
WirKommunalen - nachgefragt
Netzwerk Junge Bürgermeister*innen
Beschreibung
Es geht um Erfahrungsaustausch, Informationen zu Hintergründen, über gute Ideen und politische Einschätzungen.
Gastgeber von WirKommunalen - nachgefragt ist Henning Witzel, der das Berliner Büro der Jungen Bürgermeister*innen leitet. Er ist zudem Leiter "Kommunale Kommunikation" bei ASK.Berlin und arbeitet seit über 20 Jahren für und mit Kommunalen.
Unter „Junge Bürgermeister*innen“ verstehen wir alle, die bei ihrer letzten Wahl jünger als 40 Jahre alt waren. Aktuell sind dies über 800 Rathauschefs in ganz Deutschland. Diese verbindet oft eine andere, junge Sicht auf die kommunalen Dinge. Und sie stehen vor ähnlichen Herausforderungen.
Darüber wollen wir reden.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Reformagenda
Einführung und Moderation
Henning Reichert-Witzel und Alexander Lehmann moderieren die letzte Sonderfolge zur Jahreskonferenz 2026 des Netzwerks Junge BürgermeisterInnen. Sie diskutieren die Digitalisierung und Handlungsfähigkeit von Kommunen mit einem Panel, das Experten aus verschiedenen Bereichen umfasst.
Digitalisierung als Schlüsselthema
Dr. Katrin Leonard und Klaus Effing betonen, dass die digitale Transformation nur mit den Kommunen gelingen kann und Deutschland im öffentlichen Sektor hinterherhinkt. Es wird ein klarer Kurs auf digitale Vorgaben gefordert, um die Potenziale der Digitalisierung für die Bürger nutzbar zu machen.
Die Rolle der Kommunen
Philipp von der Wippel hebt hervor, dass die Bürger das Rückgrat der Demokratie sind und die Kommunen eine eigene föderale Ebene verdienen. Herausforderungen und Möglichkeiten werden in der Diskussion angesprochen, wobei der Fokus auf der Notwendigkeit einer besseren Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen liegt.
Status quo und Herausforderungen
In der Diskussion wird der bestehende Zustand der Digitalisierung in Kommunen kritisiert. Die Teilnehmer fordern eine zentrale Lösung, um Doppelstrukturen zu vermeiden. Es wird betont, dass die Digitalisierung nicht nur technologische, sondern auch kulturelle Veränderungen erfordert.
Politische Verantwortung und Umsetzungsstrategien
Die Gesprächspartner diskutieren, wie Gesetze effektiver gestaltet und umgesetzt werden können. Es wird gefordert, dass Kommunen stärker in den Gesetzgebungsprozess eingebunden werden, um praxisnahe Lösungen zu entwickeln.
Ausblick auf die Zukunft
In der abschließenden Diskussion wird die Bedeutung einer gemeinsamen Vision für die Staatsmodernisierung und Digitalisierung hervorgehoben. Die Experten sind optimistisch, dass durch Mut und Zusammenarbeit in fünf Jahren erhebliche Fortschritte erzielt werden können.

Reformkommission
Einführung und Zielsetzung
In der dritten Sonderfolge wird die Zukunft von Staat und Verwaltung im Rahmen der Jahreskonferenz des Netzwerks Junge BürgermeisterInnen und Bürgermeister thematisiert. Henning Reichert-Witzel und Alexander Lehmann führen durch die Episode, die sich auf die Keynote von Dr. Katrin Leonard, Vorsitzende der Sächsischen Aufbaubank, konzentriert. Leonard präsentiert die Ergebnisse der Sächsischen Reformkommission und ein Leitbild für digitale, handlungsfähige Kommunen.
Ergebnisse der Reformkommission
Die Reformkommission hat 29 Handlungsempfehlungen formuliert, die sich auf Verwaltungsstrukturen, Finanzierung und Digitalisierung konzentrieren. Ein zentrales Ziel ist es, die Kommunen langfristig zu entlasten und die Aufgabenverteilung zwischen Land und Kommunen zu optimieren, um mehr Verantwortung vor Ort zu fördern.
Themenfelder der Reform
Die Empfehlungen sind in drei Hauptbereiche gegliedert: Verwaltungsstrukturen und -verfahren, Finanzierung und Förderung sowie Digitalisierung. Der Fokus liegt auf der Vereinfachung von Verwaltungsprozessen, der Reduzierung von Berichtspflichten und der Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung.
Finanzierung und Förderung
Ein zentraler Aspekt der Reformdiskussion ist die Einhaltung des Konnexitätsprinzips, das sicherstellt, dass die Finanzierung von übertragenen Aufgaben gewährleistet ist. Zudem wird die Erhöhung des Anteils der Kommunen an der Umsatzsteuer gefordert.
Digitalisierung als Schlüssel zur Effizienz
Die Digitalisierung wird als entscheidender Faktor für die Effizienzsteigerung in den Kommunen hervorgehoben. Empfehlungen beinhalten die Schaffung einer zentralen IT-Infrastruktur und die Nutzung von Plattformen zur Unterstützung kommunaler Dienstleistungen.
Schlussfolgerung und Ausblick
Die Episode schließt mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit, Digitalisierung sowie Zuständigkeiten und Prozesse neu zu denken, um die kommunale Entwicklung voranzutreiben. In der nächsten Sonderfolge wird eine Podiumsdiskussion mit weiteren Experten stattfinden.

Zusammenhalt
Einführung in die Podiumsdiskussion
Die zweite Sonderfolge des Podcasts behandelt die Podiumsdiskussion, die auf der Jahreskonferenz des Netzwerks Junge BürgermeisterInnen stattfand. Moderiert von Henning Reichert-Bitzel und Alexander Lehmann, diskutieren Christian Wulff, Ricarda Lang, Felix Zweier und Dominik Brasch über Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und politische Anfeindungen.
Wichtigkeit der kommunalen Ebene
Ricarda Lang betont die zentrale Rolle der kommunalen Ebene, wo Politik direkt erlebbar ist. Sie thematisiert die Herausforderungen, mit denen Politiker konfrontiert sind, einschließlich Anfeindungen und der Notwendigkeit, demokratischen Fortschritt zu verteidigen.
Persönliche Erfahrungen mit Anfeindungen
Lang berichtet von konkreten Anfeindungen, darunter die Absage einer Veranstaltung aufgrund von Bedrohungen. Sie hebt hervor, dass solche Vorfälle potenziell abschreckend für zukünftige kommunalpolitische Engagements sind.
Rolle von Resilienz in der kommunalen Politik
Felix Zweier vergleicht die Resilienz von Schiedsrichtern mit der Resilienz von Kommunalpolitikern. Er spricht über die Notwendigkeit, Kritik und Anfeindungen als Teil des Amtes zu akzeptieren und sich nicht entmutigen zu lassen.
Vertrauen in die Demokratie
Dominik Brasch weist auf die Vertrauenskrise in die Demokratie hin, betont aber, dass Bürgermeister das letzte Vertrauen der Bürger genießen. Er fordert eine kollektive Verantwortung, um das Vertrauen in die Institutionen zu stärken.
Politische Kultur und Auseinandersetzung
Die Diskutanten betonen die Notwendigkeit, die politische Kultur zu verbessern, indem man den Streit als Teil der Demokratie akzeptiert und gleichzeitig Kompromissbereitschaft zeigt. Lang äußert die Sichtweise, dass die Medien und die politische Kommunikation zu einer Spaltung beitragen.
Abschließende Gedanken und Wünsche
Die Teilnehmer teilen ihre Wünsche für die Zukunft, einschließlich der Förderung von Vertrauen, Empathie und der Notwendigkeit, politische Strukturen zu reformieren, um handlungsfähiger zu werden.