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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

MarketerTalk mit Tobias Voigt
28.10.2026
Das sind die Themen:
Anbieterneutrale Tool-Beratung spart Geld
Martech-Landkarten zeigen selten die ganze Wahrheit: Viele Anbieter bündeln mehrere Tools unter neuem Namen, und günstige Wettbewerber fehlen oft. In der Praxis setzen die meisten Unternehmen auf Salesforce oder HubSpot. Wer Tools auswählt, prüft deshalb Alternativen ohne Herstellerbrille und vergleicht Preismodelle, denn ab etwa 20.000 Kontakten wird es schnell teuer.
Empfehlung bleibt, nur der Empfehler wechselt
Erst die Zeitung, dann Google, jetzt ChatGPT: Wer kaufen will, fragt immer nach Rat. Aktuell steht GEO im Fokus, also die Sichtbarkeit in KI-Antworten, und erste Chatbots verkaufen bereits Werbung. Marketer platzieren ihre Marke deshalb dort, wo Empfehlungen entstehen, und beobachten schon heute den Kanal, der als Nächstes kommt. So bleibt die Marke sichtbar.
Gutes Produkt vor Marketingbudget
Rund 90 Prozent seiner Beratungsmandate, so Tobias Voigt, enden mit dem Rat, einfach gutes Zeug zu machen. Gute Leistung wird weiterempfohlen. Trotzdem lohnt Sichtbarkeit, wie ein Schild am Apfelstand. Vor jeder Kampagne steht daher die Frage, ob das Produkt ein echtes Kundenproblem löst und ob dafür tatsächlich ein Bedarf am Markt besteht, den Kunden spüren.
Marketing darf kein Silo sein
Wer Marketing als eigene Abteilung abtrennt, entlässt alle anderen aus dem Denken vom Markt her. Dabei betrifft Markenorientierung auch Einkauf, Produktion, Finanzen und Recht. Marketer erreichen mehr, wenn sie diese Bereiche früh einbinden und Marktfragen dort stellen, wo Produkte, Einkaufspreise und Konditionen entstehen, nicht erst bei der Kampagne.
Algorithmen personalisieren besser als Influencer
Geräte lassen sich per Fingerprint einer Person zuordnen. Das CRM erkennt Muster und spielt Angebote im passenden Moment aus, etwa kurz vor dem Besuch im Elektronikmarkt. Solche Anzeigen konvertieren stark und lassen sich teuer verkaufen. Voraussetzung ist die Einwilligung der Nutzer, und die gibt es nur gegen einen klar erkennbaren Nutzen im Alltag.

MarketerTalk mit Felix Sold
27.10.2026
Das sind die Themen:
Breitenwerbung lohnt sich noch nicht
Ionity verzichtet auf große Kampagnen am Hauptbahnhof. Der Streuverlust ist zu hoch, das Budget reicht nicht, und die Marke ist beim Thema Laden noch nicht präsent genug. Stattdessen läuft das Targeting gezielt über Google und Meta. LinkedIn erreicht Flotten- und Geschäftskunden, TikTok sorgt als Reichweitentreiber für Aufmerksamkeit bei Markenkampagnen.
Content gehört in Suche und KI-Antworten
Wer wissen will, wie man ein Elektroauto lädt, fragt Suchmaschine oder ChatGPT, nicht den Hersteller. Ionity bereitet Antworten deshalb so auf, dass sie in klassischer Suche und in LLMs funktionieren. Die Aufrufe über KI-Systeme sind in den letzten Monaten dreistellig gewachsen. Welche Themen fehlen, zeigt das Feedback aus dem Kundenservice zuverlässig.
KI-Agenten brauchen Verantwortliche
Ionity arbeitet mit Agenten für Brand und Content. Sie kennen Guidelines und rechtlich vorgegebene Begriffe, etwa für Abo-Gebühren. Jeder Agent liegt beim zuständigen Lead, der ihn pflegt und aktualisiert. So bleibt die Kontrolle erhalten, während zehn Personen 24 Märkte bedienen. Der Aufbau kostet allerdings viel Zeit und braucht intensives Testing.
Personas machen Budgets steuerbar
Bisher gelten alle E-Autofahrer eines Landes als eine Zielgruppe. Dabei unterscheiden sich Urlaubsfamilien, Außendienstler und Wochenend-Paare stark in ihren Erwartungen. Ionity definiert deshalb pro Markt die wichtigsten Personas. Das schärft Kampagnen und macht Investitionen messbar. Gegenüber Finance und Controlling lässt sich der Marketing-Euro so deutlich leichter begründen.
Differenzierung entsteht über Nähe zum Kunden
Grüne Energie bieten auch andere Ladenetze an, ein Preiskampf ist deshalb keine Option. Ionity setzt auf eine gute Customer Experience, hilfreiche Inhalte und Erreichbarkeit rund um die Uhr. Ein KI-Chatbot filtert Anfragen vorab, die Hotline bleibt mit Menschen besetzt. Kundenprobleme werden in Clustern ausgewertet und fließen direkt in neuen Content ein.

MarketerTalk mit Dirk Hendriks
26.10.2026
Das sind die Themen:
KI ist ein Weg, kein Ziel
Die Zahl der Agenten sagt nichts über den Erfolg aus. Ameropa misst KI daran, ob sie hilft, Unternehmensziele schneller und besser zu erreichen. Deshalb folgte auf die erste Experimentierphase eine zentrale Struktur: Steering Committee, Strategie, Ziele, Timeline und Schulungen. Wer KI wie jede andere Neuerung strukturiert einführt, behält den Nutzen im Blick.
Erst ausprobieren lassen, dann bündeln
Der Start von unten bringt Tempo, aber auch Wildwuchs. Ameropa hat sich auf Copilot als Standard festgelegt, weil Microsoft 365 ohnehin im Einsatz war. Eine kleine Gruppe testet weitere Tools, jedoch ohne Unternehmens- oder Kundendaten. Interne KI-Botschafter zeigen konkrete Use Cases und holen Kollegen ab, die nicht wissen, wo sie anfangen sollen.
Ein Agent prüft, was Menschen übersehen
In der Katalogproduktion prüft ein Agent die Seiten gegen Markenkern, Kundenversprechen und rechtliche Vorgaben. Er fand einen Schreibfehler im kleinen Copyright-Hinweis, den Menschen übersehen hatten. Voraussetzung sind saubere Daten und ein sauberer Prozess. Läuft die KI schlecht, liegt es oft an Abläufen, die vorher nie richtig ausgearbeitet wurden.
Markenkern statt Einheitsbrei
KI-Inhalte klingen schnell gleich, deshalb bleibt die eigene Stimme entscheidend. Bei Ameropa sind alle Agenten, die Kundenmaterial erzeugen, mit Corporate Identity und Corporate Design gefüttert und arbeiten auf Basis menschlich erstellter Inhalte. KI-Bilder von Hotels oder Bahnhöfen sind tabu, weil Kunden die Realität selbst erleben. Erweitert werden nur bestehende Motive.
LLM-Sichtbarkeit wie SEO behandeln
Die Sichtbarkeit in ChatGPT und Gemini liegt bei Ameropa im SEO-Team. Die vorhandenen SEO- und Analytics-Tools weisen KI-Sichtbarkeit und KI-Traffic inzwischen aus. Dieser Traffic konvertiert besser, weil Kunden die Recherche schon im Chat erledigt haben. Entscheidend sind für Ameropa Buchungen, ob online, im Reisebüro oder per Telefon, und nicht der Traffic auf der eigenen Seite.