Thema in Sachsen
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Thema in Sachsen

Sächsische.de & LVZ.de

Beschreibung

Worüber wird gerade am meisten diskutiert? Zu welcher Entscheidung oder zu welchen Ereignissen haben die Menschen im Freistaat Fragen? Der Podcast über Themen, die Sachsen bewegen. Das ist "Thema in Sachsen".

Ob Wahlen, große Veranstaltungen in Kultur, Sport, Gesellschaft, Demonstrationen - oder Dinge, die auch außerhalb passieren, aber natürlich genauso in Sachsen ein Thema sind. In diesem News-Podcast bekommen Sie Informationen und Hintergründe. Sie erfahren, was gerade passiert und wichtig ist.

Über das jeweilige "Thema in Sachsen" werden in jeder Folge Gespräche mit Fachleuten, politisch Aktiven und Gestaltenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern oder Journalisten geführt. Es werden Ergebnisse von Recherchen der Redaktion von Sächsische.de und Leipziger Volkszeitung präsentiert - und auch angehört, was die Menschen in Sachsen dazu sagen.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Gekommen wie aus dem Nichts: Was steckt hinter dem Rüstungs-Start-up Covenant in Leipzig?

09.10.2026
„Genau diese Marschflugkörper fehlen uns in ausreichender Menge“, sagt Jens Lehmann. Der Leipziger CDU-Bundestagsabgeordnete, der zugleich Mitglied im Verteidigungsausschuss ist, erklärt im Podcast „Thema in Sachsen“ von Leipziger Volkszeitung und Sächsischer Zeitung, warum er die Ansiedlung des US-Rüstungsunternehmens Covenant für sinnvoll hält. Es sei ein Schritt in die richtige Richtung beim Ausbau der deutschen und im erweiterten Sinne auch der europäischen Verteidigungsfähigkeit.Soweit so klar – und mit Blick auf die Ausstattung der Bundeswehr mit Distanzwaffen auch nachvollziehbar. Deutschland hat bis auf wenige Hundert Marschflugkörper vom Typ „Taurus“ kein wirklich großes Arsenal. „Es ist einfach wichtig, dass man die Fähigkeit hat, auch in die Tiefe wirken zu können, um abschreckungsfähig zu sein“, so Lehmann. Die jetzt bald massenhaft in Serie produzierten Raketen des US-Start-ups Covenant würden demnach eine Lücke schließen.Allerdings wirft die erst vor wenigen Wochen bekannt gewordene Ansiedlung Fragen auf. Die Firma existiert erst seit 2024, hat Anfang September ihre Leipzig-Pläne bekanntgegeben und schon am Montag dieser Woche das Werk im Norden der Stadt eröffnet. Ab 2027 soll dort der Marschflugkörper „Anthem“ produziert werden – zunächst 1000 Stück pro Jahr, später bis zu 5000. Das Tempo und die angepeilte Stückzahl sind enorm. Zum Vergleich: Die US-Rüstungsfirma Raytheon kann gegenwärtig pro Jahr nur rund 100 der bekannten Marschflugkörper vom Typ „Tomahawk“ bauen.Was steckt also hinter dem Unternehmen, das anscheinend wie aus dem Nichts kommt und nun in Leipzig aufgetaucht ist? Wer sind die Geldgeber des milliardenschwer bewerteten Start-ups? Warum setzt Covenant ausgerechnet auf Sachsen? Und ist es sinnvoll, dass sich Deutschland und seine europäischen Verbündeten bei der Produktion einer strategisch so wichtigen Waffe auf eine noch sehr junge Firma aus den USA verlassen? Im Podcast durchleuchtet all diese Fragen und Hintergründe der Wirtschaftsreporter Florian Reinke. Er erzählt, dass hinter Covenant und den von dem Start-up bereits gesammelten 250 Millionen Euro Risikokapital nicht irgendwelche Investoren stehen, sondern auch Tech-Milliardäre aus dem Silicon Valley. Darunter: die Wagniskapitalfirma Andreessen Horowitz, deren Gründer aktiv den Wahlkampf Donald Trumps 2024 mit Millionen-Spenden unterstützt haben und der „Founders Fund“ des umstrittenen Milliardärs Peter Thiel.Im zweiten Teil des Podcasts geht es schließlich mit dem CDU-Politiker Jens Lehmann um die strategische Bedeutung der Ansiedlung, die wirtschaftlichen Effekte in der Region, aber auch um das Abhängigkeitsverhältnis der europäischen Verteidigungsstrategie von den USA – sowie um die teils lautstark bei Protesten vorgetragene Kritik, die es an Covenant in seiner Heimatstadt gibt.Passende Inhalte zu diesem PodcastCovenant kündigt raschen Produktions-Hochlauf anCovenant-Chefs im Interview: „In diesem Werk wird es kein explosives Material geben“Nach Fabrikeröffnung: Demonstration gegen Covenant in LeipzigGeheime Halle, Milliarden-Investoren: die riskante Wette hinter Leipzigs RüstungswerkKretschmer verteidigt Rüstungsansiedlung in Leipzig – und warnt vor „Riesenfehler“Podcast mit Sicherheitsexperten Nico Lange über Russlands hybride Angriffe

„Genau diese Marschflugkörper fehlen uns in ausreichender Menge“, sagt Jens Lehmann. Der Leipziger CDU-Bundestagsabgeordnete, der zugleich Mitglied im Verteidigungsausschuss ist, erklärt im Podcast „Thema in Sachsen“ von Leipziger Volkszeitung und Sächsischer Zeitung, warum er die Ansiedlung des US-Rüstungsunternehmens Covenant für sinnvoll hält. Es sei ein Schritt in die richtige Richtung beim Ausbau der deutschen und im erweiterten Sinne auch der europäischen Verteidigungsfähigkeit.


Soweit so klar – und mit Blick auf die Ausstattung der Bundeswehr mit Distanzwaffen auch nachvollziehbar. Deutschland hat bis auf wenige Hundert Marschflugkörper vom Typ „Taurus“ kein wirklich großes Arsenal. „Es ist einfach wichtig, dass man die Fähigkeit hat, auch in die Tiefe wirken zu können, um abschreckungsfähig zu sein“, so Lehmann. Die jetzt bald massenhaft in Serie produzierten Raketen des US-Start-ups Covenant würden demnach eine Lücke schließen.


Allerdings wirft die erst vor wenigen Wochen bekannt gewordene Ansiedlung Fragen auf. Die Firma existiert erst seit 2024, hat Anfang September ihre Leipzig-Pläne bekanntgegeben und schon am Montag dieser Woche das Werk im Norden der Stadt eröffnet. Ab 2027 soll dort der Marschflugkörper „Anthem“ produziert werden – zunächst 1000 Stück pro Jahr, später bis zu 5000. Das Tempo und die angepeilte Stückzahl sind enorm. Zum Vergleich: Die US-Rüstungsfirma Raytheon kann gegenwärtig pro Jahr nur rund 100 der bekannten Marschflugkörper vom Typ „Tomahawk“ bauen.


Was steckt also hinter dem Unternehmen, das anscheinend wie aus dem Nichts kommt und nun in Leipzig aufgetaucht ist? Wer sind die Geldgeber des milliardenschwer bewerteten Start-ups? Warum setzt Covenant ausgerechnet auf Sachsen? Und ist es sinnvoll, dass sich Deutschland und seine europäischen Verbündeten bei der Produktion einer strategisch so wichtigen Waffe auf eine noch sehr junge Firma aus den USA verlassen? 


Im Podcast durchleuchtet all diese Fragen und Hintergründe der Wirtschaftsreporter Florian Reinke. Er erzählt, dass hinter Covenant und den von dem Start-up bereits gesammelten 250 Millionen Euro Risikokapital nicht irgendwelche Investoren stehen, sondern auch Tech-Milliardäre aus dem Silicon Valley. Darunter: die Wagniskapitalfirma Andreessen Horowitz, deren Gründer aktiv den Wahlkampf Donald Trumps 2024 mit Millionen-Spenden unterstützt haben und der „Founders Fund“ des umstrittenen Milliardärs Peter Thiel.


Im zweiten Teil des Podcasts geht es schließlich mit dem CDU-Politiker Jens Lehmann um die strategische Bedeutung der Ansiedlung, die wirtschaftlichen Effekte in der Region, aber auch um das Abhängigkeitsverhältnis der europäischen Verteidigungsstrategie von den USA – sowie um die teils lautstark bei Protesten vorgetragene Kritik, die es an Covenant in seiner Heimatstadt gibt.


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Der Fall Luis M. in Leipzig und die Frage: Warum werden gut integrierte Menschen abgeschoben?

29.09.2026
Ralph Hack ringt um Worte. „Er hatte nicht mal die Möglichkeit, Sachen einzupacken“, sagt er am Tresen der Kaffeerösterei Ganos stehend. Und: „Ich bin ein bisschen entsetzt von unserem Rechtsstaat.“ Hack ist Chef des Kaffeehauses, das unweit der Thomaskirche liegt und als beliebter Treffpunkt in Leipzigs Zentrum gilt.Der Geschäftsmann erzählt Reportern von LVZ und SZ die Geschichte von Luis M., einem 23 Jahre alten Mann aus Venezuela. Dass sein Mitarbeiter mitten in der Nacht abgeholt und per Flugzeug abgeschoben wurde, macht Hack fassungslos. Er beschreibt Luis M., der vor zwei Jahren legal eingereist war, als verantwortungsbewusst im Job. Er spreche fließend Deutsch und habe sich ein intaktes soziales Umfeld aufgebaut. Was ihm bis zum 16. September gefehlt hat, also bis zum Tag seiner Abschiebung: ein gültiger Aufenthaltstitel.Der Fall sorgt inzwischen weit über den Betrieb und die Stadt Leipzig hinaus für Diskussionen. Auch deshalb, weil nahezu zeitgleich in Dresden ein ähnlich gelagerter Fall bekannt geworden ist: Dort droht einer jungen Tunesierin die Abschiebung, obwohl sie kurz vor dem Abschluss einer Ausbildung steht und ebenfalls als bestens integriert gilt.Beide Fälle führen zu grundsätzlichen Fragen: Was ist gelungene Integration wert, wenn daraus keine verlässliche Bleibeperspektive entsteht? Und wie passt eine solche Abschiebepraxis dazu, dass Deutschland – und insbesondere Sachsen – dringend Arbeits- und Fachkräfte braucht? Darum geht es in der neuen Folge des Podcasts „Thema in Sachsen“ von Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung.Zu Gast sind Investigativreporter Josa Mania-Schlegel, der zum Fall Luis M. recherchiert hat, und Sylvia Pfefferkorn vom Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen“, die einordnet, wieso sich insbesondere Sachsen eine solche Abschiebepraxis eigentlich nicht leisten kann.Passende Inhalte zu diesem PodcastDer Fall Luis M. aus Leipzig: Warum wurde er abgeschoben?Mackenroth: „Wer sich wehrt, hat zu 95 Prozent eine Chance“Kellnerin soll nach jahrelanger Arbeit in Dresden nach Tunesien abgeschoben werden

Ralph Hack ringt um Worte. „Er hatte nicht mal die Möglichkeit, Sachen einzupacken“, sagt er am Tresen der Kaffeerösterei Ganos stehend. Und: „Ich bin ein bisschen entsetzt von unserem Rechtsstaat.“ Hack ist Chef des Kaffeehauses, das unweit der Thomaskirche liegt und als beliebter Treffpunkt in Leipzigs Zentrum gilt.


Der Geschäftsmann erzählt Reportern von LVZ und SZ die Geschichte von Luis M., einem 23 Jahre alten Mann aus Venezuela. Dass sein Mitarbeiter mitten in der Nacht abgeholt und per Flugzeug abgeschoben wurde, macht Hack fassungslos. Er beschreibt Luis M., der vor zwei Jahren legal eingereist war, als verantwortungsbewusst im Job. Er spreche fließend Deutsch und habe sich ein intaktes soziales Umfeld aufgebaut. Was ihm bis zum 16. September gefehlt hat, also bis zum Tag seiner Abschiebung: ein gültiger Aufenthaltstitel.


Der Fall sorgt inzwischen weit über den Betrieb und die Stadt Leipzig hinaus für Diskussionen. Auch deshalb, weil nahezu zeitgleich in Dresden ein ähnlich gelagerter Fall bekannt geworden ist: Dort droht einer jungen Tunesierin die Abschiebung, obwohl sie kurz vor dem Abschluss einer Ausbildung steht und ebenfalls als bestens integriert gilt.


Beide Fälle führen zu grundsätzlichen Fragen: Was ist gelungene Integration wert, wenn daraus keine verlässliche Bleibeperspektive entsteht? Und wie passt eine solche Abschiebepraxis dazu, dass Deutschland – und insbesondere Sachsen – dringend Arbeits- und Fachkräfte braucht? Darum geht es in der neuen Folge des Podcasts „Thema in Sachsen“ von Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung.


Zu Gast sind Investigativreporter Josa Mania-Schlegel, der zum Fall Luis M. recherchiert hat, und Sylvia Pfefferkorn vom Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen“, die einordnet, wieso sich insbesondere Sachsen eine solche Abschiebepraxis eigentlich nicht leisten kann.


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Sonderfolge: Talk mit Christian Friedel über die Kluft in der Gesellschaft und die Kraft der Kunst

25.09.2026
Schauspieler, Musiker, Regisseur – ein gefeierter Star. Christian Friedel ist bekannt aus internationalen Produktionen wie „The Zone of Interest“ oder „The White Lotus“ sowie aus der Serie „Babylon Berlin“. Er arbeitet an Sets auf der ganzen Welt. Gleichzeitig ist der gebürtige Magdeburger seit vielen Jahren eng mit Dresden und dem Staatsschauspiel verbunden.Bei der Veranstaltungsreihe „SZ trifft“ war Friedel nun im Dresdner Schauspielhaus zu Gast. Der Ansturm auf Tickets für die Veranstaltung war enorm. Fast 1000 Anfragen hat es gegeben, der große Theatersaal war problemlos gefüllt. Im Gespräch mit SZ-Kulturchef Oliver Reinhardt spricht Friedel über seine Karriere zwischen Film, Theater und Musik, seine Leidenschaft für William Shakespeare und darüber, warum ihm die Arbeit auf der Bühne trotz internationaler Filmproduktionen besonders wichtig bleibt.Das Gespräch, das unterhaltsam, witzig und feinsinnig ist, führt auch zu gesellschaftlichen und politischen Themen. Friedel erzählt, warum er sich heute in der Öffentlichkeit deutlicher positioniert als noch vor einigen Jahren. „Ich will den Leuten nicht erklären, was sie zu tun haben. Das ist nicht meine Aufgabe“, sagt er. Dennoch beschäftige ihn die zunehmende Angst und Spaltung in der Gesellschaft. Auch über die AfD, Gespräche mit Menschen in seinem eigenen Umfeld, die die Partei wählen, und die Bedeutung einer freien Kunst spricht Friedel ausführlich.In dieser besonderen Ausgabe von „Thema in Sachsen“, dem Podcast von Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung, hören Sie den Mitschnitt des Abends im Dresdner Schauspielhaus. Die Veranstaltung wurde am 17. September aufgezeichnet.

Schauspieler, Musiker, Regisseur – ein gefeierter Star. Christian Friedel ist bekannt aus internationalen Produktionen wie „The Zone of Interest“ oder „The White Lotus“ sowie aus der Serie „Babylon Berlin“. Er arbeitet an Sets auf der ganzen Welt. Gleichzeitig ist der gebürtige Magdeburger seit vielen Jahren eng mit Dresden und dem Staatsschauspiel verbunden.


Bei der Veranstaltungsreihe „SZ trifft“ war Friedel nun im Dresdner Schauspielhaus zu Gast. Der Ansturm auf Tickets für die Veranstaltung war enorm. Fast 1000 Anfragen hat es gegeben, der große Theatersaal war problemlos gefüllt. 


Im Gespräch mit SZ-Kulturchef Oliver Reinhardt spricht Friedel über seine Karriere zwischen Film, Theater und Musik, seine Leidenschaft für William Shakespeare und darüber, warum ihm die Arbeit auf der Bühne trotz internationaler Filmproduktionen besonders wichtig bleibt.


Das Gespräch, das unterhaltsam, witzig und feinsinnig ist, führt auch zu gesellschaftlichen und politischen Themen. Friedel erzählt, warum er sich heute in der Öffentlichkeit deutlicher positioniert als noch vor einigen Jahren. „Ich will den Leuten nicht erklären, was sie zu tun haben. Das ist nicht meine Aufgabe“, sagt er. Dennoch beschäftige ihn die zunehmende Angst und Spaltung in der Gesellschaft. Auch über die AfD, Gespräche mit Menschen in seinem eigenen Umfeld, die die Partei wählen, und die Bedeutung einer freien Kunst spricht Friedel ausführlich.


In dieser besonderen Ausgabe von „Thema in Sachsen“, dem Podcast von Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung, hören Sie den Mitschnitt des Abends im Dresdner Schauspielhaus. Die Veranstaltung wurde am 17. September aufgezeichnet.