sinnhaftigkeit der Steuerung nach Erwartungen in Frage stellte. Das war zwar keine offizielle Position der FED, aber eine berechtigte Warnung, denn die Inflationserwartungen waren niedrig, kurz darauf aber stieg die Inflation in den USA und der EU deutlich an. Das Gegenteil von dem, was erwartet worden war.

Im Oktober 2021 sprach Daniel Stelter in Folge 105 mit Professor Dr. Thomas Mayer, Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Institute, über „Die Selbstüberschätzung der Notenbanker“. Ausgangspunkt war die These der säkularen Stagnation (also dem langfristigen Zustand einer Volkswirtschaft, in dem das Wirtschaftswachstum dauerhaft schwach bleibt – selbst dann, wenn die Zinsen sehr niedrig sind und die Notenbanken versuchen, die Konjunktur anzukurbeln): Erklärt ein Ersparnisüberhang das schwache Wachstum, oder übersieht diese Diagnose wichtige Ursachen?

Geldpolitik kann stabilisieren und die Notenbank kann der Politik so Zeit verschaffen. Sie ersetzt aber weder tragfähige Staatsfinanzen noch Reformen, die Investitionen und Arbeit attraktiver machen, so das Fazit. Angesichts des Reformstaus in Deutschland ist es Zeit für ein bto REFRESH.

Hinweis

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Studie The present monetary policy framework is seriously flawed von Michael Biggs und Thomas Mayer, Flossbach von Storch Research Institute: https://t1p.de/eugdd

Aufsatz Why Do We Think That Inflation Expectations Matter for Inflation? (And Should We?) von Jeremy B. Rudd, Senior Adviser im Bereich Forschung und Statistik des Federal Reserve Board (FED): https://t1p.de/geeyn

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Falsche Richtung

18.10.2026
Menschen entscheiden nicht nur nach ihrer heutigen Lage. Sie berücksichtigen auch, was sie für morgen und die Zukunft erwarten. Die beiden US-Ökonomen Robert Hall und Michael Woodford haben gezeigt, wie wichtig dieser Blick nach vorn bei Konsum und Geldpolitik ist. Für ihre Beiträge zu den mikroökonomischen Grundlagen der makroökonomischen Stabilisierung haben die beiden Wissenschaftler den Wirtschaftsnobelpreis 2026 erhalten.Auf den ersten Blick haben ihre Forschungen wenig miteinander zu tun. Hall erhielt den Preis für seine Forschungen zur Konsumbereitschaft, Woodford für seine Arbeiten zur Geldpolitik. Gemeinsam ist ihren Arbeiten allerdings die Bedeutung von Erwartungen. Erwarten Menschen beispielsweise dauerhaft höhere Einkommen, erhöhen sie bereits frühzeitig ihren Konsum. Nehmen sie hingegen heutige Mehreinkommen als nicht nachhaltig wahr oder befürchten gar in Folge heutiger Zahlungen künftig ein geringeres Einkommen, sparen sie mehr, statt zu konsumieren.Mit Dr. Rüdiger Bachmann, Professor für Volkswirtschaftslehre an der University of Michigan, diskutiert Daniel Stelter über die Arbeiten der beiden Preisträger, die Aussagekraft ihrer Modelle und die Konsequenzen für die Wirtschaftspolitik. Wenn die politisch Verantwortlichen die Erwartung immer höherer Belastungen und schwächerer Wachstumsperspektiven erzeugen, werden Investitionen und Konsum nicht durch Optimismus-Appelle zurückkehren. Zugleich droht eine Geldpolitik, die unter den Finanzierungsdruck der Staaten gerät, ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren. Gefordert ist ein belastbarer Kurs zu mehr Wachstum und tragfähigen Staatsfinanzen, nicht lediglich das nächste Ausgabenprogramm, denn das führt wieder nur in die falsche Richtung.Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal.HörerservicePresseinformation For microeconomic foundations of macroeconomic stabilisation der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften zur Bekanntgabe der Preisträger des Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften 2026: https://t1p.de/znv4q Kommentar A Great Nobel des Ökonomen John H. Cochrane zu den diesjährigen Preisträgern auf der Online-Plattform A Grumpy Economist: https://t1p.de/ibsyh Beitrag A Nobel prize for how to keep economies on even keel in The Economist: https://t1p.de/q20sgbeyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com.Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier.Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com.Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektivenWerbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Menschen entscheiden nicht nur nach ihrer heutigen Lage. Sie berücksichtigen auch, was sie für morgen und die Zukunft erwarten. Die beiden US-Ökonomen Robert Hall und Michael Woodford haben gezeigt, wie wichtig dieser Blick nach vorn bei Konsum und Geldpolitik ist. Für ihre Beiträge zu den mikroökonomischen Grundlagen der makroökonomischen Stabilisierung haben die beiden Wissenschaftler den Wirtschaftsnobelpreis 2026 erhalten.

Auf den ersten Blick haben ihre Forschungen wenig miteinander zu tun. Hall erhielt den Preis für seine Forschungen zur Konsumbereitschaft, Woodford für seine Arbeiten zur Geldpolitik. Gemeinsam ist ihren Arbeiten allerdings die Bedeutung von Erwartungen. Erwarten Menschen beispielsweise dauerhaft höhere Einkommen, erhöhen sie bereits frühzeitig ihren Konsum. Nehmen sie hingegen heutige Mehreinkommen als nicht nachhaltig wahr oder befürchten gar in Folge heutiger Zahlungen künftig ein geringeres Einkommen, sparen sie mehr, statt zu konsumieren.

Mit Dr. Rüdiger Bachmann, Professor für Volkswirtschaftslehre an der University of Michigan, diskutiert Daniel Stelter über die Arbeiten der beiden Preisträger, die Aussagekraft ihrer Modelle und die Konsequenzen für die Wirtschaftspolitik. Wenn die politisch Verantwortlichen die Erwartung immer höherer Belastungen und schwächerer Wachstumsperspektiven erzeugen, werden Investitionen und Konsum nicht durch Optimismus-Appelle zurückkehren. Zugleich droht eine Geldpolitik, die unter den Finanzierungsdruck der Staaten gerät, ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren. Gefordert ist ein belastbarer Kurs zu mehr Wachstum und tragfähigen Staatsfinanzen, nicht lediglich das nächste Ausgabenprogramm, denn das führt wieder nur in die falsche Richtung.

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Presseinformation For microeconomic foundations of macroeconomic stabilisation der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften zur Bekanntgabe der Preisträger des Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften 2026: https://t1p.de/znv4q

Kommentar A Great Nobel des Ökonomen John H. Cochrane zu den diesjährigen Preisträgern auf der Online-Plattform A Grumpy Economist: https://t1p.de/ibsyh

Beitrag A Nobel prize for how to keep economies on even keel in The Economist: https://t1p.de/q20sg

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