
Einsatz Gesundheit: Die Schweizer Gesundheitswelt hautnah erleben
Puls Berufe, Patrick Hässig
Beschreibung
«Einsatz Gesundheit» ist ein Podcast von Puls Berufe. Weitere Infos zu den Gesundheitsberufen findest du unter: https://puls-berufe.ch/zurich/
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
70 – Wenn Sexualität zum Thema wird: Bedürfnisse und Grenzen im Gesundheitswesen
Einführung in das Thema Sexualität im Gesundheitswesen
In dieser Episode wird über die oft vernachlässigten Aspekte der Sexualität im Gesundheitswesen gesprochen. Vivienne Schmid, Sexualpädagogin und -therapeutin, erläutert, wie wichtig es ist, Sexualität auch im Alter und in Pflegeeinrichtungen zu thematisieren.
Vivienne Schmids Werdegang
Vivienne teilt ihren Werdegang, der von der Pflege über die Rettungsmedizin bis hin zur Sexualtherapie reicht. Sie spricht darüber, wie ihre Erfahrungen in der Pflege sie dazu motiviert haben, sich mit Sexualität und Aufklärung zu beschäftigen.
Sexualität im Alter
Eine zentrale Botschaft ist, dass viele ältere Menschen, die ihre Sexualität ein Leben lang gelebt haben, nicht bereit sind, diese im Alter abzulegen. Vivienne betont, dass es ein weit verbreiteter Mythos ist, dass ältere Menschen asexuell sind.
Aufklärung im Gesundheitswesen
Vivienne kritisiert die mangelnde Sexualaufklärung im Gesundheitswesen und bei medizinischen Fachkräften. Sie fordert, dass Sexualität als integraler Bestandteil der Gesundheit betrachtet wird und mehr Raum für Gespräche über dieses Thema geschaffen werden sollte.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Herausforderungen
Die Episode beleuchtet die Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit im Gesundheitswesen, um Sexualität besser zu integrieren. Vivienne spricht über die Herausforderungen, die Fachkräfte dabei haben, das Thema Sexualität anzusprechen.
Sexualität und chronische Erkrankungen
Das Gespräch thematisiert auch den Zusammenhang zwischen chronischen Krankheiten und Sexualität. Viele Menschen haben trotz gesundheitlicher Einschränkungen Bedürfnisse, die oft ignoriert werden.
Fazit und Ausblick
Abschließend wird betont, wie wichtig es ist, über Sexualität offen zu kommunizieren und die Bedürfnisse von Menschen jeden Alters ernst zu nehmen. Vivienne hofft, dass sich die Aufklärung und der Umgang mit Sexualität im Gesundheitswesen in Zukunft verbessern werden.
69 – Wo Stabilität wächst – Pflege in der Suchtmedizin
Einblick in die Suchtmedizin
Im Podcast wird das Sucht- und Sozialmedizinische Ambulatorium in Zürich vorgestellt, wo Menschen mit Drogenabhängigkeit behandelt werden. Johanna Stäger, Teamleiterin des Ambulatoriums, erläutert, dass die Patienten morgens um 8 Uhr zur Abgabe von Drogen kommen, was oft eine hektische Phase ist. Die Einrichtung bietet eine sichere Umgebung, in der saubere Substanzen abgegeben werden und die Patienten unter Aufsicht konsumieren können.
Vielfalt der Patienten
Die Patienten kommen aus unterschiedlichen Lebenssituationen, von stabilen Personen mit Job bis hin zu Menschen, die auf der Straße leben. Es wird betont, dass die Behandlung wertfrei und akzeptierend erfolgt, um den individuellen Herausforderungen der Patienten gerecht zu werden. Johanna hebt hervor, dass viele Patienten eine lange Geschichte mit Sucht haben und oft auch familiäre Traumata mitbringen.
Schadensminderung und medizinische Betreuung
Das Ambulatorium verfolgt einen Ansatz der Schadensminderung, indem es den Patienten eine ganzheitliche medizinische Betreuung bietet, einschließlich Wundversorgung und psychologischer Unterstützung. Viele Patienten haben neben der Sucht auch körperliche Erkrankungen, die behandelt werden müssen. Das Ziel ist es, eine stabile Lebenssituation zu schaffen und den Patienten zu helfen, ihre Abhängigkeit zu managen.
Herausforderungen und Sicherheit
Die Arbeit im Ambulatorium kann herausfordernd sein, da es manchmal zu Konflikten kommen kann. Johanna erklärt, dass das Team gut ausgebildet ist, um deeskalierend zu handeln und dass ein respektvoller Umgang mit den Patienten wichtig ist. Sicherheitsvorkehrungen sind vorhanden, aber die meisten Konflikte können durch persönliche Beziehungen und Vertrauen vermieden werden.
Persönliche Erfahrungen und Ausblick
Johanna, selbst Mutter von zwei Teenagern, spricht über den Umgang mit dem Thema Drogen in ihrer Familie und betont die Wichtigkeit von Offenheit und Verständnis. Sie sieht die Legalisierung von Cannabis als einen Schritt, der mit Bedacht angegangen werden sollte. Abschließend wird die Bedeutung der Arbeit im Bereich der Suchtmedizin hervorgehoben, um gesellschaftliche Stigmatisierung abzubauen und die Bedürfnisse der Betroffenen zu berücksichtigen.
68 – Pflege als Wissenschaft: Pflegekarriere bis zum Doktortitel
Pflegewissenschaft als Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis
In dem Gespräch wird die Pflegewissenschaft als zentrale Verbindung genannt, die wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis transferiert, neue Interventionsansätze prüft und Praxisinnovationen vorantreibt. Angesprochen werden die demografische Veränderung, der Anstieg chronischer Erkrankungen und der Bedarf an evidenzbasierten Verfahren, die sich direkt auf Versorgungsqualität und Patientennähe auswirken.
APN und eigenständige Rolle in der Versorgung
Es wird die Bedeutung von Pflegeexperten mit erweiterter Kompetenz betont, die eigenständig arbeiten, Richtlinien umsetzen und in interdisziplinären Teams Verantwortung übernehmen. Unterschiede zur ärztlichen Rolle werden herausgearbeitet, insbesondere der Fokus auf Alltagsbegleitung, Selbstmanagement und patientenzentrierte Interventionen.
Ausbildungspfad, Karrierewege und Prävention
Verschiedene Bildungswege werden beschrieben, von Berufsmatur bis Studium in Pflegewissenschaften, mit Möglichkeiten für Master und Doktorat. Die Bedeutung der Prävention und Selbstmanagement wird betont, ebenso wie die Notwendigkeit angemessener Ressourcen und Vergütungen, um präventive Leistungen stärker zu verankern.
Zukunftsperspektiven und Motivation im Pflegeberuf
Perspektiven umfassen generalistische Pflegeexpertinnen, gesundheitliche Leitungen, Lehre und Forschung, sowie eine stärkere Integration in Kliniken. Die Autorin betont die motivierende Wirkung von Vorbildern, kontinuierlicher Weiterbildung und einem klar definierten Verantwortungsbereich, der sowohl Praxis als auch Lehre und Wissenschaft umfasst.