
Kunst Museum Konversation
Deutscher Kunstverlag
Beschreibung
Wir sprechen einmal im Monat mit Kuratorinnen und Kuratoren zu Ihren aktuellen Kunstausstellungen.
Wir wollen wissen, was sie antreibt, welche Ansätze und Meinungen sie haben und warum man sich die Ausstellung ansehen sollte.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Kunst Museum Konversation — 23 — Interview mit Peter Forster — Museum Wiesbaden
Einführung in den Podcast
Der Podcast Kunstmuseum Konversation bietet Einblicke in die Gedanken und Motivationen von Kuratorinnen und Kuratoren zu ihren Ausstellungen. In der 23. Folge spricht Kevin Schneider mit Peter Forster, dem Kurator der Ausstellung über Georg Lührig im Museum Wiesbaden.
Ausstellung Georg Lührig
Die Ausstellung "Jugendstil und Symbolismus Georg Lührig – ein Meister aus Dresden" zeigt die Werke des Malers, die bis zum 17. Januar 2027 zu sehen sind. Forster erklärt die Verbindung zwischen Jugendstil und Symbolismus und deren Relevanz im Kontext der Ausstellung.
Georg Lührigs Biografie
Georg Lührig, geboren 1868, war ein talentierter Zeichner, der in Göttingen aufwuchs. Er ist bekannt für seine beeindruckenden Werke, die oft das Thema Tod und Leben behandeln. Seine Zeit in Rumänien, wo er als Zeichenlehrer tätig war, prägte seine künstlerische Entwicklung.
Die Herausforderungen der Ausstellung
Forster berichtet von den Schwierigkeiten, die bei der Zusammenstellung der Ausstellung auftraten, insbesondere beim Auffinden und Restaurieren von Lührigs Nachlass, der teilweise in einem Keller in Leverkusen gefunden wurde.
Aufbau der Ausstellung
Die Ausstellung ist thematisch strukturiert und behandelt Aspekte wie die Plakatkunst in Dresden, den Totentanz und die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper. Lührigs Werke werden in einem Dialog mit anderen Künstlern präsentiert.
Schlussfolgerung
Forster hebt die Bedeutung von Lührigs Arbeiten hervor und ermutigt die Zuhörer, die facettenreiche Ausstellung zu besuchen, die nicht nur Kunst, sondern auch wichtige kulturelle und historische Themen behandelt.

Kunst Museum Konversation — 22 — Interview mit Anita Haldemann — Kunstmuseum Basel
Überblick zur Künstlerin und Stil
Helen Frankenthaler wird als zentrale Figur des abstrakten Expressionismus beschrieben, die sich von der figurenbetonten Malerei löste und Farbfeldmalerei mit gestischer Präsenz verbinden konnte. Ihre Soakstain-Technik vermischt Farbe direkt mit der Leinwand, wodurch Farbräume entstehen. Emotion und Körperlichkeit der Malerei treten in den Vordergrund, während klare Linien zwischen Fläche und Raum eine zentrale Rolle spielen.
Neuinterpretation und Aufbau der Ausstellung
Die Schau zeigt Werke aus mehreren Schaffensphasen, ergänzt durch Parallelen zur Kunstgeschichte. Neu ist der Fokus auf konkrete Bezüge zu Titian, Rembrandt oder Courbet, wodurch sich Verbindungslinien zwischen abstrakter Malerei und historischen Vorbildern eröffnen. Dadurch lässt sich Frankenthalers Entwicklung von Früh- bis Spätwerk nachvollziehen, ohne den Blick auf ihren individuellen Ausdruck zu verlieren.
Werdegang, Einflüsse und Arbeitsweise
Der Dialog mit der New Yorker Kunstszene prägte ihr Werk: Begegnungen mit Critikern und Künstlerinnen brachten Zugang zu Pollock, de Kooning oder Krasner. Mountain and Sea gilt als Schlüsselwerk für seine neue Bildsprache. Später gewann die Farbe an Bedeutung, während die Linie rhythmische Struktur und Blickführung steuert. Körperlicher Einsatz im Malprozess kennzeichnet ihren Zugang zur Leinwand.
Katalog und Bezugspunkte zur Ausstellung
Der begleitende Katalog bietet eine biografische Einführung, eine Ursprungsperspektive zur Malerei und Essays über kunsthistorische Vergleiche. Favorite works wie ein farbintensives Motiv auf dem Cover vermitteln die expressive Kraft der Malerei. Dokumentiert werden auch Frankenthalers Besuch am Kunstmuseum Basel, dessen Notizen Einblick in ihre direkte Auseinandersetzung mit Werken geben.

Kunst Museum Konversation — 21 — Interview mit Karoline Feulner — Landesmuseum Mainz
Einführung in die Ausstellung
Der Podcast Kunstmuseum Konversation bietet Einblicke in die Arbeit von Kuratorinnen und Kuratoren. In der 21. Folge spricht Kevin Schneider mit Caroline Vollner über die Ausstellung "Auf zu neuen Werken: Max Lefugt und sein Verleger Bruno Kassirer" im Landesmuseum Mainz, die bis zum 8. März 2026 zu sehen ist.
Max Lefugt und Bruno Kassirer
Max Lefugt war ein kreativer Künstler der Berliner Sezession und Bruno Kassirer ein einflussreicher Verleger, der innovative Buchgestaltungen umsetzte. Ihre Zusammenarbeit war geprägt von ihrer unterschiedlichen Persönlichkeit und gemeinsamen Vision, neue künstlerische Werke zu schaffen.
Die Rolle Berlins
Berlins Bedeutung als Kunstmetropole in der ausgehenden Kaiserzeit und der Weimarer Republik wird hervorgehoben. Kassirer und seine Galerie trugen maßgeblich zur Prägung der avantgardistischen Malerei bei und zogen Künstler wie Lefugt nach Berlin.
Die Ausstellung und ihre Themen
Die Ausstellung umfasst verschiedene Aspekte der Zusammenarbeit zwischen Lefugt und Kassirer, einschließlich ihrer Buchprojekte, wie "Ali Baba und die 40 Räuber" und "Faust II". Sie zeigt die Herausforderungen und Erfolge ihrer kreativen Partnerschaft und die Entwicklung des Kunstmarktes während der Weimarer Republik.
Besondere Illustrationen
Vollner hebt die Vielfalt von Lefugts Illustrationen hervor, die von humorvollen Darstellungen bis hin zu düsteren Themen reichen. Eine ihrer Lieblingsillustrationen zeigt eine humorvolle Szene mit Kassirer und Lefugt, die die Selbstironie des Künstlers verkörpert.
Ausstellungsschwerpunkte und kommende Stationen
Die Ausstellung ist vielseitig aufgebaut und thematisiert die unterschiedlichen Aspekte der Zusammenarbeit der beiden Künstler. Nach Mainz wird die Ausstellung in Saarbrücken und Berlin weitergeführt, wobei jede Station ihre eigenen Schwerpunkte setzt.