
Psyche Today
Blomenburg Holding GmbH
Beschreibung
Weitere Informationen über die Arbeit der Blomenburg Privatkliniken, das Impressum und den Datenschutz finden Sie unter: https://www.blomenburg.com/
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Schmerz lass nach: Was Schmerztherapie leisten kann
Schmerztherapie und ihre Ziele
Das Hauptziel der Schmerztherapie besteht nicht darin, den Schmerz vollständig zu beseitigen, sondern den Umgang mit ihm zu lernen und die zugrundeliegenden emotionalen Themen zu verstehen, wie z.B. Traumatisierungen.
Vorstellung der Fachleute
Stefanie Grapphorn, ärztliche Direktorin der Blumenburg Privatkliniken, spricht mit Herrn Schlösser-Harnberg von der Asklepios Pauline Klinik, einer Schmerztagesklinik. Herr Schlösser-Harnberg ist psychologischer Psychotherapeut mit Spezialisierung auf Schmerztherapie.
Multimodale Schmerztherapie
Die multimodale Schmerztherapie betrachtet den Patienten ganzheitlich und bezieht verschiedene Fachgruppen, wie Ärzte, Physiotherapeuten und Psychotherapeuten, in die Behandlung ein. Ziel ist es, die Ursachen des Schmerzes auf mehreren Ebenen zu verstehen.
Patienten und deren Herausforderungen
Die Patienten in der Schmerztagesklinik haben oft bereits verschiedene Therapieansätze ausprobiert. Oftmals ist es für sie schwierig zu akzeptieren, dass psychische Faktoren eine Rolle bei ihren Schmerzen spielen können.
Psychosomatische Zusammenhänge
Herr Schlösser-Harnberg erklärt, dass psychosomatische Überlagerungen häufig vorkommen und dass es wichtig ist, die psychischen und sozialen Aspekte des Schmerzes zu berücksichtigen. Der Umgang mit den eigenen Bedürfnissen und Emotionen ist entscheidend für die Therapie.
Therapieansätze und Methoden
Die Therapie umfasst verschiedene Ansätze, darunter Körperwahrnehmungsübungen, Entspannungstechniken und systemische Fragestellungen. Ziel ist es, den Patienten zu helfen, eine positive Beziehung zu ihrem Körper zu entwickeln und ihre Bedürfnisse wahrzunehmen.
Literatur- und Studientipps
Empfohlene Literatur umfasst "Schmerzverstehen" von Butler und Mosley sowie die Website der Deutschen Schmerzgesellschaft, die viele Informationen über den Zusammenhang zwischen Körper und Psyche bietet.
Persönliche Einblicke
Herr Schlösser-Harnberg teilt, dass er gerne in der Natur unterwegs ist, um sich zu erden und eine gute Beziehung zu seinem eigenen Körper zu pflegen.

Aggressionen verstehen: Ursachen, Symptome und Umgang in der Therapie
Einführung in das Thema Aggression
In dieser Episode von Psyche Today wird das Thema Aggression im therapeutischen Kontext behandelt. Stefanie Grapphorn und Dr. Klaus Blass diskutieren die Definition von Aggression, ihre möglichen positiven Aspekte und den Umgang damit in der Therapie. Dr. Blass erklärt, dass Aggression ursprünglich auch eine positive Funktion haben kann, wenn sie zielgerichtet ist.
Arten der Aggression
Dr. Blass unterscheidet verschiedene Arten von Aggression, darunter physische, verbale und passive Aggression, sowie instrumentelle Aggression, die zur Erreichung eines Ziels eingesetzt wird. Diese unterschiedlichen Ausdrucksformen der Aggression sind oft nicht sofort als solche erkennbar und können im therapeutischen Setting eine Herausforderung darstellen.
Aggression im therapeutischen Setting
Im therapeutischen Kontext kann Aggression auf unterschiedliche Weise wahrgenommen werden. Dr. Blass spricht über die Bedeutung der Wahrnehmung von Aggression durch Therapeuten und Patienten sowie über den Umgang mit aggressiven Ausbrüchen. Er betont, dass der Rahmen der Therapie entscheidend ist, um die Aggression sinnvoll zu bearbeiten und zu deeskalieren.
Bindungsstile und Aggression
Die Bindungserfahrungen eines Individuums spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Aggression. Dr. Blass erklärt, dass unsichere Bindungsstile mit einem höheren Risiko für aggressive Verhaltensweisen verbunden sind. Eine sichere Bindung fördert eine bessere Emotionsregulation und den Umgang mit Kränkungen.
Therapeutische Ansätze zur Aggressionsbewältigung
Dr. Blass erläutert verschiedene therapeutische Ansätze, um Aggression zu bearbeiten, darunter Verhaltenstherapie, Rollenspiele und Biofeedback. Diese Methoden helfen Patienten, ihre Emotionen besser zu regulieren und zu verstehen, wie sie in zwischenmenschlichen Beziehungen agieren.
Fazit und weiterführende Ressourcen
Die Episode schließt mit Empfehlungen für Literatur und Studien zu Aggression und deren Bewältigung. Dr. Blass hebt hervor, dass es wichtig ist, Aggression als Teil des menschlichen Erlebens zu akzeptieren und konstruktiv damit umzugehen.

VR-Therapie: Wie virtuelle Realität die Psychotherapie verändert
VR-Therapie als Expositionsmethode
Die VR-Therapie nutzt verhaltenspädagogische Ansätze in einer kontrollierten virtuellen Umgebung. Patientinnen und Patienten können angstauslösende Situationen schrittweise erleben, Belastung dosieren und Habituation trainieren. Durch realistische Reize wird ein progressives Vorgehen ermöglicht, das sich an individuellen Ängsten orientiert.
Wie die Technik funktioniert
Eine VR-Brille mit Headset, Kopfhörer und Controller erzeugt dreidimensionale, anpassbare Umgebungen. Therapeuten steuern NPC-Charaktere, geben Reize vor und passen Schwierigkeitsgrad sowie Interaktionen an. Die Perspektive ist meist Ich-basierend, wodurch der Patient die Situation als eigen erlebt.
Anwendungsfelder und Besonderheiten
Bei sozialen Phobien, Agoraphobie, Panikstörungen und weiteren Angststörungen zeigen Übersichtsarbeiten gute Ergebnisse. Zwangsstörungen liefern gemischte Befunde. Szenarien reichen von Fahrkartenschalter bis zu öffentlicher Toilette; auch Übungen vor Publikum sind möglich. Realistische Reize können Übelkeit verursachen, weshalb Vorbereitung wichtig bleibt.
Durchführung, Sicherheit und Indikation
Typischer Ablauf umfasst Vorbereitung, Angsthierarchie, 20–30 Minuten Übung plus Nachgespräch. Geeignet ist die VR-Therapie für ausgewählte Patientengruppen, während akute Suizidalität oder schwere Traumatisierungen Vorsicht erfordern. Kliniken oder spezialisierte Praxen können entsprechende Angebote bereitstellen, wobei erfahrene Therapeuten erforderlich sind.