
VorDenken | Vorsorge verstehen – Pension gestalten
VBV-Gruppe
Beschreibung
VorDenken ist der Podcast für alle, die Altersvorsorge aus fachlicher, unternehmerischer oder gesellschaftlicher Perspektive verstehen wollen. Von aktuellen Entwicklungen im österreichischen Pensionssystem über internationale Ansätze bis hin zu Zukunftsfragen wie ESG, Generationengerechtigkeit oder neue Arbeitswelten.
Wir sprechen mit Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und denken gemeinsam voraus.
Ein Podcast der VBV-Gruppe – Österreichs Marktführerin in der betrieblichen Altersvorsorge und Pionierin nachhaltiger Vorsorgelösungen.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

# 41 | Monika Queisser: Pensionen im internationalen Vergleich
OECD-Studienziele und Vorgehen
Im Gespräch wird erläutert, dass Pensions at a Glance das wichtigste internationale Werkzeug ist, um Rentenansprüche in OECD-Ländern zu modellieren und zu vergleichen. Seit den frühen 2000er-Jahren wurde eine gemeinsame Methodologie entwickelt, um Reformen, Regelungen und Vermögensbildung abzubilden. Dabei werden Ersatzraten, Pension Wealth, Privatanteile am Vermögen sowie Einkommensrelationen von Pensionisten zur Gesamtbevölkerung berücksichtigt. Die Analyse wird über Jahre hinweg feiner und breit gefächerter.
Österreich im internationalen Kontext
Der Fokus liegt auf der österreichischen Pensionenstruktur: Beamte werden ins allgemeine System integriert, schwerarbeitsbezogene Regelungen gelten als innovativ, und Österreich zählt zu den Ländern mit hohen Ausgaben für Pensionen. Unterschiede bei Beitragszeiten, Preisindizierung und dem Zusammenspiel von drei Säulen werden deutlich, ebenso wie der Einfluss von Steuerfinanzierung auf die Finanzierung des Systems. Eine differenzierte Betrachtung hebt Details hervor, die oft übersehen werden.
Gerechtigkeit, Familienpolitik und Säulenmodell
Der Zuhörer erfährt, dass die Lohn- und Geschlechterlücke entscheidend für die Verteilung von Pensionsansprüchen ist. Familienfreundliche Maßnahmen, mehr Teilzeitarbeit für Frauen, kultureller Wandel bei Betreuung und Väterbeteiligung werden als Hilfen beschrieben. Zudem wird die Bedeutung einer starken dritten Säule und der Rolle von Sozialpartnern betont, wobei Optionen wie Auto-Enrollment und verpflichtende Betriebliche Renten diskutiert werden.
Zukunftsperspektiven: Arbeitsleben, Demografie und Technologie
Es wird prognostiziert, dass Babyboomer abgehen, die Geburtenraten niedrig bleiben und die Lebenserwartung weiter variiert. Die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer steigt teils moderat, gerade bei höher Qualifizierten. Künstliche Intelligenz könnte Produktivität erhöhen, doch Gewinne müssen gerecht verteilt werden. Politische Herausforderungen bleiben: Ungleichheit, längere Arbeitszeiten, Anpassungen der Pensionsalterung und eine balance zwischen Umlage- und Kapitaldeckung in Zentral- Europe.

# 40 | Wolfgang Mazal und Josef Wöss: Gibt es eine Pensionslücke?
Definition und Grundcharakter der Pensionslücke
Die Pensionslücke beschreibt den Abstand zwischen Erwerbs- und Renteneinkommen. Verschiedene Messweisen werden diskutiert, etwa Brutto- vs Netto-Formeln und verschiedene Leistungsziele. Historisch bestand eine Lücke durch das System, doch die zentrale Frage bleibt, wie groß sie real ist, wenn man Inflation, Demografie und Leistung anlegt. Die Debatte beleuchtet, wie relevant dieser Unterschied für individuelle Absicherungen wirklich ist.
Finanzierung, Demografie und politische Priorisierung
Es wird argumentiert, dass die Finanzierungslücke oft durch irreführende Vergleiche von Jahren entsteht. Demografischer Wandel erhöht den Druck auf öffentliche Haushalte, doch Budgetpriorisierungen beeinflussen die Stabilität des Systems stärker als bloße Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt. Eine Gerechtigkeitslücke gegenüber jüngeren Generationen wird sichtbar, wenn Kostenfaktoren wie Bildung, Pflege und Sicherheit stärker berücksichtigt werden müssen.
Zweite Säulen, betriebliche Ansätze und Transparenz
Diskutiert wird, wie betriebliche Zusatzabsicherungen und die Pensionskonto-Transparenz zur Klarheit beitragen. Eine kapitalgedeckteSecond-Säule kann ergänzend wirken, ist aber kein Ersatz. Vertrauen in das System hängt maßgeblich davon ab, wie gut Beschäftigte ihr zukünftiges Einkommen einschätzen können und wie Betriebe sich an einer breiteren betrieblichen Absicherung beteiligen.
Perspektiven, Reformen und Arbeitsmarkt-Impulse
Wichtig ist eine relationale Steuerung zwischen Beitragszahlern und Leistungsempfängern, gesteuert durch Beschäftigungsquoten, Qualifikation und Lebenslanges Lernen. Reformschritte fokussieren auf flexiblere Erwerbsbiografien, altersgerechte Arbeitsplätze und eine angemessene Einbindung junger Generationen. Langfristig wird betont, dass politische Umsetzungen, Bildungsmuster und Arbeitsmarktstrukturen zusammenwirken, um eine stabile Alterssicherung zu gewährleisten.

#39 | Barbara Eibinger-Miedl: Regierungsmaßnahmen im Pensionsbereich
Stimmungsbild zum Pensionssystem
Staatssekretärin Barbara Aibinger-Miedl spricht über das Vertrauen junger Menschen in das Pensionssystem und die Notwendigkeit, die politischen Maßnahmen klar zu kommunizieren. Es ist wichtig, die Sorgen der Bevölkerung ernst zu nehmen und mutige Entscheidungen zu treffen, um das Vertrauen in die Altersvorsorge zu stärken.
Budgetkonsolidierung und Pensionsanpassungen
Die Budgetkonsolidierung stellt eine Herausforderung dar, wobei die Pensionsausgaben einen erheblichen Anteil ausmachen. Aibinger-Miedl erläutert, dass das faktische Pensionsantrittsalter in Österreich erhöht werden soll, um das System zu stabilisieren und finanzielle Einsparungen zu erzielen.
Förderung von Arbeiten im Alter
Um die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer zu fördern, sollen Anreize wie steuerliche Freibeträge und neue Modelle wie die Teilpension eingeführt werden. Ziel ist es, dass Menschen länger im Arbeitsleben verbleiben und die Altersvorsorge aufbessern können.
Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge
Die Regierung plant, die betriebliche Altersvorsorge auszubauen, sodass mehr Arbeitnehmer von dieser profitieren können. Insbesondere wird angestrebt, die Abfertigung in Pensionskassen umzuwandeln und ein flächendeckendes System zu schaffen, ähnlich dem in Dänemark.
Finanzbildung und Altersvorsorge
Aibinger-Miedl betont die Wichtigkeit von Finanzbildung, um jüngeren Generationen ein besseres Verständnis für Altersvorsorge zu vermitteln. Initiativen zur Förderung der Finanzbildung in Schulen sollen dazu beitragen, das Bewusstsein für das Thema zu schärfen.
Ausblick auf die Zukunft des Pensionssystems
Die Staatssekretärin skizziert eine Vision für ein zukunftsfähiges Pensionssystem, das durch attraktive Zuverdienstmöglichkeiten, ein höheres Pensionsantrittsalter und verbesserte soziale Engagements geprägt ist. Es wird angestrebt, dass die Menschen motiviert werden, länger zu arbeiten und ihre Pension aktiv zu gestalten.