
multicareer meets - Der Karriere Podcast für das Gesundheitswesen
Anja Pötzsch - multicareer GmbH
Beschreibung
Gemeinsam sprechen wir über Karriere, Führung, Recruiting, Innovation und die Herausforderungen eines Gesundheitssystems im Wandel. Offen, ehrlich und ohne Hochglanzgeschichten.
Mein Ziel ist es, Orientierung zu geben, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und Gespräche zu führen, die neue Denkanstöße liefern Mit echten Stimmen, klaren Fragen und der Überzeugung:
Denn die richtigen Gespräche verändern alles. 😊
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#79 Die Apotheke der Zukunft: Telemedizin, Impfungen & neue Karrierewege | Robert Hüttner
Einführung in die Apotheke der Zukunft
In der heutigen Diskussion wird die Rolle der Apotheke im Gesundheitswesen thematisiert. Der traditionelle Gedanke an Apotheken, die lediglich Medikamente abgeben, wird hinterfragt. Die Apotheke könnte künftig eine bedeutendere Rolle einnehmen, insbesondere in den Bereichen Impfungen und Telemedizin.
Veränderungen in der Pharmazie
Robert Hüttner teilt seine Erfahrungen und die Entwicklungen im Berufsfeld der Pharmazie, die sich stark verändern. Es wird diskutiert, wie Apotheker in Zukunft Patientinnen und Patienten besser begleiten können und welche neuen Perspektiven sich ergeben.
Der Werdegang von Robert Hüttner
Hüttner erzählt von seinem eigenen Werdegang, der von der klassischen Apotheke über Krankenhauspharmazie bis hin zu Managementaufgaben reicht. Er schildert, wie er sich für die Pharmazie entschieden hat und welche beruflichen Stationen er durchlaufen hat, um zu seiner jetzigen Position zu gelangen.
Das Apothekenversorgungsweiterentwicklungsgesetz (APO-VWG)
Das APO-VWG wird als wichtiger Gesetzesentwurf betrachtet, der vergleichbare Auswirkungen wie frühere Reformen haben könnte. Es wird erläutert, welche neuen Möglichkeiten für Apotheken entstehen und wie diese zur Verbesserung der Patientenversorgung beitragen können.
Pharmazeutische Dienstleistungen und Telemedizin
Die Diskussion beleuchtet die Einführung pharmazeutischer Dienstleistungen, die eine intensivere Beratung von Patienten ermöglichen. Telemedizin wird als Schlüssel betrachtet, um Patienten einen niederschwelligen Zugang zu Gesundheitsleistungen zu bieten.
Die Zukunft der Apotheke
Es wird ein Zukunftsbild der Apotheke skizziert, in dem sie als primäre Anlaufstelle für Patienten fungiert, die Gesundheitsthemen ansprechen, nicht nur Arzneimittel benötigen. Es wird diskutiert, wie Apotheken in die Telemedizin integriert werden können und welche Rolle sie bei der Gesundheitsversorgung spielen werden.
Schlussfolgerungen
Die Apotheke entwickelt sich zu einem wichtigen Bestandteil des Gesundheitswesens, indem sie nicht nur Medikamente abgibt, sondern auch als Beraterin und Unterstützerin in Gesundheitsfragen auftritt. Die zukünftigen Herausforderungen erfordern ein Umdenken und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gesundheitsberufen.

#78 Hausarztmangel auf dem Land: Können Kommunen die Gesundheitsversorgung selbst sichern? | Mit Jannis Fey
Einführung und Rückblick
In dieser Episode ist Janis Fey erneut zu Gast, um die Fortschritte in der Gemeinde Südheide zu besprechen, die aktiv an der Verbesserung der Gesundheitsversorgung arbeiten, während andernorts über Ärztemangel und Versorgungslücken diskutiert wird.
Aktive Maßnahmen in der Südheide
Die Gemeinde hat bereits 2024 eine Machbarkeitsstudie zur Gesundheitsversorgung durchgeführt und ist das sechste Modellprojekt in Niedersachsen. Durch aktive Initiativen will die Gemeinde die Gesundheitsversorgung für ihre Bewohner verbessern.
Demografische Herausforderungen
Die Gemeinde erkennt den demografischen Wandel und den Ärztemangel, insbesondere im ländlichen Raum, und hat Maßnahmen ergriffen, um die medizinische Versorgung zu sichern. Der Anstieg weiblicher Medizinstudierender und Teilzeitarbeit wird ebenfalls diskutiert.
Attraktivität der Region
Um die Region für zukünftige Mediziner attraktiv zu machen, sind Kindergarten, Schule und Gesundheitsversorgung entscheidend. Die Gemeinde möchte sicherstellen, dass die Menschen nicht wegziehen, sondern in der Region bleiben.
Unterschied zwischen MVZ und RVZ
Ein medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) kombiniert verschiedene Ärzte, während ein regionales Versorgungszentrum (RVZ) soziale und gesundheitliche Elemente verbindet. In Südheide wird ein inklusives Café und ein Begegnungszentrum geschaffen.
Erfolgsstory des Projekts
Die Gemeinde hat bereits erfolgreich einen Allgemeinmediziner und einen Orthopäden eingestellt, was die Gesundheitsversorgung vor Ort verbessert. Zukünftige Pläne beinhalten die Eröffnung weiterer Praxen in der Region.
Rekrutierung von Ärzten
Die Gemeinde hat durch Netzwerkarbeit und die kommunale Anstellung von Ärzten, die nach TVÖD bezahlt werden, erfolgreich medizinisches Personal gewonnen. Die Unterstützung durch KI und Bürokratieabbau wird als Vorteil für Ärzte hervorgehoben.
Zukunftsvision und Telemedizin
Die Gemeinde plant, digitale Medizin und Telemedizin in die Versorgung zu integrieren, um eine ganzheitliche und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.
Schlusswort
Janis betont, dass kommunale MVZs eine zukunftsweisende Lösung für die Gesundheitsversorgung sind, die viele Vorteile für Gemeinden und deren Bevölkerung bieten.

#77 Ärztemangel im Dorf: Kann Telemedizin die ambulante Versorgung retten? | Mit Maraike Krey
Herausforderungen der medizinischen Versorgung auf dem Land
In Regionen, wo es an Hausärzten mangelt, müssen Patienten oft lange Wege zurücklegen, um medizinische Versorgung zu erhalten. Dies führt zu einer Überlastung von Notaufnahmen, da viele Patienten dorthin gehen, um schnell behandelt zu werden, anstatt auf einen Termin bei einem Hausarzt zu warten. Die Podcast-Gästin, Mareike, eine medizinische Fachangestellte (MFA), thematisiert die Probleme der ambulanten Versorgung und die Notwendigkeit, diese neu zu organisieren.
Telemedizin als Lösung
Mareike beschäftigt sich intensiv mit telemedizinischen Versorgungsmodellen und hat Konzepte entwickelt, die eine bessere ambulante Versorgung ermöglichen sollen. Diese beinhalten unter anderem Hausbesuche von medizinischem Fachpersonal, das mit telemedizinischen Geräten ausgestattet ist, um eine direkte Kommunikation mit Ärzten zu ermöglichen.
Wertschätzung und Fortbildung für MFAs
Ein zentraler Punkt im Gespräch ist die Wertschätzung der MFAs, die oft als „Sprechstundenhilfen“ abgewertet werden. Mareike fordert mehr Anerkennung und Fortbildungsmöglichkeiten für MFAs, um ihre Kompetenzen besser nutzen zu können. Sie betont, dass eine stärkere Einbindung von MFAs in die Entscheidungsprozesse in Praxen notwendig ist, um die Versorgung zu verbessern.
Kritik an der aktuellen Praxisorganisation
Das Gespräch beleuchtet auch die Missstände in der Organisation von Arztpraxen, wo häufig nicht ausreichend kommuniziert wird. Mareike schlägt vor, dass Praxen ein effektiveres Terminmanagement und eine bessere Patientenkommunikation einführen sollten, um Frustrationen zu vermeiden.
Politisches Engagement und Zukunftsvisionen
Mareike engagiert sich zudem politisch und hat Konzepte zur Verbesserung der ambulanten Versorgung im Bundestag eingereicht. Sie möchte die Stimme der MFAs stärken und die Ausbildung so anpassen, dass diese besser auf die Bedürfnisse der Patienten eingeht. Ihr Ziel ist es, eine menschlichere und effizientere Gesundheitsversorgung zu schaffen.