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Arbeit und Arbeitsrecht

Beschreibung

Das ist der Podcast von Arbeit und Arbeitsrecht.
In der Rubrik „Kurz gefragt“ befragen AuA-Chefredakteur Andreas Krabel und Redakteurin Alessa Mendolia Rechtsanwalt Dr. Jan Tibor Lelley zu aktuellen Themen aus den Bereichen Arbeitsrecht, HR und Personal.
In der Rubrik „Im Kontext“ sprechen wir mit wechselnden Experten ausführlich und ohne Zeitlimit über alles, was HR umtreibt.
Die Rubrik „In Persona“ nutzen wir, um die Menschen vorzustellen, die maßgeblich den Arbeitsalltag prägen. Wer steckt hinter den Entscheidungen von HR?



Alle Infos und Impressum unter: https://www.arbeit-und-arbeitsrecht.de/

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Kurz gefragt: „Mitarbeiterkontrolle und Überwachung“

10.09.2026

Einleitung und Überblick

Andreas Krabel, Chefredakteur der AUA, spricht mit Dr. Jan Thibault Lelley, Fachanwalt für Arbeitsrecht, über das komplexe Thema Mitarbeiterkontrolle und Überwachung. Dabei werden die verschiedenen Aspekte und rechtlichen Rahmenbedingungen erörtert, die Arbeitgeber beachten müssen.

Notwendigkeit von Kontrolle

Unternehmen haben unterschiedliche Gründe für die Überwachung von Mitarbeitern, darunter die Einhaltung der Arbeitszeiten und die Qualitätssicherung. Es ist wichtig, sich zu fragen, welche Informationen für welchen Zweck benötigt werden und wie viel Kontrolle tatsächlich notwendig ist.

Rechtliche Grenzen

Die Diskussion über Mitarbeiterüberwachung muss sich an drei zentralen rechtlichen Aspekten orientieren: dem Datenschutzrecht, dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht der Mitarbeiter und der Mitbestimmung durch den Betriebsrat. Diese Faktoren bilden die Grundlage für die Zulässigkeit von Überwachungsmaßnahmen.

Grenzen der Überwachung

Eine zulässige Kontrolle wird unzulässig, wenn Mitarbeiter ohne hinreichenden Anlass dauerhaft oder lückenlos überwacht werden. Die Rechtsprechung fordert, dass immer die mildere Alternative zur Überwachung geprüft wird.

Technische Möglichkeiten der Überwachung

Die technologische Entwicklung hat neue Möglichkeiten zur Kontrolle geschaffen, die jedoch auch rechtliche und moralische Grenzen haben. Es ist entscheidend, dass Arbeitgeber die rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Nutzung von Überwachungstechnologien einhalten.

Videoüberwachung und GPS-Tracking

Offene Überwachungsmaßnahmen wie Videoüberwachung sind unter bestimmten Bedingungen erlaubt, während verdeckte Kontrollen an strikte Vorgaben gebunden sind. Arbeitgeber müssen konkrete Verdachtsmomente haben, um solche Maßnahmen zu rechtfertigen.

Mitbestimmung des Betriebsrats

Der Betriebsrat hat ein Mitbestimmungsrecht bei der Einführung technischer Einrichtungen zur Überwachung. Die Missachtung dieser Rechte kann zu erheblichen rechtlichen Konsequenzen führen, einschließlich der Möglichkeit, die Nutzung dieser Systeme gerichtlich zu untersagen.

Schaffung einer rechtssicheren Balance

Eine gut ausgearbeitete Betriebsvereinbarung ist entscheidend, um ein Gleichgewicht zwischen dem Kontrollinteresse der Arbeitgeber und den Persönlichkeitsrechten der Mitarbeiter zu finden. Eine solche Vereinbarung kann zu einer Akzeptanz bei der Belegschaft führen und rechtliche Sicherheit bieten.

Einleitung und Überblick

Andreas Krabel, Chefredakteur der AUA, spricht mit Dr. Jan Thibault Lelley, Fachanwalt für Arbeitsrecht, über das komplexe Thema Mitarbeiterkontrolle und Überwachung. Dabei werden die verschiedenen Aspekte und rechtlichen Rahmenbedingungen erörtert, die Arbeitgeber beachten müssen.

Notwendigkeit von Kontrolle

Unternehmen haben unterschiedliche Gründe für die Überwachung von Mitarbeitern, darunter die Einhaltung der Arbeitszeiten und die Qualitätssicherung. Es ist wichtig, sich zu fragen, welche Informationen für welchen Zweck benötigt werden und wie viel Kontrolle tatsächlich notwendig ist.

Rechtliche Grenzen

Die Diskussion über Mitarbeiterüberwachung muss sich an drei zentralen rechtlichen Aspekten orientieren: dem Datenschutzrecht, dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht der Mitarbeiter und der Mitbestimmung durch den Betriebsrat. Diese Faktoren bilden die Grundlage für die Zulässigkeit von Überwachungsmaßnahmen.

Grenzen der Überwachung

Eine zulässige Kontrolle wird unzulässig, wenn Mitarbeiter ohne hinreichenden Anlass dauerhaft oder lückenlos überwacht werden. Die Rechtsprechung fordert, dass immer die mildere Alternative zur Überwachung geprüft wird.

Technische Möglichkeiten der Überwachung

Die technologische Entwicklung hat neue Möglichkeiten zur Kontrolle geschaffen, die jedoch auch rechtliche und moralische Grenzen haben. Es ist entscheidend, dass Arbeitgeber die rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Nutzung von Überwachungstechnologien einhalten.

Videoüberwachung und GPS-Tracking

Offene Überwachungsmaßnahmen wie Videoüberwachung sind unter bestimmten Bedingungen erlaubt, während verdeckte Kontrollen an strikte Vorgaben gebunden sind. Arbeitgeber müssen konkrete Verdachtsmomente haben, um solche Maßnahmen zu rechtfertigen.

Mitbestimmung des Betriebsrats

Der Betriebsrat hat ein Mitbestimmungsrecht bei der Einführung technischer Einrichtungen zur Überwachung. Die Missachtung dieser Rechte kann zu erheblichen rechtlichen Konsequenzen führen, einschließlich der Möglichkeit, die Nutzung dieser Systeme gerichtlich zu untersagen.

Schaffung einer rechtssicheren Balance

Eine gut ausgearbeitete Betriebsvereinbarung ist entscheidend, um ein Gleichgewicht zwischen dem Kontrollinteresse der Arbeitgeber und den Persönlichkeitsrechten der Mitarbeiter zu finden. Eine solche Vereinbarung kann zu einer Akzeptanz bei der Belegschaft führen und rechtliche Sicherheit bieten.

Kurz gefragt: „Umgang mit Nebentätigkeit im Arbeitsverhältnis“

03.09.2026

Einführung in das Thema Nebentätigkeiten

Andreas Krabel, Chefredakteur der AUA, und Dr. Jan Tibor Lellay, Fachanwalt für Arbeitsrecht, diskutieren die wachsende Relevanz von Nebentätigkeiten im Arbeitsverhältnis, insbesondere durch technische Neuerungen und finanzielle Notwendigkeiten.

Definition und Bedeutung von Nebentätigkeiten

Dr. Lellay erklärt, dass Nebentätigkeiten nicht nur Freizeitaktivitäten sind, sondern auch die Arbeitskraft außerhalb des Hauptverhältnisses betreffen. Arbeitgeber müssen daher die möglichen Konflikte zwischen Nebentätigkeiten und den Interessen des Unternehmens beachten.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Aspekte von Nebentätigkeiten umfassen die Auskunftspflicht der Arbeitnehmer und die Genehmigungspflicht durch den Arbeitgeber. Es wird betont, dass Nebentätigkeiten, die keine Unternehmensinteressen beeinträchtigen, in der Regel genehmigt werden sollten.

Unzulässige Nebentätigkeiten und deren Konsequenzen

Konkurrenztätigkeiten sind klar untersagt, und Arbeitgeber können in solchen Fällen Maßnahmen ergreifen. Hierbei ist die Dokumentation und ein einheitlicher Prüfungsprozess von Bedeutung, um Fairness zu gewährleisten.

Umgang mit sozialen Medien und Influencern

Die Diskussion über Nebentätigkeiten erstreckt sich auch auf die Rolle von sozialen Medien. Während private Meinungsäußerungen nicht genehmigungspflichtig sind, können monetarisiert Tätigkeiten, die in Konkurrenz zu den Unternehmensinteressen stehen, problematisch sein.

Empfehlungen für Arbeitgeber

Arbeitgeber sollten ihre Arbeitsverträge überprüfen und die Struktur ihrer Belegschaft analysieren, um klarer zu definieren, wie sie mit Nebentätigkeiten umgehen wollen. Ein transparenter und konsequenter Umgang mit solchen Fällen ist entscheidend.

Einführung in das Thema Nebentätigkeiten

Andreas Krabel, Chefredakteur der AUA, und Dr. Jan Tibor Lellay, Fachanwalt für Arbeitsrecht, diskutieren die wachsende Relevanz von Nebentätigkeiten im Arbeitsverhältnis, insbesondere durch technische Neuerungen und finanzielle Notwendigkeiten.

Definition und Bedeutung von Nebentätigkeiten

Dr. Lellay erklärt, dass Nebentätigkeiten nicht nur Freizeitaktivitäten sind, sondern auch die Arbeitskraft außerhalb des Hauptverhältnisses betreffen. Arbeitgeber müssen daher die möglichen Konflikte zwischen Nebentätigkeiten und den Interessen des Unternehmens beachten.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Aspekte von Nebentätigkeiten umfassen die Auskunftspflicht der Arbeitnehmer und die Genehmigungspflicht durch den Arbeitgeber. Es wird betont, dass Nebentätigkeiten, die keine Unternehmensinteressen beeinträchtigen, in der Regel genehmigt werden sollten.

Unzulässige Nebentätigkeiten und deren Konsequenzen

Konkurrenztätigkeiten sind klar untersagt, und Arbeitgeber können in solchen Fällen Maßnahmen ergreifen. Hierbei ist die Dokumentation und ein einheitlicher Prüfungsprozess von Bedeutung, um Fairness zu gewährleisten.

Umgang mit sozialen Medien und Influencern

Die Diskussion über Nebentätigkeiten erstreckt sich auch auf die Rolle von sozialen Medien. Während private Meinungsäußerungen nicht genehmigungspflichtig sind, können monetarisiert Tätigkeiten, die in Konkurrenz zu den Unternehmensinteressen stehen, problematisch sein.

Empfehlungen für Arbeitgeber

Arbeitgeber sollten ihre Arbeitsverträge überprüfen und die Struktur ihrer Belegschaft analysieren, um klarer zu definieren, wie sie mit Nebentätigkeiten umgehen wollen. Ein transparenter und konsequenter Umgang mit solchen Fällen ist entscheidend.

Kurz gefragt: „Sabbatical und unbezahlter Urlaub“

27.08.2026

Einleitung

In dieser Folge wird das Thema Sabbatical und unbezahlter Urlaub behandelt, wobei die Perspektiven von Arbeitnehmern und Arbeitgebern beleuchtet werden. Dr. Jan Thibault Lelley, ein Fachanwalt für Arbeitsrecht, erläutert die Unterschiede zwischen Sabbaticals und unbezahltem Urlaub sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Definition und Unterschiede

Ein Sabbatical wird als planbare Auszeit definiert, die vom Arbeitnehmer initiiert wird. Es gibt keine gesetzlichen Ansprüche auf ein Sabbatical, jedoch können Regelungen in Arbeitsverträgen oder Betriebsvereinbarungen bestehen. Die Modelle reichen von unbezahltem Urlaub bis hin zu Gehaltsreduktionsmodellen.

Vertragliche Regelungen

Es wird betont, wie wichtig es ist, die Bedingungen des Sabbaticals vertraglich festzuhalten, um Missverständnisse und Streitigkeiten zu vermeiden. Dazu gehören Regelungen zu Arbeitszeit, Entgelt, Rückkehrmodalitäten und möglichen Stolperfallen.

Sozialversicherungsrechtliche Aspekte

Während der ersten vier Wochen eines Sabbaticals bleibt der Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig. Nach dieser Zeit ist es wichtig zu klären, wer die Kosten für die Krankenversicherung und Rentenversicherung übernimmt, da der Arbeitnehmer in dieser Phase in der Regel kein Entgelt erhält.

Organisatorische Herausforderungen für Arbeitgeber

Unternehmen müssen bei längeren Auszeiten eine geeignete Kapazitätsplanung und Stellvertretungen organisieren. Dies kann durch festgelegte Beantragungszeiträume und klare Vertretungsregelungen geschehen.

Rückkehr und Wiedereingliederung

Nach dem Sabbatical müssen Rückkehrmodalitäten geregelt werden, um eine reibungslose Wiedereingliederung in das Unternehmen zu ermöglichen. Hierbei ist es wichtig, die Bedingungen bezüglich Arbeitsplatz, Tätigkeitsbereich und Vergütung klar zu definieren.

Zukünftige Entwicklungen

Die Bedeutung von Sabbaticals könnte aufgrund des Fachkräftemangels und der sich verändernden Arbeitswelten zunehmen. Unternehmen sollten solche Modelle in ihrem Angebot beibehalten, um attraktive Arbeitgeber zu bleiben.

Einleitung

In dieser Folge wird das Thema Sabbatical und unbezahlter Urlaub behandelt, wobei die Perspektiven von Arbeitnehmern und Arbeitgebern beleuchtet werden. Dr. Jan Thibault Lelley, ein Fachanwalt für Arbeitsrecht, erläutert die Unterschiede zwischen Sabbaticals und unbezahltem Urlaub sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Definition und Unterschiede

Ein Sabbatical wird als planbare Auszeit definiert, die vom Arbeitnehmer initiiert wird. Es gibt keine gesetzlichen Ansprüche auf ein Sabbatical, jedoch können Regelungen in Arbeitsverträgen oder Betriebsvereinbarungen bestehen. Die Modelle reichen von unbezahltem Urlaub bis hin zu Gehaltsreduktionsmodellen.

Vertragliche Regelungen

Es wird betont, wie wichtig es ist, die Bedingungen des Sabbaticals vertraglich festzuhalten, um Missverständnisse und Streitigkeiten zu vermeiden. Dazu gehören Regelungen zu Arbeitszeit, Entgelt, Rückkehrmodalitäten und möglichen Stolperfallen.

Sozialversicherungsrechtliche Aspekte

Während der ersten vier Wochen eines Sabbaticals bleibt der Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig. Nach dieser Zeit ist es wichtig zu klären, wer die Kosten für die Krankenversicherung und Rentenversicherung übernimmt, da der Arbeitnehmer in dieser Phase in der Regel kein Entgelt erhält.

Organisatorische Herausforderungen für Arbeitgeber

Unternehmen müssen bei längeren Auszeiten eine geeignete Kapazitätsplanung und Stellvertretungen organisieren. Dies kann durch festgelegte Beantragungszeiträume und klare Vertretungsregelungen geschehen.

Rückkehr und Wiedereingliederung

Nach dem Sabbatical müssen Rückkehrmodalitäten geregelt werden, um eine reibungslose Wiedereingliederung in das Unternehmen zu ermöglichen. Hierbei ist es wichtig, die Bedingungen bezüglich Arbeitsplatz, Tätigkeitsbereich und Vergütung klar zu definieren.

Zukünftige Entwicklungen

Die Bedeutung von Sabbaticals könnte aufgrund des Fachkräftemangels und der sich verändernden Arbeitswelten zunehmen. Unternehmen sollten solche Modelle in ihrem Angebot beibehalten, um attraktive Arbeitgeber zu bleiben.