Edle Federn – Der Literatur-Podcast mit Juli Zeh
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Edle Federn – Der Literatur-Podcast mit Juli Zeh

The Pioneer

Beschreibung

Das Autorengespräch von und mit Juli Zeh: Jeden Monat interviewt die Schriftstellerin einen Gast aus der Welt der Literatur und unterhält sich mit ihm über Geschichten und Sprache, über das Schreiben und Erzählen. Immer am letzten Sonntag im Monat.Ein Podcast von The Pioneer.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Juli Zeh spricht mit Elisa Hoven über „Feine Risse“

06.07.2026

Einführung in Feine Risse

Im Podcast spricht Juli C. mit der Schriftstellerin und Juristin Elisa Hoffen über ihren neuen Roman "Feine Risse", der Themen wie Schuld, Verantwortung und Gerechtigkeit behandelt. Elisa, Professorin für Strafrecht und Richterin, bringt ihre juristische Expertise in ihre belletristischen Werke ein.

Kreativer Prozess und Lebensrealitäten

Elisa erklärt, wie sie trotz der Herausforderungen ihrer Karriere als Professorin und Mutter Zeit zum Schreiben findet. Ihr Interesse an Kriminalfällen und den menschlichen Geschichten dahinter prägt ihre Arbeit. Der Podcast thematisiert die Balance zwischen akademischer Forschung und literarischem Schreiben.

Recht und Gesellschaft

Im Gespräch wird die Wahrnehmung des deutschen Strafrechts und die Diskrepanz zwischen medialen Darstellungen und der Realität beleuchtet. Elisa betont die Wichtigkeit, das Rechtssystem realistisch darzustellen und die Komplexität menschlichen Verhaltens zu verstehen.

Der Würdebegriff im Recht

Die Diskussion dreht sich um die moralischen Dilemmata im Rechtssystem, insbesondere in extremen Situationen wie Entführungen. Elisa und Juli reflektieren darüber, wie das Recht sowohl Gerechtigkeit anstreben als auch individuelle moralische Entscheidungen beeinflussen kann.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Elisa betont, dass die Geschichten, die wir erzählen, entscheidend sind, um die Komplexität menschlichen Verhaltens zu erfassen. Der Podcast endet mit der Überzeugung, dass das Schreiben über diese Themen sowohl für die Autorin als auch für die Leser von Bedeutung ist.

Einführung in Feine Risse

Im Podcast spricht Juli C. mit der Schriftstellerin und Juristin Elisa Hoffen über ihren neuen Roman "Feine Risse", der Themen wie Schuld, Verantwortung und Gerechtigkeit behandelt. Elisa, Professorin für Strafrecht und Richterin, bringt ihre juristische Expertise in ihre belletristischen Werke ein.

Kreativer Prozess und Lebensrealitäten

Elisa erklärt, wie sie trotz der Herausforderungen ihrer Karriere als Professorin und Mutter Zeit zum Schreiben findet. Ihr Interesse an Kriminalfällen und den menschlichen Geschichten dahinter prägt ihre Arbeit. Der Podcast thematisiert die Balance zwischen akademischer Forschung und literarischem Schreiben.

Recht und Gesellschaft

Im Gespräch wird die Wahrnehmung des deutschen Strafrechts und die Diskrepanz zwischen medialen Darstellungen und der Realität beleuchtet. Elisa betont die Wichtigkeit, das Rechtssystem realistisch darzustellen und die Komplexität menschlichen Verhaltens zu verstehen.

Der Würdebegriff im Recht

Die Diskussion dreht sich um die moralischen Dilemmata im Rechtssystem, insbesondere in extremen Situationen wie Entführungen. Elisa und Juli reflektieren darüber, wie das Recht sowohl Gerechtigkeit anstreben als auch individuelle moralische Entscheidungen beeinflussen kann.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Elisa betont, dass die Geschichten, die wir erzählen, entscheidend sind, um die Komplexität menschlichen Verhaltens zu erfassen. Der Podcast endet mit der Überzeugung, dass das Schreiben über diese Themen sowohl für die Autorin als auch für die Leser von Bedeutung ist.

Juli Zeh spricht mit Fiona Sironic über „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft”

02.07.2026

Einführung in den Podcast

Juli C. begrüßt die Schriftstellerin Fiona Sironic, die mit ihrem Debütroman "Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft" für Aufsehen gesorgt hat. Der Roman stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und thematisiert gesellschaftliche und ökologische Fragestellungen.

Fionas Werdegang

Fiona Sironic erzählt von ihrem Werdegang als Schriftstellerin und ihrem Umzug nach Wien, wo sie an der Universität für Angewandte Kunst studierte. Sie spricht über ihre Erfahrungen in den Schreibprogrammen in Hildesheim und Wien, die unterschiedlich strukturiert sind und ihre Entwicklung als Autorin beeinflussten.

Kreative Prozesse und Herausforderungen

Im Podcast wird diskutiert, wie wichtig kreative Austauschformate und Netzwerke für das Schreiben sind. Fiona betont die Herausforderungen, Zugang zum Literaturbetrieb zu finden, und die Notwendigkeit, sich in einem oft geschlossenen System zu bewegen.

Der Inhalt des Romans

Der Roman spielt in einer Welt, die durch Klimaprobleme und gesellschaftliche Erosion geprägt ist. Die Protagonistinnen suchen nach Wegen, um in dieser herausfordernden Realität zu leben und sich zu organisieren. Die Erzählung thematisiert sowohl persönliche als auch gesellschaftliche Konflikte und die Suche nach Identität und Gemeinschaft.

Weibliche Perspektiven in der Literatur

Fiona Sironic hebt hervor, dass ihre Hauptfiguren weiblich sind und dass es wichtig ist, ihre Geschichten in den Mittelpunkt zu stellen. Der Roman bietet einen neuen Blick auf Coming-of-Age-Erzählungen, die traditionell männlich geprägt sind, und beleuchtet die Herausforderungen, die junge Frauen heute erleben.

Vögel und Natur als Motive

Die Diskussion über Vögel und deren symbolische Bedeutung zieht sich durch den Roman. Fiona erklärt, dass Vögel sowohl für Freiheit als auch für Verlust stehen und dass die Auseinandersetzung mit der Natur ein zentraler Bestandteil ihrer Erzählung ist.

Ausblick auf zukünftige Projekte

Fiona verrät, dass sie an einem neuen Roman arbeitet, der in einer verschobenen Gegenwart spielt und andere thematische Schwerpunkte setzt. Der Podcast endet mit einer positiven Note, in der die Hoffnung auf eine bessere Zukunft betont wird.

Einführung in den Podcast

Juli C. begrüßt die Schriftstellerin Fiona Sironic, die mit ihrem Debütroman "Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft" für Aufsehen gesorgt hat. Der Roman stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und thematisiert gesellschaftliche und ökologische Fragestellungen.

Fionas Werdegang

Fiona Sironic erzählt von ihrem Werdegang als Schriftstellerin und ihrem Umzug nach Wien, wo sie an der Universität für Angewandte Kunst studierte. Sie spricht über ihre Erfahrungen in den Schreibprogrammen in Hildesheim und Wien, die unterschiedlich strukturiert sind und ihre Entwicklung als Autorin beeinflussten.

Kreative Prozesse und Herausforderungen

Im Podcast wird diskutiert, wie wichtig kreative Austauschformate und Netzwerke für das Schreiben sind. Fiona betont die Herausforderungen, Zugang zum Literaturbetrieb zu finden, und die Notwendigkeit, sich in einem oft geschlossenen System zu bewegen.

Der Inhalt des Romans

Der Roman spielt in einer Welt, die durch Klimaprobleme und gesellschaftliche Erosion geprägt ist. Die Protagonistinnen suchen nach Wegen, um in dieser herausfordernden Realität zu leben und sich zu organisieren. Die Erzählung thematisiert sowohl persönliche als auch gesellschaftliche Konflikte und die Suche nach Identität und Gemeinschaft.

Weibliche Perspektiven in der Literatur

Fiona Sironic hebt hervor, dass ihre Hauptfiguren weiblich sind und dass es wichtig ist, ihre Geschichten in den Mittelpunkt zu stellen. Der Roman bietet einen neuen Blick auf Coming-of-Age-Erzählungen, die traditionell männlich geprägt sind, und beleuchtet die Herausforderungen, die junge Frauen heute erleben.

Vögel und Natur als Motive

Die Diskussion über Vögel und deren symbolische Bedeutung zieht sich durch den Roman. Fiona erklärt, dass Vögel sowohl für Freiheit als auch für Verlust stehen und dass die Auseinandersetzung mit der Natur ein zentraler Bestandteil ihrer Erzählung ist.

Ausblick auf zukünftige Projekte

Fiona verrät, dass sie an einem neuen Roman arbeitet, der in einer verschobenen Gegenwart spielt und andere thematische Schwerpunkte setzt. Der Podcast endet mit einer positiven Note, in der die Hoffnung auf eine bessere Zukunft betont wird.

Juli Zeh spricht mit Markus Orths über „Die Enthusiasten“

02.06.2026

Werdegang, Schreiben als Dialog

Im Gespräch mit Markus Orts wird deutlich, dass Schreiben für ihn wie Atmen ist und die Veröffentlichung eine zentrale Rolle spielt. Er beschreibt das Schreiben als eine Form des Dialogs mit Lesenden, bei dem die Reaktionen aus Lesungen als unmittelbarer Impuls wirken. Das menschliche Gegenüber steht im Zentrum, und Text und Leserfahrung bilden eine wechselseitige Beziehung, in der sich Inhalte beim Schreiben mit dem Publikum verknüpfen.

Enthusiasmus vs. Fanatismus, Erzählstruktur

Das Buch Die Enthusiasten erzählt von Figuren, deren Antrieb zu einem letzten Buch führt. Es geht um eine Verschmelzung von Suche, Begeisterung und Gefahr, wobei der Reißverschluss-Verlauf zwei Ebenen – Biografie/Verlust der Mutter und Abenteuer-Suche – verbindet. Die Figuren geraten an Grenzen von Pflicht, Sehnsucht und Obsession, wodurch Enthusiasmus sowohl beflügeln als auch kippen kann, wenn das Verlangen zu stark wird.

Stil, Perspektive und biografische Auseinandersetzung

Der Autor nutzt Vogelperspektive und literarische Reflexionen, um über das Erzählen selbst nachzudenken. Er arbeitet mit historischen Figuren und setzt biografische Ankerpunkte, um persönliche Erfahrungen indirekt zu verarbeiten, ohne autobiografisch zu werden. Reflexion über Barthes’ Tod des Autors und die Frage nach der figurierten vs. realen Autorenschaft ziehen sich als zentrale Debatten durch das Gespräch.

Trends, KI und Zukunft der Literatur

Im Dialog wird die Rolle künstlicher Intelligenz in der Literatur diskutiert: Kennzeichnung, Urheberrechte und die Gefahr, menschliche Schreibkunst zu verdrängen. Markus betont den Wert des Menschen als Gestaltungserzeuger von Welterfahrung und plädiert für Reflexion über Nutzen und Grenzen von KI. Ausblickweise kündigt er neue Projekte an, wobei er betont, dass der Einsatz von KI kritisch bewertet werden sollte, während menschliche Perspektiven bleiben.

Werdegang, Schreiben als Dialog

Im Gespräch mit Markus Orts wird deutlich, dass Schreiben für ihn wie Atmen ist und die Veröffentlichung eine zentrale Rolle spielt. Er beschreibt das Schreiben als eine Form des Dialogs mit Lesenden, bei dem die Reaktionen aus Lesungen als unmittelbarer Impuls wirken. Das menschliche Gegenüber steht im Zentrum, und Text und Leserfahrung bilden eine wechselseitige Beziehung, in der sich Inhalte beim Schreiben mit dem Publikum verknüpfen.

Enthusiasmus vs. Fanatismus, Erzählstruktur

Das Buch Die Enthusiasten erzählt von Figuren, deren Antrieb zu einem letzten Buch führt. Es geht um eine Verschmelzung von Suche, Begeisterung und Gefahr, wobei der Reißverschluss-Verlauf zwei Ebenen – Biografie/Verlust der Mutter und Abenteuer-Suche – verbindet. Die Figuren geraten an Grenzen von Pflicht, Sehnsucht und Obsession, wodurch Enthusiasmus sowohl beflügeln als auch kippen kann, wenn das Verlangen zu stark wird.

Stil, Perspektive und biografische Auseinandersetzung

Der Autor nutzt Vogelperspektive und literarische Reflexionen, um über das Erzählen selbst nachzudenken. Er arbeitet mit historischen Figuren und setzt biografische Ankerpunkte, um persönliche Erfahrungen indirekt zu verarbeiten, ohne autobiografisch zu werden. Reflexion über Barthes’ Tod des Autors und die Frage nach der figurierten vs. realen Autorenschaft ziehen sich als zentrale Debatten durch das Gespräch.

Trends, KI und Zukunft der Literatur

Im Dialog wird die Rolle künstlicher Intelligenz in der Literatur diskutiert: Kennzeichnung, Urheberrechte und die Gefahr, menschliche Schreibkunst zu verdrängen. Markus betont den Wert des Menschen als Gestaltungserzeuger von Welterfahrung und plädiert für Reflexion über Nutzen und Grenzen von KI. Ausblickweise kündigt er neue Projekte an, wobei er betont, dass der Einsatz von KI kritisch bewertet werden sollte, während menschliche Perspektiven bleiben.