Handelsblatt Economic Challenges - Podcast über Wirtschaft, Konjunktur, Geopolitik und Welthandel
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Handelsblatt Economic Challenges - Podcast über Wirtschaft, Konjunktur, Geopolitik und Welthandel

Professor Michael Hüther und Professor Bert Rürup, Handelsblatt

Beschreibung

Im Podcast Handelsblatt Economic Challenges diskutieren Professor Bert Rürup, der Chefökonom des Handelsblatts, und Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, aktuelle nationale wie globale wirtschaftliche Probleme sowie die politischen Optionen und deren Folgen.

Handelsblatt Economic Challenges finden Sie auf allen relevanten Podcast-Plattformen - und natürlich auf der Handelsblatt-Website. 

Jetzt reinhören: Jeden Freitag Bert Rürup, Handelsblatt-Chefökonom, im Gespräch mit Michael Hüther, dem Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft

Logo-Design: Henrik Balzer, Michel Becker

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Investorenkonferenz und Autoindustrie: Wie viel Signal braucht der Standort Deutschland?

23.10.2026
In dieser Folge von Economic Challenges sprechen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über die erste Investorenkonferenz der Bundesregierung und die Lage der deutschen Industrie. Rürup sorgt sich um die Autobranche, wo seit 2019 rund 900.000 Industriearbeitsplätze abgebaut wurden. „Der Automobilsektor ist der entscheidende industrielle Sektor, den wir haben“, sagt er. Chinas Erfolg beruhe darauf, das Auto als „Bildschirm auf Rädern“ neu definiert zu haben. Der Umbau treffe vor allem die Zulieferer. Zölle sieht er jedoch skeptisch. Hüther hält Ausgleichszölle wegen chinesischer Subventionen und einer unterbewerteten Währung für gerechtfertigt, versteht sie aber vor allem als Verhandlungsmittel. Die Autobranche müsse sich zwischen Verbrenner und Elektroantrieb entscheiden. Die Konferenz wertet Hüther als Signal nach innen und außen. „Internationale Investoren wollen auch geliebt werden“, sagt er. Politisches Handeln ersetze das Treffen in seinen Augen jedoch nicht. Moderiert von Bert Rürup und Michael Hüther Produziert von Lukas Teppler Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: https://www.handelsblatt.com/wirtschaftsabo Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen

In dieser Folge von Economic Challenges sprechen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über die erste Investorenkonferenz der Bundesregierung und die Lage der deutschen Industrie.

Rürup sorgt sich um die Autobranche, wo seit 2019 rund 900.000 Industriearbeitsplätze abgebaut wurden. „Der Automobilsektor ist der entscheidende industrielle Sektor, den wir haben“, sagt er. Chinas Erfolg beruhe darauf, das Auto als „Bildschirm auf Rädern“ neu definiert zu haben. Der Umbau treffe vor allem die Zulieferer. Zölle sieht er jedoch skeptisch.

Hüther hält Ausgleichszölle wegen chinesischer Subventionen und einer unterbewerteten Währung für gerechtfertigt, versteht sie aber vor allem als Verhandlungsmittel. Die Autobranche müsse sich zwischen Verbrenner und Elektroantrieb entscheiden.

Die Konferenz wertet Hüther als Signal nach innen und außen. „Internationale Investoren wollen auch geliebt werden“, sagt er. Politisches Handeln ersetze das Treffen in seinen Augen jedoch nicht.

Moderiert von Bert Rürup und Michael Hüther

Produziert von Lukas Teppler


Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: https://www.handelsblatt.com/wirtschaftsabo

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Erbschaftsteuer vor dem Verfassungsgericht: Wie viel Verschonung verträgt das Betriebsvermögen?

16.10.2026
In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über die Reform der Erbschaftsteuer. Das Bundesverfassungsgericht hat in dieser Woche zwei Verfahren dazu verhandelt. Rürup plädiert für das Prinzip der Einkommensteuer: niedrige Steuersätze, breite Bemessungsgrundlage. Er kritisiert, dass Privatvermögen in Personengesellschaften verlagert werden kann. Ignoriere die Reform diese Schieflage, fürchtet er eine Wiederbelebung der Vermögensteuer. Hüther hält die Verschonung von Betriebsvermögen für begründbar. Wer ein Unternehmen erbe, übernehme zugleich Verantwortung, die Leistungsfähigkeit unterscheide sich also von der bei Privatvermögen. Das Verlagerungsargument „wird auch nicht richtiger durch Wiederholung“. Außerdem machten Erbschaften die Vermögensverteilung eher gleicher: „Die Dramatik, die immer hineingelegt wird, ist faktisch den Daten nicht zu entnehmen.“ Eine Flatrate lehnt er ab. Im Zentrum steht die Frage, ob das Gericht seine Linie von 2014 bestätigt. Hüther sieht keine Anzeichen für einen Kurswechsel. Rürup erwartet ein Urteil, das in eine andere Richtung geht. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: https://www.handelsblatt.com/wirtschaftsabo Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen

In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über die Reform der Erbschaftsteuer. Das Bundesverfassungsgericht hat in dieser Woche zwei Verfahren dazu verhandelt.

Rürup plädiert für das Prinzip der Einkommensteuer: niedrige Steuersätze, breite Bemessungsgrundlage. Er kritisiert, dass Privatvermögen in Personengesellschaften verlagert werden kann. Ignoriere die Reform diese Schieflage, fürchtet er eine Wiederbelebung der Vermögensteuer.

Hüther hält die Verschonung von Betriebsvermögen für begründbar. Wer ein Unternehmen erbe, übernehme zugleich Verantwortung, die Leistungsfähigkeit unterscheide sich also von der bei Privatvermögen. Das Verlagerungsargument „wird auch nicht richtiger durch Wiederholung“. Außerdem machten Erbschaften die Vermögensverteilung eher gleicher: „Die Dramatik, die immer hineingelegt wird, ist faktisch den Daten nicht zu entnehmen.“ Eine Flatrate lehnt er ab.

Im Zentrum steht die Frage, ob das Gericht seine Linie von 2014 bestätigt. Hüther sieht keine Anzeichen für einen Kurswechsel. Rürup erwartet ein Urteil, das in eine andere Richtung geht.


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Haushaltsdebatte ohne Substanz – warum Berlin das Alterungsproblem verschweigt

09.10.2026
Ausgangspunkt dieser Folge von Economic Challenges ist die Haushaltsrede von Finanzminister Lars Klingbeil, der „Gerechtigkeit“ zum Maßstab aller Reformen erklärt hatte. Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, kritisieren, dass solche Begriffe laut Friedrich August von Hayek Substantiven ihren Sinn entleeren – und in der Debatte vom eigentlichen Problem ablenken: der alternden Gesellschaft. Rürup rechnet vor, dass Deutschland jährlich 400.000 Erwerbspersonen fehlen und das Trendwachstum ohne schuldenfinanzierte Rüstungsausgaben bei nur 0,3 Prozent liege. „Das ist die veritabelste Wachstumsbremse, die wir gegenwärtig haben“, sagt er – dennoch sei das Thema in der Haushaltsdebatte „großräumig gemieden“ worden, auch aus Furcht vor der AfD. Hüther sieht die Ursache auch in mangelndem Mut zur Erklärung: Bei Rente, Pflege und Gesundheit handle es sich um „einfache Mathematik“, die Politik traue sich aber nicht, Finanzierungslücken offen zu benennen. Beide Ökonomen plädieren dafür, die AfD inhaltlich zu stellen, statt sie hinter einer Brandmauer zu ignorieren – ihre wirtschaftspolitischen Vorschläge seien, so Hüther, „eine mistgequirlte Soße“, die einer offenen Debatte nicht standhalte. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: https://www.handelsblatt.com/wirtschaftsabo Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen

Ausgangspunkt dieser Folge von Economic Challenges ist die Haushaltsrede von Finanzminister Lars Klingbeil, der „Gerechtigkeit“ zum Maßstab aller Reformen erklärt hatte. Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, kritisieren, dass solche Begriffe laut Friedrich August von Hayek Substantiven ihren Sinn entleeren – und in der Debatte vom eigentlichen Problem ablenken: der alternden Gesellschaft.

Rürup rechnet vor, dass Deutschland jährlich 400.000 Erwerbspersonen fehlen und das Trendwachstum ohne schuldenfinanzierte Rüstungsausgaben bei nur 0,3 Prozent liege. „Das ist die veritabelste Wachstumsbremse, die wir gegenwärtig haben“, sagt er – dennoch sei das Thema in der Haushaltsdebatte „großräumig gemieden“ worden, auch aus Furcht vor der AfD.

Hüther sieht die Ursache auch in mangelndem Mut zur Erklärung: Bei Rente, Pflege und Gesundheit handle es sich um „einfache Mathematik“, die Politik traue sich aber nicht, Finanzierungslücken offen zu benennen. Beide Ökonomen plädieren dafür, die AfD inhaltlich zu stellen, statt sie hinter einer Brandmauer zu ignorieren – ihre wirtschaftspolitischen Vorschläge seien, so Hüther, „eine mistgequirlte Soße“, die einer offenen Debatte nicht standhalte.


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