Atlantic Talk Podcast
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Atlantic Talk Podcast

Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.

Beschreibung

Interessante Gäste, die ihre topaktuellen Informationen und ihr profundes Hintergrundwissen zu internationalen Sicherheitsfragen mit uns teilen.
Im Atlantic Talk kommen Menschen zu Wort, die sich beruflich mit den Veränderungen von Sicherheitslagen befassen, die Nuancen aufspüren; Experten, die diplomatische oder militärische Verschiebungen bewerten und die ihre Analyse dann in politische Handlungsoptionen umsetzen.
Immer am letzten Donnerstag jeden Monats!

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

(71) Schneller beschaffen, geheim halten, kontrollieren – geht das gleichzeitig? Mit Thomas Röwekamp (CDU)

18.06.2026

Rüstungsentscheidungen und Kontrolle

Deutschland hat seine Verteidigungsausgaben auf 108 Milliarden Euro erhöht, was eine Reaktion auf die veränderte Sicherheitslage darstellt. Die Kontrolle über die Bundeswehr, die seit ihrer Wiederbewaffnung 1955 demokratisch geregelt ist, steht unter Druck, da schnelle Entscheidungen notwendig sind. Thomas Röwekamp, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, diskutiert die Herausforderungen, die Kontrolle über militärische Beschaffungen und die Balance zwischen Geschwindigkeit und Überprüfung zu gewährleisten.

Parlamentarische Kontrolle und Beschaffung

Im Verteidigungsausschuss wird die Kontrolle der militärischen Beschaffung diskutiert. Vorlagen über 25 Millionen Euro müssen genehmigt werden, was bei der hohen Anzahl neuer Beschaffungen eine Herausforderung darstellt. Röwekamp betont, dass trotz der erhöhten Geschwindigkeit der Prozesse die Kontrolle gewährleistet bleiben muss.

Reformagenda und EFKAS-Projekt

Die Reformagenda des Verteidigungsministeriums zielt darauf ab, die Beschaffungsstruktur zu verbessern. Das gescheiterte EFKAS-Projekt wird als Beispiel für die Notwendigkeit angesehen, militärische Fähigkeiten über nationale Industrieinteressen zu stellen. Deutschland soll künftig technologische Beiträge leisten, um europäische Rüstungsprojekte voranzutreiben.

Instandhaltung der Bundeswehr

Obwohl Milliarden in neue Ausrüstung investiert wurden, gibt es Herausforderungen bei der Instandhaltung, die aufgrund vergangener Vernachlässigungen bestehen. Röwekamp versichert, dass Deutschland weiterhin verteidigungsfähig ist und an der Verbesserung der Instandhaltungsprozesse arbeitet.

Geheimhaltung und Vertrauen der Bevölkerung

Die Diskussion über Geheimhaltung im Verteidigungsausschuss wirft Fragen über die Transparenz auf. Röwekamp versucht, ein Gleichgewicht zwischen der geheimen und der öffentlichen Kommunikation zu finden, um das Vertrauen der Bürger zu gewinnen. Eine offene Diskussion über Bedrohungen, insbesondere die von Russland, wird als notwendig erachtet, um die Gesellschaft für die Sicherheitslage zu sensibilisieren.

Rüstungsentscheidungen und Kontrolle

Deutschland hat seine Verteidigungsausgaben auf 108 Milliarden Euro erhöht, was eine Reaktion auf die veränderte Sicherheitslage darstellt. Die Kontrolle über die Bundeswehr, die seit ihrer Wiederbewaffnung 1955 demokratisch geregelt ist, steht unter Druck, da schnelle Entscheidungen notwendig sind. Thomas Röwekamp, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, diskutiert die Herausforderungen, die Kontrolle über militärische Beschaffungen und die Balance zwischen Geschwindigkeit und Überprüfung zu gewährleisten.

Parlamentarische Kontrolle und Beschaffung

Im Verteidigungsausschuss wird die Kontrolle der militärischen Beschaffung diskutiert. Vorlagen über 25 Millionen Euro müssen genehmigt werden, was bei der hohen Anzahl neuer Beschaffungen eine Herausforderung darstellt. Röwekamp betont, dass trotz der erhöhten Geschwindigkeit der Prozesse die Kontrolle gewährleistet bleiben muss.

Reformagenda und EFKAS-Projekt

Die Reformagenda des Verteidigungsministeriums zielt darauf ab, die Beschaffungsstruktur zu verbessern. Das gescheiterte EFKAS-Projekt wird als Beispiel für die Notwendigkeit angesehen, militärische Fähigkeiten über nationale Industrieinteressen zu stellen. Deutschland soll künftig technologische Beiträge leisten, um europäische Rüstungsprojekte voranzutreiben.

Instandhaltung der Bundeswehr

Obwohl Milliarden in neue Ausrüstung investiert wurden, gibt es Herausforderungen bei der Instandhaltung, die aufgrund vergangener Vernachlässigungen bestehen. Röwekamp versichert, dass Deutschland weiterhin verteidigungsfähig ist und an der Verbesserung der Instandhaltungsprozesse arbeitet.

Geheimhaltung und Vertrauen der Bevölkerung

Die Diskussion über Geheimhaltung im Verteidigungsausschuss wirft Fragen über die Transparenz auf. Röwekamp versucht, ein Gleichgewicht zwischen der geheimen und der öffentlichen Kommunikation zu finden, um das Vertrauen der Bürger zu gewinnen. Eine offene Diskussion über Bedrohungen, insbesondere die von Russland, wird als notwendig erachtet, um die Gesellschaft für die Sicherheitslage zu sensibilisieren.

(70) Der Umbau der Bundeswehr bis 2039 hat begonnen – mit Generaloberstabsarzt Dr. Nicole Schilling

30.04.2026

Zielbild, Prioritäten und strategischer Rahmen

Die Bundeswehr wird als konventionell stärkste Streitkraft Europas ausgerichtet, mit Fokus auf Fähigkeiten, die Einsatz- und Bewährungsfähigkeit in einem Krieg gegen einen gleichen Gegner garantieren. Krisenmanagement gewinnt gegenüber öffentlichen Debatten an Gewicht, während die Struktur der Landes- und Bündnisverteidigung in den Vordergrund rückt. Der Kernprozess besteht darin, das Fähigkeitsprofil wie auch die Militärstrategie enger zu verknüpfen und zeitnahe Anpassungen zu ermöglichen.

Zusammenarbeit mit Verbündeten und Verteidigungsraum

Es gibt eine enge, synchronisierte Zusammenarbeit mit den USA und europäischen Partnern, um Fähigkeiten zu bündeln und Zeitachsen zu koordinieren. Beim Aufbau Europas als Verteidigungsraum wird die transatlantische Verbindung gestärkt, während gleichzeitig normative Standards mit den Verbündeten abgestimmt werden. Die Planungen orientieren sich an gemeinsamen NATO-Fähigkeitszielen, um eine kollektive Verteidigungsfähigkeit zu erhöhen.

Personal, Infrastruktur und Reserve: Wandel im Kern der Streitkräfte

Der Veränderungsdruck zielt auf Synchronisierung aller Bereiche: Personalwachstum, logistische Versorgung, Infrastruktur und Beschaffung. Die Reserve erhält eine neue, eigenständige Rolle mit Aufgaben in sicherheitsrelevanten Bereichen, während Ausbildungskapazitäten und Materialbeschaffung stärker aneinander angepasst werden. Ziel ist ein umfassender, integrierter Betrieb, der Bereitschaft in kurzen Zeitfenstern ermöglicht.

Gesellschaftliche Verantwortung, Veteranen und Arbeitgeberrolle

Verteidigung wird als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden, bei der die Bundeswehr als Arbeitgeber vielfältige Wege bietet. Veteranen werden breit definiert, mit Fokus auf Sichtbarkeit, Wertschätzung und individuelle Unterstützung. Prävention, Nachsorge und Unterstützung der Familien stehen im Vordergrund, damit Gesellschaft und Streitkräfte gemeinsam an Stabilität arbeiten.

Zielbild, Prioritäten und strategischer Rahmen

Die Bundeswehr wird als konventionell stärkste Streitkraft Europas ausgerichtet, mit Fokus auf Fähigkeiten, die Einsatz- und Bewährungsfähigkeit in einem Krieg gegen einen gleichen Gegner garantieren. Krisenmanagement gewinnt gegenüber öffentlichen Debatten an Gewicht, während die Struktur der Landes- und Bündnisverteidigung in den Vordergrund rückt. Der Kernprozess besteht darin, das Fähigkeitsprofil wie auch die Militärstrategie enger zu verknüpfen und zeitnahe Anpassungen zu ermöglichen.

Zusammenarbeit mit Verbündeten und Verteidigungsraum

Es gibt eine enge, synchronisierte Zusammenarbeit mit den USA und europäischen Partnern, um Fähigkeiten zu bündeln und Zeitachsen zu koordinieren. Beim Aufbau Europas als Verteidigungsraum wird die transatlantische Verbindung gestärkt, während gleichzeitig normative Standards mit den Verbündeten abgestimmt werden. Die Planungen orientieren sich an gemeinsamen NATO-Fähigkeitszielen, um eine kollektive Verteidigungsfähigkeit zu erhöhen.

Personal, Infrastruktur und Reserve: Wandel im Kern der Streitkräfte

Der Veränderungsdruck zielt auf Synchronisierung aller Bereiche: Personalwachstum, logistische Versorgung, Infrastruktur und Beschaffung. Die Reserve erhält eine neue, eigenständige Rolle mit Aufgaben in sicherheitsrelevanten Bereichen, während Ausbildungskapazitäten und Materialbeschaffung stärker aneinander angepasst werden. Ziel ist ein umfassender, integrierter Betrieb, der Bereitschaft in kurzen Zeitfenstern ermöglicht.

Gesellschaftliche Verantwortung, Veteranen und Arbeitgeberrolle

Verteidigung wird als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden, bei der die Bundeswehr als Arbeitgeber vielfältige Wege bietet. Veteranen werden breit definiert, mit Fokus auf Sichtbarkeit, Wertschätzung und individuelle Unterstützung. Prävention, Nachsorge und Unterstützung der Familien stehen im Vordergrund, damit Gesellschaft und Streitkräfte gemeinsam an Stabilität arbeiten.

(69) Europas Verteidigung. Mit Dr. Jana Puglierin

19.02.2026

Europas Sicherheitslage und der Einfluss der USA

In der Episode wird die sich verändernde Sicherheitslage Europas thematisiert, insbesondere im Hinblick auf die USA als potenziell unzuverlässigen Partner. Es wird diskutiert, ob Europa die notwendigen Fähigkeiten entwickeln kann, um sich selbst zu verteidigen, insbesondere im Kontext eines möglichen russischen Angriffs.

Fiktives Szenario eines russischen Angriffs

Dr. Jana Puglierin beschreibt in ihrem Buch ein Szenario für das Jahr 2029, in dem Russland möglicherweise angreift. Sie diskutiert die Unsicherheiten und den Mangel an klaren Informationen über russische Intentionen und Fähigkeiten, was eine zentrale Herausforderung für die europäische Sicherheit darstellt.

Russische Intentionen und Fähigkeiten

Puglierin hebt hervor, dass Russland nicht nur an der Ukraine interessiert ist, sondern auch an einer Neugestaltung der europäischen Sicherheitsordnung. Es wird argumentiert, dass Russland bereit ist, militärische Mittel einzusetzen, um seine Ziele zu erreichen, und dass die europäischen Staaten sich dieser Bedrohung bewusst sein müssen.

Die Rolle der NATO und europäische Verteidigungsstrategien

Die Diskussion umfasst auch die Rolle der NATO und die Notwendigkeit für Europa, mehr Verantwortung für seine eigene Sicherheit zu übernehmen. Es wird die Frage aufgeworfen, ob die NATO noch als stabiler Rahmen für die europäische Sicherheit fungiert oder ob neue, unabhängige europäische Verteidigungsstrukturen erforderlich sind.

Zusammenarbeit und technologische Entwicklung

Puglierin betont die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit in Europa, sowohl in der Verteidigungsindustrie als auch in militärischen Fähigkeiten. Innovative Technologien und schnelle Einsatzbereitschaft der Streitkräfte werden als entscheidend für die zukünftige Sicherheit Europas angesehen.

Ausblick und Hoffnung

Zum Abschluss wird betont, dass trotz der Herausforderungen eine gewisse Hoffnung besteht, da viele Entscheidungsträger die Notwendigkeit eines starken, unabhängigen Europas in der Verteidigung erkannt haben. Der Dialog über nukleare Teilhabe und andere Sicherheitsstrategien wird als wichtig erachtet.

Europas Sicherheitslage und der Einfluss der USA

In der Episode wird die sich verändernde Sicherheitslage Europas thematisiert, insbesondere im Hinblick auf die USA als potenziell unzuverlässigen Partner. Es wird diskutiert, ob Europa die notwendigen Fähigkeiten entwickeln kann, um sich selbst zu verteidigen, insbesondere im Kontext eines möglichen russischen Angriffs.

Fiktives Szenario eines russischen Angriffs

Dr. Jana Puglierin beschreibt in ihrem Buch ein Szenario für das Jahr 2029, in dem Russland möglicherweise angreift. Sie diskutiert die Unsicherheiten und den Mangel an klaren Informationen über russische Intentionen und Fähigkeiten, was eine zentrale Herausforderung für die europäische Sicherheit darstellt.

Russische Intentionen und Fähigkeiten

Puglierin hebt hervor, dass Russland nicht nur an der Ukraine interessiert ist, sondern auch an einer Neugestaltung der europäischen Sicherheitsordnung. Es wird argumentiert, dass Russland bereit ist, militärische Mittel einzusetzen, um seine Ziele zu erreichen, und dass die europäischen Staaten sich dieser Bedrohung bewusst sein müssen.

Die Rolle der NATO und europäische Verteidigungsstrategien

Die Diskussion umfasst auch die Rolle der NATO und die Notwendigkeit für Europa, mehr Verantwortung für seine eigene Sicherheit zu übernehmen. Es wird die Frage aufgeworfen, ob die NATO noch als stabiler Rahmen für die europäische Sicherheit fungiert oder ob neue, unabhängige europäische Verteidigungsstrukturen erforderlich sind.

Zusammenarbeit und technologische Entwicklung

Puglierin betont die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit in Europa, sowohl in der Verteidigungsindustrie als auch in militärischen Fähigkeiten. Innovative Technologien und schnelle Einsatzbereitschaft der Streitkräfte werden als entscheidend für die zukünftige Sicherheit Europas angesehen.

Ausblick und Hoffnung

Zum Abschluss wird betont, dass trotz der Herausforderungen eine gewisse Hoffnung besteht, da viele Entscheidungsträger die Notwendigkeit eines starken, unabhängigen Europas in der Verteidigung erkannt haben. Der Dialog über nukleare Teilhabe und andere Sicherheitsstrategien wird als wichtig erachtet.