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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Halt finden
27.10.2026
Gedanken von Ellen Hörder-Knop zur Bibelstelle Jeremia 17,7.
Ich liebe Herbstspaziergänge: die klare Luft, das Rascheln der Blätter unter meinen Füßen und die bunten Farben. Da bin ich gerne unterwegs.Doch gerade im Herbst merke ich: Alles ist in Bewegung. Blätter fallen, Farben verändern sich, Vertrautes verschwindet. Auch im Leben ist das manchmal so. Was mir gestern Sicherheit gegeben hat, gerät plötzlich ins Wanken. Und was morgen kommt? Keine Ahnung.Da kommt mir ein Bild aus der Bibel in den Sinn: ein Baum, der am Wasser wächst. Seine Wurzeln reichen tief in die Erde. Selbst wenn sich die äußeren Bedingungen verändern, bleibt er lebendig.Der Prophet Jeremia beschreibt damit einen Menschen, der Gott vertraut.In Jeremia 17,7 heißt es: „Gesegnet ist der Mensch, der auf den Herrn vertraut, und dessen Hoffnung der Herr ist.“ (Einheitsübersetzung)Ich mag dieses Bild. Denn wenn ich nicht weiß, wie es weitergeht, möchte ich am liebsten alles selbst regeln. Pläne machen, Lösungen finden, alles absichern. Hauptsache, nichts gerät aus dem Ruder!Doch das Leben lässt sich nicht immer planen. Entscheidend ist, wo meine Wurzeln sind und worauf ich vertraue, wenn der Boden unter meinen Füßen wankt.Für mich ist das Gott. Er bewahrt mich nicht vor jeder Schwierigkeit. Aber ich kann darauf vertrauen, dass er da ist und ich nicht alles allein schaffen muss.Die Blätter dürfen fallen. Veränderung gehört zum Leben. Und auch wenn manches zu Ende geht, kann Neues wachsen. Ich muss nicht alles festhalten. Ich darf trotzdem hoffen.
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„Ich bin halt so“
26.10.2026
Gedanken von Oliver Jeske zum Bibeltext Sprüche 4,23.
„Ich bin halt so. Da kann man nichts machen!“ Diesen Satz, egal ob aus Trotz oder Resignation gesprochen, hat wahrscheinlich jeder schon mal gehört oder sogar selbst gesagt.Das Tolle ist: Er stimmt nicht! Als Mensch kann ich mich verändern. Nicht nur Gott, mein Schöpfer und Neu-Schöpfer, kann das in mir auslösen. Zu der mir von Gott gegebenen Würde gehört die Wahrheit: Auch ich kann zu meiner Veränderung etwas beitragen.In der Weisheitsliteratur der Bibel heißt es deshalb:„Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben.“ (Sprüche 4,23)Anders ausgedrückt: Ich kann beeinflussen, wovon ich mich beeinflussen lasse. Wem gebe ich das Recht, in meinem Leben Werte und Maßstäbe zu setzen? Wenn ich zulasse, dass irgendwelcher Müll in mich hineingekippt wird – Gedanken von Neid, Hass oder ähnlichem – dann kommt genau das irgendwann auch aus mir heraus.Umgekehrt: Wenn ich mich durch Worte der Wertschätzung und Liebe prägen lasse, dann beeinflusst mich das ebenfalls.„Ich bin halt so.“ Ja, das stimmt. Aber ich muss nicht so bleiben, wie ich bin. Das ist die gute Nachricht für alle, die sich und ihr ganzes Leben Gott anvertrauen.
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Ruhezeit
25.10.2026
Gedanken von Tobias Schier zum Bibeltext 1. Mose 2,2.
Ruhe, bitte! Kennen Sie diese Schilder? Es gibt Orte, an denen ich mich ruhig verhalten sollte. Es gibt aber auch Zeiten, zu denen ich mich ruhig verhalten sollte: sonntags zum Beispiel. Haben Sie gestern ausgeruht?Zurückführen kann ich den Gedanken der Sonntagsruhe auf einen Vers im 1. Buch Mose, Kapitel 2 (BB): „Am siebten Tag vollendete Gott sein Werk, das er gemacht hatte. An diesem Tag ruhte er aus von all seiner Arbeit, die er getan hatte.“Gott ruht am 7. Tag und ist mir damit Vorbild. Denn nach dem 6. Tag ist die Schöpfung noch nicht vollendet. Erst am siebenten Tag, an dem Gott aufhört zu tun. Das hebräische Wort für diesen Ruhetag lautet: Schabbat. Es bedeutet sowohl „ruhen“ als auch „aufhören“. Erst in dieser Ruhe kommt Gottes Werk zum Abschluss. Der Ruhetag ist Start und Ziel meiner Arbeitswoche.Und was könnte ich an einem solchen Sonntag machen? Ein Vorschlag:Erstens: Innehalten. Innehalten heißt im Augenblick präsent sein. Voll und ganz im Hier und Jetzt sein.Zweitens: Ruhen. Der Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal hat schon Mitte des 17. Jahrhunderts die „vielfältige Geschäftigkeit der Menschen“ festgestellt und daraufhin bemerkt: „Alles Unglück der Menschen kommt von einem Einzigen: dass sie es nämlich nicht verstehen, in Ruhe in einem Zimmer zu sein.“Drittens: Genießen. Etwas tun, das mir Freude bereitet! Ich versuche wieder zu lernen, etwas zu genießen.Viertens: Gott schauen. Beten. Denn Beten ist Gott schauen.
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