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Esther Schneider

Beschreibung

Ich bin Esther Schneider und das ist mein Literatur-Talk. Ich treffe mich hier mit Autor*innen und versuche herauszufinden, was sie umtreibt beim Schreiben, wie sie auf ihre Themen kommen, welche Bücher sie lesen und wie ihre Phantasiewelt aussieht. Kurz, ich bin interessiert an «the writers voice».

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

LiteraturPur mit Lukas Bärfuss

18.07.2026

Herkunft und Identität

Lukas Bärfuss thematisiert in seinen Werken intensiv seine Herkunft und die sozialen Herausforderungen, die damit verbunden sind. Er reflektiert über die Auswirkungen seiner Kindheit und die Prägung durch seine Familie, insbesondere in den Büchern "Königin der Nacht" und "Vaters Kiste". Trotz seiner Erfolge bleibt er mit seiner Vergangenheit konfrontiert und erhält häufig Rückmeldungen, die auf seine Herkunft abzielen.

Der Einfluss von Familie

In seinen Gesprächen betont Bärfuss die Verantwortung, die man gegenüber seinen Familienmitgliedern hat, und hinterfragt die gesellschaftlichen Normen bezüglich der Familie. Er kritisiert die Vorstellung von Mutterliebe als eine exklusive Eigenschaft, die Frauen zugeschrieben wird, und plädiert für ein breiteres Verständnis von Liebe, das auch Väter einschließt.

Gesellschaftskritik und Armut

Bärfuss spricht über die gesellschaftlichen Strukturen, die Armut und Ungerechtigkeit perpetuieren. Er hebt hervor, dass die Schweiz oft nicht ausreichend auf die Bedürfnisse der sozial Schwachen eingeht und kritisiert die Rolle der Gesellschaft in Bezug auf individuelle Schicksale. Die Themen Armut und gesellschaftliche Verantwortung ziehen sich durch seine Werke und seine persönlichen Erfahrungen.

Die Rolle der Literatur

Literatur sieht Bärfuss als ein Mittel, um persönliche und gesellschaftliche Geschichten zu erzählen und einen Dialog über schwierige Themen zu eröffnen. Sein Schreiben ist ein Weg, um sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen und anderen die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Erfahrungen zu reflektieren. Er ermutigt dazu, den Mut zu haben, über Tabuthemen zu sprechen und die Geschichten derjenigen zu hören, die oft ungehört bleiben.

Herkunft und Identität

Lukas Bärfuss thematisiert in seinen Werken intensiv seine Herkunft und die sozialen Herausforderungen, die damit verbunden sind. Er reflektiert über die Auswirkungen seiner Kindheit und die Prägung durch seine Familie, insbesondere in den Büchern "Königin der Nacht" und "Vaters Kiste". Trotz seiner Erfolge bleibt er mit seiner Vergangenheit konfrontiert und erhält häufig Rückmeldungen, die auf seine Herkunft abzielen.

Der Einfluss von Familie

In seinen Gesprächen betont Bärfuss die Verantwortung, die man gegenüber seinen Familienmitgliedern hat, und hinterfragt die gesellschaftlichen Normen bezüglich der Familie. Er kritisiert die Vorstellung von Mutterliebe als eine exklusive Eigenschaft, die Frauen zugeschrieben wird, und plädiert für ein breiteres Verständnis von Liebe, das auch Väter einschließt.

Gesellschaftskritik und Armut

Bärfuss spricht über die gesellschaftlichen Strukturen, die Armut und Ungerechtigkeit perpetuieren. Er hebt hervor, dass die Schweiz oft nicht ausreichend auf die Bedürfnisse der sozial Schwachen eingeht und kritisiert die Rolle der Gesellschaft in Bezug auf individuelle Schicksale. Die Themen Armut und gesellschaftliche Verantwortung ziehen sich durch seine Werke und seine persönlichen Erfahrungen.

Die Rolle der Literatur

Literatur sieht Bärfuss als ein Mittel, um persönliche und gesellschaftliche Geschichten zu erzählen und einen Dialog über schwierige Themen zu eröffnen. Sein Schreiben ist ein Weg, um sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen und anderen die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Erfahrungen zu reflektieren. Er ermutigt dazu, den Mut zu haben, über Tabuthemen zu sprechen und die Geschichten derjenigen zu hören, die oft ungehört bleiben.

LiteraturPur mit Dorothee Elmiger

24.05.2026

Unheimlichkeit, Sprache und Grenzerfahrung

Der Text behandelt den Versuch, der Verführung bewusst zu widerstehen, und reflektiert die Grenze von Sprache und Sinn. Es entsteht ein kosmischer Horror, der Grundlosigkeit des Daseins und eine Sinnentleerung, die sich nicht mehr sprachlich fassen lässt. Das zentrale Gefühl ist eine existenzielle Unheimlichkeit, die sich durch den Roman zieht und die Wahrnehmung von Realität und Fiktion in Zweifel zieht.

Schreibprozess, Gegenwart und Gewalt

Der Fokus liegt darauf, eine Sprache und Form zu finden, um das Jetzt greifbar zu machen — eine Gegenwart, die stark von Gewalt geprägt ist. Das Unheimliche entsteht im Schreiben, wenn Gewalt in Beziehungen sichtbar wird und Bedrohungslagen in der Luft liegen. Die Prosa schält die Atmosphäre der Gegenwart heraus und zeigt, wie Erzählungen daraus entstehen.

Urwald, Fragmenten-Erzählung und Konjunktiv

Der Urwald dient als Projek tionsfläche und Denkraum; Geschichten treten als Fragmente auf, erzählen absurde oder brutale Begebenheiten. Der Konjunktiv schiebt Distanz zwischen Erzählerin und Textfigur, wahrt die Ungewissheit und lässt Raum für Interpretation. Durch diese Form wird der Eindruck von Realismus verstärkt, ohne einen allwissenden Erzähler zu präsentieren.

Bezüge, Reflexionen und Einfluss

Bezüge zu Herzog, Heart of Darkness und postkolonialen Debatten tauchen auf: Der Text hinterfragt koloniale Perspektiven und die Rolle der Erzählerinnen in Dschungel-Umgebungen. Der Einfluss literarischer Vorbilder zeigt sich in der Darstellung von Grenzerfahrungen, Traumlogiken und dem Versuch, schmerzliche Geschichten nüchtern festzuhalten. Elizabeth Costello wird als inspirierender Referenzpunkt genannt.

Unheimlichkeit, Sprache und Grenzerfahrung

Der Text behandelt den Versuch, der Verführung bewusst zu widerstehen, und reflektiert die Grenze von Sprache und Sinn. Es entsteht ein kosmischer Horror, der Grundlosigkeit des Daseins und eine Sinnentleerung, die sich nicht mehr sprachlich fassen lässt. Das zentrale Gefühl ist eine existenzielle Unheimlichkeit, die sich durch den Roman zieht und die Wahrnehmung von Realität und Fiktion in Zweifel zieht.

Schreibprozess, Gegenwart und Gewalt

Der Fokus liegt darauf, eine Sprache und Form zu finden, um das Jetzt greifbar zu machen — eine Gegenwart, die stark von Gewalt geprägt ist. Das Unheimliche entsteht im Schreiben, wenn Gewalt in Beziehungen sichtbar wird und Bedrohungslagen in der Luft liegen. Die Prosa schält die Atmosphäre der Gegenwart heraus und zeigt, wie Erzählungen daraus entstehen.

Urwald, Fragmenten-Erzählung und Konjunktiv

Der Urwald dient als Projek tionsfläche und Denkraum; Geschichten treten als Fragmente auf, erzählen absurde oder brutale Begebenheiten. Der Konjunktiv schiebt Distanz zwischen Erzählerin und Textfigur, wahrt die Ungewissheit und lässt Raum für Interpretation. Durch diese Form wird der Eindruck von Realismus verstärkt, ohne einen allwissenden Erzähler zu präsentieren.

Bezüge, Reflexionen und Einfluss

Bezüge zu Herzog, Heart of Darkness und postkolonialen Debatten tauchen auf: Der Text hinterfragt koloniale Perspektiven und die Rolle der Erzählerinnen in Dschungel-Umgebungen. Der Einfluss literarischer Vorbilder zeigt sich in der Darstellung von Grenzerfahrungen, Traumlogiken und dem Versuch, schmerzliche Geschichten nüchtern festzuhalten. Elizabeth Costello wird als inspirierender Referenzpunkt genannt.

LiteraturPur mit Isabelle Flükiger

26.03.2026

Unsichtbare Menschen in der Schweiz

Der Podcast beleuchtet die Lebensrealitäten von Sans-Papiers in der Schweiz, Menschen, die aufgrund ihres fehlenden Aufenthaltsstatus unsichtbar und rechtlos sind. Schätzungsweise leben zwischen 90.000 und 200.000 Sans-Papiers in der Schweiz und sind oft in prekären Arbeitsverhältnissen tätig. Der Roman "Gloria Punkt, Mohammed Punkt" von Isabel Flückiger thematisiert die Geschichten zweier solcher Personen und die Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen.

Die Entstehung des Romans

Isabel Flückiger erzählt, dass die Idee für ihren Roman aus der Begegnung mit einer Sans-Papiers entstand, deren Geschichte sie bewegte. Der Roman kombiniert fiktionale Erzählungen mit juristischen Aspekten und soll als "Rechtsroman" verstanden werden, in dem die Gesetze das Leben der Protagonisten strukturieren.

Charaktere und ihre Geschichten

Die Protagonistin Gloria, eine Mutter aus Kamerun, kämpft um ihre Rechte und versucht, ihre Kinder im Heimatland zu unterstützen. Mohammed, ein abgewiesener Asylbewerber aus Marokko, arbeitet ebenfalls illegal im Bauwesen. Beide Charaktere verkörpern typische Lebenswege von Sans-Papiers und beleuchten die sozialen und bürokratischen Herausforderungen in der Schweiz.

Gesellschaftliche Implikationen

Der Podcast hinterfragt die Ausbeutung von Sans-Papiers in der Gesellschaft und beleuchtet die moralischen Dilemmata, die mit ihrer Anstellung verbunden sind. Flückiger hebt hervor, dass der Wohlstand in der Schweiz auch auf der Ausbeutung dieser Menschen beruht, was eine kritische Reflexion über die gesellschaftlichen Strukturen erfordert.

Die Rolle von Literatur

Flückiger glaubt an die Kraft der Literatur, um Bewusstsein zu schaffen und Veränderungen anzustoßen. Der Roman dient als Spiegel der Gesellschaft, der die Leser anregt, über ihre eigenen Werte und das System nachzudenken, das die Lebensrealitäten von Menschen wie Gloria und Mohammed prägt.

Unsichtbare Menschen in der Schweiz

Der Podcast beleuchtet die Lebensrealitäten von Sans-Papiers in der Schweiz, Menschen, die aufgrund ihres fehlenden Aufenthaltsstatus unsichtbar und rechtlos sind. Schätzungsweise leben zwischen 90.000 und 200.000 Sans-Papiers in der Schweiz und sind oft in prekären Arbeitsverhältnissen tätig. Der Roman "Gloria Punkt, Mohammed Punkt" von Isabel Flückiger thematisiert die Geschichten zweier solcher Personen und die Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen.

Die Entstehung des Romans

Isabel Flückiger erzählt, dass die Idee für ihren Roman aus der Begegnung mit einer Sans-Papiers entstand, deren Geschichte sie bewegte. Der Roman kombiniert fiktionale Erzählungen mit juristischen Aspekten und soll als "Rechtsroman" verstanden werden, in dem die Gesetze das Leben der Protagonisten strukturieren.

Charaktere und ihre Geschichten

Die Protagonistin Gloria, eine Mutter aus Kamerun, kämpft um ihre Rechte und versucht, ihre Kinder im Heimatland zu unterstützen. Mohammed, ein abgewiesener Asylbewerber aus Marokko, arbeitet ebenfalls illegal im Bauwesen. Beide Charaktere verkörpern typische Lebenswege von Sans-Papiers und beleuchten die sozialen und bürokratischen Herausforderungen in der Schweiz.

Gesellschaftliche Implikationen

Der Podcast hinterfragt die Ausbeutung von Sans-Papiers in der Gesellschaft und beleuchtet die moralischen Dilemmata, die mit ihrer Anstellung verbunden sind. Flückiger hebt hervor, dass der Wohlstand in der Schweiz auch auf der Ausbeutung dieser Menschen beruht, was eine kritische Reflexion über die gesellschaftlichen Strukturen erfordert.

Die Rolle von Literatur

Flückiger glaubt an die Kraft der Literatur, um Bewusstsein zu schaffen und Veränderungen anzustoßen. Der Roman dient als Spiegel der Gesellschaft, der die Leser anregt, über ihre eigenen Werte und das System nachzudenken, das die Lebensrealitäten von Menschen wie Gloria und Mohammed prägt.