Der Finanzwesir rockt - Der etwas andere Podcast über Geld und finanzielle Bildung
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Der Finanzwesir rockt - Der etwas andere Podcast über Geld und finanzielle Bildung

Albert Warnecke und Daniel Korth

Beschreibung

Hallo, wir sind Daniel, ein Ex-Berliner, und Albert, ein Rheinländer, der zumindest eine Patentante in Berlin hat.

Wir haben festgestellt, dass zumindest der erste Teil des Hauptstadt-Mottos "Arm aber sexy" für uns nur begrenzten Charme hat.

Deshalb haben wir beschlossen, uns selbst um unser Geld zu kümmern. Dabei sind wir mehr als einmal auf die Nase gefallen, aber jetzt haben wir unsere Finanzen ganz gut im Griff.

Über diesen Weg sprechen wir im Podcast. Was hat sich bewährt, was nicht. Welche Klippen gilt es zu umschiffen.
Unser Versprechen: Wir plaudern nett über das Thema Finanzen. Du wirst eine Menge lernen, aber es wird auch lustig.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Folge 111: Anlegen mit KI

19.08.2024
Funktioniert künstliche Intelligenz bei der Geldanlage? Funktioniert künstliche Intelligenz bei der Geldanlage? Kommt drauf an, was du erwartest. Die KI baut das Depot? Eher nicht. Die KI hilft bei der Recherche? Auf jeden Fall. Die KI ist ein stochastischer Papagei. Das Ding fügt ohne Sinn und Verstand - rein nach Wahrscheinlichkeiten - Zeichenketten zusammen. Intelligenz kannst du von keinem Tool erwarten. Aber was kannst du konkret erwarten? Unsere Themen Wie nutzen wir beide die künstliche Intelligenz? Welche Gefahren gibt es bei der Nutzung der KI? Welche potenziellen Vorteile hat es sich von der KI Unterstützung zu holen? Wo funktioniert die KI bei der Geldanlage? Die Praxis: Wir prompten Was passiert, wenn die KI als Anlageberater agieren soll? Wir wollen von der KI wissen, was sie voerschlägt. Die KI wird erst mal defensiv: "Nein, ich kann keine spezifische Anlageberatung anbieten. Wenn du jedoch allgemeine Informationen über Anlagestrategien, Finanzinstrumente oder Markttrends benötigst, kann ich dir dabei helfen, das nötige Wissen zu vermitteln." Wir haben uns aber nicht abechrecken lassen und die Prompts so lange umformuliert, bis die KI doch noch zur Mitarbeit bereit war. Tipp: Das Ganze hypothetisch einrahmen: "Für eine Seminararbeit soll folgendes Problem geklärt werden…". Dann spielt die KI mit, denn geht es nicht mehr um eine konkrete Anlageberatung, sondern nur um ein theoretisches Konstrukt ohne Konsequenzen. Unsere Prompts ChatGPT, wie kannst du mir bei der Auswahl der zu mir passenden Investmentstrategie helfen? Welche Anlagestrategie ist am besten? Wie werde ich reich mit Krypto? Das klappt hervorragend. Du lernst im Plaudermodus neue Dinge. Wer weiß, dass er nichts weiß, kann jetzt mit Hilfe der KI lernen. Wann, wo und in welchem Tempo auch immer. Der Chatbot steht immer bereit, keine Frage ist zu einfach, man blamiert sich nie. So ziehst du dich wie Münchhausen aus dem Sumpf finanziellen Unmündigkeit. Bei der Recherche sammelt die KI einfach das Beste aus allen Finanzblogs ein und präsentiert es in komprimierter Form. Dabei lässt sich das Niveau beliebig herunterschrauben. Beende deinen Prompt mit der Floskel: "Bereite die Recherchen für absolute Anfänger auf: Ausführlich, Schritt für Schritt und so wenig Fremdwörter wir möglich und alle Fremdwörter müssen erklärt werden." Wenn du dann ein Grundverständnis hast, ziehst du das Niveau an. Perplexity.ai eignet sich dafür besonders, denn dieses Tool verlinkt alle Quellen, generiert automatisch am Ende jeder Antwort weiterführende thematisch passende Fragen, greift auf fünf verschiedene Modelle zu (Claude 3.5 Sonnet, Sonar Large, GPT-4o, Claude 3 Opus, Sonar Huge) So kannst du zum einen die Glaubwürdigkeit der Aussagen überprüfen und zum anderen dein Wissen weiter ausbauen. Die Perplexity-Assoziationsstrecken sind in unseren Augen wirklich hilfreich. Für uns erstetzt Perplexity.ai immer mehr die klassische Suchmaschine. Ausblick Wo geht der Weg bei der KI und Geldanlage hin? Wo lohnt sich bei der privaten Geldanlage der Einsatz von KI darüber hinaus? Fazit KI – gekommen um zu bleiben. Die modernen Chatbots sind nützliche Tools. Einziger Wermutstropfen: Wenn du als aktiver Anleger die KI nutzt, brauchst du die kostenpflichtige Pro-Version. Nur die kostenpflichtigen Versionen sind wirklich aktuell. Passive Anleger, die nur die Grundlagen verstehen möchten, sind mit den kostenlosen Varianten bestens bedient. Links zum Thema KI-Newsletter des Handelsblatts - kommt jeden Freitag und fasst das Wochengeschehen zusammen. Newsletter: AI Snake Oil - Das Motto dieses Newsletters: "Was künstliche Intelligenz kann, was sie nicht kann und wie man den Unterschied erkennt" ChatGPT Microsoft Copilot Google Gemini Claude.ai Zur 250. Finanzrocker-Folge Perplexity Pro testen Perplexity Pro mal für einen schmalen Taler ausprobieren? - Dann nutze diesen Affiliate-Link*. Dann bekommst du 50 % Rabatt und kannst Perplexity im ersten Monat für $ 10 ausprobieren. Wenn es gefällt, zahlen Sie dann monatlich $ 20. Wenn nicht, schließt du den Pro-Account nach einem Monat wieder. Die Downside bei Nichtgefallen ist also auf $ 10 begrenzt. Bessere Prompts schreiben Google hat einen Leitfaden zum Thema "effektive Promts schreiben" vorgestellt. In diesem Video stellt Jeff Su die wichtigsten 5 Tipps des Prompting Guide 101 vor. Alternative: Lade dir den Leitfaden hier herunter, wirf das PDF dann in Perplexity und gib dem Programm dann den Auftrag: "Bitte lies dir das angehängte Dokument mit dem Namen "Prompting Guide 101" durch und analysiere es. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen: Gib mir fünf praktische Tipps, um bessere Prompts zu schreiben und das Beste aus meinen KI-Interaktionen herauszuholen. Nutze das Format einer nummerierten Liste (1 bis 5), um die Tipps vorzustellen." Wer kann's besser? Mensch oder Maschine? https://finanzrocker.net https://www.finanzwesir.com * Wir erhalten eine kleine Provision, für dich wird der erste Monat mit Perplexity Pro rund 50 % billiger. Du kannst monatlich kündigen.
Funktioniert künstliche Intelligenz bei der Geldanlage?

Funktioniert künstliche Intelligenz bei der Geldanlage? Kommt drauf an, was du erwartest.
Die KI baut das Depot? Eher nicht.
Die KI hilft bei der Recherche? Auf jeden Fall.
Die KI ist ein stochastischer Papagei. Das Ding fügt ohne Sinn und Verstand - rein nach Wahrscheinlichkeiten - Zeichenketten zusammen. Intelligenz kannst du von keinem Tool erwarten. Aber was kannst du konkret erwarten?

Unsere Themen

  1. Wie nutzen wir beide die künstliche Intelligenz?
  2. Welche Gefahren gibt es bei der Nutzung der KI?
  3. Welche potenziellen Vorteile hat es sich von der KI Unterstützung zu holen?
  4. Wo funktioniert die KI bei der Geldanlage?

Die Praxis: Wir prompten Was passiert, wenn die KI als Anlageberater agieren soll? Wir wollen von der KI wissen, was sie voerschlägt. Die KI wird erst mal defensiv:

"Nein, ich kann keine spezifische Anlageberatung anbieten. Wenn du jedoch allgemeine Informationen über Anlagestrategien, Finanzinstrumente oder Markttrends benötigst, kann ich dir dabei helfen, das nötige Wissen zu vermitteln."

Wir haben uns aber nicht abechrecken lassen und die Prompts so lange umformuliert, bis die KI doch noch zur Mitarbeit bereit war.
Tipp: Das Ganze hypothetisch einrahmen: "Für eine Seminararbeit soll folgendes Problem geklärt werden…". Dann spielt die KI mit, denn geht es nicht mehr um eine konkrete Anlageberatung, sondern nur um ein theoretisches Konstrukt ohne Konsequenzen.

Unsere Prompts

  • ChatGPT, wie kannst du mir bei der Auswahl der zu mir passenden Investmentstrategie helfen?
  • Welche Anlagestrategie ist am besten?
  • Wie werde ich reich mit Krypto?

Das klappt hervorragend. Du lernst im Plaudermodus neue Dinge. Wer weiß, dass er nichts weiß, kann jetzt mit Hilfe der KI lernen. Wann, wo und in welchem Tempo auch immer. Der Chatbot steht immer bereit, keine Frage ist zu einfach, man blamiert sich nie.

So ziehst du dich wie Münchhausen aus dem Sumpf finanziellen Unmündigkeit.
Bei der Recherche sammelt die KI einfach das Beste aus allen Finanzblogs ein und präsentiert es in komprimierter Form. Dabei lässt sich das Niveau beliebig herunterschrauben. Beende deinen Prompt mit der Floskel:

"Bereite die Recherchen für absolute Anfänger auf: Ausführlich, Schritt für Schritt und so wenig Fremdwörter wir möglich und alle Fremdwörter müssen erklärt werden."

Wenn du dann ein Grundverständnis hast, ziehst du das Niveau an. Perplexity.ai eignet sich dafür besonders, denn dieses Tool

  • verlinkt alle Quellen,
  • generiert automatisch am Ende jeder Antwort weiterführende thematisch passende Fragen,
  • greift auf fünf verschiedene Modelle zu (Claude 3.5 Sonnet, Sonar Large, GPT-4o, Claude 3 Opus, Sonar Huge)

So kannst du zum einen die Glaubwürdigkeit der Aussagen überprüfen und zum anderen dein Wissen weiter ausbauen. Die Perplexity-Assoziationsstrecken sind in unseren Augen wirklich hilfreich.
Für uns erstetzt Perplexity.ai immer mehr die klassische Suchmaschine.

Ausblick

  • Wo geht der Weg bei der KI und Geldanlage hin?
  • Wo lohnt sich bei der privaten Geldanlage der Einsatz von KI darüber hinaus?

Fazit

KI – gekommen um zu bleiben. Die modernen Chatbots sind nützliche Tools. Einziger Wermutstropfen: Wenn du als aktiver Anleger die KI nutzt, brauchst du die kostenpflichtige Pro-Version. Nur die kostenpflichtigen Versionen sind wirklich aktuell.

Passive Anleger, die nur die Grundlagen verstehen möchten, sind mit den kostenlosen Varianten bestens bedient.

Links zum Thema

Perplexity Pro testen Perplexity Pro mal für einen schmalen Taler ausprobieren? - Dann nutze diesen Affiliate-Link*. Dann bekommst du 50 % Rabatt und kannst Perplexity im ersten Monat für $ 10 ausprobieren. Wenn es gefällt, zahlen Sie dann monatlich $ 20. Wenn nicht, schließt du den Pro-Account nach einem Monat wieder. Die Downside bei Nichtgefallen ist also auf $ 10 begrenzt.

Bessere Prompts schreiben Google hat einen Leitfaden zum Thema "effektive Promts schreiben" vorgestellt. In diesem Video stellt Jeff Su die wichtigsten 5 Tipps des Prompting Guide 101 vor. Alternative: Lade dir den Leitfaden hier herunter, wirf das PDF dann in Perplexity und gib dem Programm dann den Auftrag:

"Bitte lies dir das angehängte Dokument mit dem Namen "Prompting Guide 101" durch und analysiere es. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen: Gib mir fünf praktische Tipps, um bessere Prompts zu schreiben und das Beste aus meinen KI-Interaktionen herauszuholen. Nutze das Format einer nummerierten Liste (1 bis 5), um die Tipps vorzustellen."

Wer kann's besser? Mensch oder Maschine?

https://finanzrocker.net

https://www.finanzwesir.com


* Wir erhalten eine kleine Provision, für dich wird der erste Monat mit Perplexity Pro rund 50 % billiger. Du kannst monatlich kündigen.

Folge 110: Altersvorsorge: Dividenden oder Entnahmestrategie?

18.09.2023
Was ist besser: Jeden Monat Cash oder eine excel-optimierte Entnahmestrategie? Es gibt uns noch! Seit langer Zeit mal wieder eine Folge von "Der Finanzwesir rockt". Dieses Mal haben wir zwei Gäste ins Studio gebeten. Luis Pazos von "Nur Bares ist Wahres" und Georg Wieniger von "Finanzen erklärt". Luis muss nicht lange vorgestellt werden. Er ist der Mann, den man in Deutschland fragt, wenn es um das Thema Hochdividendenstrategie geht. Georgs Spezialgebiet sind Entnahmestrategien. "Ich halte den kritischen Blick in die Vergangenheit für die beste aller möglichen Vorgehensweisen um Aussagen über die Zukunft zu treffen." Auf dieser Grundlage schmeißt Georg Excel an und plant mit den Werten von gestern das Morgen. Für Luis ist eine solide Altersvorsorge eher cashflow-orientiert. Das was an Erträgen reinkommt hat man sicher. Zwei grundsätzlich unterschiedliche Weltsichten. Für die einen ist eine Entnahmeplanung mit Excel ein Instrumentenflug. So nennen Piloten den Landeanflug bei Nacht und Nebel und einer Sichtweite von drei Füssen. ein Blindflug. So bezeichnet der Laie den Ritt bei Wind und Wetter. Der Unterschied liegt im Abstraktionsvermögen und im Vertrauen auf die Technik. Wer auch bei einem starken Kursrückgang unbeirrt entnimmt, weil Excel sagt: "Mit diesen Puffern ist das bis jetzt noch immer gut gegangen." braucht viel Gottvertrauen. Jedenfalls mehr, als derjenige, der seine monatlichen Dividenden zwar um 20 Prozent schwinden sieht, aber auf Sicht fliegen kann, weil ja jeden Monat neues Geld hereinkommt. Womöglich kann aber der sture Entnehmer mehr verbrauchen, als der Dividenhamster. Wie gesagt, das sind zwei grundsätzlich verschiedene Strategien, die charakterlich passen müssen. Also? Steter Dividendenstrom, oder eine Entnahmestrategie, die an die Inflation angepasst ist, eine höhere Rendite bietet, als klassische Produkte, steueroptimal ist (der effektive Steuersatz auf den Brutto-Entnahmebetrag liegt oft unter 10%) und flexibel ist. Unsere Themen Fachlich Wie kann ich meine Rentenlücke überhaupt seriös bestimmen? Mit welchen Puffern muss ich kalkulieren? Dann die Frage nach den schwarzen Schwänen: Wie gehe ich mit Dingen um, von denen ich noch nicht einmal weiß, dass ich sie nicht weiß? Wie baue ich ein Dividendenportfolio auf? Wie diversifiziere ich richtig? Wie baue ich ein Entnahmeportfolio auf? Wie gehe ich mit starken Marktschwankungen um? Das berühmte SoRR (Sequence of Return Risk). Wie gehe ich mit diesem erzwungenen Markttiming um? Ich will ja jetzt in Rente und nicht erst in einigen Jahren. Wie mache ich das planbar? Wie funktioniert das mit Entnahmestrategien? Wie läuft es dann ab: Überweise ich am Jahresanfang meine Jahresentnahme auf ein Tagesgeldkonto? Wie rechne ich die Inflation mit rein? Politisch Langlebigkeitsrisiko ist nicht nur rein medizinisch zu sehen: Wie kann das Depot gegen Zugriffe der Politik geschützt werden? Stichwort: Die Reichen müssen mehr beitragen. Philosophisch Was mache ich, wenn alle Stricke reißen? Kommen wir nicht wieder dahin zurück, dass eine funktionierende Familie, die zusammenhält, die beste Altersvorsorge ist? Waren die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg mit der geopolitischen Dominanz des Westens und dem Aufstieg der Industrienationen zu ungeahntem Reichtum - so dass Vater Staat alles bezahlen konnte - historisch gesehen nicht die totalen Ausnahmejahre? Besonders für die Wirtschaftswundernation Deutschland. Aufstieg aus den Trümmern des zweiten Weltkriegs zur drittgrößten Industrienation. Erliegen wir da nicht der Status-Quo-Verzerrung, indem wir die Vergangenheit linear in die Zukunft fortschreiben? Weiterführende Links: Georg Wieninger im Finanzrocker-Podcast Entnahmestrategien optimieren Entnahmestrategien mit Trendfolge Wenn die Rendite im Dreieck springt Luis Pazos im Finanzrocker-Podcast Zu Luis Buch "Bargeld statt Buchgewinn" Zum Podcast "Einkommensinvestoren" Finanzrocker Finanzwesir
Was ist besser: Jeden Monat Cash oder eine excel-optimierte Entnahmestrategie?

Es gibt uns noch! Seit langer Zeit mal wieder eine Folge von "Der Finanzwesir rockt". Dieses Mal haben wir zwei Gäste ins Studio gebeten. Luis Pazos von "Nur Bares ist Wahres" und Georg Wieniger von "Finanzen erklärt".
Luis muss nicht lange vorgestellt werden. Er ist der Mann, den man in Deutschland fragt, wenn es um das Thema Hochdividendenstrategie geht.
Georgs Spezialgebiet sind Entnahmestrategien.

"Ich halte den kritischen Blick in die Vergangenheit für die beste aller möglichen Vorgehensweisen um Aussagen über die Zukunft zu treffen."

Auf dieser Grundlage schmeißt Georg Excel an und plant mit den Werten von gestern das Morgen.

Für Luis ist eine solide Altersvorsorge eher cashflow-orientiert. Das was an Erträgen reinkommt hat man sicher.

Zwei grundsätzlich unterschiedliche Weltsichten. Für die einen ist eine Entnahmeplanung mit Excel

  • ein Instrumentenflug. So nennen Piloten den Landeanflug bei Nacht und Nebel und einer Sichtweite von drei Füssen.
  • ein Blindflug. So bezeichnet der Laie den Ritt bei Wind und Wetter.

Der Unterschied liegt im Abstraktionsvermögen und im Vertrauen auf die Technik. Wer auch bei einem starken Kursrückgang unbeirrt entnimmt, weil Excel sagt: "Mit diesen Puffern ist das bis jetzt noch immer gut gegangen." braucht viel Gottvertrauen. Jedenfalls mehr, als derjenige, der seine monatlichen Dividenden zwar um 20 Prozent schwinden sieht, aber auf Sicht fliegen kann, weil ja jeden Monat neues Geld hereinkommt.
Womöglich kann aber der sture Entnehmer mehr verbrauchen, als der Dividenhamster. Wie gesagt, das sind zwei grundsätzlich verschiedene Strategien, die charakterlich passen müssen.

Also? Steter Dividendenstrom, oder eine Entnahmestrategie, die an die Inflation angepasst ist, eine höhere Rendite bietet, als klassische Produkte, steueroptimal ist (der effektive Steuersatz auf den Brutto-Entnahmebetrag liegt oft unter 10%) und flexibel ist.

Unsere Themen

Fachlich

  • Wie kann ich meine Rentenlücke überhaupt seriös bestimmen?
  • Mit welchen Puffern muss ich kalkulieren?
  • Dann die Frage nach den schwarzen Schwänen: Wie gehe ich mit Dingen um, von denen ich noch nicht einmal weiß, dass ich sie nicht weiß?
  • Wie baue ich ein Dividendenportfolio auf? Wie diversifiziere ich richtig?
  • Wie baue ich ein Entnahmeportfolio auf? Wie gehe ich mit starken Marktschwankungen um? Das berühmte SoRR (Sequence of Return Risk). Wie gehe ich mit diesem erzwungenen Markttiming um? Ich will ja jetzt in Rente und nicht erst in einigen Jahren. Wie mache ich das planbar?
  • Wie funktioniert das mit Entnahmestrategien? Wie läuft es dann ab: Überweise ich am Jahresanfang meine Jahresentnahme auf ein Tagesgeldkonto? Wie rechne ich die Inflation mit rein?

Politisch

Langlebigkeitsrisiko ist nicht nur rein medizinisch zu sehen: Wie kann das Depot gegen Zugriffe der Politik geschützt werden? Stichwort: Die Reichen müssen mehr beitragen.

Philosophisch

Was mache ich, wenn alle Stricke reißen?
Kommen wir nicht wieder dahin zurück, dass eine funktionierende Familie, die zusammenhält, die beste Altersvorsorge ist?
Waren die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg mit der geopolitischen Dominanz des Westens und dem Aufstieg der Industrienationen zu ungeahntem Reichtum - so dass Vater Staat alles bezahlen konnte - historisch gesehen nicht die totalen Ausnahmejahre?
Besonders für die Wirtschaftswundernation Deutschland. Aufstieg aus den Trümmern des zweiten Weltkriegs zur drittgrößten Industrienation. Erliegen wir da nicht der Status-Quo-Verzerrung, indem wir die Vergangenheit linear in die Zukunft fortschreiben?

Weiterführende Links:

Finanzrocker

Finanzwesir

Folge 109: Krypto - Macht das Rendite oder kann das weg?

22.12.2022
Haben Bitcoin und Co. eine Zukunft? Wir diskutieren mit Jan Altmann To the moon, Lambo soon - das waren noch Zeiten 2021, als man jeden Coin kaufen konnte und alles unter 100 % in drei Monaten Tagesgeldniveau war. Diese Zeiten sind vorbei. Jetzt im Kryptowinter bringt ein gebrauchter Dacia mehr Rendite, als die zerstörten Coins. Bitcoin von 56.274 Euro runter auf aktuell 15.812 Euro => 72 % Verlust Ether von 4.155 Euro runter auf aktuell 1.138 Euro => 73 % Verlust Die Frage, die sich stellt: Ist die Anlageklasse Krypto jetzt am Ende, oder wiederholt sich hier die Geschichte von 2001 bis 2003, als die Techwerte nach dem Platzen der Dotcom-Blase ebenfalls horrende Verluste einfuhren. Ganz zu schweigen von den ganzen Pleiten. Jeff Bezos war um die Jahrtausendwende nicht der reichste Mann der Welt, sondern der irre Buchhändler aus Seattle, der schon wieder 100 Millionen Dollar von seinen Investoren haben wollte. Also: Hat Bitcoin das Zeug zum Krypto-Bezos zu werden, oder wird es den Weg von Pets.com gehen? Darüber sprechen wir mit Jan Altmann von der ETC-Group. Manche werden Jan noch von einem alten Arbeitgeber, JustETF kennen. Deshalb die erste Frage: Wieso wechselt jemand aus der Generation 50+, der sich in einer etablierten Assetklasse einen Namen gemacht hat, mitten hinein ins Kryptochaos? Fachliche Themen Krypto als Schneeballsystem? Ich kann nur mit Gewinn aussteigen, wenn ich jemanden finde, dem ich den Coin teurer verkaufen kann. Bitcoin als Fiat-Killer? Funktionalität, Nachhaltigkeit, Skalierbarkeit und Volatilität – bei keinem kann Bitcoin richtig punkten. Warum soll ich Bitcoin halten, statt US-Dollar oder Euro? Miner / Dezentralisierung: Miner geben auf, weil die Kurse nicht kostendeckend sind. Zerstört das die Dezentalisierung? Und schon haben wir einen 51%-Angriff, der die Blockchain übernimmt. Betrug am laufenden Band und mit hohen Millionenbeträgen. Warum sind die Blockchains nicht sicherer? Jenseits des Desasters - was passiert im Hintergrund? Wie lebendig ist das Ökosystem, wenn wir uns auf die Fundamentaldaten konzentrieren? Wie hoch ist das Interesse der Programmierer? Wie viel Geld geben die Risikokapitalgeber? Wie schreitet die Regulierung voran? Wie positionieren sich die Großanleger? Was bedeutet das für den Privatanleger? Jetzt einsteigen? Ist langfristiges Buy & Hold mit breit diversifizierten ETFs nicht erfolgversprechender, als das Halten von Kryptowährungen? Wer sollte den Erwerb von Kryptos überhaupt in Erwägung ziehen? Wenn ja, welche Coins soll ich in Betracht ziehen? Nur Bitcoin und Ether, oder eine breit diversifizierte Palette? In welcher Form kaufen? Direkt an der Börse, via ETP, als Futures-Kontrakt oder als Optionen auf Futures? Was sind die Vor- und Nachteile? Wie sieht die Perspektive aus? Bitcon bei 100.000 € in 5 Jahren, Ethereum bei 20.000 €? Was beflügelt die Kryptokurse? Welche zeitliche Perspektive sollte ein Anleger einnehmen? Links zum Thema Bitcoin2Go und Aktienfreunde im Interview über Aktien und Kryptos Friedemann Brenneis: Der Bitcoin ist viel mehr als nur eine Kryptowährung Kryptowährungen - was geht? Siegen ETFs sich zu Tode? Interview mit Jan Altmann aus seiner Zeit bei JustETF „Bitcoin-Spot-ETFs: Gamechanger für Kryptos?“ – Interview mit Blocktrainer Roman Reher Finanzrocker Finanzwesir
Haben Bitcoin und Co. eine Zukunft? Wir diskutieren mit Jan Altmann

To the moon, Lambo soon - das waren noch Zeiten 2021, als man jeden Coin kaufen konnte und alles unter 100 % in drei Monaten Tagesgeldniveau war. Diese Zeiten sind vorbei. Jetzt im Kryptowinter bringt ein gebrauchter Dacia mehr Rendite, als die zerstörten Coins.

  • Bitcoin von 56.274 Euro runter auf aktuell 15.812 Euro => 72 % Verlust
  • Ether von 4.155 Euro runter auf aktuell 1.138 Euro => 73 % Verlust

Die Frage, die sich stellt: Ist die Anlageklasse Krypto jetzt am Ende, oder wiederholt sich hier die Geschichte von 2001 bis 2003, als die Techwerte nach dem Platzen der Dotcom-Blase ebenfalls horrende Verluste einfuhren. Ganz zu schweigen von den ganzen Pleiten. Jeff Bezos war um die Jahrtausendwende nicht der reichste Mann der Welt, sondern der irre Buchhändler aus Seattle, der schon wieder 100 Millionen Dollar von seinen Investoren haben wollte.
Also: Hat Bitcoin das Zeug zum Krypto-Bezos zu werden, oder wird es den Weg von Pets.com gehen? Darüber sprechen wir mit Jan Altmann von der ETC-Group. Manche werden Jan noch von einem alten Arbeitgeber, JustETF kennen. Deshalb die erste Frage: Wieso wechselt jemand aus der Generation 50+, der sich in einer etablierten Assetklasse einen Namen gemacht hat, mitten hinein ins Kryptochaos?

Fachliche Themen

  1. Krypto als Schneeballsystem? Ich kann nur mit Gewinn aussteigen, wenn ich jemanden finde, dem ich den Coin teurer verkaufen kann.
  2. Bitcoin als Fiat-Killer? Funktionalität, Nachhaltigkeit, Skalierbarkeit und Volatilität – bei keinem kann Bitcoin richtig punkten. Warum soll ich Bitcoin halten, statt US-Dollar oder Euro?
  3. Miner / Dezentralisierung: Miner geben auf, weil die Kurse nicht kostendeckend sind. Zerstört das die Dezentalisierung? Und schon haben wir einen 51%-Angriff, der die Blockchain übernimmt.
  4. Betrug am laufenden Band und mit hohen Millionenbeträgen. Warum sind die Blockchains nicht sicherer?

Jenseits des Desasters - was passiert im Hintergrund?

Wie lebendig ist das Ökosystem, wenn wir uns auf die Fundamentaldaten konzentrieren?

  • Wie hoch ist das Interesse der Programmierer?
  • Wie viel Geld geben die Risikokapitalgeber?
  • Wie schreitet die Regulierung voran?
  • Wie positionieren sich die Großanleger?

Was bedeutet das für den Privatanleger?

Jetzt einsteigen?

Ist langfristiges Buy & Hold mit breit diversifizierten ETFs nicht erfolgversprechender, als das Halten von Kryptowährungen? Wer sollte den Erwerb von Kryptos überhaupt in Erwägung ziehen?

  • Wenn ja, welche Coins soll ich in Betracht ziehen? Nur Bitcoin und Ether, oder eine breit diversifizierte Palette?
  • In welcher Form kaufen? Direkt an der Börse, via ETP, als Futures-Kontrakt oder als Optionen auf Futures? Was sind die Vor- und Nachteile?
  • Wie sieht die Perspektive aus? Bitcon bei 100.000 € in 5 Jahren, Ethereum bei 20.000 €?
  • Was beflügelt die Kryptokurse?
  • Welche zeitliche Perspektive sollte ein Anleger einnehmen?

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