astrein – Wald.Mensch.Wissen
Podcast
de

astrein – Wald.Mensch.Wissen

Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg

Beschreibung

Von A wie Auerhuhn bis Z wie Zeder: Themen rund um den Wald und die Forschungsarbeit der FVA bespricht Prof. Dr. Ulrich Schraml mit Waldforscherinnen und -forschern.

Podmon Kategorien

Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien

Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!

Top werbetreibende Marken in diesem Podcast (90d)

Upgrade dein Konto, um die Top werbetreibenden Marken zu sehen!

Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Düster, baumlos und verlassen!? Moore und Revitalisierung

30.07.2026

Einführung in die Revitalisierung von Mooren

Im Podcast wird die Revitalisierung von Mooren im Nordschwarzwald, insbesondere im Kalten Bronn, thematisiert. Uli Schrammel und Lars Borras diskutieren die Herausforderungen und Ziele des Projektes, das darauf abzielt, die Wasserstände in den Mooren wieder anzuheben und die dortigen Lebensräume zu vitalisieren.

Hintergrund und Motivation

Lars Borras beschreibt seinen Werdegang im Naturschutz und seine Erfahrungen mit Mooren. Das Projekt zielt darauf ab, durch das Schließen von Entwässerungsgräben die hydrologische Situation der Moore zu verbessern und damit die Vitalität der Pflanzen- und Tierarten zu fördern.

Aktuelle Situation der Moore

Die Moore am Kalten Bronn leiden stark unter absinkenden Wasserständen, was zu einem Verlust von offenen Moorflächen führt. Die Entwässerungsgräben, die seit Jahrhunderten bestehen, entziehen den Mooren das Wasser und führen zu einer Veränderung der Landschaft. Borras erläutert, dass es bei der Revitalisierung nicht darum geht, die Moore in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen, sondern sie durch gezielte Maßnahmen zu unterstützen.

Lebensräume und Artenvielfalt

Die Revitalisierung hat das Ziel, verschiedene Hochmoorarten zu schützen und deren Lebensraum zu verbessern. Dazu zählen Torfmoose, Sonnentau und verschiedene Libellenarten. Auch das Auerhuhn und die Kreuzotter, die auf feuchte Standorte angewiesen sind, profitieren von den Maßnahmen.

Öffentlichkeit und Naturschutz

Das Gebiet ist bereits ein Naturschutzgebiet, und die Öffentlichkeit hat nur eingeschränkten Zugang. Zukünftige Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Umwelt geschützt bleibt, während es gleichzeitig Möglichkeiten für Besucher gibt, die Moore zu erleben. Führungen durch Moorguides werden angeboten, um das Bewusstsein für den Naturschutz zu stärken.

Technische Aspekte der Revitalisierung

Die technischen Herausforderungen bei der Schließung der Gräben sind vielfältig. Borras erklärt, dass die hydrologische Situation genau analysiert werden muss, bevor Sperren gesetzt werden. Die Verwendung von verschiedenen Materialien, wie Holz und Stahl, ist entscheidend für die Langlebigkeit der Maßnahmen.

Forschung und Genehmigungen

Vor Beginn der Arbeiten sind umfangreiche Genehmigungs- und Forschungsprozesse erforderlich. Borras beschreibt, wie lange diese Vorbereitungen in Anspruch nehmen und welche Aspekte dabei berücksichtigt werden müssen, um die Auswirkungen auf das Ökosystem zu bewerten.

Einführung in die Revitalisierung von Mooren

Im Podcast wird die Revitalisierung von Mooren im Nordschwarzwald, insbesondere im Kalten Bronn, thematisiert. Uli Schrammel und Lars Borras diskutieren die Herausforderungen und Ziele des Projektes, das darauf abzielt, die Wasserstände in den Mooren wieder anzuheben und die dortigen Lebensräume zu vitalisieren.

Hintergrund und Motivation

Lars Borras beschreibt seinen Werdegang im Naturschutz und seine Erfahrungen mit Mooren. Das Projekt zielt darauf ab, durch das Schließen von Entwässerungsgräben die hydrologische Situation der Moore zu verbessern und damit die Vitalität der Pflanzen- und Tierarten zu fördern.

Aktuelle Situation der Moore

Die Moore am Kalten Bronn leiden stark unter absinkenden Wasserständen, was zu einem Verlust von offenen Moorflächen führt. Die Entwässerungsgräben, die seit Jahrhunderten bestehen, entziehen den Mooren das Wasser und führen zu einer Veränderung der Landschaft. Borras erläutert, dass es bei der Revitalisierung nicht darum geht, die Moore in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen, sondern sie durch gezielte Maßnahmen zu unterstützen.

Lebensräume und Artenvielfalt

Die Revitalisierung hat das Ziel, verschiedene Hochmoorarten zu schützen und deren Lebensraum zu verbessern. Dazu zählen Torfmoose, Sonnentau und verschiedene Libellenarten. Auch das Auerhuhn und die Kreuzotter, die auf feuchte Standorte angewiesen sind, profitieren von den Maßnahmen.

Öffentlichkeit und Naturschutz

Das Gebiet ist bereits ein Naturschutzgebiet, und die Öffentlichkeit hat nur eingeschränkten Zugang. Zukünftige Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Umwelt geschützt bleibt, während es gleichzeitig Möglichkeiten für Besucher gibt, die Moore zu erleben. Führungen durch Moorguides werden angeboten, um das Bewusstsein für den Naturschutz zu stärken.

Technische Aspekte der Revitalisierung

Die technischen Herausforderungen bei der Schließung der Gräben sind vielfältig. Borras erklärt, dass die hydrologische Situation genau analysiert werden muss, bevor Sperren gesetzt werden. Die Verwendung von verschiedenen Materialien, wie Holz und Stahl, ist entscheidend für die Langlebigkeit der Maßnahmen.

Forschung und Genehmigungen

Vor Beginn der Arbeiten sind umfangreiche Genehmigungs- und Forschungsprozesse erforderlich. Borras beschreibt, wie lange diese Vorbereitungen in Anspruch nehmen und welche Aspekte dabei berücksichtigt werden müssen, um die Auswirkungen auf das Ökosystem zu bewerten.

Der Eichenprozessionsspinner in unseren Wäldern – zwischen Gesundheitsgefährdung von Mensch und Baum

28.05.2026

Biologie und Verbreitung des Eichenprozessionsspinners

Der Eichenprozessionsspinner bildet Prozessionen, in denen Raupen zu Futterquellen kriechen. Die Raupen suchen frisch austreibendes Laub und bauen Gespinstnester. Die Art vermehrt sich in Zyklen, doch heutige Beobachtungen zeigen häufigerere, flächigere Populationen. Der Frühschlupf führt zu früherem Fressen am Austrieb der Eiche, wobei leichte Fraßmengen den Baum nicht sofort schädigen, größere Verluste jedoch Stress verursachen können. Brennhaare reizen Haut und Schleimhäute.

Auswirkungen auf Mensch, Wald und Maßnahmen

Gesundheitsgefahr entsteht ab einem bestimmten Larvenstadium durch brennhaarige Haare, die Haut und Augen reizen. Oberflächenreste am Baum bleiben auch nach Verpuppung gefährlich. Der Befall schwächt Bäume, besonders bei Trockenheit und Hitze, wodurch Regenerationstriebe entstehen. Wälder reagieren unterschiedlich stark; Mischwälder und ausreichende Wasserverfügbarkeit erhöhen die Widerstandskraft. Monitoring dient der Einschätzung von Gefahr und möglicher Schadensauswirkungen.

Monitoring, Forschung und Handlungsspielräume

Zur Überwachung werden Eigelege, Schlupf und Entwicklung beobachtet; Phänologie-Modelle helfen, regionale Entwicklungen abzuschätzen. Ein frei zugängliches Monitoring-Tool unterstützt lokale Entscheidungen, wobei Abdeckung begrenzt bleibt. Bei Maßnahmen stehen Prävention, mechanische Eingriffe in Verpuppungsstadien sowie ökologisch abgewogene Abwägungen mit Naturschutzern im Vordergrund. Langfristig eröffnen Forschungsprojekte Einblicke in Populationsdynamik und Gegenspieler.

Weg in die Praxis: Zusammenarbeit und Perspektive

Experten betonen, dass Prävention und Monitoring essenziell sind, um zeitnah Maßnahmen zu planen. Die Zusammenarbeit zwischen Forstverwaltung, Forschung und Waldbesitzenden erleichtert fundierte Entscheidungen. Genetische Analysen und Untersuchungen zu Antagonisten dienen der Verständniserweiterung und verbesserten Managementstrategien. Ziel ist ein ausgewogener Umgang mit Baumgesundheit, Menschenschutz und Biodiversität, ohne pauschale Pflanzenschutzmaßnahmen zu priorisieren.

Biologie und Verbreitung des Eichenprozessionsspinners

Der Eichenprozessionsspinner bildet Prozessionen, in denen Raupen zu Futterquellen kriechen. Die Raupen suchen frisch austreibendes Laub und bauen Gespinstnester. Die Art vermehrt sich in Zyklen, doch heutige Beobachtungen zeigen häufigerere, flächigere Populationen. Der Frühschlupf führt zu früherem Fressen am Austrieb der Eiche, wobei leichte Fraßmengen den Baum nicht sofort schädigen, größere Verluste jedoch Stress verursachen können. Brennhaare reizen Haut und Schleimhäute.

Auswirkungen auf Mensch, Wald und Maßnahmen

Gesundheitsgefahr entsteht ab einem bestimmten Larvenstadium durch brennhaarige Haare, die Haut und Augen reizen. Oberflächenreste am Baum bleiben auch nach Verpuppung gefährlich. Der Befall schwächt Bäume, besonders bei Trockenheit und Hitze, wodurch Regenerationstriebe entstehen. Wälder reagieren unterschiedlich stark; Mischwälder und ausreichende Wasserverfügbarkeit erhöhen die Widerstandskraft. Monitoring dient der Einschätzung von Gefahr und möglicher Schadensauswirkungen.

Monitoring, Forschung und Handlungsspielräume

Zur Überwachung werden Eigelege, Schlupf und Entwicklung beobachtet; Phänologie-Modelle helfen, regionale Entwicklungen abzuschätzen. Ein frei zugängliches Monitoring-Tool unterstützt lokale Entscheidungen, wobei Abdeckung begrenzt bleibt. Bei Maßnahmen stehen Prävention, mechanische Eingriffe in Verpuppungsstadien sowie ökologisch abgewogene Abwägungen mit Naturschutzern im Vordergrund. Langfristig eröffnen Forschungsprojekte Einblicke in Populationsdynamik und Gegenspieler.

Weg in die Praxis: Zusammenarbeit und Perspektive

Experten betonen, dass Prävention und Monitoring essenziell sind, um zeitnah Maßnahmen zu planen. Die Zusammenarbeit zwischen Forstverwaltung, Forschung und Waldbesitzenden erleichtert fundierte Entscheidungen. Genetische Analysen und Untersuchungen zu Antagonisten dienen der Verständniserweiterung und verbesserten Managementstrategien. Ziel ist ein ausgewogener Umgang mit Baumgesundheit, Menschenschutz und Biodiversität, ohne pauschale Pflanzenschutzmaßnahmen zu priorisieren.

Gamechanger Waldbegang

31.03.2026

Umgang mit Rehen im Wald

In dieser Episode wird erörtert, wie ein kluger Umgang mit Rehen im Wald sowohl Schäden minimieren als auch Freude bringen kann. Max Gröschl, Arbeitsbereichsleiter für Schalenwild, und Steffi Thomas, verantwortlich für Waldumbau, diskutieren die Herausforderungen und Chancen im Zusammenhang mit Rehwild und dessen Einfluss auf die Waldverjüngung.

Forstliche Gutachten und deren Bedeutung

Die Experten erläutern die Ergebnisse der forstlichen Gutachten, die alle drei Jahre durchgeführt werden, um den Zustand der Waldbestände zu bewerten. Sie zeigen auf, dass insbesondere bei Baumarten wie Fichte und Buche positive Verjüngungszahlen vorliegen, während bei anderen, wie der heimischen Eiche, eine besorgniserregende Entwicklung zu beobachten ist.

Dialog zwischen Förstern und Jägern

Ein zentraler Aspekt ist der Dialog zwischen Förstern und Jägern, der durch Waldbegänge und Zielvereinbarungen gefördert werden soll. Die Gesprächspartner betonen die Notwendigkeit eines regelmäßigen Austauschs, um die waldbaulichen Ziele zu erreichen und Konflikte zu lösen.

Die Rolle der Freizeitnutzer

Die Diskussion behandelt auch die Rolle von Freizeitnutzern in den Wäldern. Es wird hervorgehoben, dass diese Gruppe oft als Sündenbock gesehen wird, während die Anpassungsfähigkeit des Rehwildes an menschliche Aktivitäten nicht ausreichend gewürdigt wird.

Positive Ansätze im Waldmanagement

Die Experten sind optimistisch, dass durch transparente Dialoge und gemeinsame Waldbegänge positive Veränderungen erreicht werden können. Der Austausch führt häufig zu einem besseren Verständnis und einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten.

Ressourcen und Weiterbildung

Zum Abschluss werden verschiedene Ressourcen und Fortbildungsmöglichkeiten vorgestellt, die Waldbesitzenden und Jagenden helfen sollen, ihre Kenntnisse zu vertiefen und das Waldmanagement zu verbessern.

Umgang mit Rehen im Wald

In dieser Episode wird erörtert, wie ein kluger Umgang mit Rehen im Wald sowohl Schäden minimieren als auch Freude bringen kann. Max Gröschl, Arbeitsbereichsleiter für Schalenwild, und Steffi Thomas, verantwortlich für Waldumbau, diskutieren die Herausforderungen und Chancen im Zusammenhang mit Rehwild und dessen Einfluss auf die Waldverjüngung.

Forstliche Gutachten und deren Bedeutung

Die Experten erläutern die Ergebnisse der forstlichen Gutachten, die alle drei Jahre durchgeführt werden, um den Zustand der Waldbestände zu bewerten. Sie zeigen auf, dass insbesondere bei Baumarten wie Fichte und Buche positive Verjüngungszahlen vorliegen, während bei anderen, wie der heimischen Eiche, eine besorgniserregende Entwicklung zu beobachten ist.

Dialog zwischen Förstern und Jägern

Ein zentraler Aspekt ist der Dialog zwischen Förstern und Jägern, der durch Waldbegänge und Zielvereinbarungen gefördert werden soll. Die Gesprächspartner betonen die Notwendigkeit eines regelmäßigen Austauschs, um die waldbaulichen Ziele zu erreichen und Konflikte zu lösen.

Die Rolle der Freizeitnutzer

Die Diskussion behandelt auch die Rolle von Freizeitnutzern in den Wäldern. Es wird hervorgehoben, dass diese Gruppe oft als Sündenbock gesehen wird, während die Anpassungsfähigkeit des Rehwildes an menschliche Aktivitäten nicht ausreichend gewürdigt wird.

Positive Ansätze im Waldmanagement

Die Experten sind optimistisch, dass durch transparente Dialoge und gemeinsame Waldbegänge positive Veränderungen erreicht werden können. Der Austausch führt häufig zu einem besseren Verständnis und einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten.

Ressourcen und Weiterbildung

Zum Abschluss werden verschiedene Ressourcen und Fortbildungsmöglichkeiten vorgestellt, die Waldbesitzenden und Jagenden helfen sollen, ihre Kenntnisse zu vertiefen und das Waldmanagement zu verbessern.