
Klangstock - der BVN-Podcast
Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e.V. (BVN)
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Praktische Hilfen von der Blinden- und Sehbehindertenstiftung Niedersachsen
BSTN und ihre Förderbereiche
Die Blinden- und Sehbehindertenstiftung Niedersachsen unterstützt Teilhabe, Inklusion und persönliche Unterstützung. Förderfelder umfassen Mobilitätstraining, inklusive Projekte, Augenmedizin sowie Angebote für Kinder und Jugendliche. Zentrale Idee ist, Lücken in der Versorgung zu schließen und individuelle Förderungen zu ermöglichen, damit Betroffene selbstbestimmt leben können.
Praxisbeispiel Blick für Kids
Ein Pilotprojekt zur Augenvorsorge bei Kita-Kindern zeigte, dass frühe Erkennung von Sehproblemen wichtig ist. In Niedersachsen wurden zahlreiche Kinder untersucht; Ergebnisse legen eine vergleichsweise hohe Sehschwächenquote nahe. Das Projekt zielt darauf ab, früh Hilfe bereitzustellen und spätere Folgen zu verringern, unterstützt von Fachpersonen und regionalen Partnern.
Persönliche Perspektiven auf Ehrenamt und Unterstützung
Berichte zeigen, wie individuelle Hilfen das Selbstvertrauen stärken: Training, Mobilitätshilfen und Beratung helfen, Alltagskompetenzen zurückzugewinnen. Ehrenamtliche Erfahrungen bringen Zufriedenheit und geben Betroffenen Orientierung, Mut und Praxiswissen weiter. Die persönliche Perspektive zeigt, wie Hilfe zu mehr Selbstständigkeit und sozialer Teilhabe beitragen kann.
Zukünftige Ziele und Ausbau von Angeboten
Die Stiftung plant, Kapitalstock zu stärken, Projekte auszuweiten und weitere Aufklärung zu betreiben. Fokus liegt auf Blickpunkt Seele, psychosoziale Unterstützung bei älteren Betroffenen, sowie fortlaufender Ausbau von Präventions- und Beratungsangeboten. Langfristig geht es darum, mehr Daten zu generieren, Partnerschaften zu vertiefen und die Zugänge zu Unterstützung zu verbessern.

Inklusive Lesereise – 200 Jahre Brailleschrift: 25 Gedichte
Breitschrift als Barrierefreiheit und Teilhabe
Die Brei-Schrift ermöglicht Teilhabe im Alltag und wird als wichtige Grundlage von Bildung, Kultur und Selbstbestimmung beschrieben. Ihre Entwicklung durch Louis Brey macht Lesen und Schreiben für blinde und sehbehinderte Menschen möglich und wird als zentral für schulische und berufliche Teilhabe dargestellt.
Technik, Nutzung und Alltag
Die Schrift besteht aus sechs Punkten; ihre Lektüre erfolgt taktil mittels Fingerlesen. Demonstrationen zeigen Handfolge, Zeilenwechsel und Leseabläufe. Noten- und Schriftsysteme werden erläutert, inkl. spezieller Tastaturen am Computer. Brei-Schrift dient auch der Orientierung in öffentlichen Räumen, Arzneiverpackungen und Aufzügen.
Gäste, Gedichte und Entstehung
Auf der Bühne begegnet das Publikum Autorinnen und Autoren sowie Herausgeberinnen, die Gedichte in Brei vorlesen. Ein Gedichtband namens Seht her, Poesie in Brei verbindet Literatur mit der Brei-Schrift und verdeutlicht, wie Texte erfahrbar werden, wenn Schriftbild und Medium verschmelzen.
Zuschauerperspektive und Perspektiven der Inklusion
Der Abend betont gelebte Inklusion: Menschen mit unterschiedlicher Sehkraft lesen, hören und diskutieren gemeinsam. Die Brei-Schrift wird als Schlüssel zu Bildung, Kultur und eigenständiger Lebensführung beschrieben, während die Vielfalt der Stimmen den Dialog über Teilhabe stärkt.

Führhunde - Fakten und Anekdoten
Einführung in das Thema Führhunde
Der Podcast beschäftigt sich mit dem Thema Führhunde und begrüßt zwei blinde Frauen, Gerda Mittag und Therese Flessner, die beide Erfahrungen mit ihren Führhunden teilen. Gerda leitet einen Arbeitskreis für Führungshaltende in Niedersachsen, während Therese ihren Labrador Volke seit 2022 an ihrer Seite hat.
Erfahrungen im Arbeitskreis
Gerda berichtet über die Herausforderungen im Arbeitskreis, der durch eine abnehmende Teilnehmerzahl und die Verlagerung von persönlichen Treffen zu Online-Veranstaltungen geprägt ist. Auch Therese hat aus zeitlichen Gründen an keinen Seminaren teilnehmen können, wünscht sich jedoch mehr Präsenzveranstaltungen.
Der Alltag mit Führhunden
Therese beschreibt ihren Alltag mit Volke, der in verschiedenen Situationen als Führhund dient und auch Freizeitaktivitäten mit ihr teilt. Die Bedeutung von regelmäßigen Übungen und die Notwendigkeit eines Langstocks wird hervorgehoben, um im Straßenverkehr sicher zu navigieren.
Ausbildung und Eignung von Führhunden
Es wird erklärt, wie Führhunde ausgebildet werden und welche Anforderungen an sie gestellt werden. Führhunde müssen geeignetes Sozialverhalten zeigen und stressresistent sein. Außerdem wird diskutiert, dass die Ausbildung je nach Schule variieren kann.
Herausforderungen und Sicherheit
Die Bedeutung der Sicherheit für die Halter wird angesprochen, insbesondere abends unterwegs. Therese und Gerda betonen, dass Führhunde Sicherheit geben und die Halter nicht alleine fühlen lassen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen bezüglich der Anerkennung von Führhunden als Hilfsmittel werden ebenfalls thematisiert.
Aufklärungsarbeit und gesellschaftliche Wahrnehmung
Der Podcast thematisiert die Notwendigkeit von Aufklärungsarbeit bezüglich der Rechte von Assistenzhunden und der Umgangsformen mit ihnen. Missverständnisse und Vorurteile gegenüber Assistenzhunden sind häufig und erfordern klare Kommunikation von Seiten der Halter.
Ausblick und zukünftige Veranstaltungen
Abschließend wird auf geplante Veranstaltungen im Arbeitskreis hingewiesen, darunter ein Seminar im Schaumburger Land und die Neuwahlen des Gremiums. Gerda und Therese hoffen auf eine bessere Beteiligung und den Austausch untereinander.