
ATEMWEG - der Podcast für pneumologische Themen
Chiesi GmbH
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Folge 34: Wenn Asthma „still“ wird: Remission als Therapieziel
Eingangsgespräch zur Asthma-Remission
Im Rahmen eines Vorgesprächs während des DGP-Kongresses 2026 in München diskutieren Redaktionsmitglieder mit Experten über die Inhalte der letzten Ausgabe zum Thema Asthma-Remission. Dr. Maren Schumann und Prof. Marek Lomatsch beleuchten die Relevanz von Remission in der Asthma-Therapie und stellen fest, dass dieses Konzept für eine proaktive Behandlung unerlässlich ist.
Das Konzept der Remission
Prof. Lomatsch erklärt, dass Remission eine fundamentale Änderung in der Asthma-Behandlung darstellt, indem sie nicht nur Symptome kontrolliert, sondern auch die Entzündung aktiv bekämpft. Der Begriff unterscheidet sich wesentlich von der traditionellen Asthma-Kontrolle, die oft reaktiv und symptomorientiert ist.
Praktische Umsetzbarkeit in der Praxis
Dr. Schumann sieht die vier definierten Punkte für Remission als erreichbar an, auch wenn sie in der Praxis Herausforderungen mit sich bringen. Beide Experten betonen die Wichtigkeit eines proaktiven Umgangs mit der Erkrankung, um Patienten nicht nur symptomatisch zu behandeln.
Patientenorientierte Behandlung
Die Diskussion hebt hervor, wie wichtig es ist, Patienten in den Behandlungsprozess einzubeziehen und ihnen die langfristigen Perspektiven ihrer Erkrankung klarzumachen. Dies erfordert oft eine Abkehr von der bisherigen, reaktiven Behandlungsmethode.
Herausforderungen und Fortschritte im Gesundheitssystem
Die Experten diskutieren die Herausforderungen, die in der pneumologischen Fachpraxis sowie in der hausärztlichen Versorgung bestehen. Während es Fortschritte gibt, bleibt ein Umdenken bei der Behandlung von Asthma und der Anwendung des Remissionskonzepts notwendig.
Ausblick auf die Zukunft
In der Zukunft wird erwartet, dass Remission ein fester Bestandteil der Asthma-Behandlung wird, was eine dynamischere Herangehensweise an Therapiepläne bedeutet. Die Experten sind optimistisch, dass die Behandlung individualisierter und effektiver werden wird.

Folge 33: Therapie wirkt nur, wenn sie ankommt – Asthma‑Adhärenz im Praxisalltag
Einführung in das Thema Adherenz
In der vierten Episode wird das Thema Adherenz im Kontext von Asthma behandelt. Dr. Justus Dezeu und Hausarzt Sebastian Alsleben diskutieren, wie wichtig eine gute Adherenz für den Therapieerfolg ist und wie sich der Begriff von der früheren Compliance unterscheidet. Adherenz bedeutet, dass Patienten aktiv an der Therapie teilnehmen und Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen.
Diagnose und Behandlung von Asthma
Die Ärzte thematisieren die Herausforderungen in der Diagnostik von Asthma, insbesondere in der hausärztlichen Praxis. Viele Patienten werden entweder nicht korrekt diagnostiziert oder erhalten keine adäquate Therapie. Dr. Dezeu betont, dass eine korrekte Diagnose entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung ist.
Patientenkommunikation und Erwartungen
Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die Notwendigkeit einer offenen Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Es wird hervorgehoben, dass Ärzte häufig die Erwartungen der Patienten nicht richtig einschätzen und dass dies die Adherenz beeinflusst. Eine klare Zielsetzung für die Therapie ist essenziell, um die Patienten zu motivieren.
Rolle der Ärzte in der Therapie
Die Gesprächspartner diskutieren, wie wichtig es ist, dass Ärzte ihre eigenen Erwartungen und Vorurteile reflektieren. Eine gemeinsame Entscheidungsfindung (Shared Decision Making) kann helfen, die Therapie an die Bedürfnisse des Patienten anzupassen und deren Motivation zu steigern.
Praktische Tipps für die Umsetzung
Die Experten geben praktische Tipps, wie Ärzte die Adherenz ihrer Patienten fördern können. Dazu gehört, den Patienten zuzuhören und einfache, leicht verständliche Therapiepläne zu erstellen. Außerdem wird betont, dass eine realistische Zielsetzung (z.B. 80% Adherenz als gutes Ziel) wichtig ist, um Druck von den Patienten zu nehmen.

Folge 32: Asthmatherapie in der Praxis: wenn Stufenschema auf Realität trifft
Einführung in die Asthmatherapie
In dieser Episode wird die Asthmatherapie aus zwei Perspektiven betrachtet: der hausärztlichen und der pneumologischen. Die Sprecher sind Dr. Tagul Farzandeh, Fachärztin für Allgemeinmedizin, und Sebastian Böhing, Pneumologe. Sie diskutieren, wie die Nähe ihrer Praxen in Meerbusch die Zusammenarbeit bei der Patientenbetreuung beeinflusst.
Herausforderungen in der Praxis
Dr. Farzandeh betont, dass die hausärztliche Versorgung häufig mit der initialen Diagnosestellung und der nachhaltigen Betreuung von Asthma-Patienten zu tun hat. Sie hebt die Bedeutung der Sicherstellung der Inhalationstechnik und der Therapietreue hervor. Böhing ergänzt, dass in der pneumologischen Praxis oft komplexere Fälle behandelt werden, was zusätzliche Herausforderungen bei der Diagnosesicherung mit sich bringt.
Diagnose und Therapieansätze
Die initiale Diagnostik sollte normalerweise in der hausärztlichen Praxis erfolgen, wobei klare Strukturen und Kommunikation entscheidend sind. Bei unklaren Befunden sollten Patienten an Fachärzte überwiesen werden. Die Therapie umfasst sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Ansätze wie Rauchentwöhnung und körperliche Betätigung.
Teamarbeit in der Patientenversorgung
Die beiden Experten betonen die Wichtigkeit der Teamarbeit zwischen Hausärzten und Fachärzten. Eine klare Kommunikation und strukturierte Therapieempfehlungen sind für eine erfolgreiche Zusammenarbeit unerlässlich. Sie heben hervor, dass Asthma-Patienten oft auch mit Komorbiditäten kämpfen, was eine integrative Betreuung erfordert.
Remission als Therapieziel
Die Diskussion um Remission als Ziel der Asthmatherapie wird angesprochen. Dr. Farzandeh und Böhing sind sich einig, dass das Hauptziel eine symptomfreie Lebensweise für die Patienten ist. Es wird betont, dass die Therapie nicht nur medikamentös, sondern auch durch Schulungen und andere Maßnahmen unterstützt werden sollte.