
Denkmal im Wandern
Denkmalverein und Denkmalschutzamt Hamburg
Beschreibung
Bei diesem Podcast spaziert das Publikum gemeinsam mit Fachleuten durch denkmalgeschützte Parks und bauliche Ensembles in Hamburg. Der Podcast ist eine Kooperation des Denkmalvereins Hamburg e.V. mit dem Denkmalschutzamt der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.
Copyrights
St. Maximilian Kolbe, Schaugewächshäuser: Fotografie Dorfmüller Klier
Chilehaus: ThisIsJulia Photography
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Postmoderne Passagen
Historischer Rahmen und Kontext der Passage
Der Podcast führt durch denkmalgeschützte Passagen im Hamburger Zentrum und beleuchtet den Wandel der Innenstadt. Experten erläutern, wie Neubauten wie der Hamburger Hof entstehen, alte Strukturen ersetzt oder integriert werden und weshalb Passagen als raumgreifende Antworten auf städtische Modernisierung gelten. Die Diskussion verortet sich in der Inventarisation und zeigt, wie Denkmalschutz Ideen von Geschichte, Nutzung und Gestaltung zusammenführt, ohne Werbesprache oder Normen zu vermitteln.
Das Hanseviertel: Materialien, Geschichte und Postmoderne
Im Hanseviertel begegnet man Backstein, patiniertem Metall und Terracotta-Bodenfeldern mit Wappen der Hansestädte. Die Architektursprache verbindet historische Referenzen mit postmodernen Details, etwa Lampenarmaturen, Spiegelstücke und Intarsien. Die Gestaltung verweist auf Handelsgeschichte, zeigt Verschränkung von Innenraum und öffentlichem Raum sowie die Einbettung in den Baukörper eines städtischen Blocks und dessen Konturhäuser.
Die Galeria und die Passage-Architektur
In der Galerie wirkt der Innenraum bewusst grafisch: schwarz-weiße Musterung, Kapitelle und Thermfenster erzeugen eine raffinierte Mischung aus Ornament und Moderne. Produktion und Verkauf treffen hier aufeinander, Treppen, Verbindungsbalkone und Hinterlüftung demonstrieren Funktion mit ästhetischem Spielraum. Die Architekten setzen Zentralperspektive und Renaissance-Bezüge ein, um Raum als Bühne und Erlebnis zu gestalten.
Stadtreparatur, Denkmalpflege und Gegenwart
Die Passagen werden als Beispiele einer Stadtreparatur gesehen, die alte Bausubstanz erhält, weiterentwickelt und in zeitgenössische Nutzung überführt. Der Dialog betont, wie Denkmalschutz Veränderungen zulässt, ohne historische Substanz zu opfern. Abschließend wird die Bedeutung der Passagen für die urbane Identität betont und der Blick auf Architektur als Kunstform, die Geschichte sichtbar macht, bleibt ohne Verkaufssprache oder Handlungsanweisungen.

Schulbau in Eimsbüttel
Einführung in den Schulbau
Im Podcast wird das Thema denkmalgeschützter Schulen in Hamburg behandelt. Die Gastgeber Christina Sassenscheid und Katrin Hothopp möchten das Bewusstsein der Zuhörer für die Bedeutung und Geschichte ihrer Schulgebäude schärfen, insbesondere bei Schülern und Lehrkräften.
Denkmalpflege und Schulentwicklung
Katrin Hothopp erläutert die Aufgaben der Denkmalpflege, insbesondere bei baulichen Veränderungen an Schulen. Sie erwähnt die Herausforderungen, die sich aus den Bedürfnissen der Schulen und den Anforderungen des Denkmalschutzes ergeben, sowie die Bedeutung von klimafreundlichen Lösungen wie Photovoltaikanlagen.
Historischer Kontext
Die Entwicklung der Schulen in Hamburg wird im historischen Kontext betrachtet. Der Anstieg der Schülerzahlen seit der Einführung der Schulpflicht in 1870 wird diskutiert, ebenso wie der Einfluss von sozialen und wirtschaftlichen Faktoren auf den Schulbau.
Architektonische Stile und Baumeister
Die Architektur verschiedener Schulen wird detailliert besprochen, wobei die Arbeiten von bekannten Architekten wie Karl Johann Christian Zimmermann, Albert Erbe und Fritz Schumacher hervorgehoben werden. Die Unterschiede zwischen den Bauweisen und deren gesellschaftlichen Einfluss werden thematisiert.
Schulhofgestaltung und Nutzung
Die Gestaltung der Schulhöfe und deren Nutzung für den Unterricht wird angesprochen. Es wird betont, wie wichtig es ist, dass Schüler sich auf ihrem Schulgelände wohlfühlen und dass diese Bereiche für verschiedene Aktivitäten genutzt werden können.
Schlussfolgerung
Der Podcast schließt mit der Aufforderung an die Zuhörer, ihre Schulen besser kennenzulernen und die Geschichten zu entdecken, die in den Gebäuden stecken. Denkmalpflege wird als eine Möglichkeit dargestellt, die Verbindung zur Geschichte und zur gebauten Umwelt zu stärken.

Platz der Republik
Einführung in den Altonaer Rathausplatz
Der Podcast führt die Zuhörer durch denkmalgeschützte Parks und Bauwerke in Hamburg, beginnend am Altonaer Rathaus. Dr. Jens Beck von der Gartendenkmalpflege erläutert die historische Bedeutung des Platzes der Republik, der früher das Zentrum von Altona bildete.
Historische Entwicklung Altonas
Im 19. Jahrhundert litt Altona wirtschaftlich unter Zollgrenzen und verlor an Bedeutung gegenüber Hamburg. Der Bürgermeister Artekes beauftragte den Städtebauer Josef Stübben, um Altona einen neuen städtebaulichen Impuls zu geben, was zur Schaffung des Platzes der Republik führte.
Die Statuen und deren Bedeutung
Die Statue von Kaiser Wilhelm und die Figuren, die Schifffahrt und Handwerk repräsentieren, stehen im Fokus. Sie symbolisieren die preußische Identität Altonas und die Verbindung zu Schleswig-Holstein.
Der Stuhlmannbrunnen
Der Stuhlmannbrunnen ist ein zentrales Element des Platzes, gestiftet von Günther Ludwig Stuhlmann. Die Brunnenplastik thematisiert den Wettbewerb zwischen Altona und Hamburg und ist durch ihr Wasserspiel besonders eindrucksvoll.
Gestaltung und Pflege des Platzes
Die Platzgestaltung ist historisch gewachsen und bedarf ständiger Pflege. Die Vielfalt der Bepflanzung und die geometrischen Formen sind charakteristisch für die postmoderne Gestaltung der 1970er Jahre.
Denkmäler und Gedenkorte
Der Podcast thematisiert auch kleinere Gedenkorte, die an die jüdische Geschichte Altonas erinnern, und diskutiert die Wichtigkeit der Erinnerungskultur im Stadtbild.
Fazit und Ausblick
Die Diskussion schließt mit einem Ausblick auf die zukünftige Gestaltung des Platzes und der Umgebung, insbesondere im Hinblick auf die Veränderungen durch den S-Bahnhof.