
63 Hektar - der Landwirtschafts-Podcast von NDR Niedersachsen
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Dürre, Hitze, Ernteausfälle: Wie geht Landwirtschaft im Klimawandel? #83
Aktuelle Herausforderungen durch Dürre
Die anhaltende Dürre und extreme Hitze haben die Landwirtschaft stark getroffen. Landwirte, wie Philipp aus der Magdeburger Börde, berichten von deutlich schlechteren Erträgen bei Mais und Zuckerrüben. Auch die finanziellen Belastungen nehmen zu, da die Ernteergebnisse nicht den Erwartungen entsprechen und die Betriebskosten aufgrund gestiegener Preise für Dünger und andere Mittel steigen.
Erntebilanz und Anpassungsstrategien
Die Erntebilanz fällt regional unterschiedlich aus. Während einige Betriebe nur geringe Einbußen hinnehmen mussten, kämpfen andere mit Totalausfällen. Landwirte setzen zunehmend auf Wassermanagement und passen ihre Sortenwahl an, um mit den extremen Bedingungen besser zurechtzukommen. Ein Beispiel ist die frühzeitige Aussaat von Zwiebeln, um die Feuchtigkeit besser zu nutzen.
Die Rolle der Forschung
Experten wie Moritz Reckling vom ZALF betonen die Notwendigkeit, dass die Landwirtschaft sich an die veränderten Klimabedingungen anpasst. Dies umfasst den Anbau neuer Kulturen, die besser mit Trockenheit umgehen können, sowie die Entwicklung effizienter Anbausysteme und Fruchtfolgen.
Politische Rahmenbedingungen
Die Politik hat einen entscheidenden Einfluss auf die Landwirtschaft, indem sie geeignete Rahmenbedingungen schafft und Landwirte bei der Anpassung unterstützt. Förderungen für innovative Ansätze könnten helfen, die Landwirtschaft zukunftsfähig zu machen. Dabei ist ein systematischer Blick auf die Herausforderungen des Klimawandels und der Biodiversität wichtig.
Fazit und Ausblick
Die Dürre hat die Landwirtschaft vor große Herausforderungen gestellt, doch es gibt auch Lösungsansätze. Landwirte müssen mutig sein und bereit, neue Wege zu gehen, um den veränderten Bedingungen zu begegnen. Das Thema Wassermanagement wird in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle spielen, um die Erträge nachhaltig zu sichern.

Antibiotika in der Tierhaltung: Welche Folgen hat der Einsatz? #82
Antibiotika in der Tierhaltung
Die Diskussion über den Einsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft wird zunehmend kritisch betrachtet. Während sie eine notwendige Behandlungsmöglichkeit für kranke Tiere darstellen, gibt es Bedenken hinsichtlich der Entstehung resistenter Keime durch den massenhaften Einsatz von Antibiotika. Landwirte sind sich ihrer Verantwortung bewusst und arbeiten daran, den Einsatz zu reduzieren, ohne das Tierwohl zu gefährden.
Verantwortung der Landwirte
Landwirte wie Maja Mofitz und Christoph Klomburg betonen die Wichtigkeit der vorbeugenden Maßnahmen, um Krankheiten zu vermeiden und somit den Antibiotika-Einsatz zu minimieren. Dazu gehören bessere Haltungsbedingungen und Hygienepraktiken.
Wachsamkeit und Aufklärung
Die Zuhörer werden dazu ermutigt, wachsam zu sein und sich über den richtigen Umgang mit Lebensmitteln, insbesondere Fleisch, zu informieren, um die Übertragung resistenter Keime zu vermeiden. Hygiene in der Küche wird als entscheidend angesehen.
Fortschritte und Herausforderungen
Die Reduktion des Antibiotika-Einsatzes in der Tierhaltung wurde dokumentiert, wobei die Menge in den letzten Jahren signifikant gesenkt wurde. Dennoch bleibt der Einsatz in bestimmten Bereichen, wie der Geflügelhaltung, problematisch, und der Weg zur vollständigen Eliminierung des Einsatzes wird als langfristiges Ziel betrachtet.

E-Mobilität in der Landwirtschaft - was ist (schon) möglich? #81
Einführung in die Elektromobilität in der Landwirtschaft
Im Podcast wird die Idee der Elektromobilität in der Landwirtschaft diskutiert. Trotz der Möglichkeit von elektrischen Antrieben in Autos und Lkw, bleibt die Anwendung in der Landwirtschaft, insbesondere bei Traktoren und Erntemaschinen, im Jahr 2026 herausfordernd. Deutschland strebt bis 2045 Klimaneutralität an, während die Landwirtschaft jährlich über 2 Milliarden Liter fossilen Diesel verbraucht.
Aktuelle Situation und Herausforderungen
Maja Muckwitz, eine Landwirtin, erklärt, dass auf ihrem Ackerbaubetrieb derzeit keine elektrischen Traktoren verwendet werden, da die notwendige Infrastruktur und die großen Batterien fehlen. Es gibt jedoch Elektroantriebe für spezifische Anwendungen auf anderen Betrieben, wie z.B. im Weinbau oder bei Gemüseanbau.
Technologische Entwicklungen und Möglichkeiten
Edgar Remmele, ein Experte für erneuerbare Kraftstoffe, erläutert, dass es bereits kleinere elektrische Maschinen für leichtere Arbeiten gibt, jedoch große Traktoren aufgrund von Bodendruck und Energiebedarf nicht praktikabel sind. Die Entwicklung leistungsfähigerer Batterien wird als notwendig erachtet, um die E-Mobilität in der Landwirtschaft voranzubringen.
Alternative Antriebsarten
Der Podcast diskutiert auch Alternativen zur Elektromobilität, wie Wasserstoff und Biogas. Während Wasserstofftechnologie noch in der Entwicklung ist und hohe Investitionen erfordert, bietet Biogas eine umweltfreundlichere Option, die bereits in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass Biogas aus Gülle und pflanzlichen Abfällen gewonnen wird und somit einen geschlossenen CO2-Kreislauf ermöglicht.
Zukunftsausblick und Empfehlungen
Die Diskussion schließt mit der Erkenntnis, dass es einen Mix aus verschiedenen Antriebsarten braucht, um die Klimaziele zu erreichen. Es wird empfohlen, dass Landwirte sich über neue Technologien informieren und in die Entwicklung erneuerbarer Kraftstoffe investieren, um langfristig nachhaltig zu wirtschaften.