Fremd – Vertraut
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Fremd – Vertraut

Jörgen Klußmann, Autor, Coach und Studienleiter an der Evangelischen Akademie im Rheinland

Beschreibung

Podcast zu internationaler Politik – Dialog und Vielfalt

Der-Politik-Podcast Fremd – Vertraut empfiehlt sich als sachkundiger und meinungsstarker Begleiter für alle, die sich mit internationaler Politik jenseits der Tagesaktualität beschäftigen möchten: Konzepte vom Nationalstaat, von internationaler Zusammenarbeit, von kultureller und religiöser Identität verändern sich. Das wirkt hinein bis in unseren Alltag. Jörgen Klußmann ist Journalist, Trainer für systemische Konfliktbearbeitung und Studienleiter an der Evangelischen Akademie im Rheinland. Er kennt aktuelle Themen ebenso wie lange Linien in der Politik. Er weiß, dass unterschiedliche Perspektiven wichtig sind und setzt sich für eine friedliche, gerechte und multireligiöse Zukunft ein. Wege dorthin entstehen oft erst im Gehen, im Gespräch. Deshalb lädt er Menschen zu sich in den Podcast ein, die Lust haben auf neue Ge-sprächswege, jenseits des bereits oft Gehörten, Menschen mit fachlicher Expertise, persönlicher Erfahrung und Meinung.

Zustimmung? Widerspruch?
Finden Sie es heraus! Einmal im Monat hier im Podcast: Fremd-Vertraut.
Schreiben Sie uns:
info@akademie.ekir.de


Zur Person:
Studienleiter Jörgen Klußmann hat Afrikanistik, Politologie und Islamwissenschaft studiert und verantwortet seit 2004 den Themenbereich Politik an der Evangelischen Akademie im Rheinland. Als Einrichtung der Evangelischen Kirche im Rheinland fördert die Evangelische Akademie im Rheinland den Dialog zwischen Kirche und Gesellschaft, vor Ort und online. Sie bringt die evangelische Stimme öffentlichkeitswirksam und nachhaltig in aktuelle Debatten ein.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Was kann Friedens- und Konfliktarbeit in Zeiten zunehmender Gewalt (noch) leisten?

12.05.2026

Konfliktprävention und Realismus der Welt

Der Gesprächspartner setzt den Begriff der „Welt in Unordnung“ kritisch vor, betont aber, dass Konflikte weder neu noch unvermeidlich sind. Seit jeher gibt es Spannungen, deren Auswirkungen vor Ort spürbar bleiben. Wichtig erscheinen Perspektiven auf Prävention, frühzeitiges Erkennen von Krisenpotenzialen und frühzeitige Eingriffe, um Eskalationen zu vermeiden – statt erst dann zu handeln, wenn Gebäude brennen. Dabei bleibt der Blick global verankert.

Konstruktive, gewaltfreie Konfliktbearbeitung

Kernaussage ist, dass Konfliktbearbeitung schon vor der Eskalation beginnen muss. Gewaltfreiheit umfasst viele Instrumente wie Bildung, Dialogformate, Diplomatie und gegebenenfalls Sanktionen. Vielen Politikern und Medienschaffenden fehle oft das Verständnis dafür, welche Methoden gewaltfreier Bearbeitung existieren und welche Erfolge sie in der Geschichte gezeigt haben. Prävention wird als zentrale Voraussetzung konstruktiver Konfliktbewältigung beschrieben.

Rolle der Religion in Konflikten und Friedensarbeit

Religion wird als zweischneidiges Potenzial gesehen: Sie kann Gewalt fördern, aber auch Friedensarbeit maßgeblich unterstützen. Fallbeispiele zeigen, wie religiöse Akteure zu Frieden beitragen können – von prominenten Vermittlern bis zu diskreten Kräften. Initiativen wie interreligiöse Projekte und vetretene Vermittler demonstrieren, dass Glaubensüberzeugungen sowohl Konflikte verschärfen als auch Lösungen begünstigen können, je nach Umgang und Kontext.

Kritik an der Friedensdenkschrift und ethische Orientierung

Der Sprecher übt scharfe Kritik an der Friedensdenkschrift der EKD: Begriffe wie Verantwortungsethik werden mit Skepsis betrachtet, während zentrale ethische Grundlagen aus dem Glauben zu wenig durchscheinen. Er plädiert für eine klare christliche Ethik, die Gewaltlosigkeit und Nächstenliebe betont, ohne widersprüchliche Aussagen zu verankern. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit betont, konkrete Maßnahmen zur Friedensförderung zu prüfen statt abstrakte Lippenbekenntnisse zu formulieren.

Konfliktprävention und Realismus der Welt

Der Gesprächspartner setzt den Begriff der „Welt in Unordnung“ kritisch vor, betont aber, dass Konflikte weder neu noch unvermeidlich sind. Seit jeher gibt es Spannungen, deren Auswirkungen vor Ort spürbar bleiben. Wichtig erscheinen Perspektiven auf Prävention, frühzeitiges Erkennen von Krisenpotenzialen und frühzeitige Eingriffe, um Eskalationen zu vermeiden – statt erst dann zu handeln, wenn Gebäude brennen. Dabei bleibt der Blick global verankert.

Konstruktive, gewaltfreie Konfliktbearbeitung

Kernaussage ist, dass Konfliktbearbeitung schon vor der Eskalation beginnen muss. Gewaltfreiheit umfasst viele Instrumente wie Bildung, Dialogformate, Diplomatie und gegebenenfalls Sanktionen. Vielen Politikern und Medienschaffenden fehle oft das Verständnis dafür, welche Methoden gewaltfreier Bearbeitung existieren und welche Erfolge sie in der Geschichte gezeigt haben. Prävention wird als zentrale Voraussetzung konstruktiver Konfliktbewältigung beschrieben.

Rolle der Religion in Konflikten und Friedensarbeit

Religion wird als zweischneidiges Potenzial gesehen: Sie kann Gewalt fördern, aber auch Friedensarbeit maßgeblich unterstützen. Fallbeispiele zeigen, wie religiöse Akteure zu Frieden beitragen können – von prominenten Vermittlern bis zu diskreten Kräften. Initiativen wie interreligiöse Projekte und vetretene Vermittler demonstrieren, dass Glaubensüberzeugungen sowohl Konflikte verschärfen als auch Lösungen begünstigen können, je nach Umgang und Kontext.

Kritik an der Friedensdenkschrift und ethische Orientierung

Der Sprecher übt scharfe Kritik an der Friedensdenkschrift der EKD: Begriffe wie Verantwortungsethik werden mit Skepsis betrachtet, während zentrale ethische Grundlagen aus dem Glauben zu wenig durchscheinen. Er plädiert für eine klare christliche Ethik, die Gewaltlosigkeit und Nächstenliebe betont, ohne widersprüchliche Aussagen zu verankern. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit betont, konkrete Maßnahmen zur Friedensförderung zu prüfen statt abstrakte Lippenbekenntnisse zu formulieren.

Die Lage im Iran und im Nahen und Mittleren Osten

10.04.2026

Regionale Dynamik und Akteure

Der Angriff auf den Iran durch USA und Israel sieht sich als Teil eines komplexen regionalen Konfliktgefüges. Analysiert werden regionale Reaktionen, insbesondere in Iran, Irak und kurdischen Gebieten, sowie die Rolle externer Akteure wie die Revolutionsgarde, proxy-Kräfte und die islamistische Ideologie, die von einer Stellvertreterrolle begleitet wird. Die Bevölkerung erlebt die Eskalation als eine Bedrohung, während politische Kräfte unterschiedlich reagieren.

Aktuelle Eskalation und unmittelbare Folgen

Gegenwärtig dominieren großangelegte Bombardements, zivile Verluste und eine Verschlechterung der Sicherheitslage. Im Iran treten Tausende Tote, schwere Zerstörungen und gesteigerte Repression durch den Staatsapparat zutage. Proxyschläge im Irak, in der Kurdistan-Region und im Libanon zeigen, dass die Gewalt nicht auf einen Staat beschränkt bleibt, sondern in der gesamten Region spürbar ist.

Widerstände, Oppositionsformen und gesellschaftliche Lage

Vom Westen unterstützte oppositionelle Kräfte werden als unfestige Strukturen beschrieben, während die Bevölkerung vor Ort kaum organisierten Widerstand sieht. Junge Iranerinnen und Iraker gehen demonstrativ auf die Straßen, doch es fehlen klare, kohärente Alternativen. Digitale Überwachung, wirtschaftliche Not und Zugangsbeschränkungen verstärken die Herausforderungen, eigenständigen politischen Wandel zu gestalten, während äußere Einflüsse und Spaltungen die Opposition fragmentieren.

Zukünftige Perspektiven und politische Kalküle

Irritationen über Ziele und Strategien der USA und Israels prägen das Umfeld. Ein potenzieller „negativer Frieden“ könnte angestrebt sein, doch der wirtschaftliche und soziale Druck bleibt hoch. Prognosen bleiben unsicher, da Akteure oft schwer fassbare Absichten verfolgen und regionales Gleichgewicht fragile Kompromisse benötigt. Für die Region erscheinen langfristige Stabilität und politische Selbstbestimmung der Bevölkerung als besonders herausfordernd.

Regionale Dynamik und Akteure

Der Angriff auf den Iran durch USA und Israel sieht sich als Teil eines komplexen regionalen Konfliktgefüges. Analysiert werden regionale Reaktionen, insbesondere in Iran, Irak und kurdischen Gebieten, sowie die Rolle externer Akteure wie die Revolutionsgarde, proxy-Kräfte und die islamistische Ideologie, die von einer Stellvertreterrolle begleitet wird. Die Bevölkerung erlebt die Eskalation als eine Bedrohung, während politische Kräfte unterschiedlich reagieren.

Aktuelle Eskalation und unmittelbare Folgen

Gegenwärtig dominieren großangelegte Bombardements, zivile Verluste und eine Verschlechterung der Sicherheitslage. Im Iran treten Tausende Tote, schwere Zerstörungen und gesteigerte Repression durch den Staatsapparat zutage. Proxyschläge im Irak, in der Kurdistan-Region und im Libanon zeigen, dass die Gewalt nicht auf einen Staat beschränkt bleibt, sondern in der gesamten Region spürbar ist.

Widerstände, Oppositionsformen und gesellschaftliche Lage

Vom Westen unterstützte oppositionelle Kräfte werden als unfestige Strukturen beschrieben, während die Bevölkerung vor Ort kaum organisierten Widerstand sieht. Junge Iranerinnen und Iraker gehen demonstrativ auf die Straßen, doch es fehlen klare, kohärente Alternativen. Digitale Überwachung, wirtschaftliche Not und Zugangsbeschränkungen verstärken die Herausforderungen, eigenständigen politischen Wandel zu gestalten, während äußere Einflüsse und Spaltungen die Opposition fragmentieren.

Zukünftige Perspektiven und politische Kalküle

Irritationen über Ziele und Strategien der USA und Israels prägen das Umfeld. Ein potenzieller „negativer Frieden“ könnte angestrebt sein, doch der wirtschaftliche und soziale Druck bleibt hoch. Prognosen bleiben unsicher, da Akteure oft schwer fassbare Absichten verfolgen und regionales Gleichgewicht fragile Kompromisse benötigt. Für die Region erscheinen langfristige Stabilität und politische Selbstbestimmung der Bevölkerung als besonders herausfordernd.

Muslim, Rocksänger, Journalist

11.12.2025

Einführung in den Podcast

Der Gastgeber Jürgen Klusmann begrüßt Abdul Ahmad Rashid, einen langjährigen Freund und Redakteur beim ZDF. Die Episode beleuchtet Rashids Karriere und seine musikalischen Leidenschaften, die trotz seiner muslimischen Identität bestehen.

Musik und Identität

Abdul teilt seine Erfahrungen als Musiker und die Herausforderungen, die mit dem Islam und der Rockmusik verbunden sind. Er erklärt, dass viele Muslime Musik als Haram betrachten, aber er sieht es anders und hat erfolgreich seine Liebe zur Rockmusik mit seinem Glauben vereint.

Persönliche Wurzeln und Afghanistan

Abdul reflektiert über seine afghanischen Wurzeln und die Rolle, die sein Vater in seiner Erziehung gespielt hat. Er spricht über die Traditionen und Werte, die ihm von seinem Vater vermittelt wurden und die ihn bis heute prägen.

Der Weg zum Journalismus

Abdul erzählt von seinem Werdegang zum Journalismus, der durch Zufälle und persönliche Erlebnisse geprägt wurde. Er beschreibt, wie seine islamischen Kenntnisse ihm in seiner Karriere geholfen haben und betont die Wichtigkeit einer journalistischen Perspektive auf den Islam in Deutschland.

Veränderungen im Islam in Deutschland

Die Diskussion geht weiter über die sich verändernde Wahrnehmung des Islam in Deutschland, besonders nach den Anschlägen vom 11. September. Abdul erklärt, dass es nun eine kritischere Auseinandersetzung mit dem Islam gibt, während gleichzeitig auch die Normalität in der Gesellschaft zunimmt.

Abschließende Gedanken

Abdul und Jürgen erörtern die Notwendigkeit eines Dialogs innerhalb der muslimischen Gemeinschaft und betonen, wie wichtig es ist, verschiedene Perspektiven zuzulassen. Abdul kündigt ein Buchprojekt an, das sich mit dem Islam und dessen Wahrnehmung befassen wird.

Einführung in den Podcast

Der Gastgeber Jürgen Klusmann begrüßt Abdul Ahmad Rashid, einen langjährigen Freund und Redakteur beim ZDF. Die Episode beleuchtet Rashids Karriere und seine musikalischen Leidenschaften, die trotz seiner muslimischen Identität bestehen.

Musik und Identität

Abdul teilt seine Erfahrungen als Musiker und die Herausforderungen, die mit dem Islam und der Rockmusik verbunden sind. Er erklärt, dass viele Muslime Musik als Haram betrachten, aber er sieht es anders und hat erfolgreich seine Liebe zur Rockmusik mit seinem Glauben vereint.

Persönliche Wurzeln und Afghanistan

Abdul reflektiert über seine afghanischen Wurzeln und die Rolle, die sein Vater in seiner Erziehung gespielt hat. Er spricht über die Traditionen und Werte, die ihm von seinem Vater vermittelt wurden und die ihn bis heute prägen.

Der Weg zum Journalismus

Abdul erzählt von seinem Werdegang zum Journalismus, der durch Zufälle und persönliche Erlebnisse geprägt wurde. Er beschreibt, wie seine islamischen Kenntnisse ihm in seiner Karriere geholfen haben und betont die Wichtigkeit einer journalistischen Perspektive auf den Islam in Deutschland.

Veränderungen im Islam in Deutschland

Die Diskussion geht weiter über die sich verändernde Wahrnehmung des Islam in Deutschland, besonders nach den Anschlägen vom 11. September. Abdul erklärt, dass es nun eine kritischere Auseinandersetzung mit dem Islam gibt, während gleichzeitig auch die Normalität in der Gesellschaft zunimmt.

Abschließende Gedanken

Abdul und Jürgen erörtern die Notwendigkeit eines Dialogs innerhalb der muslimischen Gemeinschaft und betonen, wie wichtig es ist, verschiedene Perspektiven zuzulassen. Abdul kündigt ein Buchprojekt an, das sich mit dem Islam und dessen Wahrnehmung befassen wird.