
Finance & Feelings
Anissa Brinkhoff
Beschreibung
Ich bin studierte Journalistin und ich möchte hier Tiefgang, persönliche Haltung und gesellschaftlicher Kontext liefern. Zu Gast sind Wissenschaftler:innen, Expert:innen oder mal Politiker:innen und Menschen mit Geschichten, die mehr Aufmerksamkeit brauchen. Mehr von mir gibts auf Insta: @aanis_saa!
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Finanzbiografie: Wieso wir keine rationalen Geldentscheidungen treffen
Einführung ins Thema Geldbiografie
Die Episode thematisiert, warum Menschen oft irrational mit Geld umgehen, obwohl sie über das nötige Wissen verfügen. Dies wird auf tiefsitzende, unbewusste Prägungen zurückgeführt, die in der Kindheit und Jugend erworben wurden.
Die Rolle der Geldbiografie
Dr. Birgit Happel, Soziologin und Entwicklerin des Konzepts der Geldbiografie, erläutert, wie individuelle Geldgeschichten durch Erziehung, gesellschaftliche Werte und Rollenbilder geformt werden. Diese Prägungen beeinflussen oft das Finanzverhalten stärker als das Wissen um Finanzprodukte.
Strukturelle Aspekte und Geschlechterrollen
Das Gespräch beleuchtet die strukturellen Hürden, insbesondere für Frauen und Alleinerziehende, und thematisiert die Notwendigkeit, die finanziellen Herausforderungen nicht nur individuell, sondern auch systemisch zu betrachten.
Konflikte in Beziehungen und Geldbiografien
Unterschiedliche Geldbiografien können in Beziehungen zu Konflikten führen. Es wird beschrieben, wie Paare ihre finanziellen Werte und Verhaltensweisen verstehen und harmonisieren können, um eine faire und partnerschaftliche Aufteilung der Finanzen zu erreichen.
Tipps zur Auseinandersetzung mit der eigenen Geldbiografie
Zum Abschluss werden Fragen vorgeschlagen, die helfen, die eigene Geldbiografie zu reflektieren und Muster zu erkennen. Dies soll einen bewussteren Umgang mit Geld fördern.

Mom, I am a rich man: Über Frauen und Reichtum mit Christiane von Hardenberg
Reichtum neu denken
Die Diskussion verschiebt sich von Defizit- zu Gestaltungsfragen: Reichtum wird als Gestaltungsmacht, Mut und Beitrag zur Gesellschaft verstanden, nicht bloß als Besitz. Frauen erleben dabei stärker stigmatisierende Zuschreibungen, weshalb der Fokus oft auf Altersarmut und Rentenlücken liegt. Eine positive Perspektive betont Vermögensaufbau, größere Gestaltungsspielräume und die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und Werte zu gestalten.
Weg in die finanzielle Unabhängigkeit
Christiane von Hardenberg schildert ihren eigenen Weg aus einer belasteten Ausgangslage zu finanzieller Planung, Kontinuität und Disziplin. Der Diskurs über Wohlstand soll von Defiziten wegführen und stattdessen aktive Vermögensbildung betonen. Gleichzeitig wird deutlich, dass individuelle Finanzerfahrung mit gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verknüpft ist, insbesondere in Bezug auf Care-Arbeit, Einkommen und Rentensicherung.
Gesellschaftliche Zuschreibungen und Erben
Gesellschaftliche Vorurteile gegenüber erfolgreichen Frauen beeinflussen Wahrnehmung und Chancen. Der Blick auf Erbschaften wird differenziert: Erbe kann Startpunkt sein, doch maßgeblich bleibt die Eigenverantwortung und die Bereitschaft, Chancen zu nutzen. Der sogenannte Great Wealth Transfer zeigt, dass vererbtes Kapital künftig Frauen stärker beeinflussen könnte, was Investitionspräferenzen und volkswirtschaftliche Auswirkungen mit sich bringt.
Verantwortung, Zurückgeben und Zukunftsvisionen
Für Hardenberg bedeutet Reichtum auch gesellschaftliches Engagement: Kultur, Bildung und Entwicklungszusammenarbeit, ergänzt durch konkrete Initiativen für Chancengleichheit. Der Blick nach vorn betont Mut, Nein-Sagen als Teil von Gestaltungsfreiheit und die Notwendigkeit, Budgets und Spenden strategisch einzusetzen. Konkrete Botschaft: Wähle Partnerinnen- und Berufsfelder sorgfältig, damit finanzielle Möglichkeiten sinnstiftend genutzt werden.

Gleichberechtigung ist eine Geldfrage: mit Isa Gardt (OMR)
Einführung in das Thema Gleichberechtigung
Im Podcast diskutieren Anissa Brinkhoff und Isa Gart über die ökonomische Initiative zur Gleichberechtigung in der deutschen Wirtschaft. Trotz Fortschritten bleibt der Gender Pay Gap in Deutschland bei 16%. Es wird thematisiert, dass die bloße Erhöhung der Anzahl von Frauen in Führungspositionen nicht automatisch zu finanzieller Gleichheit führt.
Isas beruflicher Werdegang
Isa Gart beschreibt ihren Aufstieg innerhalb von OMR, beginnend als Werkstudentin bis zur Geschäftsführerin. Ihre Leidenschaft für Marketing und ihre Erfahrungen im Unternehmen haben sie geprägt und zu ihrer heutigen Rolle geführt.
Gleichberechtigungsinitiativen bei OMR
Isa berichtet von den Anfängen der Gleichberechtigungsinitiativen bei OMR, die 2019 mit einem Masterclass-Raum auf dem Festival gestartet wurden. Die Initiative hat sich seither weiterentwickelt und umfasst nun auch einen Newsletter und Community-Events.
Der aktuelle Stand der Gleichberechtigung
Trotz positiver Entwicklungen in den letzten 20 Jahren sieht Isa eine Rückentwicklung in den letzten anderthalb Jahren. Das Thema Gleichberechtigung ist für viele Unternehmen nicht mehr prioritär.
Finanzielle Aspekte der Gleichberechtigung
Die Diskussion beleuchtet die Notwendigkeit, finanzielle Bildung stärker in die Gleichberechtigungsdebatte zu integrieren. Isa betont, dass viele Menschen, insbesondere Frauen, oft nicht über Gehälter und finanzielle Strategien sprechen, was zur Ungleichheit beiträgt.
Unternehmensverantwortung für Gleichberechtigung
Isa fordert Unternehmen auf, für Gehaltstransparenz zu sorgen und Gehaltsbänder einzuführen, um Diskriminierung zu vermeiden. Dies würde dazu beitragen, die Gleichberechtigung im Unternehmen aktiv zu fördern.
Persönliche Verantwortung und Austausch
Isa hebt hervor, wie wichtig es ist, sich mit anderen über Gehälter und Finanzstrategien auszutauschen. Sie glaubt, dass solch ein offener Dialog zur finanziellen Bildung und letztlich zur Gleichberechtigung beiträgt.