Zuhause geboren - der Podcast von und mit Hausgeburtshebamme Margarete Wana
Podcast
de

Zuhause geboren - der Podcast von und mit Hausgeburtshebamme Margarete Wana

Margarete Wana, MSc.

Beschreibung

Margarete ist Hausgeburtshebamme mit Herz und Seele - und ganz vielen Taschen. Wenn sie zur Geburt kommt, sieht das aus, als würde sie bei der Familie einziehen.
Sie ist Hebamme seit 2007 in Wien und Umgebung, gerichtlich zertifizierte Sachverständige für Geburtshilfe und hat 2016 berufsbegleitend ein Masterstudium in Salzburg absolviert.

Podmon Kategorien

Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien

Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!

Chartplatzierungen

Aktuelle Platzierungen in den öffentlichen Podcast-Charts und in unseren eigenen Kategorien.

Apple Podcasts

Top werbetreibende Marken in diesem Podcast (90d)

Upgrade dein Konto, um die Top werbetreibenden Marken zu sehen!

Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

die Verhandlung - Folge 4 - CTG

20.05.2026

Historische Perspektive auf Geburtsbegleitung

Die ursprüngliche Erfahrung der Geburt war persönliches Wahrnehmen, Nähe und Reaktion der Hebamme auf den Körper der Frau. Mit der Einführung technischer Überwachung verschob sich der Fokus von unmittelbarem Erleben zur Kurve, zur Messung. Dabei bleibt die Frage bestehen, wie viel Sicherheit gewonnen wird, ohne die lebendige Verbindung zwischen Mutter, Kind und Behandler zu verlieren. Technische Signale ersetzen nicht das direkte Zuhören und Verstehen des Moments.

Technik, Evidenz und Interpretationen

CTG, Dopton und Topton beruhen auf derselben Grundtechnologie, erzeugen jedoch unterschiedliche Aufzeichnungen. Die vorhandene Evidenz zeigt keine konsistente Verbesserung von Outcomes durch kontinuierliche Überwachung, außer bei Krampfereignissen. Oft gibt es Fehlinterpretationen, und individuelle Umstände beeinflussen Entscheidungen. Intermittierendes Auskultieren wird als gleichwertig bewertet, doch Praxis und Leitlinien bleiben unterschiedlich interpretiert.

Juristische Debatte und fachliche Kontroversen

In der Verhandlung wird behauptet, dass das CTG das Kind gerettet habe, doch Evidenz und Leitlinien stützen diese Behauptung nicht. Unterschiede zwischen CTG und Doppler werden häufig missverstanden. ÖGSGG-Positionen zeigen Divergenzen, während Studien aufzeigen, dass Interventionen häufiger stattfinden, ohne klar besseren Outcomes. Die Frage bleibt, wer wann welche Überwachung benötigt und wie Gutachterinnen Interpretationen lenken.

Fazit: Balance von Wissenschaft, Vertrauen und Menschlichkeit

Eine einzige Wahrheit gibt es nicht: Technik kann Leben schützen, verändert aber auch Sichtweisen und Beziehungen. Geburtshilfe braucht beides: fundierte Evidenz und respektvolle, situative Präsenz. Vertrauen in den Prozess zu bewahren, bedeutet, Spüren und Messbarkeit zusammenzuführen, nicht gegeneinander auszuspielen. Die Kunst liegt darin, zwischen zwei Welten zu stehen und beides ernst zu nehmen.

Historische Perspektive auf Geburtsbegleitung

Die ursprüngliche Erfahrung der Geburt war persönliches Wahrnehmen, Nähe und Reaktion der Hebamme auf den Körper der Frau. Mit der Einführung technischer Überwachung verschob sich der Fokus von unmittelbarem Erleben zur Kurve, zur Messung. Dabei bleibt die Frage bestehen, wie viel Sicherheit gewonnen wird, ohne die lebendige Verbindung zwischen Mutter, Kind und Behandler zu verlieren. Technische Signale ersetzen nicht das direkte Zuhören und Verstehen des Moments.

Technik, Evidenz und Interpretationen

CTG, Dopton und Topton beruhen auf derselben Grundtechnologie, erzeugen jedoch unterschiedliche Aufzeichnungen. Die vorhandene Evidenz zeigt keine konsistente Verbesserung von Outcomes durch kontinuierliche Überwachung, außer bei Krampfereignissen. Oft gibt es Fehlinterpretationen, und individuelle Umstände beeinflussen Entscheidungen. Intermittierendes Auskultieren wird als gleichwertig bewertet, doch Praxis und Leitlinien bleiben unterschiedlich interpretiert.

Juristische Debatte und fachliche Kontroversen

In der Verhandlung wird behauptet, dass das CTG das Kind gerettet habe, doch Evidenz und Leitlinien stützen diese Behauptung nicht. Unterschiede zwischen CTG und Doppler werden häufig missverstanden. ÖGSGG-Positionen zeigen Divergenzen, während Studien aufzeigen, dass Interventionen häufiger stattfinden, ohne klar besseren Outcomes. Die Frage bleibt, wer wann welche Überwachung benötigt und wie Gutachterinnen Interpretationen lenken.

Fazit: Balance von Wissenschaft, Vertrauen und Menschlichkeit

Eine einzige Wahrheit gibt es nicht: Technik kann Leben schützen, verändert aber auch Sichtweisen und Beziehungen. Geburtshilfe braucht beides: fundierte Evidenz und respektvolle, situative Präsenz. Vertrauen in den Prozess zu bewahren, bedeutet, Spüren und Messbarkeit zusammenzuführen, nicht gegeneinander auszuspielen. Die Kunst liegt darin, zwischen zwei Welten zu stehen und beides ernst zu nehmen.

Die Verhandlung - Folge 3 - die Plazenta

04.04.2026

Einführung in das Thema Plazenta

In dieser Folge wird die Plazenta als zentrales Thema behandelt, wobei auf ihre Bedeutung als Verbindungsstelle zwischen Mutter und Kind eingegangen wird. Die Plazenta ist ein komplexes Organ, das Nährstoffe und Sauerstoff austauscht, ohne dass sich das Blut von Mutter und Kind vermischt.

Plazenta Basics

Die Plazenta wiegt normalerweise etwa ein halbes Kilogramm und hat eine runde Form mit Zotten, die für den Austausch von Nährstoffen zuständig sind. Diese Zotten sind wichtig für die Versorgung des Babys während der Schwangerschaft.

Funktionen und Bedeutung der Plazenta

Die Plazenta hat eine wesentliche Funktion während der Geburt und nach der Geburt, indem sie den Blutfluss und Sauerstoffaustausch reguliert. Eine gesunde Plazenta ist entscheidend für das Wohl des Babys während der Schwangerschaft und Geburt.

Plazenta-Pathologien

Im Verlauf der Folge wird eine pathologische Plazenta mit verschiedenen Anomalien und einer eingeschränkten Funktion beschrieben. Diese Anomalien haben direkte Auswirkungen auf die Versorgung des Babys und können zu Komplikationen während der Geburt führen.

Kompensation durch das Baby

Das Baby hat die Fähigkeit, sich an eine suboptimale Plazentaversorgung anzupassen, indem es in einen „Sparmodus“ wechselt. Dies kann jedoch gefährlich werden, wenn zusätzliche Belastungen wie Wehen auftreten.

Relevanz der Untersuchungsergebnisse

Die Ergebnisse der Plazenta-Obduktion zeigen schwere pathologische Veränderungen, die die Versorgung des Babys beeinträchtigen. Diese Erkenntnisse sind wichtig, um zu verstehen, warum die Plazenta nicht optimal functionierte.

Diskussion über medizinische Vorwürfe

Es werden verschiedene medizinische Vorwürfe diskutiert, die während der Verhandlung aufkamen, darunter das Risiko von Plazentationsstörungen sowie die Erkennung von Hypoxie während der Geburt. Die Diskussion beleuchtet die Herausforderungen des medizinischen Systems und die Notwendigkeit, klare Kommunikation und Dokumentation zu fördern.

Spendenaktion

Am Ende der Episode wird auf eine Spendenaktion hingewiesen, um die Anwaltskosten für die bevorstehenden Verhandlungen zu decken.

Einführung in das Thema Plazenta

In dieser Folge wird die Plazenta als zentrales Thema behandelt, wobei auf ihre Bedeutung als Verbindungsstelle zwischen Mutter und Kind eingegangen wird. Die Plazenta ist ein komplexes Organ, das Nährstoffe und Sauerstoff austauscht, ohne dass sich das Blut von Mutter und Kind vermischt.

Plazenta Basics

Die Plazenta wiegt normalerweise etwa ein halbes Kilogramm und hat eine runde Form mit Zotten, die für den Austausch von Nährstoffen zuständig sind. Diese Zotten sind wichtig für die Versorgung des Babys während der Schwangerschaft.

Funktionen und Bedeutung der Plazenta

Die Plazenta hat eine wesentliche Funktion während der Geburt und nach der Geburt, indem sie den Blutfluss und Sauerstoffaustausch reguliert. Eine gesunde Plazenta ist entscheidend für das Wohl des Babys während der Schwangerschaft und Geburt.

Plazenta-Pathologien

Im Verlauf der Folge wird eine pathologische Plazenta mit verschiedenen Anomalien und einer eingeschränkten Funktion beschrieben. Diese Anomalien haben direkte Auswirkungen auf die Versorgung des Babys und können zu Komplikationen während der Geburt führen.

Kompensation durch das Baby

Das Baby hat die Fähigkeit, sich an eine suboptimale Plazentaversorgung anzupassen, indem es in einen „Sparmodus“ wechselt. Dies kann jedoch gefährlich werden, wenn zusätzliche Belastungen wie Wehen auftreten.

Relevanz der Untersuchungsergebnisse

Die Ergebnisse der Plazenta-Obduktion zeigen schwere pathologische Veränderungen, die die Versorgung des Babys beeinträchtigen. Diese Erkenntnisse sind wichtig, um zu verstehen, warum die Plazenta nicht optimal functionierte.

Diskussion über medizinische Vorwürfe

Es werden verschiedene medizinische Vorwürfe diskutiert, die während der Verhandlung aufkamen, darunter das Risiko von Plazentationsstörungen sowie die Erkennung von Hypoxie während der Geburt. Die Diskussion beleuchtet die Herausforderungen des medizinischen Systems und die Notwendigkeit, klare Kommunikation und Dokumentation zu fördern.

Spendenaktion

Am Ende der Episode wird auf eine Spendenaktion hingewiesen, um die Anwaltskosten für die bevorstehenden Verhandlungen zu decken.

Die Verhandlung - Folge 2 - Leitlinien

14.03.2026

Einführung in die Thematik

In dieser Episode wird die zweite Folge der Serie zur Verhandlung behandelt, in der die Hebamme Margarete Wana und ihre Kollegin Andrea Surek über Standards und Leitlinien in der Geburtshilfe diskutieren. Der Fokus liegt auf den rechtlichen Vorwürfen, die gegen Margarete erhoben wurden, und der Frage, wann Empfehlungen zu einer gesetzlichen Pflicht werden.

Leitlinien und deren Bedeutung

Die S3-Leitlinie zur vaginalen Geburt wird als zentrale Handlungsempfehlung für die Geburtshilfe identifiziert. Diese Leitlinie beruht auf einer Vielzahl von Studien und Expertengruppen und ist für alle Geburtsarten im deutschsprachigen Raum gültig. Wichtige Aspekte sind die Standardisierung und Qualitätssicherung, jedoch bleibt die Anwendung der Leitlinien eine Empfehlung und keine gesetzliche Verpflichtung.

Vorwürfe und deren Analyse

Die Episode beleuchtet verschiedene Vorwürfe, die Margarete gemacht wurden, darunter die Durchführung einer Hausgeburt trotz belasteter Vorgeschichte und das Fehlen eines oralen Glukosetoleranztests (OGTT). Margarete erklärt, dass sie sorgfältig auswählt, welche Frauen für eine Hausgeburt in Frage kommen, und dass die Risiken, wie z.B. nach einem Kaiserschnitt, in ihrem Fall nicht gegeben waren. Zudem wird erörtert, dass die Patientin über eine Diät und regelmäßige Blutzuckerkontrollen mit ihrer Diabetesambulanz gut informiert war.

Überwachung während der Geburt

Ein weiterer Vorwurf betrifft die kontinuierliche Überwachung der Herztöne mit einem CTG. Margarete verwendet einen Dopton zur intermittierenden Kontrolle, was den Gutachtern zufolge nicht ausreichend gewesen sein soll. Die Diskussion dreht sich um die Effektivität von CTGs im Vergleich zur intermittierenden Überwachung durch Hebammen und die Interpretationsspielräume, die dabei entstehen können.

Verlegungsentscheidungen und Protrahierte Geburten

Die Verlegung der Schwangeren während der Geburt wird ebenfalls thematisiert, wobei das Gericht der Meinung ist, dass eine frühzeitige Verlegung erforderlich gewesen wäre. Margarete argumentiert jedoch, dass der Geburtsfortschritt stetig war und eine Verlegung nicht notwendig war. Es wird auch auf die Verwirrung um die 20-Minuten-Regel für Kaiserschnitte eingegangen, die im Kontext einer Hausgeburt nicht anwendbar ist.

Schlussfolgerung und Ausblick

Die Episode schließt mit der Erkenntnis, dass viele der Vorwürfe auf Missverständnissen und unzureichenden Informationen basieren. Die Diskussion über die Plazenta und deren Rolle in der Schwangerschaft und Geburt wird in der nächsten Folge vertieft. Es wird betont, dass eine klare Kommunikation und das Verständnis von medizinischen Leitlinien entscheidend sind.

Einführung in die Thematik

In dieser Episode wird die zweite Folge der Serie zur Verhandlung behandelt, in der die Hebamme Margarete Wana und ihre Kollegin Andrea Surek über Standards und Leitlinien in der Geburtshilfe diskutieren. Der Fokus liegt auf den rechtlichen Vorwürfen, die gegen Margarete erhoben wurden, und der Frage, wann Empfehlungen zu einer gesetzlichen Pflicht werden.

Leitlinien und deren Bedeutung

Die S3-Leitlinie zur vaginalen Geburt wird als zentrale Handlungsempfehlung für die Geburtshilfe identifiziert. Diese Leitlinie beruht auf einer Vielzahl von Studien und Expertengruppen und ist für alle Geburtsarten im deutschsprachigen Raum gültig. Wichtige Aspekte sind die Standardisierung und Qualitätssicherung, jedoch bleibt die Anwendung der Leitlinien eine Empfehlung und keine gesetzliche Verpflichtung.

Vorwürfe und deren Analyse

Die Episode beleuchtet verschiedene Vorwürfe, die Margarete gemacht wurden, darunter die Durchführung einer Hausgeburt trotz belasteter Vorgeschichte und das Fehlen eines oralen Glukosetoleranztests (OGTT). Margarete erklärt, dass sie sorgfältig auswählt, welche Frauen für eine Hausgeburt in Frage kommen, und dass die Risiken, wie z.B. nach einem Kaiserschnitt, in ihrem Fall nicht gegeben waren. Zudem wird erörtert, dass die Patientin über eine Diät und regelmäßige Blutzuckerkontrollen mit ihrer Diabetesambulanz gut informiert war.

Überwachung während der Geburt

Ein weiterer Vorwurf betrifft die kontinuierliche Überwachung der Herztöne mit einem CTG. Margarete verwendet einen Dopton zur intermittierenden Kontrolle, was den Gutachtern zufolge nicht ausreichend gewesen sein soll. Die Diskussion dreht sich um die Effektivität von CTGs im Vergleich zur intermittierenden Überwachung durch Hebammen und die Interpretationsspielräume, die dabei entstehen können.

Verlegungsentscheidungen und Protrahierte Geburten

Die Verlegung der Schwangeren während der Geburt wird ebenfalls thematisiert, wobei das Gericht der Meinung ist, dass eine frühzeitige Verlegung erforderlich gewesen wäre. Margarete argumentiert jedoch, dass der Geburtsfortschritt stetig war und eine Verlegung nicht notwendig war. Es wird auch auf die Verwirrung um die 20-Minuten-Regel für Kaiserschnitte eingegangen, die im Kontext einer Hausgeburt nicht anwendbar ist.

Schlussfolgerung und Ausblick

Die Episode schließt mit der Erkenntnis, dass viele der Vorwürfe auf Missverständnissen und unzureichenden Informationen basieren. Die Diskussion über die Plazenta und deren Rolle in der Schwangerschaft und Geburt wird in der nächsten Folge vertieft. Es wird betont, dass eine klare Kommunikation und das Verständnis von medizinischen Leitlinien entscheidend sind.