Die Filmanalyse
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Die Filmanalyse

Wolfgang M. Schmitt

Beschreibung

Kino anders gedacht: Der Titel und zugleich oberstes Prinzip der Filmanalyse.

Wolfgang M. Schmitt jun. beleuchtet aktuelle Großproduktionen (und manchmal auch Klassiker) aus einer etwas anderen Perspektive.

Jede Woche eine neue ideologiekritische Analyse!

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Ep. 299: Ein Meisterwerk über die Freiheit: ROSE – Kritik & Analyse

10.05.2026
Sandra Hüller ist eine der aufregendsten Schauspielerinnen unserer Zeit. Nun schlüpft sie für „Rose“ in eine Hosenrolle, um einen Soldaten während des Dreißigjährigen Krieges zu spielen, der kriegsmüde geworden ist und sich am Rande eines Dorfes niederlassen möchte. Rose heißt der unbekannte Mann, der keiner ist, was jedoch von den Dorfbewohnern niemand erfahren darf. Auch seine Frau Suzanna (Caro Braun) wird mit einem hölzernen Phallus getäuscht, wird dennoch schwanger. Die österreichisch-deutsche Produktion „Rose“ von Markus Schleinzer spielt zwar vor circa 400 Jahren, spricht jedoch zu uns heute – auch die Figuren bedienen sich einer Sprache, die zwar barocke Anlehnungen aufweist, aber in die Gegenwart verweist. Rose ist ein modernes Subjekt, gewissermaßen eine Künstlerin, die sich selbst entwirft und damit in den Augen der Gemeinschaft zum Feind erklärt werden muss. Dieser Historienfilm bleibt nicht in der Geschichte stecken, vielmehr überbrückt er die Jahrhunderte bis zu uns hin auf erschütternd schöne Weise. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse! Literatur:Judith Butler: Kritik, Dissens, Disziplinarität. Diaphanes. Den kompletten DeepDive zu Jim Carrey gibt es wie immer mit einem Abo bei Steady, Patreon oder Apple.Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/aboutApple-Podcast:https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft):https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/homeDie Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans

Sandra Hüller ist eine der aufregendsten Schauspielerinnen unserer Zeit. Nun schlüpft sie für „Rose“ in eine Hosenrolle, um einen Soldaten während des Dreißigjährigen Krieges zu spielen, der kriegsmüde geworden ist und sich am Rande eines Dorfes niederlassen möchte. Rose heißt der unbekannte Mann, der keiner ist, was jedoch von den Dorfbewohnern niemand erfahren darf. Auch seine Frau Suzanna (Caro Braun) wird mit einem hölzernen Phallus getäuscht, wird dennoch schwanger. Die österreichisch-deutsche Produktion „Rose“ von Markus Schleinzer spielt zwar vor circa 400 Jahren, spricht jedoch zu uns heute – auch die Figuren bedienen sich einer Sprache, die zwar barocke Anlehnungen aufweist, aber in die Gegenwart verweist. Rose ist ein modernes Subjekt, gewissermaßen eine Künstlerin, die sich selbst entwirft und damit in den Augen der Gemeinschaft zum Feind erklärt werden muss. Dieser Historienfilm bleibt nicht in der Geschichte stecken, vielmehr überbrückt er die Jahrhunderte bis zu uns hin auf erschütternd schöne Weise. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!

 

Literatur:

Judith Butler: Kritik, Dissens, Disziplinarität. Diaphanes.

 

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Ep. 298: Rassistisch? Nein, genial! OTTO - DER FILM - Kritik & Analyse

06.05.2026
In Ost- und West-Deutschland begeisterte dieser Film im Jahr 1985 ein Millionenpublikum. Ja, man kann mit Fug und Recht behaupten, dass „Otto – Der Film“ ins kollektive Gedächtnis eingegangen ist. Selbst wenn man den Film nach mehr als einem Jahrzehnt sich wieder ansieht, kann man sich plötzlich an beinahe jede einzelne Szene erinnern. Xaver Schwarzenberger und Otto Waalkes haben hier eine großartige #Komödie geschaffen, die allerdings jetzt unter #Rassismus-Verdacht steht. Die Debatte entzündet sich an einer einzigen Szene, doch die Kritiker, die nur auf ein Wort sich konzentrieren wollen, sind nicht in der Lage, die wahre Botschaft der Szene zu dechiffrieren, geschweige denn sind sie fähig und willens, die Szene in den filmischen Gesamtzusammenhang zu stellen. Zweifellos ist „Otto – Der Film“ geprägt vom Blödelhumor, doch zugleich ist der Film anti-rassistisch und setzt sich überraschend tiefgründig mit der deutschen Geschichte auseinander. Die Komödie handelt nicht allein vom Alltagsrassismus der Deutschen, sondern auch von der deutschen NS- und Kolonialvergangenheit. Otto setzt bei all dem auf die Kraft der #Satire und des Klamauks. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Gustav Radbruch: Gesetzliches Unrecht und übergesetzliches Recht, in: Ders: Rechtsphilosophie. Studienausgabe. C. F. Müller.Gustav Radbruch: 5 Minuten Rechtsphilosophie, in: Ders: Rechtsphilosophie. Studienausgabe. C. F. Müller.Jetzt ist die Filmanalyse plus auch über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Auch die vergangenen Q&As und DeepDives sind nun über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören.Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/aboutApple-Podcast:https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft):https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/homeDie Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plansVielen Dank für die Unterstützung!

In Ost- und West-Deutschland begeisterte dieser Film im Jahr 1985 ein Millionenpublikum. Ja, man kann mit Fug und Recht behaupten, dass „Otto – Der Film“ ins kollektive Gedächtnis eingegangen ist. Selbst wenn man den Film nach mehr als einem Jahrzehnt sich wieder ansieht, kann man sich plötzlich an beinahe jede einzelne Szene erinnern. Xaver Schwarzenberger und Otto Waalkes haben hier eine großartige #Komödie geschaffen, die allerdings jetzt unter #Rassismus-Verdacht steht. Die Debatte entzündet sich an einer einzigen Szene, doch die Kritiker, die nur auf ein Wort sich konzentrieren wollen, sind nicht in der Lage, die wahre Botschaft der Szene zu dechiffrieren, geschweige denn sind sie fähig und willens, die Szene in den filmischen Gesamtzusammenhang zu stellen. Zweifellos ist „Otto – Der Film“ geprägt vom Blödelhumor, doch zugleich ist der Film anti-rassistisch und setzt sich überraschend tiefgründig mit der deutschen Geschichte auseinander. Die Komödie handelt nicht allein vom Alltagsrassismus der Deutschen, sondern auch von der deutschen NS- und Kolonialvergangenheit. Otto setzt bei all dem auf die Kraft der #Satire und des Klamauks. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Gustav Radbruch: Gesetzliches Unrecht und übergesetzliches Recht, in: Ders: Rechtsphilosophie. Studienausgabe. C. F. Müller.Gustav Radbruch: 5 Minuten Rechtsphilosophie, in: Ders: Rechtsphilosophie. Studienausgabe. C. F. Müller.

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Ep. 297: Woran DER TEUFEL TRÄGT PRADA 2 scheitert – Kritik & Analyse

03.05.2026
Meryl Streep, Anne Hathaway, Emily Blunt und Stanley Tucci schlüpfen zwanzig Jahre später – und von der fortschreitenden Zeit offenbar unberührt – in ihre altbewährten Rollen, um „Der Teufel trägt Prada“ fortzusetzen. Kaum ein Film wurde derart sehnsüchtig erwartet, das Ergebnis enttäuscht jedoch. Die Leichtigkeit ist dahin, schwerfällig manövriert Regisseur David Frankel die Figuren von einer Wiedersehensszene zur nächsten, um danach einen müden Plot um die Kapitalgeber der Zeitschrift „Runway“ zu inszenieren. Miranda ist zwar noch immer Chefredakteurin, doch ihr Handlungsspielraum ist erheblich eingeschränkt. Was damals originell und neu war, kann nun nur noch als Vintage durchgehen. Pointen aus zweiter Hand und Dialoge vom Wühltisch der Gefühle bestimmen den Film. Unfreiwillig lernen wir jedoch manches über die drei Typen legitimer Herrschaft, wie Max Weber sie analysiert hat. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/aboutApple-Podcast:https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft):https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/homeDie Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plansVielen Dank für die Unterstützung! 

Meryl Streep, Anne Hathaway, Emily Blunt und Stanley Tucci schlüpfen zwanzig Jahre später – und von der fortschreitenden Zeit offenbar unberührt – in ihre altbewährten Rollen, um „Der Teufel trägt Prada“ fortzusetzen. Kaum ein Film wurde derart sehnsüchtig erwartet, das Ergebnis enttäuscht jedoch. Die Leichtigkeit ist dahin, schwerfällig manövriert Regisseur David Frankel die Figuren von einer Wiedersehensszene zur nächsten, um danach einen müden Plot um die Kapitalgeber der Zeitschrift „Runway“ zu inszenieren. Miranda ist zwar noch immer Chefredakteurin, doch ihr Handlungsspielraum ist erheblich eingeschränkt. Was damals originell und neu war, kann nun nur noch als Vintage durchgehen. Pointen aus zweiter Hand und Dialoge vom Wühltisch der Gefühle bestimmen den Film. Unfreiwillig lernen wir jedoch manches über die drei Typen legitimer Herrschaft, wie Max Weber sie analysiert hat. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!


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