
Das aktuelle Bierstudio
Dr. Philipp Daiber
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Das aktuelle Bierstudio Ep. 97 – Brasserie Bendorf feat. Jeremy
Einführung in die Brasserie Bendorf
Philipp Deiber begrüßt seinen Gast Jérémy Bissini von der Brasserie Bendorf in Straßburg, um über die Geschichte und die Biere der Brauerei zu sprechen. Jérémy berichtet von den Anfängen der Brauerei, die in einer kleinen Küche begann, als Benjamin, der Besitzer, für seine Freunde braute.
Entwicklung der Brauerei
Die Brauerei hat sich von bescheidenen Anfängen zu einer etablierten Mikrobrauerei entwickelt. Jérémy erklärt, wie Benjamin seine Leidenschaft für das Brauen in eine offizielle Brauerei umsetzte, indem er ein altes Autohaus in Neudorf übernahm. Die Brauerei bleibt stark mit der Identität von Straßburg verbunden und legt Wert auf lokale Verantwortung.
Bierangebot und Philosophie
Brasserie Bendorf bietet sieben permanente Biere und experimentiert alle 15 Tage mit neuen, kreativen Bieren. Jérémy hebt hervor, dass die Biere wie die "Queen of Langstroth", die als beste IPA in Frankreich ausgezeichnet wurde, Teil ihres Erfolgs sind. Die Brauerei verfolgt eine Philosophie der Kreativität und des Experimentierens.
Verantwortung und Nachhaltigkeit
Die Brauerei engagiert sich für lokale Projekte, wie die Unterstützung von Obdachlosen und den Schutz des großen Hamsters in Alsace, indem sie mit Bauern zusammenarbeitet, um nachhaltige Anbaumethoden zu fördern. Jérémy betont die Bedeutung von regionalen Zutaten und den Einsatz von Künstlern für die Bieretiketten.
Besuch der Brauerei
Philipp und Jérémy laden die Zuhörer ein, die Brauerei zu besuchen, um die Biere zu probieren und die Atmosphäre zu erleben. Es wird auch auf das Bendorf Festival hingewiesen, das eine Vielzahl von Bieren und lokalen Künstlern präsentiert.

Das aktuelle Bierstudio Ep. 96 - Kornølfesten feat. Ivar, Kjetil and Lars
Ursprung, Ort und Zweck
Der Norsk Kornølfesten-Event in Hornindal wurde aus dem Wunsch heraus gegründet, das Brauen zu bewahren und die Braukultur zu erleben. Die Festivalorganisation betont, dass der Fokus auf dem Erhalt der traditionellen Brauweise liegt, während Besucher die Möglichkeit erhalten, regionale Biere zu probieren und die Herkunft des Brauens kennenzulernen. Die abgelegene Lage des Ortes stärkt die Verbundenheit mit der lokalen Kultur und Geschichte.
Organisation, Hürden und Lokales
Die Realisierung des Festivals stellt eine anspruchsvolle Aufgabe dar: Erreichbarkeit, Unterkunft und Freiwilligenkapazität sind begrenzt. Lokale Behörden, Ehrenamtliche und ehemalige Bürgermeister unterstützen das Event. Sponsoren kommen überwiegend aus der Bier- und Handwerksbranche, wobei auch ungewöhnliche Partner wie Hersteller von Holzprodukten eine Rolle spielen und die regionale Identität betonen.
Int erationale Verbindungen und Besucherfahrten
Internationale Gäste ergänzen das Spektrum des Events deutlich und erhöhen dessen Sichtbarkeit. Austausche mit Gastgebern und Brauern verschiedener Länder schaffen einen internationalen Dialog über Tradition, Techniken und Zutaten. Besucher berichten von spannenden Begegnungen, der Bereitschaft der Norweger zum Gespräch und der besonderen Atmosphäre, die durch die Anreise und die ländliche Kulisse entsteht.
Wettbewerb, Tradition und Zukunft
Der Wettbewerb folgt einer einfachen, traditionellen Auslegung: Keine modernen Hopfenprofilierungen, kein zu dunkles Malz, Geschmack soll volksnah und historisch wirken. Teilnehmende sehen die Wertschätzung der Überlieferung im Vordergrund und verfolgen zugleich das Ziel, das Wissen weiterzugeben. Zukünftige Pläne sehen eine regionale Verbreitung mit kleinen Events und mögliche Verlagerungen innerhalb der Region, wobei die lokale Kultur weiterhin im Zentrum bleibt.

DaB95: Out of the woods, into the brew - Spring feat. Xavier Tortosa
Einstieg in foraged brewing und Sicherheit
Der Podcast erkundet, wie ungewöhnliche, wild beschaffte Zutaten das Brauen bereichern. Expertenbasiert wird erläutert, dass Vielfalt jenseits der klassischen Zutaten möglich ist und welche Sicherheitsaspekte bei der Ernte und Verwendung zu beachten sind. Ein Fokus liegt auf einem saisonalen Einstieg in den Frühling, Lernprozessen beim Sammeln, Verarbeiten und Dosieren sowie auf der Rolle von Fachliteratur und Erfahrungen erfahrener Brauer.
Methoden, Verarbeitung und Geschmackstest
Anhand von praktischen Tests werden Wege beschrieben, wie man Aromen, Farbe und Tanninstrukturen beurteilt: Geschmackstests, Tinkturen, kurze Heißextraktionen und Trocknung bzw. Gefriertrocknung. Wichtige Hinweise betreffen Hygiene, Vergleich von Branntmaß und Zielstil, sowie der Einfluss von Tanninen auf Trübungen. Unterschiede zwischen Blatt-, Blüten- und Stammteilen werden erklärt, ebenso wie wann man welche Methode wählt.
Beispielpflanzen und Anwendungsoptionen
Im Gespräch geht es um Hazelnut-Blüten, Johanniskrautartige Kräuter, Löwenzahn, Brombeerblätter, Apfelminze, Dill, Topinambur und Rosengebirgsfrüchte wie Hagebutten. Es wird aufgezeigt, wie Aroma, Bitterkeit, Farbe und Textur je nach Teil (Blüte, Blatt, Wurzel) variieren. Varianten wie Tee, Sud, Tinktur, Fermentation oder Zugabe während verschiedener Braupunkte ermöglichen unterschiedliche Ergebnisse.
Praktische Perspektiven und Perspektivenwechsel
Zentrale Botschaft ist, neugierig zu bleiben, Nature zu erkunden und Material sicher zu identifizieren. Die Autoren empfehlen neutrale Hefestämme, experimentelle Gruppenläufe und das Dokumentieren von Ergebnissen, um zu erkennen, welche Zutaten im jeweiligen Stil funktionieren. Der Blick weitet sich von Frühling auf weitere Saisons, wobei regionale Unterschiede und Quellenlagen berücksichtigt werden.