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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Top-Job für Kaffee gekündigt – mit MAK-Gründer Allan Mutagwaba
Einführung und Hintergrund von Alan Mutagwaba
Felix Gneuke spricht mit Alan Mutagwaba, der in Augsburg studierte, in der Automobilbranche arbeitete und 2018 ein Café in der Innenstadt eröffnete. Alan importiert Kaffee aus seiner Heimat Tansania und hat eine Verbindung zu seiner Kultur und den dortigen Kaffeebauern aufgebaut.
Der Wechsel von der Automobilbranche zur Kaffeeindustrie
Alan erzählt von seiner Kündigung bei Bosch und Porsche, wo sein Chef ihm eine Rückkehrmöglichkeit bot, die er ablehnte. Er beschreibt, dass er nie zuvor Kaffee getrunken hatte und sich durch einen Zufall, als er den „Tag des Kaffees“ im Radio hörte, für die Kaffeeindustrie interessierte.
Der Weg zum eigenen Café und zur Kaffeeproduktion
Nach Recherchen und einer Reise nach Tansania, wo er mit Kaffeebauern sprach, begann Alan, Kaffee zu importieren und zu rösten. Zunächst startete er mit einer kleinen Röstmaschine, die mittlerweile erweitert wurde.
Nachhaltigkeit und faire Preise
Das Café verfolgt ein nachhaltiges Geschäftsmodell, indem es faire Preise an die Kaffeebauern zahlt und einen Euro pro verkauftem Kilo Kaffee in soziale Projekte in Tansania investiert. Dies umfasst den Bau von Schulen und Brunnen.
Ausbildung und Zukunftspläne
Alan plant den Bau einer großen Kaffeefarm in Tansania und ein Ausbildungszentrum für die junge Generation, um handwerkliche Fähigkeiten zu vermitteln. Er möchte auch Kapital aufbringen, um seine Pläne zu realisieren.
Persönliche Reflexionen und Herausforderungen
Alan reflektiert über seine Kindheit in Tansania, den Verlust seiner Mutter und seine Herausforderungen in Deutschland. Trotz finanzieller Schwierigkeiten bleibt er optimistisch und sieht seine Arbeit als Leidenschaft.

So geht Riegele mit dem Spezi-Streit um – mit Brauerei-Chef Sebastian Priller
Einführung und Gastvorstellung
Sophia Grotter begrüßt Sebastian Preller-Riegele, den Chef der Brauerei Riegele, und spricht über den Einfluss des Wetters auf den Bierabsatz und die Sommergetränke der Brauerei.
Wetter und Bierabsatz
Preller-Riegele erklärt, dass Bierkonsum bei Temperaturen bis 25 Grad steigt, während über 30 Grad der Konsum sinkt und stattdessen alkoholfreie Getränke gefragt sind. Er betont, dass die Sommermonate für ihn weniger stressig sind, da die Mitarbeiter beschäftigt sind.
Veränderungen im Alkoholkonsum
Der Alkoholkonsum in Deutschland geht zurück, was Preller-Riegele auf den gesellschaftlichen Wandel und ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein zurückführt. Er beschreibt, wie Bier zum Genuss und zur Entspannung geworden ist und betont die Wichtigkeit des sozialen Aspekts des Biertrinkens.
Wettbewerb und Marktveränderungen
Die Brauerei Riegele bleibt stabil, da sie auf Wertschöpfung anstatt auf Menge setzt. Preller-Riegele spricht über die Diversifizierung des Unternehmens durch alkoholfreie Getränke und andere Geschäftsmodelle, um den Herausforderungen des Marktes zu begegnen.
Der Spezi-Streit
Preller-Riegele bietet einen Überblick über den rechtlichen Streit um die Marke "Spezi" und äußert seine Enttäuschung über das gerichtliche Urteil. Trotz der Herausforderungen hat der Streit die Bekanntheit der Original Spezi erhöht.
Politische Entwicklungen und Steuern
Er kritisiert die geplante Steuer auf zuckerhaltige Getränke als inkonsequent und bürokratisch, während er gleichzeitig den Sinn von Steuern auf Alkohol anerkennt. Preller-Riegele plädiert für mehr Eigenverantwortung der Bürger und weniger staatliche Eingriffe.
Innovationen und Produktentwicklung
Die Brauerei entwickelt neue Produkte wie Spezi-Spritz in Zusammenarbeit mit externen Firmen. Preller-Riegele erläutert den Prozess der Produktentwicklung und betont die Bedeutung von Mitarbeiterfeedback.
Persönliche Einblicke und Zukunftsvision
Preller-Riegele reflektiert über seine Rolle in der Brauerei und den Druck, der damit verbunden ist. Er schätzt die Unterstützung seiner Familie und die Dynamik der Zusammenarbeit mit seinem Vater. Seine Vision für die Zukunft der Brauerei ist eine führende Rolle im Markt.

Warum das Augsburger Wassermanagement-System Unesco-Welterbe ist – mit Barbara Bühler-Karpati
Kernidee des UNESCO-Welterbetitels
Aus Augsburgs UNESCO-Welterbetitel geht es um ein universell bedeutendes Wassermanagement-System, das über Jahrhunderte die Stadt prägte. Der Wert ergibt sich aus Kanälen, Türmen, Brauch- und Quellwasser, technischen Innovationen und künstlerischer Ausformung. Die Einstufung zielt darauf ab, Denkmäler zu bewahren und die Entwicklungsgeschichte sichtbar zu machen, statt touristische Werbung zu erzeugen.
Historische Entwicklung und Schlüsselobjekte
Historisch bildet der Text den Verlauf ab: Römergründung, Nutzung von Lech und Wertach, schriftliche Belege ab 1276, Brunnnenmeister-Kultur, Galgenablass als frühe Wassertrennung, Hochablass als Regulierbauwerk und das Roten Tor-Wasserwerk; Kraftwerke zeigen spätere Etappen. Das System versorgte Trinkwasser, trennte Brauchwasser und trieb Wassertürme sowie Turbinen an.
Vermittlung und Verwaltung
Die städtische Vermittlung obliegt dem Welterbebüro mit Infozentrum, Bildung, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung. Aufgaben reichen von Stellungnahmen zu Bauvorhaben über Berichte an die UNESCO bis zur Begleitung offener Tage, Führungen und Kooperationen mit Partnern. Digitale Angebote und KI-basierte Anwendungen sollen Besuchenden das Welterbe näherbringen, ohne Originaltürme zu ersetzen.
Zukünftige Perspektiven und Organisation
Zukünftig ist eine vernetzte Nutzung der 22 Objekte geplant: eine App mit multimodalen Routen, virtuelle Besichtigungen von teils zugänglichen Objekten und eine Partnerschaft mit der IBA-Metropolregion. Barbara Bühler-Capati bringt Erfahrungen aus Regensburg, München und Brüssel ein und betont den fortlaufenden Dialog mit Denkmalpflege, Wissenschaft und Bürgerinnen. Perspektiven richten sich auf nachhaltige Sichtbarkeit und Erhalt des Welterbes.