?Macht:Los! (machtlos)
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?Macht:Los! (machtlos)

Timo Rieg

Beschreibung

?Macht:Los! ist der kleine Podcast zur aleatorischen Demokratie und Deliberation. Er beschäftigt sich mit Beteiligungs- und Entscheidungsverfahren, bei denen die stimmberechtigten Mitglieder per Los bestimmt werden. Das deutsche Urmodell dazu ist die "Planungszelle", international als "Citizens' Jury" bekannt. Eine ähnliche, derzeit sehr populäre Methode ist der "Bürgerrat".

?Macht:Los! berichtet von solchen aleatorischen Verfahren und diskutiert Sach- und Fachfragen dazu, bspw. zu Details der Auslosung, zur Definition von Betroffenen, zu Gefahren der Einflussnahme durch Dritte, zu Präsentation und Umsetzung von Beratungsergebnissen.

Host ist der Journalist Timo Rieg, der zu Fragen der (aleatorischen) Demokratie bisher drei Bücher veröffentlicht hat und die Website https://www.aleatorische-demokratie.de betreibt.

Eine Übersicht aller bisherigen Episoden und aller Gesprächsgäste gibt es auf https://www.machtlos.net

"Aleatorisch" kann man mutig mit "ausgelost" übersetzen, es kommt vom Lateinischen "alea", zu Deutsch "der Würfel", bekannt aus der Wendung "alea iacta est" ("der Würfel ist geworfen", übertragen: die Entscheidung ist gefallen).

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Ardalan Ibrahim über die Evaluation gewählter Politiker durch ausgeloste Bürgerräte

11.04.2026

Kernidee der aléatorischen Demokratie

Der Vortrag diskutiert, gewählte Politiker regelmäßig von gelosten Bürgerversammlungen überprüfen zu lassen. Dieser Ansatz sieht vor, dass Bürgerinnen und Bürger in festgelegten Abständen Einblick in Amtsführung und zukünftige Pläne erhalten und souverän Fragen stellen. Damit wird Demokratie als kontinuierliche Kontrolle verstanden, nicht als einmalige Stimmabgabe bei Wahlen.

Konkreter Weg der Umsetzung

Ein möglicher, direkter Weg beschreibt Aufsichtsgremien, die wie Aufsichtsräte arbeiten: Sie prüfen Amtsführung alle drei bis sechs Monate, stellen Fragen und können Entlassung auslösen. Befugnisse würden so die Exekutive stärker an die Allgemeinheit binden, während Politiker sich stärker auf Sachfragen konzentrieren könnten.

Historischer Bezug und theoretische Einordnung

Der Ansatz verweist auf die athenische Praxis, in der geloste Versammlungen enge Kontrolle über gewählte Ämter ausübten. Der Demos stand im Mittelpunkt, während Führungsfiguren Rechenschaft ablegten. Die Idee interpretiert Demokratie als Struktur, in der Öffentlichkeit direkter Einfluss auf die Amtsführung besteht.

Potenzielle Auswirkungen und Schlussgedanke

Durch regelmäßige, geloste Kontrollgremien könnte sich die Machtbalance verschieben: Repräsentation wird stärker mit Verantwortlichkeit verknüpft, Lobbyismus wirkt weniger dominant. Der Vorschlag bleibt hypothetisch, eröffnet jedoch eine Debatte darüber, inwieweit eine demokratische Gesellschaft mehr Beteiligung und Transparenz braucht.

Kernidee der aléatorischen Demokratie

Der Vortrag diskutiert, gewählte Politiker regelmäßig von gelosten Bürgerversammlungen überprüfen zu lassen. Dieser Ansatz sieht vor, dass Bürgerinnen und Bürger in festgelegten Abständen Einblick in Amtsführung und zukünftige Pläne erhalten und souverän Fragen stellen. Damit wird Demokratie als kontinuierliche Kontrolle verstanden, nicht als einmalige Stimmabgabe bei Wahlen.

Konkreter Weg der Umsetzung

Ein möglicher, direkter Weg beschreibt Aufsichtsgremien, die wie Aufsichtsräte arbeiten: Sie prüfen Amtsführung alle drei bis sechs Monate, stellen Fragen und können Entlassung auslösen. Befugnisse würden so die Exekutive stärker an die Allgemeinheit binden, während Politiker sich stärker auf Sachfragen konzentrieren könnten.

Historischer Bezug und theoretische Einordnung

Der Ansatz verweist auf die athenische Praxis, in der geloste Versammlungen enge Kontrolle über gewählte Ämter ausübten. Der Demos stand im Mittelpunkt, während Führungsfiguren Rechenschaft ablegten. Die Idee interpretiert Demokratie als Struktur, in der Öffentlichkeit direkter Einfluss auf die Amtsführung besteht.

Potenzielle Auswirkungen und Schlussgedanke

Durch regelmäßige, geloste Kontrollgremien könnte sich die Machtbalance verschieben: Repräsentation wird stärker mit Verantwortlichkeit verknüpft, Lobbyismus wirkt weniger dominant. Der Vorschlag bleibt hypothetisch, eröffnet jedoch eine Debatte darüber, inwieweit eine demokratische Gesellschaft mehr Beteiligung und Transparenz braucht.

Volksgesetzgebung und Volkseinwand auf deutscher Bundesebene

02.06.2025

Direkte Demokratie und Volksentscheid auf Bundesebene

Im Gespräch mit Ralf-Uwe Beck, Vorstandssprecher des Verbands Mehr Demokratie, wird die Notwendigkeit von Volksentscheiden auf Bundesebene thematisiert. Beck betont, dass direkte Demokratie in Deutschland eine wichtige Rolle spielen sollte, insbesondere im Kontext aleatorischer Demokratie. Er erläutert die Herausforderungen und Chancen, die mit der Einführung von Volksgesetzgebung verbunden sind, und diskutiert typische Einwände gegen solche Verfahren.

Chancen und Herausforderungen

Beck beschreibt die Entwicklung und aktuelle Situation der Volksentscheid-Initiativen in Deutschland. Er hebt hervor, dass der Brexit und populistische Strömungen in der Politik Bedenken hervorrufen, aber auch als Anstoß für die Diskussion über direkte Demokratie dienen können. Beck argumentiert, dass direkte Demokratie nicht von oben, sondern durch die Bürgerinnen und Bürger selbst entstehen sollte.

Fakultatives Referendum und Volkseinwand

Ein zentrales Thema ist das fakultative Referendum, auch bekannt als Volkseinwand. Beck beschreibt die Funktionsweise und Vorteile dieses Instruments, das es Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, gegen Gesetze des Parlaments zu protestieren und Volksabstimmungen zu initiieren. Er plädiert dafür, dass solche Verfahren auch auf Bundesebene eingeführt werden sollten.

Vergleich mit der Schweiz

Im Gespräch wird der Vergleich zur Schweiz gezogen, die als Vorbild für direkte Demokratie gilt. Beck betont jedoch, dass Deutschland nicht einfach das Schweizer Modell übernehmen sollte, sondern eigene Ansätze entwickeln muss, die an die nationalen Gegebenheiten angepasst sind.

Typische Einwände und deren Refutation

Beck geht auf häufige Einwände gegen direkte Demokratie ein, wie etwa die Sorge um mangelnde politische Kompetenz der Bürger. Er argumentiert, dass Bürgerinnen und Bürger in der Lage sind, sich in komplexe Themen einzuarbeiten und verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen. Zudem stellt er fest, dass direkte Demokratie ein Mittel sein kann, um Populismus und politische Entfremdung zu bekämpfen.

Ausblick auf zukünftige Entwicklungen

Abschließend äußert Beck die Hoffnung, dass die Einführung eines bundesweiten Volksentscheids in naher Zukunft realisiert werden kann. Er betont die Notwendigkeit, die Bürger aktiv in die politische Entscheidungsfindung einzubeziehen und die Demokratie weiterzuentwickeln.

Direkte Demokratie und Volksentscheid auf Bundesebene

Im Gespräch mit Ralf-Uwe Beck, Vorstandssprecher des Verbands Mehr Demokratie, wird die Notwendigkeit von Volksentscheiden auf Bundesebene thematisiert. Beck betont, dass direkte Demokratie in Deutschland eine wichtige Rolle spielen sollte, insbesondere im Kontext aleatorischer Demokratie. Er erläutert die Herausforderungen und Chancen, die mit der Einführung von Volksgesetzgebung verbunden sind, und diskutiert typische Einwände gegen solche Verfahren.

Chancen und Herausforderungen

Beck beschreibt die Entwicklung und aktuelle Situation der Volksentscheid-Initiativen in Deutschland. Er hebt hervor, dass der Brexit und populistische Strömungen in der Politik Bedenken hervorrufen, aber auch als Anstoß für die Diskussion über direkte Demokratie dienen können. Beck argumentiert, dass direkte Demokratie nicht von oben, sondern durch die Bürgerinnen und Bürger selbst entstehen sollte.

Fakultatives Referendum und Volkseinwand

Ein zentrales Thema ist das fakultative Referendum, auch bekannt als Volkseinwand. Beck beschreibt die Funktionsweise und Vorteile dieses Instruments, das es Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, gegen Gesetze des Parlaments zu protestieren und Volksabstimmungen zu initiieren. Er plädiert dafür, dass solche Verfahren auch auf Bundesebene eingeführt werden sollten.

Vergleich mit der Schweiz

Im Gespräch wird der Vergleich zur Schweiz gezogen, die als Vorbild für direkte Demokratie gilt. Beck betont jedoch, dass Deutschland nicht einfach das Schweizer Modell übernehmen sollte, sondern eigene Ansätze entwickeln muss, die an die nationalen Gegebenheiten angepasst sind.

Typische Einwände und deren Refutation

Beck geht auf häufige Einwände gegen direkte Demokratie ein, wie etwa die Sorge um mangelnde politische Kompetenz der Bürger. Er argumentiert, dass Bürgerinnen und Bürger in der Lage sind, sich in komplexe Themen einzuarbeiten und verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen. Zudem stellt er fest, dass direkte Demokratie ein Mittel sein kann, um Populismus und politische Entfremdung zu bekämpfen.

Ausblick auf zukünftige Entwicklungen

Abschließend äußert Beck die Hoffnung, dass die Einführung eines bundesweiten Volksentscheids in naher Zukunft realisiert werden kann. Er betont die Notwendigkeit, die Bürger aktiv in die politische Entscheidungsfindung einzubeziehen und die Demokratie weiterzuentwickeln.

Bürgerräte können mehr Demokratie bringen

31.12.2024

Einführung in Bürgerräte

Bürgerräte werden oft als Lösung für die Probleme der Demokratie dargestellt, doch ihre tatsächliche Funktion und Wirksamkeit sind umstritten. Es wird vorgeschlagen, die Bürgerräte zuerst selbst zu hören, um sich ein eigenes Bild zu machen.

Die Rolle von Bürgerräten

Bürgerräte sollen nicht nur unzufriedene Bürger zurückgewinnen, sondern eine fundierte Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungen fördern. Diese Form der Mitbestimmung könnte die Bürger aktiv in Entscheidungsprozesse einbeziehen.

Probleme bei der Durchführung

Aktuell gibt es Bedenken zur Qualität der Vorschläge, die von Bürgern in Bürgerräten eingebracht werden. Die Notwendigkeit einer klaren Fragestellung und einer fundierten Diskussion wird hervorgehoben, um valide Ergebnisse zu erzielen.

Selbstwirksamkeit der Teilnehmer

Die Motivation zur Teilnahme an Bürgerräten hängt stark von der Selbstwirksamkeit der Bürger ab. Ein höherer Bildungsstand führt oft zu einem stärkeren Gefühl, tatsächlich Einfluss nehmen zu können.

Herausforderungen der Repräsentation

Die Frage, wie repräsentativ Bürgerräte tatsächlich sind, wird kritisch betrachtet. Es zeigen sich Ungleichheiten in der Teilnehmerstruktur, die nicht alle Bevölkerungsgruppen adäquat abbilden.

Umsetzung und Bedeutung der Ergebnisse

Ein zentrales Problem ist, was mit den Ergebnissen aus Bürgerräten geschieht. Wenn diese nicht ernst genommen werden, könnte die Bürgerbeteiligung als ineffektiv wahrgenommen werden und das Vertrauen in die Demokratie weiter untergraben.

Schlussfolgerung

Bürgerräte sind nicht die endgültige Lösung für die Probleme der Demokratie, sie bieten jedoch einen vielversprechenden Ansatz zur Förderung der Bürgerbeteiligung und zur Stärkung der demokratischen Prozesse. Die Herausforderungen in der Umsetzung und der Relevanz der Ergebnisse müssen jedoch dringend adressiert werden.

Einführung in Bürgerräte

Bürgerräte werden oft als Lösung für die Probleme der Demokratie dargestellt, doch ihre tatsächliche Funktion und Wirksamkeit sind umstritten. Es wird vorgeschlagen, die Bürgerräte zuerst selbst zu hören, um sich ein eigenes Bild zu machen.

Die Rolle von Bürgerräten

Bürgerräte sollen nicht nur unzufriedene Bürger zurückgewinnen, sondern eine fundierte Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungen fördern. Diese Form der Mitbestimmung könnte die Bürger aktiv in Entscheidungsprozesse einbeziehen.

Probleme bei der Durchführung

Aktuell gibt es Bedenken zur Qualität der Vorschläge, die von Bürgern in Bürgerräten eingebracht werden. Die Notwendigkeit einer klaren Fragestellung und einer fundierten Diskussion wird hervorgehoben, um valide Ergebnisse zu erzielen.

Selbstwirksamkeit der Teilnehmer

Die Motivation zur Teilnahme an Bürgerräten hängt stark von der Selbstwirksamkeit der Bürger ab. Ein höherer Bildungsstand führt oft zu einem stärkeren Gefühl, tatsächlich Einfluss nehmen zu können.

Herausforderungen der Repräsentation

Die Frage, wie repräsentativ Bürgerräte tatsächlich sind, wird kritisch betrachtet. Es zeigen sich Ungleichheiten in der Teilnehmerstruktur, die nicht alle Bevölkerungsgruppen adäquat abbilden.

Umsetzung und Bedeutung der Ergebnisse

Ein zentrales Problem ist, was mit den Ergebnissen aus Bürgerräten geschieht. Wenn diese nicht ernst genommen werden, könnte die Bürgerbeteiligung als ineffektiv wahrgenommen werden und das Vertrauen in die Demokratie weiter untergraben.

Schlussfolgerung

Bürgerräte sind nicht die endgültige Lösung für die Probleme der Demokratie, sie bieten jedoch einen vielversprechenden Ansatz zur Förderung der Bürgerbeteiligung und zur Stärkung der demokratischen Prozesse. Die Herausforderungen in der Umsetzung und der Relevanz der Ergebnisse müssen jedoch dringend adressiert werden.