ZZF Podcast
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Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Beschreibung

Der ZZF Podcast widmet sich aktuellen Forschungsprojekten und -ergebnissen des Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF). Die Hosts sind Janine Funke und Tim Schleinitz, beide Historiker*innen sowie freiberufliche Redakteur*innen.

Das ZZF Potsdam ist ein außer­universitäres Forschungsinstitut. Es erforscht die deutsche und europäische Zeitgeschichte im 20. Jahrhundert und ihre Auswirkungen bis in unsere Gegenwart. Unter dem Dach »Zeitgeschichte digital« bündelt das Institut zudem verschiedene Online-Angebote für Studierende, Wissenschaftler*innen und an Zeitgeschichte interessierte Menschen.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Scientific utopias in the GDR & the history of energy in East and West Germany

03.09.2026

Einführung in die Episode

In dieser Episode des ZZF Podcasts spricht Lee Holt mit Mario Bianchini, einem Forschungspartner am Leibniz-Zentrum für Zeitgeschichte in Potsdam. Sie diskutieren Bianchinis Werdegang und seine Forschungsinteressen, insbesondere in Bezug auf die Deutsche Demokratische Republik (DDR) und das Konzept utopischer Technologien.

Interesse an zeitgenössischer Geschichte

Bianchini erklärt, dass sein Interesse an Geschichte in der Schule geweckt wurde, als er mit dem Thema Kalter Krieg in Berührung kam. Er war fasziniert von der Diskrepanz zwischen der Darstellung der Sowjetunion und der Realität der Ereignisse in diesen Ländern.

Utopien und Technologien in der DDR

Ein zentrales Thema seiner aktuellen Buchprojekte ist die Vorstellung einer technologischen Utopie in der DDR, die durch den Einsatz von Technologien wie nuklearer Energie und Automatisierung verwirklicht werden sollte. Bianchini argumentiert, dass diese Vision oft als Mittel zur Rechtfertigung der gegenwärtigen Arbeitsbedingungen diente.

Der Konflikt zwischen Arbeit und Utopie

Die DDR propagierte den Gedanken, dass die technologischen Fortschritte letztlich die Notwendigkeit körperlicher Arbeit beseitigen würden. Gleichzeitig wurde die Arbeit selbst als wertvoll und edel angesehen, was zu Spannungen zwischen diesen utopischen Vorstellungen und der Realität führte.

Umwelt und technologische Dystopien

Die Diskussion über utopische Technologien in der DDR schloss auch ökologische Überlegungen ein. Trotz der Bemühungen um Umweltschutz führte die industrielle Produktion zu erheblichen Umweltschäden, was Bianchini als eine Form technologischer Dystopie beschreibt.

Überleitung zu Energieprojekten

Bianchini erläutert, wie seine Forschung sich auf die Energieproduktion konzentriert, insbesondere auf die Illogik, die der Vorstellung einer unendlichen Energieproduktion zugrunde liegt. Er betont, dass die Behauptung, dass technologische Fortschritte zukünftige Probleme lösen könnten, oft als Ausrede dient, um gegenwärtige Herausforderungen zu ignorieren.

Schlussfolgerung

Die Episode endet mit der Erkenntnis, dass sowohl in der DDR als auch in der modernen Welt ein gefährliches Versprechen von unendlichem Wachstum und Energie besteht, das letztlich zu einer Krise führen kann.

Einführung in die Episode

In dieser Episode des ZZF Podcasts spricht Lee Holt mit Mario Bianchini, einem Forschungspartner am Leibniz-Zentrum für Zeitgeschichte in Potsdam. Sie diskutieren Bianchinis Werdegang und seine Forschungsinteressen, insbesondere in Bezug auf die Deutsche Demokratische Republik (DDR) und das Konzept utopischer Technologien.

Interesse an zeitgenössischer Geschichte

Bianchini erklärt, dass sein Interesse an Geschichte in der Schule geweckt wurde, als er mit dem Thema Kalter Krieg in Berührung kam. Er war fasziniert von der Diskrepanz zwischen der Darstellung der Sowjetunion und der Realität der Ereignisse in diesen Ländern.

Utopien und Technologien in der DDR

Ein zentrales Thema seiner aktuellen Buchprojekte ist die Vorstellung einer technologischen Utopie in der DDR, die durch den Einsatz von Technologien wie nuklearer Energie und Automatisierung verwirklicht werden sollte. Bianchini argumentiert, dass diese Vision oft als Mittel zur Rechtfertigung der gegenwärtigen Arbeitsbedingungen diente.

Der Konflikt zwischen Arbeit und Utopie

Die DDR propagierte den Gedanken, dass die technologischen Fortschritte letztlich die Notwendigkeit körperlicher Arbeit beseitigen würden. Gleichzeitig wurde die Arbeit selbst als wertvoll und edel angesehen, was zu Spannungen zwischen diesen utopischen Vorstellungen und der Realität führte.

Umwelt und technologische Dystopien

Die Diskussion über utopische Technologien in der DDR schloss auch ökologische Überlegungen ein. Trotz der Bemühungen um Umweltschutz führte die industrielle Produktion zu erheblichen Umweltschäden, was Bianchini als eine Form technologischer Dystopie beschreibt.

Überleitung zu Energieprojekten

Bianchini erläutert, wie seine Forschung sich auf die Energieproduktion konzentriert, insbesondere auf die Illogik, die der Vorstellung einer unendlichen Energieproduktion zugrunde liegt. Er betont, dass die Behauptung, dass technologische Fortschritte zukünftige Probleme lösen könnten, oft als Ausrede dient, um gegenwärtige Herausforderungen zu ignorieren.

Schlussfolgerung

Die Episode endet mit der Erkenntnis, dass sowohl in der DDR als auch in der modernen Welt ein gefährliches Versprechen von unendlichem Wachstum und Energie besteht, das letztlich zu einer Krise führen kann.

The GDR, its global context, and the rise of illiberal constitutionalism

20.08.2026

Einführung in den Podcast

Lee Holt spricht mit Ned Richardson-Little, einem Forschungsstipendiaten am Leibniz-Zentrum für zeithistorische Forschung in Potsdam, über seine Forschung zur deutschen Geschichte, insbesondere zur DDR.

Perschönliche Motivation für das Studium der deutschen Geschichte

Ned erläutert, dass sein Interesse an der Geschichte der DDR durch die Kontraste zwischen seiner Kindheit in Kanada und den verschiedenen Ideologien und Konflikten, die viele seiner Bekannten erlebten, geweckt wurde. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Kalten Krieges wurde zu seinem Zugang zur deutschen Geschichte.

Das Buch über die DDR

Richardson-Little spricht über sein Buch „Die Deutsche Demokratische Republik: Aufstieg und Fall eines Kalten Kriegsstaates“, das sowohl als narrative Geschichte als auch als Einführung in aktuelle akademische Entwicklungen konzipiert ist. Die Herausforderungen beim Schreiben umfassten enge Wortgrenzen und die Notwendigkeit, die Themen prägnant zu behandeln.

Bedeutung der DDR für Studierende

Er betont, dass die DDR ein faszinierendes Studienfeld ist, das aufzeigt, wie Gesellschaften nach einer Diktatur organisiert werden und wie sich autoritäre Regime entwickeln. Dies ist besonders relevant für das Verständnis von Demokratien und Diktaturen im globalen Kontext.

Globale Verbindungen der DDR

Richardson-Little erklärt, dass die DDR nicht isoliert war, sondern in ein komplexes globales Netzwerk integriert war, das Migration, internationale Beziehungen und den globalen Handel beinhaltete. Diese Dimensionen sind entscheidend für das Verständnis der wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen der DDR.

Flüchtlinge und Attraktivität der DDR

Er beschreibt, dass viele Flüchtlinge die DDR aus politischen Gründen suchten und dass die DDR für einige als sicherer Hafen galt, während andere in der DDR lebten, um den politischen Repressionen in ihren Heimatländern zu entkommen.

Aktuelle Projekte und Forschung

Ned spricht über sein aktuelles Projekt zur Untersuchung illiberaler Verfassungen in Ostmitteleuropa, das sich mit der Transformation demokratischer Institutionen in autoritäre Strukturen beschäftigt. Er zieht Parallelen zwischen diesen Trends in Europa und den Entwicklungen in anderen Teilen der Welt.

Zusammenfassung der Herausforderungen

Er betont die Schwierigkeiten, die mit der Rückkehr zur Demokratie nach der Herrschaft illiberaler Regierungen verbunden sind, und die Notwendigkeit, ein neues institutionelles Verständnis zu entwickeln, das die Bevölkerung wieder in den politischen Prozess einbindet.

Einführung in den Podcast

Lee Holt spricht mit Ned Richardson-Little, einem Forschungsstipendiaten am Leibniz-Zentrum für zeithistorische Forschung in Potsdam, über seine Forschung zur deutschen Geschichte, insbesondere zur DDR.

Perschönliche Motivation für das Studium der deutschen Geschichte

Ned erläutert, dass sein Interesse an der Geschichte der DDR durch die Kontraste zwischen seiner Kindheit in Kanada und den verschiedenen Ideologien und Konflikten, die viele seiner Bekannten erlebten, geweckt wurde. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Kalten Krieges wurde zu seinem Zugang zur deutschen Geschichte.

Das Buch über die DDR

Richardson-Little spricht über sein Buch „Die Deutsche Demokratische Republik: Aufstieg und Fall eines Kalten Kriegsstaates“, das sowohl als narrative Geschichte als auch als Einführung in aktuelle akademische Entwicklungen konzipiert ist. Die Herausforderungen beim Schreiben umfassten enge Wortgrenzen und die Notwendigkeit, die Themen prägnant zu behandeln.

Bedeutung der DDR für Studierende

Er betont, dass die DDR ein faszinierendes Studienfeld ist, das aufzeigt, wie Gesellschaften nach einer Diktatur organisiert werden und wie sich autoritäre Regime entwickeln. Dies ist besonders relevant für das Verständnis von Demokratien und Diktaturen im globalen Kontext.

Globale Verbindungen der DDR

Richardson-Little erklärt, dass die DDR nicht isoliert war, sondern in ein komplexes globales Netzwerk integriert war, das Migration, internationale Beziehungen und den globalen Handel beinhaltete. Diese Dimensionen sind entscheidend für das Verständnis der wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen der DDR.

Flüchtlinge und Attraktivität der DDR

Er beschreibt, dass viele Flüchtlinge die DDR aus politischen Gründen suchten und dass die DDR für einige als sicherer Hafen galt, während andere in der DDR lebten, um den politischen Repressionen in ihren Heimatländern zu entkommen.

Aktuelle Projekte und Forschung

Ned spricht über sein aktuelles Projekt zur Untersuchung illiberaler Verfassungen in Ostmitteleuropa, das sich mit der Transformation demokratischer Institutionen in autoritäre Strukturen beschäftigt. Er zieht Parallelen zwischen diesen Trends in Europa und den Entwicklungen in anderen Teilen der Welt.

Zusammenfassung der Herausforderungen

Er betont die Schwierigkeiten, die mit der Rückkehr zur Demokratie nach der Herrschaft illiberaler Regierungen verbunden sind, und die Notwendigkeit, ein neues institutionelles Verständnis zu entwickeln, das die Bevölkerung wieder in den politischen Prozess einbindet.

Diversity in Contemporary History

07.08.2026

Einführung in die Thematik der Vielfalt

Lee Holtz, der Gastgeber des ZZF Podcasts, spricht mit Bodie Ashton, einem Forschungsstipendiaten am Zentrum für zeitgenössische Geschichte, über das Thema Vielfalt. Bodie Ashtons interdisziplinäre Herangehensweise an Geschichte, insbesondere im Hinblick auf queere Identitäten, steht im Mittelpunkt des Gesprächs.

Bodis Hintergrund und Interesse an Vielfalt

Bodie Ashton, ursprünglich aus Australien, betont die Bedeutung seiner Herkunft und die Notwendigkeit, das Wissen über die indigenen Völker Australiens zu erweitern. Sie reflektieren über ihre akademische Reise, die ursprünglich in der politischen Geschichte des 19. Jahrhunderts begann und sich zunehmend auf queere Geschichte konzentrierte.

Forschung zu transgender Gemeinschaften

Bodie berichtet über aktuelle Projekte, die sich mit dem Leben von Transgender-Personen in Deutschland in den 20er bis 40er Jahren beschäftigen, sowie über die Wiederherstellung von Transgender-Gemeinschaften nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Herausforderungen und Entwicklungen dieser Gemeinschaften sind ein zentrales Thema.

Transnationale Verbindungen und Geschichte

Das Gespräch beleuchtet die transnationalen Verbindungen innerhalb queerer Gemeinschaften vor und nach dem Krieg und die kulturellen Spannungen, die sich aus den nationalen Identitäten ergeben. Bodie erklärt, dass Queerness nationale Grenzen überschreitet und wie Berlin zu einem Sammelpunkt für queere Menschen wurde.

Diversität in der Gegenwart und Verantwortung der Wissenschaftler

Bodie diskutiert die aktuelle Relevanz von Diversität in der Gesellschaft und die Verantwortung von Wissenschaftlern, ihre Forschung der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Diskussion über Diversität, insbesondere in der Geschichte, ist im Kontext der gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen von großer Bedeutung.

Gesellschaftliche Auswirkungen der Geschichtsforschung

Abschließend wird die Bedeutung der Geschichtsforschung für die soziale Realität und das Verständnis von Gemeinschaften hervorgehoben. Bodie weist darauf hin, dass das Verständnis historischer Ungerechtigkeiten und deren Erfassung entscheidend für die Förderung von Gleichheit und Integration ist.

Einführung in die Thematik der Vielfalt

Lee Holtz, der Gastgeber des ZZF Podcasts, spricht mit Bodie Ashton, einem Forschungsstipendiaten am Zentrum für zeitgenössische Geschichte, über das Thema Vielfalt. Bodie Ashtons interdisziplinäre Herangehensweise an Geschichte, insbesondere im Hinblick auf queere Identitäten, steht im Mittelpunkt des Gesprächs.

Bodis Hintergrund und Interesse an Vielfalt

Bodie Ashton, ursprünglich aus Australien, betont die Bedeutung seiner Herkunft und die Notwendigkeit, das Wissen über die indigenen Völker Australiens zu erweitern. Sie reflektieren über ihre akademische Reise, die ursprünglich in der politischen Geschichte des 19. Jahrhunderts begann und sich zunehmend auf queere Geschichte konzentrierte.

Forschung zu transgender Gemeinschaften

Bodie berichtet über aktuelle Projekte, die sich mit dem Leben von Transgender-Personen in Deutschland in den 20er bis 40er Jahren beschäftigen, sowie über die Wiederherstellung von Transgender-Gemeinschaften nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Herausforderungen und Entwicklungen dieser Gemeinschaften sind ein zentrales Thema.

Transnationale Verbindungen und Geschichte

Das Gespräch beleuchtet die transnationalen Verbindungen innerhalb queerer Gemeinschaften vor und nach dem Krieg und die kulturellen Spannungen, die sich aus den nationalen Identitäten ergeben. Bodie erklärt, dass Queerness nationale Grenzen überschreitet und wie Berlin zu einem Sammelpunkt für queere Menschen wurde.

Diversität in der Gegenwart und Verantwortung der Wissenschaftler

Bodie diskutiert die aktuelle Relevanz von Diversität in der Gesellschaft und die Verantwortung von Wissenschaftlern, ihre Forschung der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Diskussion über Diversität, insbesondere in der Geschichte, ist im Kontext der gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen von großer Bedeutung.

Gesellschaftliche Auswirkungen der Geschichtsforschung

Abschließend wird die Bedeutung der Geschichtsforschung für die soziale Realität und das Verständnis von Gemeinschaften hervorgehoben. Bodie weist darauf hin, dass das Verständnis historischer Ungerechtigkeiten und deren Erfassung entscheidend für die Förderung von Gleichheit und Integration ist.