Filmgeschichte in Objekten
Podcast
de

Filmgeschichte in Objekten

DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

Beschreibung

Welche Geschichte verbirgt sich hinter den roten Haaren aus LOLA RENNT? Wie stellte sich Filmarchitekt Otto Hunte die Zukunftsstadt Metropolis vor? „Filmgeschichte in Objekten“ gibt Einblicke in die Ausstellungen, Archive und Sammlungen des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum. In kurzen Beiträgen erzählen Mitarbeiter*innen die spannenden Geschichten hinter den Objekten - von der Anekdote zu ihrem Einsatz beim Filmdreh über ihren mitunter unerwarteten Gegenwartsbezug bis hin zu ihrer bewegten Provenienzgeschichte.

Abonniert auch den DFF-Podcast „Alles ist Film“!

Podmon Kategorien

Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien

Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!

Chartplatzierungen

Aktuelle Platzierungen in den öffentlichen Podcast-Charts und in unseren eigenen Kategorien.

Apple Podcasts

Top werbetreibende Marken in diesem Podcast (90d)

Upgrade dein Konto, um die Top werbetreibenden Marken zu sehen!

Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#63 Das Telegramm von François Truffaut an Wim Wenders

07.07.2026

Ein bedeutendes Telex

Naima Wagner spricht mit Isabel Bastian über ein unscheinbares, aber bedeutendes Objekt in der Ausstellung über Wim Wenders: ein Telex von François Truffaut. Truffaut drückt seine Bewunderung für Wenders aus und erwähnt, dass ihn Wenders' Film seit drei Wochen beschäftigt.

Hintergrund zum Film und Wenders' Herausforderungen

Der Film, auf den sich Truffaut bezieht, ist 'Hammett', den Wenders für Francis Ford Coppola in den USA drehte. Wenders erlebte kreative Konflikte mit dem Studio, was ihn stark belastete. Während dieser schwierigen Phase drehte er 'Der Stand der Dinge', der von ähnlichen Themen handelt.

Die Beziehung zwischen Truffaut und Wenders

Isabel Bastian erläutert die enge Beziehung zwischen Truffaut und Wenders. Truffaut, ein Wegbereiter der Nouvelle Vague, beeinflusste Wenders nachhaltig. Für Wenders war das Lob von Truffaut, den er als Meister betrachtete, von großer Bedeutung und eine emotionale Bestätigung.

Ausstellungsdetails

Das Telex ist in der Ausstellung im Bereich „übers Filmen“ zu sehen, wo Wenders' filmische Vorbilder behandelt werden. Es liegt neben dem Goldenen Löwen, den Wenders für 'Der Stand der Dinge' erhielt. Die Ausstellung lädt ein, die bedeutende Beziehung zwischen Truffaut und Wenders zu erkunden.

Ein bedeutendes Telex

Naima Wagner spricht mit Isabel Bastian über ein unscheinbares, aber bedeutendes Objekt in der Ausstellung über Wim Wenders: ein Telex von François Truffaut. Truffaut drückt seine Bewunderung für Wenders aus und erwähnt, dass ihn Wenders' Film seit drei Wochen beschäftigt.

Hintergrund zum Film und Wenders' Herausforderungen

Der Film, auf den sich Truffaut bezieht, ist 'Hammett', den Wenders für Francis Ford Coppola in den USA drehte. Wenders erlebte kreative Konflikte mit dem Studio, was ihn stark belastete. Während dieser schwierigen Phase drehte er 'Der Stand der Dinge', der von ähnlichen Themen handelt.

Die Beziehung zwischen Truffaut und Wenders

Isabel Bastian erläutert die enge Beziehung zwischen Truffaut und Wenders. Truffaut, ein Wegbereiter der Nouvelle Vague, beeinflusste Wenders nachhaltig. Für Wenders war das Lob von Truffaut, den er als Meister betrachtete, von großer Bedeutung und eine emotionale Bestätigung.

Ausstellungsdetails

Das Telex ist in der Ausstellung im Bereich „übers Filmen“ zu sehen, wo Wenders' filmische Vorbilder behandelt werden. Es liegt neben dem Goldenen Löwen, den Wenders für 'Der Stand der Dinge' erhielt. Die Ausstellung lädt ein, die bedeutende Beziehung zwischen Truffaut und Wenders zu erkunden.

#62 Verschiedene Filmformate in der Dauerausstellung des DFF

02.06.2026

Filmtaststation als haptische Geschichte des Filmmaterials

Die Filmtaststation präsentiert echte Filmstreifen hinter einer beleuchteten Platte in einer Kubus-Vitrine. Besucherinnen können das Material betrachten, während gleichzeitig vermittelt wird, dass Film früher ein greifbares Medium war und im Archiv eine zentrale Rolle als Filmerbe spielt.

Formate als Entwicklung der Filmgeschichte

Die acht Streifen stehen stellvertretend für die Geschichte des Films, von frühen Formaten über Klein- bis Großformaten. Sie zeigen Bandbreite von Projektion und Nutzung, von privater Heim- bis hin zu professioneller Produktion, und verdeutlichen körperliches Material in der Kinovermittlung.

Spezialformat 17,5 mm und die Geschichte von Projektor/Kamera

Das 17,5-mm-Format besitzt eine Mittelperforation, gedacht für ein Multifunktionsgerät, das Filmtransport und Aufnahme vereint. Es repräsentiert eine Zwischenlösung der frühen Filmtechnik und verweist auf Entwicklungswege im deutschen Kino der Anfangszeit.

Archivpraxis, Vermittlung und besondere Blickpunkte

Filmerbe wird bewahrt und zugleich öffentlich sichtbar gemacht. Kleine Mengen an Ausschuss ermöglichen Deutung von Materialkrankheiten und beschädigtem Bestand, während das Studio exemplarisch die Verbindung von Archivpflege und Vermittlung hervorhebt. Eine Besonderheit sind 70-mm-Materialien, die besonders scharfes Bild und großes Kino ermöglichen.

Filmtaststation als haptische Geschichte des Filmmaterials

Die Filmtaststation präsentiert echte Filmstreifen hinter einer beleuchteten Platte in einer Kubus-Vitrine. Besucherinnen können das Material betrachten, während gleichzeitig vermittelt wird, dass Film früher ein greifbares Medium war und im Archiv eine zentrale Rolle als Filmerbe spielt.

Formate als Entwicklung der Filmgeschichte

Die acht Streifen stehen stellvertretend für die Geschichte des Films, von frühen Formaten über Klein- bis Großformaten. Sie zeigen Bandbreite von Projektion und Nutzung, von privater Heim- bis hin zu professioneller Produktion, und verdeutlichen körperliches Material in der Kinovermittlung.

Spezialformat 17,5 mm und die Geschichte von Projektor/Kamera

Das 17,5-mm-Format besitzt eine Mittelperforation, gedacht für ein Multifunktionsgerät, das Filmtransport und Aufnahme vereint. Es repräsentiert eine Zwischenlösung der frühen Filmtechnik und verweist auf Entwicklungswege im deutschen Kino der Anfangszeit.

Archivpraxis, Vermittlung und besondere Blickpunkte

Filmerbe wird bewahrt und zugleich öffentlich sichtbar gemacht. Kleine Mengen an Ausschuss ermöglichen Deutung von Materialkrankheiten und beschädigtem Bestand, während das Studio exemplarisch die Verbindung von Archivpflege und Vermittlung hervorhebt. Eine Besonderheit sind 70-mm-Materialien, die besonders scharfes Bild und großes Kino ermöglichen.

#61 Die blaue Bomberjacke aus ALICE IN DEN STÄDTEN

05.05.2026

Objektbeschreibung und filmischer Kontext

Eine weitgeschnittene, blau glänzende Windjacke mit-frontseitigem Reißverschluss und Rundhalsausschnitt. Die Rückseite trägt die dicken, weißen Lettern Alaska, darunter eine großformatige Landkartenstickerei mit markierten Städten, Meeren und Tieren. Die Jacke wirkt wie eine Bomberjacke und gehört zum visuellen Kern der Darstellung eines Journeys in eine fremde Landschaft, die kulturelle Orientierung und Suche spiegelt.

Rolle im Film und erzählerische Dynamik

Trägerin der Jacke ist die Figur Alice, eine neunjährige, die mit ihrer Mutter einen Journalisten trifft. Die Jacke begleitet sie auf einer Reise durchs Ruhrgebiet, während Mutter und Kind sich trennen und Philipp Winter sie transportiert. Die Reise entwickelt sich als Roadmovie, das Raum- und Identitätserkundung miteinander verknüpft.

Provenienz, Sammlung und Restaurierung

Die Jacke kam durch Kontakt zur Schauspielerin in die Sammlungen. Über Jahre lag sie in einer Archivbox, bis Restauratorinnen Farbschäden und Falzen behoben sowie eine Formkonstruktion geschaffen wurden, damit das Exponat dauerhaft erhalten bleibt. Die Restaurierung erstreckte sich über mehrere Wochen und wurde im Umfeld der Ausstellung vorbereitet.

Bedeutung im Ausstellungskontext

Als auratisches Original repräsentiert die Jacke zentrale Themen: Reise, Fremderfahrung, USA-Bezug und Reisebewusstsein im Werk von Wenders. In einer Vitrine wird ein Großfoto von Alice gezeigt, was die narrative Perspektive verstärkt. Das Stück dient als konkretes Zugangselement zur Filmgeschichte und zur Ausstellungslogik, ohne Werbetöne oder zusätzliche Anreize.

Objektbeschreibung und filmischer Kontext

Eine weitgeschnittene, blau glänzende Windjacke mit-frontseitigem Reißverschluss und Rundhalsausschnitt. Die Rückseite trägt die dicken, weißen Lettern Alaska, darunter eine großformatige Landkartenstickerei mit markierten Städten, Meeren und Tieren. Die Jacke wirkt wie eine Bomberjacke und gehört zum visuellen Kern der Darstellung eines Journeys in eine fremde Landschaft, die kulturelle Orientierung und Suche spiegelt.

Rolle im Film und erzählerische Dynamik

Trägerin der Jacke ist die Figur Alice, eine neunjährige, die mit ihrer Mutter einen Journalisten trifft. Die Jacke begleitet sie auf einer Reise durchs Ruhrgebiet, während Mutter und Kind sich trennen und Philipp Winter sie transportiert. Die Reise entwickelt sich als Roadmovie, das Raum- und Identitätserkundung miteinander verknüpft.

Provenienz, Sammlung und Restaurierung

Die Jacke kam durch Kontakt zur Schauspielerin in die Sammlungen. Über Jahre lag sie in einer Archivbox, bis Restauratorinnen Farbschäden und Falzen behoben sowie eine Formkonstruktion geschaffen wurden, damit das Exponat dauerhaft erhalten bleibt. Die Restaurierung erstreckte sich über mehrere Wochen und wurde im Umfeld der Ausstellung vorbereitet.

Bedeutung im Ausstellungskontext

Als auratisches Original repräsentiert die Jacke zentrale Themen: Reise, Fremderfahrung, USA-Bezug und Reisebewusstsein im Werk von Wenders. In einer Vitrine wird ein Großfoto von Alice gezeigt, was die narrative Perspektive verstärkt. Das Stück dient als konkretes Zugangselement zur Filmgeschichte und zur Ausstellungslogik, ohne Werbetöne oder zusätzliche Anreize.