
Ganz offen gesagt
DasKollektiv Medien
Beschreibung
„Ganz offen gesagt“ wurde 2017 gegründet und ist der erste regelmäßige, unabhängige Podcast für Politikinteressierte in Österreich. Die Journalist:innen Saskia Jungnikl-Gossy, Anna-Lisa Bier, Georg Renner und der Medienunternehmer Stefan Lassnig diskutieren mit Expertinnen und Experten tiefgehend und konstruktiv über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. „Ganz offen gesagt“ ist unabhängig, transparent und rein subjektiv. Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#59 2026 EU-Spezial: Der Billionen-Basar um die Zukunft der EU
21.10.2026
Rund zwei Billionen Euro, 27 Regierungen mit Vetorecht und ein Parlament, das am Ende nur Ja oder Nein sagen kann: Gerade wird der nächste mehrjährige Finanzrahmen der EU für 2028 bis 2034 verhandelt. Das ist der Rahmen, der für sieben Jahre festlegt, wie viel Geld die Union ausgeben darf und wofür.In dieser Europa-Spezialfolge aus dem EU-Parlament in Straßburg erklärt Georg Renner, wie dieser „größte Verhandlungspoker des Kontinents“ funktioniert. Wer schlägt vor, wer verhandelt, wer entscheidet? Warum kursieren für denselben Vorschlag so unterschiedliche Zahlen? Wie viel zahlt Österreich ein, wie viel kommt zurück, und was wird aus unserem Rabatt? Und warum lehnen fast alle Fraktionen das Modell „ein Plan pro Land“ der Kommission ab, allerdings aus völlig unterschiedlichen Gründen?Dazu kommen fünf Abgeordnete aus fünf Fraktionen zu Wort: Lukas Mandl (ÖVP/EVP), Evelyn Regner (SPÖ/S&D), Helmut Brandstätter (NEOS/Renew), Roman Haider (FPÖ/Patrioten für Europa) und Rasmus Andresen (Grüne, Deutschland), Haushaltsexperte seiner Fraktion. Sie diskutieren über die fünf großen Konfliktlinien: neue EU-Eigenmittel, die Rückzahlung der Corona-Schulden, Geld für Bauern und Regionen, die Kontrolle über die Mittel und neue Prioritäten wie Verteidigung, Ukraine und Klima.Die Folge zeichnet bewusst keinen Tagesstand nach, denn der ändert sich gerade wöchentlich. Sie erklärt das Verfahren, die Hebel und die Lager, damit ihr die Schlagzeilen der kommenden Wochen und Monate besser einordnen könnt.Transparenzhinweis: Diese Folge ist mit Unterstützung des Europäischen Parlaments entstanden. Das Parlament hat, wie für die meisten Journalistinnen und Journalisten, unsere Reisekosten nach Straßburg übernommen. Außerdem hat es sich mit einem Produktionskostenzuschuss an der Finanzierung dieser und der kommenden Europa-Spezialfolgen von „Ganz offen gesagt“ beteiligt. Inhaltliche Vorgaben gab es keine. Niemand hat unsere Fragen vorab gesehen, niemand hat die Antworten vor der Veröffentlichung gesichtet. Auswahl und Einordnung liegen allein bei uns.
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#58 2026 40 Jahre Grüne im Parlament - mit Andreas und Stephan Wabl
14.10.2026
Als die Grünen 1986 erstmals in den Nationalrat einzogen, galten sie vielen als Chaoten und Eindringlinge in ein geschlossenes politisches System. Andreas Wabl gehörte zu den ersten acht Abgeordneten und erinnert sich an die heftigen Auseinandersetzungen der Anfangsjahre, vom Raucherkammerl als Klubraum bis zu seinem Mittelfinger für Jörg Haider. Gemeinsam mit seinem Neffen, dem Journalisten Stephan Wabl, hat er 2023 das Buch Was wurde aus den Grünen? geschrieben. Mit Saskia Jungnikl-Gossy sprechen sie 40 Jahre nach dem Einzug der Grünen in den Nationalrat über politischen Kampf, über Kurt Waldheim und die Aktion mit der Hakenkreuzfahne, fünf Jahre Regierungsbeteiligung und darüber, was die Grünen heute tun müssten, um wieder eine stärkere Rolle zu spielen. Andreas Wabls Antwort: Die Grünen müssten weniger moralisch auftreten, stärker zeigen, was ihre Politik ganz konkret für Menschen verbessert und wieder mutiger sein.
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#57 2026 Wie politisch sind unsere Berge? - mit Alpenvereinspräsident Wolfgang Schnabl
07.10.2026
Die österreichischen Berge stehen vor großen Veränderungen. Trockene Sommer, fehlendes Wasser und der Rückgang der Gletscher machen die Folgen des Klimawandels im alpinen Raum immer deutlicher. Gleichzeitig wächst das Interesse an den Bergen und damit auch der Druck auf Natur, Hütten und Wege.Im Gespräch mit Alpenvereinspräsident Dr. Wolfgang Schnabl geht Anna-Lisa Bier der Frage nach, wie die Alpen auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben können. Thema sind die Herausforderungen für Schutzhütten, der zunehmende Besucherandrang und die Frage, wo die Grenzen weiterer Erschließung liegen. Auch die wichtige Arbeit der vielen Ehrenamtlichen und die Rolle der jungen Generation im Alpenverein kommen zur Sprache.Darüber hinaus geht es um die politische und gesellschaftliche Verantwortung des Alpenvereins: um Windkraft, große Infrastrukturprojekte und die Balance zwischen Klimaschutz, Energieversorgung und Naturschutz. Dr. Schnabl spricht außerdem über die historische Aufarbeitung des Vereins und darüber, wie sich der Alpenverein heute für Offenheit und Vielfalt positioniert.Zum Abschluss geht es um eine ganz praktische Frage: Was können wir selbst tun, wenn wir in den Bergen unterwegs sind? Denn Naturschutz beginnt nicht erst bei großen politischen Entscheidungen, sondern auch mit dem eigenen Verhalten am Berg.Weiterführende Links:Gletscherberichte und Gletschermonitor des Österreichischen Alpenvereins: Gletscherberichte des AlpenvereinsKlimawandel und seine Auswirkungen auf die alpine Infrastruktur: Klimakrise und Auswirkungen auf die alpine InfrastrukturNachhaltiger Hüttenbetrieb und Umweltschutz: Umweltgütesiegel für AlpenvereinshüttenEnergiepolitik und Windkraft in den Alpen: Position des Alpenvereins zur WindkraftAufarbeitung der Geschichte des Alpenvereins und der Sektion Donauland: Podcast „Der Fall Donauland (1/2)Aufarbeitung der Vereinsgeschichte: „Berg Heil! Alpenverein und Bergsteigen 1918–1945“
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