
Der Kunstkaten - Kultur aus MV
internet.podcast@ndr.de
Beschreibung
Podmon Kategorien
Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!
Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Junge Lese-Communities in M-V
Wiederentdeckung des Lesens
Soziale Medien, insbesondere TikTok, fördern das Lesen bei jungen Menschen, insbesondere Frauen, durch Buch-Communities wie BookTok. Diese Plattformen ermöglichen den Austausch und die Empfehlung von Büchern.
Buchclub Rudell in Schwerin
Der Buchclub Rudell, gegründet von vier Frauen, versammelt monatlich Mitglieder, um über feministische Literatur zu diskutieren. Die kreative und verbindende Atmosphäre wird durch einen einzigartigen Begrüßungsruf gestärkt.
Vielfalt der Teilnehmerinnen
Der Buchclub zieht Frauen unterschiedlichen Alters an, von 17 bis über 70 Jahre. Die Themen reichen von weiblicher Wut bis finanzielle Unabhängigkeit, und die Diskussionen sind kreativ gestaltet.
Justine Pust: Autorin und Social-Media-Persönlichkeit
Justine Pust ist eine erfolgreiche Autorin, die mit ihren Büchern in den Genres Romance und New Adult eine breite Leserschaft anspricht. Sie beschreibt ihren Werdegang und den Einfluss von Social Media auf den Buchmarkt.
Trends und Herausforderungen im Buchmarkt
Der deutsche Buchmarkt hat Schwierigkeiten, sich schnell an Trends anzupassen, was insbesondere für Autorinnen und Frauen in der Branche herausfordernd ist. Pust thematisiert die oft vorherrschende Abwertung von Frauenliteratur.
Kritik an Romance und gesellschaftlichen Themen
Die Diskussion über Romance-Bücher, die oft als seicht gelten, wird angesprochen. Pust argumentiert, dass diese Werke wichtige gesellschaftliche Themen ansprechen und einen niedrigschwelligen Zugang zu ernsten Inhalten bieten.
Über den eigenen Schreibstil und zukünftige Projekte
Pust plant, auch in anderen Genres zu schreiben, darunter Thriller. Sie äußert den Wunsch, dass die Buchbranche offener für vielfältige Themen und Stimmen wird.

Mit dem Armida-Quartett durch M-V - Der Festspielsommer 2026
Eröffnung des Festspielsommers 2026
Der Festspielsommer 2026 in Mecklenburg-Vorpommern wurde in Neubrandenburg eröffnet, mit einem besonderen Auftritt des Amida-Quartetts. Die Eröffnungszeremonie beinhaltete eine musikalische Collage von 20 bekannten Overtüren, die speziell für das Quartett von Komponist Johannes Fischer arrangiert wurde.
Herausforderungen des Amida-Quartetts
Die Musiker des Amida-Quartetts, bestehend aus Theresa Schwamm-Biskamp, Peter Philipp Stemmler und anderen, stehen vor der Herausforderung, mit vorab aufgenommenen Musikstücken zu spielen, während sie gleichzeitig die Kontrolle über die Darbietung behalten müssen. Sie betonen die Wichtigkeit der menschlichen Verbindung und der gemeinsamen musikalischen Entwicklung im Laufe der letzten 20 Jahre.
Erfolge und Pläne des Amida-Quartetts
Das Amida-Quartett hat bedeutende Erfolge erzielt, darunter Preise und Veröffentlichungen. Die Musiker planen, während des Festspielsommers eine Vielzahl von Konzerten in verschiedenen Städten und an ungewöhnlichen Orten zu geben, um ein breiteres Publikum zu erreichen.
Besondere Konzertorte und Programme
Das Programm des Festspielsommers umfasst eine Vielzahl von Stilen und Genres, darunter klassische Musik und moderne Formate. Die Musiker freuen sich auf die unterschiedlichen atmosphärischen Kontexte der Spielstätten in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Konzertkirche Neubrandenburg
Die Neubrandenburger Konzertkirche, ein bedeutender Veranstaltungsort, feiert ein Jubiläum. Der Saal wurde nach langem und mühseligem Wiederaufbau eröffnet und bietet eine ausgezeichnete Akustik, die auch international anerkannt ist.
Die künstlerische Leitung und das Oratorium Elias
Daniel Arnold, der künstlerische Leiter des Konzerts in Wismar, spricht über seine Vorbereitungen und die Herausforderungen, die mit der Leitung von rund 200 Teilnehmern verbunden sind. Das Oratorium "Elias" von Felix Mendelssohn-Bartholdy wird ebenfalls präsentiert.

Dann gehste eben nach Parchim - Der Theatermann Thomas Ott-Albrecht
Werdegang, Standort und politische Herausforderungen
In Parchim kennt Thomas Ott-Albrecht den Theaterstandort wie kaum ein anderer. Er beschreibt einen langsamen, wechselvollen Weg des Hauses, das zeitweise unter Sparbeschlüssen litt und durch Fusionen sowie neue Räume eine langfristige Perspektive suchte. Der Blick richtet sich auf den Standort am Fluss, die Rolle des Theaters in der Provinz und das Ringen um eine stabile kulturelle Infrastruktur trotz finanzieller constraints.
Fusion, Neubeginn und die neue Spielstätte
Zwischen Unsicherheit und Gestaltungswillen leitete er die Verschmelzung des lokalen Theaters mit einer größeren Institution. Die Eröffnung einer neuen Spielstätte markierte einen Wendepunkt: Mehr Raum für Kinder- und Jugendproduktionen, eine Studiobühne und eine gastliche Kulisse, die Nähe zum Publikum ermöglicht. Trotz Rückschlägen blieb der Fokus auf nachhaltiger Struktur, Nutzungsvielfalt und einem Theater als Begegnungsort erhalten.
Arbeitsweise, Inszenierungen und künstlerische Haltung
Ott-Albrecht schätzt Bodenständigkeit und klare, direkte Arbeit. Er hebt hervor, dass die Begegnung mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen geprägt hat, bodenständig zu bleiben und Allüren zu vermeiden. Seine Lieblingsinszenierungen spiegeln eine Bandbreite wider – von zeitgenössischen Perspektiven bis hin zu kindgerechten Stücken. Er sieht das Theater als Ort, der Fragen anstößt, ohne fertige Antworten zu liefern.
Abschied, Zukunftsperspektiven und persönliches Gleichgewicht
Im Gespräch wird der Abschied als Anlass erwähnt, neue Aufgaben zu suchen und das Privileg zu nutzen, Zeit für Familie, Garten und persönliche Projekte zu gewinnen. Die Vision bleibt offen: weiterhin als Regisseur arbeiten oder als Zuschauer neue Inszenierungen genießen. Ein Blick nach vorn betont, dass Neugier und Engagement auch im Ruhestand möglich sind, und dass sich neue Möglichkeiten jenseits des bisherigen Berufs ergeben könnten.