
Anno Mundi – Von Byzantinern und Griechen
Günter L. Fuchs
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Kongress-Spezial 1: Wien, Byzanz und der Kongress 2026
Kongress für Byzantinistik in Wien 2026
Die erste Spezialausgabe des Podcasts behandelt den bevorstehenden Internationalen Kongress für Byzantinistik, der im August 2026 in Wien stattfinden wird. Die Gastgeber sprechen mit Claudia Rapp, Andreas Roby und Christina Kubina, die für die Planung und Organisation verantwortlich sind, über die Ziele und Themen des Kongresses.
Organisation und Teilnehmer
Der Kongress wird als bedeutendes Ereignis für die internationale Byzantinistik beschrieben, mit bis zu 1500 Teilnehmern und einem umfangreichen Programm, das sowohl akademische Vorträge als auch kulturelle Veranstaltungen umfasst. Die Organisatoren betonen die Wichtigkeit der gemeinsamen Präsenz und des persönlichen Austauschs.
Themenvielfalt und Interdisziplinarität
Das Generalthema des Kongresses, „Byzanz über Byzanz hinaus“, soll die Interaktion der Byzantinistik mit angrenzenden Disziplinen fördern. Es wird auf die zunehmende Bedeutung von Umweltgeschichte und interkulturellem Austausch hingewiesen, während die Vielfalt der eingereichten Themen eine breite Resonanz zeigt.
Wien als Zentrum der Byzantinistik
Wien hat eine lange Tradition in der Byzantinistik, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Die Organisatoren heben hervor, dass die Stadt ein wichtiger Forschungsstandort ist, auch aufgrund ihrer historischen Verbindungen zu Byzanz und der Präsenz vieler Byzantinisten in der Region.
Kulturelles Rahmenprogramm
Neben den wissenschaftlichen Vorträgen wird ein reichhaltiges kulturelles Rahmenprogramm angeboten, darunter Ausstellungen, Stadttouren und Konzerte, um den Teilnehmern eine umfassende Erfahrung zu bieten.
Zukunft der Byzantinistik
Die Diskussion über die Zukunft der Byzantinistik und die Rolle neuer Technologien in der Forschung steht im Mittelpunkt. Die Organisatoren ermutigen jüngere Forscher, aktiv an den Austausch- und Kooperationsmöglichkeiten teilzunehmen.

AM44: Hagiographie – Das Leben und Wirken von Heiligen
Was Hagiografie ist und welche Formen es gibt
Hagiografie beschäftigt sich mit Schriften über heilige Personen und deren Wirken. Neben Märtyrer-, Lebensbeschreibungen und Sammlungen von Wunderberichten gehören auch Lobreden, Beschreibungen von Reliquien-Translationalen sowie erbauliche Geschichten und hymnografische Texte zu dieser Literatur. Die Formen variieren stark in Stil, Länge und Aufbau, doch alle zielen darauf ab, Vorbildern im Glauben zu begegnen und deren Verehrung zu vermitteln.
Ursprünge und frühe Beispiele im monastischen Umfeld
Die Anfänge liegen in der christlichen Anerkennung von Heiligen, besonders in der Lebensbeschreibung antiker Wüstenväter. Die Vita eines Heiligen dient als Modell, während Passiones die letzten Märtyrergeschichten schildern. Später entstehen Sammelwerke von Aussprüchen der Wüstenväter, die als lehrreiche Dialoge funktionieren. Aus dem ägyptischen Umfeld entwickeln sich zentrale Schreibformen, die später das Bild der Heiligenformate prägen.
Entwicklung im Osten: Von Wüstenviten zu städtischer Hagiografie
Mit der Ausbreitung des Mönchtums wandern Viten, Passiones und Wunderberichte zunächst in die östlichen Zentren. In wichtigen Metropolen wie Konstantinopel werden Texte stilistisch verfeinert, häufig als Enkomien oder Lobreden genutzt. Die Bedeutung der Heiligen wird in städtischen Kontexten verankert, und Texte bieten Einblicke in Topografie, Politik und Gesellschaft. Neue Heilige entstehen, doch die Quellen bleiben oft auf lokale oder klösterliche Kreise beschränkt.
Forschung, Wirkung und spätere Entwicklungen
Die Hagiografie wird lange Zeit als erzählerisch trocken angesehen, erfährt jedoch im wissenschaftlichen Diskurs neue Beachtung: Sie liefert Einblicke in Alltagsleben, Frömmigkeit und soziale Strukturen der Oströmischen Welt. Spätere Epochen fügen Konturen hinzu, zum Beispiel durch Übersetzungen, historische Reflexionen und größere Sammlungen. Zwei heutige Ausblicke betreffen Extrafolgen mit Texten und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Hagiografie als historische und literarische Quelle.

AM43: Basileios II. – Teil 1: Bürgerkriege
Einführung in die Herrschaft von Basilius II.
Die Episode widmet sich der ersten Phase der Herrschaft von Kaiser Basilius II., die von 976 bis 989 von internen Konflikten geprägt war. Die makedonische Dynastie sah sich mit Herausforderungen durch mächtige Militärs und interne Rivalitäten konfrontiert.
Politische Machtverhältnisse
Nach dem Tod von Kaiser Johannes Zimiskis übernahmen die jungen Brüder Basilius II. und Konstantin VIII. die Herrschaft, jedoch lag die wahre Macht bei Basilios Lakapinos, dem Oberkämmerer. Die politischen Intrigen und Machtkämpfe innerhalb der Dynastie führten zu Spannungen mit rivalisierenden Familien.
Interne Konflikte und Bürgerkriege
Die Episode beschreibt die Bürgerkriege, die durch die Ambitionen von Militärführern wie Vardas Skleros und Vardas Phokas ausgelöst wurden. Die kaiserliche Regierung kämpfte darum, die Kontrolle über das Reich zu behalten, während Skleros und seine Anhänger versuchten, die Macht zu ergreifen.
Einfluss externer Mächte
Die Situation wurde zusätzlich durch die Bedrohung von außen, insbesondere durch die Bulgaren unter Samuel und die Fatimiden im Süden, kompliziert. Diese Nachbarn nutzten die internen Konflikte, um ihre eigenen Interessen zu verfolgen.
Die Wende in den Bürgerkriegen
Basilius II. ergriff die Initiative, um die Kontrolle zurückzugewinnen. Durch Allianzen, insbesondere mit den Kiewer Rus, konnte er militärische Unterstützung mobilisieren, die ihm schließlich half, die Aufstände zu besiegen.
Schlussfolgerung
Am Ende der Episode wird die Bedeutung von Basilius II.s Triumph über seine Rivalen und die langfristigen Auswirkungen seiner Herrschaft auf die politischen und religiösen Strukturen im Römischen Reich hervorgehoben.