Wiarda wundert sich
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Wiarda wundert sich

Jan-Martin Wiarda

Beschreibung

Der Fragensteller-Podcast mit Jan-Martin Wiarda, Journalist für Bildung und Wissenschaft, als Fragensteller und jeweils einem Gast oder einer Gästin als AntwortgeberIn.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Wiarda wundert sich_32_Herr Lehrerin

31.08.2026

Einführung in das Gespräch

Martin Viada, Journalist für Bildung und Wissenschaft, begrüßt seinen Gast, der unter dem Pseudonym Herr Lehrerin bekannt ist. Herr Lehrerin ist Quereinsteiger im Lehrerberuf und hat ein Buch über seine Erfahrungen in einer Willkommensklasse für geflüchtete Kinder veröffentlicht.

Die Rolle von Quereinsteigern

Herr Lehrerin spricht über seinen beruflichen Werdegang, der ihn von der Arbeit mit jungen Berufstätigen zu Kindern führte. Dabei thematisiert er die Herausforderungen und das unbeständige Einkommen im Bereich Deutsch als Zweitsprache.

Herausforderungen im Schulsystem

Das deutsche Schulsystem wird kritisiert, da es Zuwanderung oft noch als vorübergehenden Ausnahmezustand betrachtet. Herr Lehrerin berichtet von Erfahrungen, in denen Willkommensklassen stiefmütterlich behandelt werden und die Integration von Kindern mit Deutschproblemen nicht prioritär behandelt wird.

Willkommensklassen als Konzept

Das Konzept der Willkommensklassen wird als Notlösung beschrieben. Während sie für einen geschützten Rahmen sorgen können, gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Integration und der ungleichen Verteilung der Kinder in den Schulen.

Persönliche Erfahrungen und Anekdoten

Herr Lehrerin erzählt von seinen Schülern, insbesondere von Melanie, die aufgrund familiärer Umstände lange nicht zur Schule kam. Dies verdeutlicht die Herausforderungen, die viele geflüchtete Kinder im Bildungssystem haben.

Gewalt und Konflikte in der Schule

Der Umgang mit Gewalt im Schulalltag wird thematisiert. Herr Lehrerin betont, dass gewalttätige Ausbrüche unter Kindern oft normal sind und dass es wichtig ist, darauf angemessen zu reagieren, ohne gleich zu überreagieren.

Politische Botschaft des Buches

Das Buch soll eine positive Perspektive auf die Herausforderungen im Bildungssystem bieten und eine Botschaft der Hoffnung und Menschlichkeit vermitteln. Herr Lehrerin äußert den Wunsch nach mehr „guter Laune“ in der deutschen Bildungspolitik als Rezept gegen populistische Ansichten.

Einführung in das Gespräch

Martin Viada, Journalist für Bildung und Wissenschaft, begrüßt seinen Gast, der unter dem Pseudonym Herr Lehrerin bekannt ist. Herr Lehrerin ist Quereinsteiger im Lehrerberuf und hat ein Buch über seine Erfahrungen in einer Willkommensklasse für geflüchtete Kinder veröffentlicht.

Die Rolle von Quereinsteigern

Herr Lehrerin spricht über seinen beruflichen Werdegang, der ihn von der Arbeit mit jungen Berufstätigen zu Kindern führte. Dabei thematisiert er die Herausforderungen und das unbeständige Einkommen im Bereich Deutsch als Zweitsprache.

Herausforderungen im Schulsystem

Das deutsche Schulsystem wird kritisiert, da es Zuwanderung oft noch als vorübergehenden Ausnahmezustand betrachtet. Herr Lehrerin berichtet von Erfahrungen, in denen Willkommensklassen stiefmütterlich behandelt werden und die Integration von Kindern mit Deutschproblemen nicht prioritär behandelt wird.

Willkommensklassen als Konzept

Das Konzept der Willkommensklassen wird als Notlösung beschrieben. Während sie für einen geschützten Rahmen sorgen können, gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Integration und der ungleichen Verteilung der Kinder in den Schulen.

Persönliche Erfahrungen und Anekdoten

Herr Lehrerin erzählt von seinen Schülern, insbesondere von Melanie, die aufgrund familiärer Umstände lange nicht zur Schule kam. Dies verdeutlicht die Herausforderungen, die viele geflüchtete Kinder im Bildungssystem haben.

Gewalt und Konflikte in der Schule

Der Umgang mit Gewalt im Schulalltag wird thematisiert. Herr Lehrerin betont, dass gewalttätige Ausbrüche unter Kindern oft normal sind und dass es wichtig ist, darauf angemessen zu reagieren, ohne gleich zu überreagieren.

Politische Botschaft des Buches

Das Buch soll eine positive Perspektive auf die Herausforderungen im Bildungssystem bieten und eine Botschaft der Hoffnung und Menschlichkeit vermitteln. Herr Lehrerin äußert den Wunsch nach mehr „guter Laune“ in der deutschen Bildungspolitik als Rezept gegen populistische Ansichten.

Wiarda wundert sich_31_Greiff

27.07.2026

Einführung in die PISA-Studie

In dieser Episode diskutiert Jan-Martin Viada mit Samuel Greif, einem Experten für Bildungsforschung, über die PISA-Studie, die von der OECD durchgeführt wird. Greif erläutert, dass PISA für das Program for International Student Assessment steht und seit 2000 besteht. Der Begriff "PISA-Schock" beschreibt die negativen Reaktionen auf die anfänglichen Ergebnisse, die die Schulbildung in Deutschland als unzureichend darstellten.

Die Bedeutung von Bildungseffektivität

Greif erklärt, dass der Begriff "Effectiveness" in seinem Titel die Frage behandelt, was gute Bildung ausmacht. Er betont die Notwendigkeit, Bildung auf verschiedenen Ebenen zu verbessern, von der Systemebene bis hin zu konkreten Lehrmethoden. Greif selbst hat ursprünglich Psychologie studiert, was ihn zufällig in die Bildungsforschung führte.

Die Rolle von PISA im Bildungssystem

PISA ermöglicht es, internationale Vergleiche anzustellen und zu erkennen, wie sich die Kompetenzen im deutschen Bildungssystem über die Zeit entwickelt haben. Greif hebt hervor, dass die Ergebnisse von PISA oft unbequem sind, aber wichtig, um das Bildungssystem zu reflektieren und notwendige Reformen anzustoßen.

Herausforderungen und Ausblick

Ein zentrales Thema ist der Abwärtstrend in den Kompetenzen der Schüler in Deutschland. Greif warnt vor einer Abstumpfung gegenüber schlechten Ergebnissen und fordert eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der PISA-Studie. Er wünscht sich, dass die Bildungspolitik nicht nur reagiert, sondern proaktive Maßnahmen zur Verbesserung ergreift.

Zusammenarbeit von Politik und Bildung

Greif betont die Wichtigkeit, dass Bildungspolitik, Forschung und Praxis enger zusammenarbeiten müssen. Er sieht das Beispiel Kanadas als Vorbild, wo Daten zur Verbesserung des Bildungssystems genutzt werden. Er fordert eine Kultur des Lernens und der Fehlerakzeptanz, um Fortschritte zu erzielen.

Abschluss und Ausblick

Greif schließt mit dem Wunsch, dass die Bildungspolitik ernsthaft in die Zukunft der jungen Menschen investiert und sich nicht von negativen Ergebnissen entmutigen lässt. Die PISA-Studie ist ein wichtiges Instrument, um die Entwicklungen im Bildungssystem zu verfolgen und notwendige Veränderungen anzustoßen.

Einführung in die PISA-Studie

In dieser Episode diskutiert Jan-Martin Viada mit Samuel Greif, einem Experten für Bildungsforschung, über die PISA-Studie, die von der OECD durchgeführt wird. Greif erläutert, dass PISA für das Program for International Student Assessment steht und seit 2000 besteht. Der Begriff "PISA-Schock" beschreibt die negativen Reaktionen auf die anfänglichen Ergebnisse, die die Schulbildung in Deutschland als unzureichend darstellten.

Die Bedeutung von Bildungseffektivität

Greif erklärt, dass der Begriff "Effectiveness" in seinem Titel die Frage behandelt, was gute Bildung ausmacht. Er betont die Notwendigkeit, Bildung auf verschiedenen Ebenen zu verbessern, von der Systemebene bis hin zu konkreten Lehrmethoden. Greif selbst hat ursprünglich Psychologie studiert, was ihn zufällig in die Bildungsforschung führte.

Die Rolle von PISA im Bildungssystem

PISA ermöglicht es, internationale Vergleiche anzustellen und zu erkennen, wie sich die Kompetenzen im deutschen Bildungssystem über die Zeit entwickelt haben. Greif hebt hervor, dass die Ergebnisse von PISA oft unbequem sind, aber wichtig, um das Bildungssystem zu reflektieren und notwendige Reformen anzustoßen.

Herausforderungen und Ausblick

Ein zentrales Thema ist der Abwärtstrend in den Kompetenzen der Schüler in Deutschland. Greif warnt vor einer Abstumpfung gegenüber schlechten Ergebnissen und fordert eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der PISA-Studie. Er wünscht sich, dass die Bildungspolitik nicht nur reagiert, sondern proaktive Maßnahmen zur Verbesserung ergreift.

Zusammenarbeit von Politik und Bildung

Greif betont die Wichtigkeit, dass Bildungspolitik, Forschung und Praxis enger zusammenarbeiten müssen. Er sieht das Beispiel Kanadas als Vorbild, wo Daten zur Verbesserung des Bildungssystems genutzt werden. Er fordert eine Kultur des Lernens und der Fehlerakzeptanz, um Fortschritte zu erzielen.

Abschluss und Ausblick

Greif schließt mit dem Wunsch, dass die Bildungspolitik ernsthaft in die Zukunft der jungen Menschen investiert und sich nicht von negativen Ergebnissen entmutigen lässt. Die PISA-Studie ist ein wichtiges Instrument, um die Entwicklungen im Bildungssystem zu verfolgen und notwendige Veränderungen anzustoßen.

Wiarda wundert sich_30_Siggelkow

17.07.2026

Einführung und Vorstellung des Gastes

Jan-Martin Viada begrüßt Bernd Sigelkow, Co-Pastor und Gründer der Arche, die sich gegen Kinderarmut in Deutschland engagiert. Das zentrale Thema der Episode ist, wie Kinder mit schlechten Startchancen erfolgreich in der Schule und im Leben werden können.

Die Arche: Ein Ort für Kinder

Sigelkow beschreibt die Arche als verlässliches Zuhause für Kinder, das kostenlose Mittagessen, schulische Unterstützung und Möglichkeiten für kindgerechte Aktivitäten bietet. Viele Kinder finden dort liebevolle Bezugspersonen.

Persönlicher Werdegang von Bernd Sigelkow

Sigelkow erzählt von seiner schwierigen Kindheit in St. Pauli und seiner Entscheidung, Christ zu werden und für Kinder zu kämpfen. Seine Erfahrungen prägten seinen Weg zur Gründung der Arche in Berlin-Hellersdorf.

Herausforderungen in der Bildungslandschaft

Er erörtert die Problematik der Bildungsarmut in Deutschland, wo Bildung oft vom Einkommen der Eltern abhängt. Viele Kinder haben Schwierigkeiten in der Schule, und das Bildungssystem hat große Defizite.

Die Rolle von Beziehungen in der Bildung

Sigelkow betont die Bedeutung von Beziehungen für den Bildungserfolg. Er kritisiert, dass das Bildungssystem oft nicht auf die Lebensrealitäten der Kinder eingeht und plädiert für eine Bildungsorientierung, die am Kind ansetzt.

Politisches Engagement

Bernd Sigelkow kündigt seine Kandidatur für das Berliner Abgeordnetenhaus an und erklärt, dass er in die Politik geht, um aktiv Veränderungen für Kinder und gegen Kinderarmut zu bewirken. Er möchte als unbequemer Politiker auftreten und für die Interessen der Kinder kämpfen.

Schlussfolgerung

Abschließend äußert Sigelkow den Wunsch, dass das Bildungssystem sich stärker am Kind orientiert und nicht umgekehrt. Seine Erfahrungen in der Arche zeigen, dass Investitionen in Kinder entscheidend für die Zukunft der Gesellschaft sind.

Einführung und Vorstellung des Gastes

Jan-Martin Viada begrüßt Bernd Sigelkow, Co-Pastor und Gründer der Arche, die sich gegen Kinderarmut in Deutschland engagiert. Das zentrale Thema der Episode ist, wie Kinder mit schlechten Startchancen erfolgreich in der Schule und im Leben werden können.

Die Arche: Ein Ort für Kinder

Sigelkow beschreibt die Arche als verlässliches Zuhause für Kinder, das kostenlose Mittagessen, schulische Unterstützung und Möglichkeiten für kindgerechte Aktivitäten bietet. Viele Kinder finden dort liebevolle Bezugspersonen.

Persönlicher Werdegang von Bernd Sigelkow

Sigelkow erzählt von seiner schwierigen Kindheit in St. Pauli und seiner Entscheidung, Christ zu werden und für Kinder zu kämpfen. Seine Erfahrungen prägten seinen Weg zur Gründung der Arche in Berlin-Hellersdorf.

Herausforderungen in der Bildungslandschaft

Er erörtert die Problematik der Bildungsarmut in Deutschland, wo Bildung oft vom Einkommen der Eltern abhängt. Viele Kinder haben Schwierigkeiten in der Schule, und das Bildungssystem hat große Defizite.

Die Rolle von Beziehungen in der Bildung

Sigelkow betont die Bedeutung von Beziehungen für den Bildungserfolg. Er kritisiert, dass das Bildungssystem oft nicht auf die Lebensrealitäten der Kinder eingeht und plädiert für eine Bildungsorientierung, die am Kind ansetzt.

Politisches Engagement

Bernd Sigelkow kündigt seine Kandidatur für das Berliner Abgeordnetenhaus an und erklärt, dass er in die Politik geht, um aktiv Veränderungen für Kinder und gegen Kinderarmut zu bewirken. Er möchte als unbequemer Politiker auftreten und für die Interessen der Kinder kämpfen.

Schlussfolgerung

Abschließend äußert Sigelkow den Wunsch, dass das Bildungssystem sich stärker am Kind orientiert und nicht umgekehrt. Seine Erfahrungen in der Arche zeigen, dass Investitionen in Kinder entscheidend für die Zukunft der Gesellschaft sind.