ÄrzteTag extra
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ÄrzteTag extra

Ärzte Zeitung

Beschreibung

ÄrzteTag extra – ein neuer Podcast der "Ärzte Zeitung". In diesen Episoden sprechen wir mit freundlicher Unterstützung durch Partner etwa aus der Industrie über Neuigkeiten und Innovationen in Medizin und Forschung. Wir thematisieren aktuelle klinische Themen und lassen Experten zu Wort kommen.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

14.08.2026

Einführung in die Testosterontherapie

Testosteron hat weitreichende Funktionen im Körper und beeinflusst nicht nur die Sexualfunktion, sondern auch Stoffwechselprozesse, Muskelmasse, Knochendichte und die Psyche. Ein Testosteronmangel, oft als männlicher Hypogonadismus bezeichnet, kann sich diffus äußern und wird häufig nicht erkannt.

Erkennung eines Testosteronmangels

In der Hausarztpraxis ist es wichtig, die Symptome eines Testosteronmangels ernst zu nehmen. Zu den klassischen Symptomen gehören eine reduzierte Libido und Vitalität, jedoch können auch untypische Symptome wie Anämie oder metabolische Störungen auftreten. Eine gründliche Anamnese und Blutuntersuchungen sind entscheidend für die Diagnose.

Diagnostische Verfahren

Zur Diagnosesicherung sollten mindestens zwei Blutwerte ermittelt werden, idealerweise morgens und im nüchternen Zustand. Ein Testosteronmangel wird diagnostiziert, wenn der Testosteronspiegel unter 12 Nanomol pro Liter liegt, während auch das freie Testosteron berücksichtigt werden sollte.

Therapieoptionen

Die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten umfassen Testosteron-Gele, Injektionen und orale Präparate. Gele sind einfach in der Anwendung, während Injektionen eine andere Dosisanpassung erfordern. Regelmäßige Blutuntersuchungen nach Therapiebeginn sind wichtig, um die Wirkung zu überwachen.

Besondere Patientengruppen

Besondere Aufmerksamkeit sollte Männern mit Übergewicht und metabolischen Störungen gewidmet werden. Eine Testosterontherapie kann helfen, den Teufelskreis aus Übergewicht und Hormonmangel zu durchbrechen und die Lebensqualität zu verbessern.

Ängste und Missverständnisse

Trotz weit verbreiteter Ängste hinsichtlich der Auswirkungen von Testosteron auf die Prostata und das Herz-Kreislauf-System gibt es keinen Beweis dafür, dass Testosteron das Risiko für Prostatakrebs erhöht. Im Gegenteil, Testosteron kann auch positive Effekte auf kardiovaskuläre Gesundheitsparameter haben.

Fazit für die Hausarztpraxis

Hausärzte sind oft die erste Anlaufstelle für Männer mit Testosteronmangel. Es ist wichtig, Symptome aktiv zu erfragen und nicht nur auf sexuelle Funktionsstörungen zu reduzieren. Eine frühzeitige Diagnosestellung und Therapie können signifikante Verbesserungen in der Lebensqualität der Patienten bewirken.

Einführung in die Testosterontherapie

Testosteron hat weitreichende Funktionen im Körper und beeinflusst nicht nur die Sexualfunktion, sondern auch Stoffwechselprozesse, Muskelmasse, Knochendichte und die Psyche. Ein Testosteronmangel, oft als männlicher Hypogonadismus bezeichnet, kann sich diffus äußern und wird häufig nicht erkannt.

Erkennung eines Testosteronmangels

In der Hausarztpraxis ist es wichtig, die Symptome eines Testosteronmangels ernst zu nehmen. Zu den klassischen Symptomen gehören eine reduzierte Libido und Vitalität, jedoch können auch untypische Symptome wie Anämie oder metabolische Störungen auftreten. Eine gründliche Anamnese und Blutuntersuchungen sind entscheidend für die Diagnose.

Diagnostische Verfahren

Zur Diagnosesicherung sollten mindestens zwei Blutwerte ermittelt werden, idealerweise morgens und im nüchternen Zustand. Ein Testosteronmangel wird diagnostiziert, wenn der Testosteronspiegel unter 12 Nanomol pro Liter liegt, während auch das freie Testosteron berücksichtigt werden sollte.

Therapieoptionen

Die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten umfassen Testosteron-Gele, Injektionen und orale Präparate. Gele sind einfach in der Anwendung, während Injektionen eine andere Dosisanpassung erfordern. Regelmäßige Blutuntersuchungen nach Therapiebeginn sind wichtig, um die Wirkung zu überwachen.

Besondere Patientengruppen

Besondere Aufmerksamkeit sollte Männern mit Übergewicht und metabolischen Störungen gewidmet werden. Eine Testosterontherapie kann helfen, den Teufelskreis aus Übergewicht und Hormonmangel zu durchbrechen und die Lebensqualität zu verbessern.

Ängste und Missverständnisse

Trotz weit verbreiteter Ängste hinsichtlich der Auswirkungen von Testosteron auf die Prostata und das Herz-Kreislauf-System gibt es keinen Beweis dafür, dass Testosteron das Risiko für Prostatakrebs erhöht. Im Gegenteil, Testosteron kann auch positive Effekte auf kardiovaskuläre Gesundheitsparameter haben.

Fazit für die Hausarztpraxis

Hausärzte sind oft die erste Anlaufstelle für Männer mit Testosteronmangel. Es ist wichtig, Symptome aktiv zu erfragen und nicht nur auf sexuelle Funktionsstörungen zu reduzieren. Eine frühzeitige Diagnosestellung und Therapie können signifikante Verbesserungen in der Lebensqualität der Patienten bewirken.

Wechseljahresbeschwerden individuell behandeln (Teil 1)

08.06.2026

Hauptthemen und Verlauf der Wechseljahre

Die Wechseljahre markieren eine Lebensphase mittleren Alters mit hormonellen Umbalungen, die den ganzen Körper betreffen. Der Eisprung wird unregelmäßiger und schließlich irregular, Hitzewallungen, Schlaf- und Stimmungsschwankungen gehören zu den häufigen Begleiterscheinungen. Die Beschwerden variieren stark: Bei einem Teil der Frauen bleiben sie gering, andere erleben deutliche Beeinträchtigungen über Jahre hinweg. Die durchschnittliche Behandlungszeit kann sich über längere Phasen erstrecken.

Hormonelle Veränderungen und Perimenopause

Die Eizellreserve schwindet mit dem Alter und die Eierstocksfunktion nimmt ab, bis die Menopause als letzte Blutung eintritt. Davor, in der Perimenopause, treten meist unregelmäßige Zyklen und zunehmende hormonelle Schwankungen auf. Symptome umfassen vasomotorische Beschwerden, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen sowie urogenitale Veränderungen wie Trockenheit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Die Phase kann sich über Jahre erstrecken.

Therapiemöglichkeiten und individuelle Abstimmung

Zur Behandlung werden Östrogene eingesetzt, bei Frauen mit intactem Uterus stets mit Gestagen/Droogen, um das Endometrium zu schützen. Monopräparate und Kombinationspräparate gibt es in verschiedenen Formen. Zusätzlich können Applikationen wie transdermale Gele, Pflaster oder Vaginalpräparate genutzt werden. Die Möglichkeiten erlauben eine individuelle Anpassung an Lebensphase, Symptomatik und Verträglichkeit der Patientin.

Transdermale Therapie und Risikobewertung

Transdermale Hormontherapie ist insbesondere bei mittel bis schweren vasomotorischen Beschwerden sinnvoll. Sie kommt infrage, wenn orale Präparate nicht gewünscht oder bedenklich sind, beispielsweise bei erhöhtem kardiovaskulärem Risiko, BMI über 30, Migräne mit Aura oder Nikotinabusus. Die Wahl der Form richtet sich nach Symptomen, Begleiterkrankungen und individuellen Präferenzen.

Hauptthemen und Verlauf der Wechseljahre

Die Wechseljahre markieren eine Lebensphase mittleren Alters mit hormonellen Umbalungen, die den ganzen Körper betreffen. Der Eisprung wird unregelmäßiger und schließlich irregular, Hitzewallungen, Schlaf- und Stimmungsschwankungen gehören zu den häufigen Begleiterscheinungen. Die Beschwerden variieren stark: Bei einem Teil der Frauen bleiben sie gering, andere erleben deutliche Beeinträchtigungen über Jahre hinweg. Die durchschnittliche Behandlungszeit kann sich über längere Phasen erstrecken.

Hormonelle Veränderungen und Perimenopause

Die Eizellreserve schwindet mit dem Alter und die Eierstocksfunktion nimmt ab, bis die Menopause als letzte Blutung eintritt. Davor, in der Perimenopause, treten meist unregelmäßige Zyklen und zunehmende hormonelle Schwankungen auf. Symptome umfassen vasomotorische Beschwerden, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen sowie urogenitale Veränderungen wie Trockenheit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Die Phase kann sich über Jahre erstrecken.

Therapiemöglichkeiten und individuelle Abstimmung

Zur Behandlung werden Östrogene eingesetzt, bei Frauen mit intactem Uterus stets mit Gestagen/Droogen, um das Endometrium zu schützen. Monopräparate und Kombinationspräparate gibt es in verschiedenen Formen. Zusätzlich können Applikationen wie transdermale Gele, Pflaster oder Vaginalpräparate genutzt werden. Die Möglichkeiten erlauben eine individuelle Anpassung an Lebensphase, Symptomatik und Verträglichkeit der Patientin.

Transdermale Therapie und Risikobewertung

Transdermale Hormontherapie ist insbesondere bei mittel bis schweren vasomotorischen Beschwerden sinnvoll. Sie kommt infrage, wenn orale Präparate nicht gewünscht oder bedenklich sind, beispielsweise bei erhöhtem kardiovaskulärem Risiko, BMI über 30, Migräne mit Aura oder Nikotinabusus. Die Wahl der Form richtet sich nach Symptomen, Begleiterkrankungen und individuellen Präferenzen.

Die Schilddrüse tickt in jedem Lebensalter anders

04.11.2025

Einleitung zum Thema Schilddrüse

Im Podcast wird das Thema Schilddrüse behandelt, insbesondere im Kontext älterer Patienten. Die Referenzwerte für Schilddrüsenhormone sollten überdacht werden, da sie altersabhängig variieren.

Altersspezifische Dosierung von Schilddrüsenhormonen

Ältere Patienten benötigen oft eine angepasste Dosierung von Schilddrüsenhormonen. Studien zeigen, dass viele ältere Patienten eine Schilddrüsenhormonbehandlung erhalten, was potenziell gefährlich sein kann, insbesondere wenn die TSH-Werte vollständig suprimiert sind.

Risiken der Überdosierung

Eine Überdosierung von Schilddrüsenhormonen kann zu ernsthaften Nebenwirkungen wie Vorhofflimmern führen. Daher ist eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Medikation notwendig, um negative Auswirkungen zu vermeiden.

Herausforderungen bei der Behandlung

Die Diskussion über die Sinnhaftigkeit einer Schilddrüsenhormontherapie ist wichtig, insbesondere bei Patienten ohne offensichtliche Indikation. Ärzte sollten die Behandlung kritisch hinterfragen und gegebenenfalls absetzen.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Es gibt signifikante Geschlechtsunterschiede bei Schilddrüsenerkrankungen, wobei Frauen häufiger betroffen sind. Dies beeinflusst auch die Diagnostik und Behandlung von Schilddrüsenkarzinomen.

Besonderheiten bei Kindern

Im Kindesalter sollten Referenzwerte für Schilddrüsenhormone sorgfältig betrachtet werden, da die Normwerte für Erwachsene nicht immer auf Kinder zutreffen. Ein übermäßiger Einsatz von Schilddrüsenhormonen kann gesundheitliche Probleme verursachen.

Jodversorgung und Schilddrüsenfunktion

Die Jodversorgung beeinflusst die Schilddrüsengröße und Funktion. Länder mit besserer Jodversorgung haben kleinere Schilddrüsen, was zu unterschiedlichen Normwerten führt. Dies sollte in der medizinischen Praxis berücksichtigt werden.

Zusammenfassung der Diskussion

Die Schilddrüsenfunktion ist altersabhängig und es gibt Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Eine differenzierte Betrachtung der Schilddrüsenbehandlung ist notwendig, um die bestmögliche Therapie zu gewährleisten.

Einleitung zum Thema Schilddrüse

Im Podcast wird das Thema Schilddrüse behandelt, insbesondere im Kontext älterer Patienten. Die Referenzwerte für Schilddrüsenhormone sollten überdacht werden, da sie altersabhängig variieren.

Altersspezifische Dosierung von Schilddrüsenhormonen

Ältere Patienten benötigen oft eine angepasste Dosierung von Schilddrüsenhormonen. Studien zeigen, dass viele ältere Patienten eine Schilddrüsenhormonbehandlung erhalten, was potenziell gefährlich sein kann, insbesondere wenn die TSH-Werte vollständig suprimiert sind.

Risiken der Überdosierung

Eine Überdosierung von Schilddrüsenhormonen kann zu ernsthaften Nebenwirkungen wie Vorhofflimmern führen. Daher ist eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Medikation notwendig, um negative Auswirkungen zu vermeiden.

Herausforderungen bei der Behandlung

Die Diskussion über die Sinnhaftigkeit einer Schilddrüsenhormontherapie ist wichtig, insbesondere bei Patienten ohne offensichtliche Indikation. Ärzte sollten die Behandlung kritisch hinterfragen und gegebenenfalls absetzen.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Es gibt signifikante Geschlechtsunterschiede bei Schilddrüsenerkrankungen, wobei Frauen häufiger betroffen sind. Dies beeinflusst auch die Diagnostik und Behandlung von Schilddrüsenkarzinomen.

Besonderheiten bei Kindern

Im Kindesalter sollten Referenzwerte für Schilddrüsenhormone sorgfältig betrachtet werden, da die Normwerte für Erwachsene nicht immer auf Kinder zutreffen. Ein übermäßiger Einsatz von Schilddrüsenhormonen kann gesundheitliche Probleme verursachen.

Jodversorgung und Schilddrüsenfunktion

Die Jodversorgung beeinflusst die Schilddrüsengröße und Funktion. Länder mit besserer Jodversorgung haben kleinere Schilddrüsen, was zu unterschiedlichen Normwerten führt. Dies sollte in der medizinischen Praxis berücksichtigt werden.

Zusammenfassung der Diskussion

Die Schilddrüsenfunktion ist altersabhängig und es gibt Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Eine differenzierte Betrachtung der Schilddrüsenbehandlung ist notwendig, um die bestmögliche Therapie zu gewährleisten.