Literaturpalast Audiospur - Geschichten aus Südosteuropa
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Literaturpalast Audiospur - Geschichten aus Südosteuropa

Tino Schlench / Traduki

Beschreibung

In seinem Podcast trifft Tino Schlench auf Autor:innen, Übersetzer:innen, Journalist:innen oder Menschen des literarischen Lebens, die sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit der Literatur Südosteuropas auseinandersetzen. Die LITERATURPALAST AUDIOSPUR ist eine Kooperation mit Traduki.

Weitere Informationen:
www.literaturpalast.at
www.traduki.eu

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Folge 44: Lilian Peter / Dubravka Ugrešić

10.05.2026

Einführung und Kontext

In der Folge wird Dubravka Ugrešić als zentrale Autorin vorgestellt, deren Werke lange vergriffen waren und nun in Neuausgaben erscheinen. Beispiele sind Europa in Sepia und Füchsin, übersetzt von Marie Alpermann. Als Gesprächspartnerinnen fungieren Lilian Peter und der Moderator, die Bezüge zu Ugrešis Leben, Exil und literarischer Relevanz herstellen.

Autorschaft, Exil und Gesellschaft

Der Austausch betont Ugrešis Interesse an Autorschaft, ihrer Außenseiterposition und dem Verhältnis zur Heimat. Essays, Kolumnen und Romane verhandeln Politik, Nationalismus, Konsumkultur und die Persistenz von Geschlechterrollen. Die Texte zeigen eine Lebenspraxis des Schreibens, das sich weigert, einfache Antworten zu liefern.

Form, Struktur und Narration

Besonders auffällig ist die patchworkartige, rätselhafte Form: Erzählungen in Erzählungen, Einordnung durch Fußnoten und Figuren wie die Füchsin als Narrativ-Totem. Die Werke verweben Biografie, Archivmaterial und Fiktion, wodurch Lesende immer wieder vor Fragen zur Entstehung von Erzählungen gestellt werden.

Wirkung, Rezeption und Relevanz

Die Diskussion hebt hervor, wie Ugrešićs Texte die Grenzen literarischer Kategorien herausfordern. Die Autorin thematisiert, wie Literatur entsteht, wer sie bestimmt und wie Erinnerungen in der Gegenwart verankert bleiben. Diese Perspektiven bleiben zeitlos spannend und laden dazu ein, ihre Essays und Romane weiter zu erkunden.

Einführung und Kontext

In der Folge wird Dubravka Ugrešić als zentrale Autorin vorgestellt, deren Werke lange vergriffen waren und nun in Neuausgaben erscheinen. Beispiele sind Europa in Sepia und Füchsin, übersetzt von Marie Alpermann. Als Gesprächspartnerinnen fungieren Lilian Peter und der Moderator, die Bezüge zu Ugrešis Leben, Exil und literarischer Relevanz herstellen.

Autorschaft, Exil und Gesellschaft

Der Austausch betont Ugrešis Interesse an Autorschaft, ihrer Außenseiterposition und dem Verhältnis zur Heimat. Essays, Kolumnen und Romane verhandeln Politik, Nationalismus, Konsumkultur und die Persistenz von Geschlechterrollen. Die Texte zeigen eine Lebenspraxis des Schreibens, das sich weigert, einfache Antworten zu liefern.

Form, Struktur und Narration

Besonders auffällig ist die patchworkartige, rätselhafte Form: Erzählungen in Erzählungen, Einordnung durch Fußnoten und Figuren wie die Füchsin als Narrativ-Totem. Die Werke verweben Biografie, Archivmaterial und Fiktion, wodurch Lesende immer wieder vor Fragen zur Entstehung von Erzählungen gestellt werden.

Wirkung, Rezeption und Relevanz

Die Diskussion hebt hervor, wie Ugrešićs Texte die Grenzen literarischer Kategorien herausfordern. Die Autorin thematisiert, wie Literatur entsteht, wer sie bestimmt und wie Erinnerungen in der Gegenwart verankert bleiben. Diese Perspektiven bleiben zeitlos spannend und laden dazu ein, ihre Essays und Romane weiter zu erkunden.

Folge 43: Maja Iskra

08.03.2026

Einführung in das Gespräch

In dieser Episode trifft die Gastgeberin auf die Autorin Maja Iskra, die in Wien lebt. Sie diskutieren über Iskras Debütroman 'Uppercut', der sowohl in serbischer als auch in deutscher Sprache veröffentlicht wurde und von der Herausgeberin Mascha Dabitsch übersetzt wurde.

Über Maja Iskra und ihr Werk

Maja Iskra stammt aus Belgrad und hat in verschiedenen Städten, darunter Valencia und Wien, gelebt. Sie hat Landschaftsarchitektur und transmediale Kunst studiert und arbeitet in der Stadtentwicklung. 'Uppercut' thematisiert die Erfahrungen einer namenlosen Ich-Erzählerin, die in den 90er Jahren in Belgrad aufwächst und sich mit ihrer Vergangenheit und den Herausforderungen der Gegenwart auseinandersetzt.

Erzählstil und Themen des Romans

Der Roman ist fragmentarisch und thematisiert zentrale Aspekte wie Gewalt, Freundschaft und Identität. Die Protagonistin wird durch Flashbacks an ihre Jugend erinnert, die sowohl schöne als auch schmerzhafte Erinnerungen hervorrufen. Iskra verwendet eine klare, reduzierte Sprache, um die Emotionen und Erfahrungen ihrer Figuren authentisch und direkt darzustellen.

Reflexion über die Vergangenheit

Iskra reflektiert, wie die gewalttätige und schwierige Kindheit in Belgrad ihre Sichtweise auf Beziehungen und Loyalität geprägt hat. Sie betont die Bedeutung von Solidarität und Freundschaft in schwierigen Zeiten und beleuchtet die Komplexität von zwischenmenschlichen Beziehungen, besonders in der Jugend.

Der Vater als zentrale Figur

Ein zentrales Thema des Romans ist das schwierige Verhältnis der Protagonistin zu ihrem alkoholkranken Vater. Dieser ist sowohl eine Quelle der Inspiration als auch der Konflikte und prägt die persönliche Entwicklung der Ich-Erzählerin. Iskra thematisiert, wie solch eine Beziehung transgenerationalen Einfluss hat.

Generationenübergreifende Themen

Iskra beschreibt ihren Roman auch als Generationsporträt, das die Herausforderungen und Konflikte von Menschen in der Diaspora behandelt. Der Dialog zwischen den Generationen, insbesondere der Umgang mit der eigenen Herkunft und Identität, spielt eine wichtige Rolle in der Erzählung.

Übersetzung und sprachliche Elemente

Die Zusammenarbeit mit der Übersetzerin Mascha Dabitsch hat dazu beigetragen, die rauen und direkten Aspekte des Textes zu bewahren. Iskra hebt hervor, dass der Titel 'Uppercut' für sie eine tiefere Bedeutung hat, die mit der Metapher des Kampfes und der inneren Auseinandersetzung verbunden ist.

Einführung in das Gespräch

In dieser Episode trifft die Gastgeberin auf die Autorin Maja Iskra, die in Wien lebt. Sie diskutieren über Iskras Debütroman 'Uppercut', der sowohl in serbischer als auch in deutscher Sprache veröffentlicht wurde und von der Herausgeberin Mascha Dabitsch übersetzt wurde.

Über Maja Iskra und ihr Werk

Maja Iskra stammt aus Belgrad und hat in verschiedenen Städten, darunter Valencia und Wien, gelebt. Sie hat Landschaftsarchitektur und transmediale Kunst studiert und arbeitet in der Stadtentwicklung. 'Uppercut' thematisiert die Erfahrungen einer namenlosen Ich-Erzählerin, die in den 90er Jahren in Belgrad aufwächst und sich mit ihrer Vergangenheit und den Herausforderungen der Gegenwart auseinandersetzt.

Erzählstil und Themen des Romans

Der Roman ist fragmentarisch und thematisiert zentrale Aspekte wie Gewalt, Freundschaft und Identität. Die Protagonistin wird durch Flashbacks an ihre Jugend erinnert, die sowohl schöne als auch schmerzhafte Erinnerungen hervorrufen. Iskra verwendet eine klare, reduzierte Sprache, um die Emotionen und Erfahrungen ihrer Figuren authentisch und direkt darzustellen.

Reflexion über die Vergangenheit

Iskra reflektiert, wie die gewalttätige und schwierige Kindheit in Belgrad ihre Sichtweise auf Beziehungen und Loyalität geprägt hat. Sie betont die Bedeutung von Solidarität und Freundschaft in schwierigen Zeiten und beleuchtet die Komplexität von zwischenmenschlichen Beziehungen, besonders in der Jugend.

Der Vater als zentrale Figur

Ein zentrales Thema des Romans ist das schwierige Verhältnis der Protagonistin zu ihrem alkoholkranken Vater. Dieser ist sowohl eine Quelle der Inspiration als auch der Konflikte und prägt die persönliche Entwicklung der Ich-Erzählerin. Iskra thematisiert, wie solch eine Beziehung transgenerationalen Einfluss hat.

Generationenübergreifende Themen

Iskra beschreibt ihren Roman auch als Generationsporträt, das die Herausforderungen und Konflikte von Menschen in der Diaspora behandelt. Der Dialog zwischen den Generationen, insbesondere der Umgang mit der eigenen Herkunft und Identität, spielt eine wichtige Rolle in der Erzählung.

Übersetzung und sprachliche Elemente

Die Zusammenarbeit mit der Übersetzerin Mascha Dabitsch hat dazu beigetragen, die rauen und direkten Aspekte des Textes zu bewahren. Iskra hebt hervor, dass der Titel 'Uppercut' für sie eine tiefere Bedeutung hat, die mit der Metapher des Kampfes und der inneren Auseinandersetzung verbunden ist.

Folge 42: Selma Asotić

14.12.2025

Einführung in die Lyrik

In dieser Episode wird die Lyrik von Selma Asotić vorgestellt, die mit ihrem Gedicht "Matrilinearität" aus dem Band "Sag Feuer" einführt. Das Gedicht thematisiert verschiedene Facetten weiblicher Erfahrungen und die Komplexität von Erinnerungen und Identität.

Selma Asotić - Biografie und Einflüsse

Selma Asotić, geboren 1992 in Sarajevo, studierte Komparatistik und ist als Lyrikerin und Übersetzerin aktiv. Sie lebt in den USA und hat eine Vielzahl von Gedichten, Essays und Übersetzungen veröffentlicht. Ihre Arbeit wird stark von ihrer Kindheit in Bosnien und den Auswirkungen des Bosnienkrieges geprägt.

Literarische Entwicklung und Schreibprozess

Asotić spricht über ihre Anfänge als Schriftstellerin, die von einer tiefen Verbindung zur Melodie der Sprache geprägt waren. Sie reflektiert über ihren Weg zur Veröffentlichung und die Herausforderungen, die sie dabei erlebt hat, insbesondere die Bedeutung von Literatur und die Suche nach einem eigenen Stil.

Einfluss der Kriegszeit auf die Literatur

Die Themen des Bosnienkrieges ziehen sich durch Asotićs Werk. Sie erkennt die Auswirkungen des Krieges auf ihr eigenes Leben und die ihrer Familie und thematisiert, wie diese Erfahrungen ihre Identität und ihre Schreibweise beeinflusst haben.

Sprache und Übersetzung

Asotić erklärt, wie sie sowohl in Bosnisch als auch in Englisch schreibt und wie Übersetzung ein integraler Bestandteil ihres kreativen Prozesses geworden ist. Ihre Gedichte existieren in mehreren Versionen, die oft aus Übersetzungen bestehen.

Das Buch "Sag Feuer" und seine Struktur

In "Sag Feuer" untersucht Asotić Themen wie Identität, Erinnerung und Trauma. Sie verwendet Wiederholungen als strukturelles Element und lädt die Leser dazu ein, ihre Gedichte als Teil eines größeren narrativen Bogens zu betrachten.

Abschließende Gedanken und Ausblick

Selma Asotić schließt mit ihren Gedanken zur Bedeutung des Geschichtenerzählens und der Herausforderung, die eigene Geschichte zu konfrontieren. Sie zeigt auf, dass der kreative Prozess oft eine Reise der Selbstentdeckung ist und dass Literatur eine Möglichkeit bietet, mit der Vergangenheit umzugehen.

Einführung in die Lyrik

In dieser Episode wird die Lyrik von Selma Asotić vorgestellt, die mit ihrem Gedicht "Matrilinearität" aus dem Band "Sag Feuer" einführt. Das Gedicht thematisiert verschiedene Facetten weiblicher Erfahrungen und die Komplexität von Erinnerungen und Identität.

Selma Asotić - Biografie und Einflüsse

Selma Asotić, geboren 1992 in Sarajevo, studierte Komparatistik und ist als Lyrikerin und Übersetzerin aktiv. Sie lebt in den USA und hat eine Vielzahl von Gedichten, Essays und Übersetzungen veröffentlicht. Ihre Arbeit wird stark von ihrer Kindheit in Bosnien und den Auswirkungen des Bosnienkrieges geprägt.

Literarische Entwicklung und Schreibprozess

Asotić spricht über ihre Anfänge als Schriftstellerin, die von einer tiefen Verbindung zur Melodie der Sprache geprägt waren. Sie reflektiert über ihren Weg zur Veröffentlichung und die Herausforderungen, die sie dabei erlebt hat, insbesondere die Bedeutung von Literatur und die Suche nach einem eigenen Stil.

Einfluss der Kriegszeit auf die Literatur

Die Themen des Bosnienkrieges ziehen sich durch Asotićs Werk. Sie erkennt die Auswirkungen des Krieges auf ihr eigenes Leben und die ihrer Familie und thematisiert, wie diese Erfahrungen ihre Identität und ihre Schreibweise beeinflusst haben.

Sprache und Übersetzung

Asotić erklärt, wie sie sowohl in Bosnisch als auch in Englisch schreibt und wie Übersetzung ein integraler Bestandteil ihres kreativen Prozesses geworden ist. Ihre Gedichte existieren in mehreren Versionen, die oft aus Übersetzungen bestehen.

Das Buch "Sag Feuer" und seine Struktur

In "Sag Feuer" untersucht Asotić Themen wie Identität, Erinnerung und Trauma. Sie verwendet Wiederholungen als strukturelles Element und lädt die Leser dazu ein, ihre Gedichte als Teil eines größeren narrativen Bogens zu betrachten.

Abschließende Gedanken und Ausblick

Selma Asotić schließt mit ihren Gedanken zur Bedeutung des Geschichtenerzählens und der Herausforderung, die eigene Geschichte zu konfrontieren. Sie zeigt auf, dass der kreative Prozess oft eine Reise der Selbstentdeckung ist und dass Literatur eine Möglichkeit bietet, mit der Vergangenheit umzugehen.