
Chefsache – der GZ-Podcast
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Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Chefsache #36 Lisa und Rüdiger Behn
Nachfolge in der Unternehmensgruppe Behn
In dieser Episode diskutieren Lisa und Rüdiger Behn den Übergang der Unternehmensverantwortung von der vierten zur fünften Generation in der Unternehmensgruppe Behn, die mehr als 130 Jahre alt ist und bekannte Marken wie Küstennebel und Kleiner Feigling vertreibt. Lisa Behn, 31 Jahre alt, und ihr Onkel Rüdiger, 68 Jahre alt, teilen ihre Erfahrungen und Herausforderungen im Rahmen dieser Übergabe.
Werte und Identität des Familienunternehmens
Das Unternehmen zeichnet sich durch eine familiäre Atmosphäre, Unabhängigkeit, Kreativität und Fairness aus. Diese Werte prägen die Unternehmenskultur und helfen dabei, die Identität des Familienunternehmens zu bewahren, während es sich an neue Herausforderungen anpasst.
Generationswechsel und Führungsdynamik
Lisa und Rüdiger betonen die Bedeutung eines reibungslosen Generationswechsels und die Notwendigkeit, Verantwortung vollständig zu übertragen. Der Wechsel in der Führungskultur bringt frischen Wind und neue Anforderungen, was die Zusammenarbeit zwischen den Generationen betrifft.
Innovationen im Produktportfolio
Behn hat sich darauf konzentriert, seine Marken zu internationalisieren und gleichzeitig regionalen Bezug zu bewahren. Innovationen in den Produktlinien, wie die Einführung neuer Geschmacksrichtungen, werden als essenziell für die Zukunft des Unternehmens gesehen.
Herausforderungen und politische Rahmenbedingungen
Die Behn-Gruppe sieht sich Herausforderungen durch politische Entscheidungen, wie die Alkoholsteuer und eine mögliche Zuckersteuer, gegenüber. Diese gesetzlichen Änderungen könnten den Konsumverhalten und die Marktbedingungen stark beeinflussen. Lisa und Rüdiger rufen dazu auf, die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Chefsache #35 Guido Klaumann, Sierra Madre
Unternehmenskultur als Chefsache
Guido Klaumann, Geschäftsführer von Sierra Madre, betont die Bedeutung einer starken Unternehmenskultur, die das Fundament für den Erfolg des Unternehmens bildet. Die Wertebasierte Kultur schafft Orientierung und Raum für mutige Entscheidungen und fördert eigenverantwortliches Handeln der Mitarbeiter.
Die Geschichte von Sierra Madre
Sierra Madre begann 1994 in einem alten Schweinestall als Importunternehmen für mexikanische Lebensmittel und entwickelte sich zu einem Spezialisten für Spirituosen. Klaumann beschreibt die Gründung als mutige Schnapsidee, die von Leidenschaft und Begeisterung geprägt war.
Markenentwicklung und Authentizität
Die Auswahl und Entwicklung von Marken erfolgt mit einem starken Fokus auf Authentizität und der Identifikation des Teams mit den Produkten. Klaumann legt Wert darauf, nur mit Marken zu arbeiten, die eine Geschichte erzählen und deren Inhaber sich wirklich mit ihren Produkten identifizieren.
Kreativität und Fehlerkultur
Das Unternehmen fördert eine Kultur des Zutrauens, die es den Mitarbeitern ermöglicht, innovativ zu sein und aus Fehlern zu lernen. Klaumann führt Beispiele an, wie das Projekt mit Iron Maiden, das durch interne Kreativität in Rekordzeit realisiert wurde.
Werteorientierte Führung
In herausfordernden Situationen setzt Sierra Madre auf eine werteorientierte Führung, die Stabilität und Sicherheit für die Mitarbeiter schafft. Klaumann betont die Wichtigkeit, auch in Krisenzeiten menschlich und bodenständig zu bleiben.
Ausblick auf die Zukunft
Guido Klaumann hofft, dass Sierra Madre auch in Zukunft ein werteorientiertes Unternehmen bleibt, das seine Unabhängigkeit bewahrt und die Seele des Unternehmens erhält. Die Balance zwischen Spirituosen und Lebensmitteln soll weiter optimiert werden, um den aktuellen Marktbedingungen gerecht zu werden.

Chefsache #34 Johannes Ehrnsperger, Neumarkter Lammsbräu
Bio-Philosophie, Ursprung und Biomineralwasser
Der Inhaber der Neumarkter Lamsbräu erklärt Bio als zentrale Unternehmensaufgabe: Nachhaltigkeit, Ökologie und Verantwortung sollen fortan die Wertschöpfung prägen. Schon seit Jahrhunderten verbindet das Unternehmen ökologische Landwirtschaft, faire Partnerschaften und eine enge Beziehung zu Lieferanten. Ein ökologisches Reinheitsgebot für Rohstoffe und Prozesse betont, dass Qualität aus der Bodenfruchtbarkeit und aus sorgfältiger Ressourcennutzung entsteht. Biomineralwasser wird als natürliche Frucht des Bodens verstanden, nicht als Marketing-Claim.
Marktstrukturen, Preismechanik und alkoholfreier Fokus
Der Podcast beleuchtet einen Markt im Wandel: Sinkende Markentreue, steigende Kosten und veränderte Konsummuster beeinflussen die Brauerei. Bio bleibt relevant, erfordert aber Preisakzeptanz. Alkoholfreie Biere spielen eine zentrale Rolle (60 Prozent des Bierabsatzes), mit breitem Sortiment und psychologischer Wahrnehmung von 0,0 Prozent. Die Marke positioniert sich durch Wertigkeit, Kommunikation jenseits klassischer Bierbilder und den Fokus auf nachhaltige Produktwerte statt reinem Marketing.
Nachhaltigkeit, Lieferketten und Organisationsentwicklung
Ganzheitliche Nachhaltigkeit bedeutet, Rohstoffe, Landwirte, Kreislaufwirtschaft und Mitarbeitende zu berücksichtigen. Zusammenarbeit mit Biolandwirten, Saatgutzüchtung und Beiratsstrukturen integrieren Lieferkette in die Produktentwicklung. Lean Management, Digitalisierung und ein modernes Sudhausprojekt sollen Effizienz steigern, Qualität sichern und Kunden in den Mittelpunkt rücken. Langfristige Verträge, faire Preise und klare CO2-Ziele zeigen den Anspruch, Umwelt- und Wirtschaftsziele zu verbinden.
Zukunftsperspektiven, Regionalität, Wasser und Regulierung
Die Vision umfasst regionale Beschaffung, globale Wirkung und den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser als Gemeingut. Investitionen in Energiesysteme, Energieeffizienz und Geothermie stehen im Mittelpunkt, ebenso die Frage nach Regulierung, Zuckersteuern und Umsatzbesteuerung für Bio-Produkte. Der Dialog mit Politik, Regulierung und Gesellschaft betont Transparenz, Glaubwürdigkeit und die Notwendigkeit, ökologische Produkte als Gemeinwohlleistung zu verstehen.