
Die Natur und die Stadt
Claudia Acklin
Beschreibung
Podmon Kategorien
Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!
Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

In Resonanz 5: Wildwechsel - Geschichten von Begegnungen mit Wildtieren in der Stadt
Einführung in das Thema
Im Podcast diskutieren Claudia Acklin und Franziska Uitschi über Uitschis Buch "Wildwechsel – Geschichten aus der Stadt", das 21 Geschichten über Begegnungen von Menschen mit Wildtieren in urbanen Umgebungen enthält. Uitschi, Biologin und Autorin, beschreibt, wie ihre beiden Berufe sich gegenseitig beeinflussen und bereichern.
Die Verbindung zwischen Biologie und Schreiben
Uitschi erklärt, dass ihre Arbeit als Biologin und Autorin in Synergie steht. Während ihrer biologischen Arbeit behält sie das Poetische im Blick, während sie beim Schreiben auf die Atmosphäre und das persönliche Empfinden achtet. Diese Kombination ermöglicht es ihr, sowohl die wissenschaftliche Genauigkeit als auch die kreative Ausdrucksform in ihren Geschichten zu vereinen.
Inspiration für das Buch
Der Anstoß für das Buch kam durch persönliche Erlebnisse in Städten wie Paris, wo sie invasive Papageien beobachtete. Uitschi wollte die Vielfalt der urbanen Tierwelt darstellen und entschied sich, Geschichten zu erzählen, die verschiedene Perspektiven auf diese Begegnungen einfangen.
Beispiele aus dem Buch
Eine der Geschichten handelt von einem Pfilschwanzkrebs, dessen Entdeckung und Bedeutung für die Protagonistin einen Wendepunkt in ihrem Leben darstellt. Uitschi beschreibt, wie Tiere als Katalysatoren für persönliche Transformationen dienen können und wie Begegnungen mit Tieren die menschliche Wahrnehmung und Emotionen beeinflussen.
Die Rolle der Natur in der Stadt
Uitschi betont die Wichtigkeit, die Verbindung zwischen Menschen und der Natur zu stärken. Sie glaubt, dass persönliche Erlebnisse mit der Natur helfen, das Bewusstsein für Biodiversität zu fördern und einen respektvollen Umgang mit der Umwelt zu entwickeln.
Ausblick und zukünftige Projekte
Uitschi plant, weiterhin in der Biologie zu arbeiten und gleichzeitig ihre schriftstellerische Tätigkeit auszubauen. Sie interessiert sich für Projekte, die das Entdecken der Natur und das Erleben von Lebensräumen fördern, und möchte diese Themen in zukünftigen Schreibprojekten vertiefen.

Grünes Gallustal - ein Verein und eine Stadt machen vorwärts
Bevölkerungsdichte und Freiraumzugang in St. Gallen
In St. Gallen leben 60% der Bevölkerung auf nur 40% des Raumes in der Talsohle, was den Zugang zu Freiflächen erschwert. Obwohl die grünen Hänge schnell erreichbar sind, mangelt es an Zugänglichkeit für Kleinkinder und Senioren.
Verlust von Grünflächen und Klimawandel
Die Stadt hat in den letzten 45 Jahren 383 Fussballfelder an Grünfläche verloren, was signifikante Auswirkungen auf die Biodiversität hat. In Zusammenarbeit mit dem WWF wurde eine Analyse durchgeführt, die die negative Entwicklung der Stadtnatur aufzeigte.
Initiativen für Stadtbegrünung
Der Verein „Grünes Gallustal“ wurde gegründet, um Konzepte zur Stadtbegrünung zu entwickeln. Die Stadtregierung hat sich verpflichtet, diese Ideen umzusetzen. Das Projekt ist ein Beispiel für eine Bottom-up-Initiative aus der Zivilgesellschaft.
Massnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität
Das Leitbild, das aus 14 Massnahmen besteht, fokussiert auf die Verbesserung der Lebensqualität durch die Schaffung von zugänglichen Freiräumen. Massnahme 4 zielt darauf ab, auch kleinste Flächen so aufzuwerten, dass sie für die Natur und die Anwohner von Nutzen sind.
Grünkorridor als langfristiges Projekt
Der Grünkorridor ist eine zentrale Vision, die die bestehenden Grünflächen in St. Gallen vernetzen soll. Dieses Projekt ist langfristig angelegt und trägt dazu bei, die Hitzeinseln in der Talsohle zu mildern.
Zusammenarbeit mit der Stadt und zukünftige Herausforderungen
Die Zusammenarbeit mit der Stadtregierung ist entscheidend für die Umsetzung des Projekts. Herausforderungen wie finanzielle und personelle Ressourcen müssen bewältigt werden, um die Vision einer grüneren Stadt zu realisieren. Der Verein bleibt aktiv und engagiert sich weiter in der Stadtentwicklung.

Wildnis in der Stadt – Mensch und Natur zuliebe
Einführung in das Thema Wildnis in der Stadt
Claudia Aklin begrüßt Eva Stengel, die als Kommunikatorin und Initiantin von Kampagnen eng mit dem Thema Wildnis verbunden ist. Die Diskussion dreht sich um den Einfluss heimischer Pflanzen auf den Naturschutz und die Bedeutung von Wildnis in urbanen Umgebungen.
Die Rolle heimischer Pflanzen
Eva Stengel betont, dass heimische Pflanzen entscheidend für den Naturschutz sind, da sie sich über Jahrtausende an lokale Bedingungen angepasst haben. Ihre Existenz ist eng mit dem Überleben bestimmter Insekten und der gesamten Natur verknüpft.
Das Buchprojekt und die Mini-Wildnis-Kampagne
Stengel erläutert die Entstehung ihres Buches über Mini-Wildnis, das in Zusammenarbeit mit dem Wildnisexperten Michael Altmoos entstand. Es zeigt, wie Natur, wenn man ihr freien Lauf lässt, in städtischen und ländlichen Gebieten gedeihen kann.
Aufklärung durch Projekte
Das Buch stellt 19 Projekte vor, die zeigen, wie Wildnis in verschiedenen Formen umgesetzt werden kann, u.a. das Tiny Forest Projekt in Zürich. Diese Initiativen fördern das Verständnis für die Resilienz der Natur und ihre Fähigkeit, sich selbst zu regenerieren.
Die Bedeutung von Platz für die Natur
Ein zentrales Thema ist, dass die Natur Platz benötigt, um zu gedeihen. Die zunehmende Versiegelung von Flächen gefährdet diese natürlichen Lebensräume.
Die Kampagne Mini-Wildnis
Stengel beschreibt, wie sie ihre Kampagne gestaltet hat, um das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Wildnis zu schärfen. Humorvolle Ansätze, wie Tierperspektiven, sollen helfen, Menschen für das Thema zu sensibilisieren.
Die Herausforderung der kommunalen Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit mit kommunalen Stellen bringt unterschiedliche Erfahrungen mit sich. Stengel betont, dass der Schlüssel zum Erfolg oft in der persönlichen Verbindung und dem Engagement der Ansprechpartner liegt.
Zukünftige Projekte und Ziele
Stengel plant ein neues Buch, das sich mit invasiven Arten und deren Rolle im Ökosystem beschäftigt. Ihr Ziel ist es, mehr Menschen zusammenzubringen und ein Bewusstsein für die Wichtigkeit von Natur zu schaffen.