
True Crime.Köln
KStA, Kölner Stadt-Anzeiger, Helmut Frangenberg
Beschreibung
Im Podcast „True Crime Köln“ stehen spektakuläre Verbrechen und Kriminalfälle aus Köln im Mittelpunkt. Dabei wechselt sich historischer True Crime mit investigativen Recherchen und spannenden Fällen aus der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart ab.
Gesprächspartner: Kollegen, d.h. Gerichts- und Polizeireporter sowie Investigativteam des „Kölner Stadt-Anzeiger“, Buch-Autoren, Experten von Polizei, Staatsanwalt und Gerichtsmediziner, prominente Experten oder auch Opfer von Verbrechen bzw. Freunde von Familie.
Gesprächspartner: Kollegen, d.h. Gerichts- und Polizeireporter sowie Investigativteam des „Kölner Stadt-Anzeiger“, Buch-Autoren, Experten von Polizei, Staatsanwalt und Gerichtsmediziner, prominente Experten oder auch Opfer von Verbrechen bzw. Freunde von Familie.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Vom Staatsfeind zum Minister: Die unglaubliche Geschichte des Carl Schurz
26.09.2026
Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung
Ob etwas als Verbrechen und Straftat angesehen wird, hängt auch von den jeweiligen Zeitumständen ab. Und manchmal ändert sich der Blick auf mutmaßliche Vergehen sehr schnell: Carl Schurz, der heute als Vorkämpfer für die Demokratie gewürdigt wird, wurde zu seiner Zeit als gewaltbereiter Staatsfeind steckbrieflich gesucht. Er floh über London und Paris in die USA, wo er schließlich Innenminister wurde. Die Lebensgeschichte des Rheinländers klingt fast unglaublich.
Nach dem Scheitern der Revolution von 1848/49 musste Schurz aus Deutschland fliehen, kehrte jedoch noch einmal zurück, um für einen Freund einen spektakulären Gefängnisausbruch zu organisieren. In den USA kämpfte der Mann, der in Liblar auf die Welt gekommen war und in Köln Abitur gemacht hatte, im Bürgerkrieg für die Union und unterstützte Abraham Lincoln.
In der neuen Folge von „True Crime Köln“ ist der Historiker und ehemalige Leiter des Kölnischen Stadtmuseums, Mario Kramp, zu Gast. Er erzählt vom Aufstieg und abenteuerlichen Erlebnissen eines gescheiterten Revolutionärs, seiner Zeit im Exil und schließlich in Amerika - und wirft zugleich einen kritischen Blick auf die Widersprüche dieser außergewöhnlichen Biografie.
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Hinter der Mauer des Schweigens
12.09.2026
Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung
In Ehrenfeld wird eine Geschäftsfrau mit 30 Messerstichen ermordet. In Buchheim fällt ein Markthändler einem ähnlichen Verbrechen zum Opfer. Beide Fälle stehen beispielhaft für eine Reihe von Morden, deren Spuren in die Stricherszene rund um den Kölner Alter Markt führen. In den 1970er- und 1980er-Jahren verzeichnete die Kölner Polizeistatistik in manchen Jahren 30 bis 40 Tötungsdelikte. Der Grund für die hohe Zahl an Kapitalverbrechen war eine skrupellose und brutale Szene, in der sich teilweise verwahrloste Jugendliche und junge Erwachsene prostituierten. Überfälle auf schwule Männer wurden damals nur selten angezeigt. Dadurch konnten sich die Täter hinter einer regelrechten Mauer des Schweigens sicher fühlen.
Der Kölner Fahnder Helmut Simon hatte damals die Aufgabe, diese Mauer zu durchbrechen. Er berichtet von brutalen Straftaten und der schwierigen Ermittlungsarbeit. Es war nicht einfach, Vertrauen in der Szene zu gewinnen. Ein Altstadt-Wirt, der auch als „König vom Alter Markt“ bekannt war und später unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, wurde zu einem wichtigen Verbindungsmann.
Die Fälle, von denen Helmut Simon bei der ersten Live-Veranstaltung von „True Crime Köln“ im Theater Comedia im Gespräch mit Helmut Frangenberg berichtet, spielen auch eine große Rolle in dem Buch, das er geschrieben hat. „Tatsachen – Ein Ex-Fahnder blickt zurück“ heißt die Fallsammlung, die sich von Büchern anderer ehemaliger Polizisten unterscheidet. Das Buch von Helmut Simon kann man im Internet zum Beispiel über Amazon oder den BoD‑Buchshop beziehen. Es kostet 16,99 Euro.
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Tatort Krankenhaus
25.07.2026
Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung
Im Zuge neuer Mordermittlungen gegen den Krankenpfleger Ulrich S. hat die Kölner Staatsanwaltschaft sieben weitere Gräber in Köln öffnen lassen. Weitere Exhumierungen sind geplant. Ulrich S. ist im vergangenen Jahr vom Landgericht Aachen wegen zehnfachen Mordes und 27-fachen Mordversuchs zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Zwischen Dezember 2023 und Mai 2024 hat der 44-Jährige im Nachtdienst auf der Palliativstation des Rhein-Maas-Klinikums in Würselen eigenmächtig überhöhte Mengen an Beruhigungsmitteln verabreicht. Mittlerweile gehen die Ermittler davon aus, dass der Mann rund 100 Menschen getötet haben könnte. Vor seiner Anstellung in Würselen war Ulrich S. etwa sieben Jahre lang in Merheim beschäftigt. Auch wenn die Todesfälle mehrere Jahre zurückliegen, ist es immer noch möglich, in den sterblichen Überresten durch chemisch-toxikologische Untersuchungen eine Überdosierung von Morphinen festzustellen.
Sollte sich der Verdacht der Ermittler bestätigen und die Zahl der ermordeten Patienten auf 100 steigen, wäre das die größte Mordserie eines Serientäters in bundesdeutschen Krankenhäusern. Im Jahr 2019 war der Krankenpfleger Niels Högel in Oldenburg wegen 85-fachen Mordes verurteilt worden. Damals hatte die Deutsche Krankenhausgesellschaft von einem „Einzelfall“ gesprochen und beteuert, dass sich so etwas niemals wiederholen werde. Nicht nur die Ermittlungen gegen Ulrich S. zeigen, dass sie damit falsch lag.
Das Gespräch mit der Chefreporterin des „Kölner Stadt-Anzeiger“, Lena Heising, wurde bei „True Crime Köln - live“ in der Kölner Comedia aufgezeichnet. Die Podcastreihe des „Kölner Stadt-Anzeiger“ war im Juli 2026 erstmals live auf der Bühne des Comedia-Theaters in der Kölner Südstadt zu sehen.
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