Markt 1 - der Podcast aus dem Coburger Rathaus
Podcast
de

Markt 1 - der Podcast aus dem Coburger Rathaus

Constantin Hirsch, Stadt Coburg

Beschreibung

Wie funktioniert eine Stadt. Wir erzählen es euch.

Podmon Kategorien

Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien

Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!

Top werbetreibende Marken in diesem Podcast (90d)

Upgrade dein Konto, um die Top werbetreibenden Marken zu sehen!

Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Markt 1 – 040: Warum wird in Coburg so viel gebaut?

28.08.2026

Stadtentwicklung in der Ketschenvorstadt

Konstantin Hirsch diskutiert mit Ulrich Pfullmann und Silke Neumann über die umfassenden Sanierungs- und Umgestaltungsmaßnahmen in der Ketschenvorstadt, die in den letzten 20 Jahren stattgefunden haben. Die Stadt Coburg hat verschiedene Trägermaßnahmen initiiert, um die Lebensqualität und den öffentlichen Raum zu verbessern.

Die Rolle der Wohnbau

Pfullmann, als technischer Leiter der Wohnbau, erklärt die komplexen Entscheidungsprozesse, die hinter städtebaulichen Projekten stehen. Neumann erläutert die Bedeutung von Bürgerbeteiligung und wie die Anwohner aktiv in den Entwicklungsprozess einbezogen werden.

Geschichte und Herausforderungen

Die Gesprächspartner reflektieren über die historische Entwicklung der Ketschenvorstadt und die Herausforderungen, die mit der Umgestaltung verbunden sind, insbesondere die Notwendigkeit, den Verkehr zu regulieren und gleichzeitig Fußgängerfreundlichkeit zu gewährleisten.

Archäologische Funde und Stadtgeschichte

Während der Bauarbeiten wurden archäologische Funde gemacht, die auf die Geschichte der Stadt hinweisen, darunter mittelalterliche Fundamente. Diese Entdeckungen erforderten zusätzliche Maßnahmen und führten zu Verzögerungen in den Bauprojekten.

Qualität der neuen urbanen Räume

Die neuen Plätze und Grünanlagen, wie der Albertsplatz, werden als großer Gewinn für die Stadt angesehen. Die Gesprächspartner sind sich einig, dass die Umgestaltung zu einer Aufwertung des Stadtbilds geführt hat und die Aufenthaltsqualität erheblich gestiegen ist.

Zukünftige Projekte und Visionen

Die Diskussion schließt mit einem Ausblick auf zukünftige Projekte, die darauf abzielen, die Stadt weiter zu entwickeln und den Bedürfnissen der Bürger gerecht zu werden. Pfullmann und Neumann betonen die Wichtigkeit von Flexibilität und Anpassungsfähigkeit in der Stadtplanung.

Stadtentwicklung in der Ketschenvorstadt

Konstantin Hirsch diskutiert mit Ulrich Pfullmann und Silke Neumann über die umfassenden Sanierungs- und Umgestaltungsmaßnahmen in der Ketschenvorstadt, die in den letzten 20 Jahren stattgefunden haben. Die Stadt Coburg hat verschiedene Trägermaßnahmen initiiert, um die Lebensqualität und den öffentlichen Raum zu verbessern.

Die Rolle der Wohnbau

Pfullmann, als technischer Leiter der Wohnbau, erklärt die komplexen Entscheidungsprozesse, die hinter städtebaulichen Projekten stehen. Neumann erläutert die Bedeutung von Bürgerbeteiligung und wie die Anwohner aktiv in den Entwicklungsprozess einbezogen werden.

Geschichte und Herausforderungen

Die Gesprächspartner reflektieren über die historische Entwicklung der Ketschenvorstadt und die Herausforderungen, die mit der Umgestaltung verbunden sind, insbesondere die Notwendigkeit, den Verkehr zu regulieren und gleichzeitig Fußgängerfreundlichkeit zu gewährleisten.

Archäologische Funde und Stadtgeschichte

Während der Bauarbeiten wurden archäologische Funde gemacht, die auf die Geschichte der Stadt hinweisen, darunter mittelalterliche Fundamente. Diese Entdeckungen erforderten zusätzliche Maßnahmen und führten zu Verzögerungen in den Bauprojekten.

Qualität der neuen urbanen Räume

Die neuen Plätze und Grünanlagen, wie der Albertsplatz, werden als großer Gewinn für die Stadt angesehen. Die Gesprächspartner sind sich einig, dass die Umgestaltung zu einer Aufwertung des Stadtbilds geführt hat und die Aufenthaltsqualität erheblich gestiegen ist.

Zukünftige Projekte und Visionen

Die Diskussion schließt mit einem Ausblick auf zukünftige Projekte, die darauf abzielen, die Stadt weiter zu entwickeln und den Bedürfnissen der Bürger gerecht zu werden. Pfullmann und Neumann betonen die Wichtigkeit von Flexibilität und Anpassungsfähigkeit in der Stadtplanung.

Markt 1 – 039: Vor dem Kaufhof

03.07.2026

Rückblick auf die Mohrenstraße

In dieser Episode wird die Geschichte der Mohrenstraße in Coburg beleuchtet, bevor der Kaufhof dort errichtet wurde. Dr. Christian Bosegert, der Stadtheimatpfleger, gibt Einblicke in die Entwicklung der Straße, die ursprünglich landwirtschaftlich geprägt war und 1874 befestigt wurde. Die Mohrenstraße wurde als Verbindung zwischen Innenstadt und Bahnhof angelegt.

Die Entwicklung zur Stadtstraße

Ursprünglich gehörten die Felder der Lautermühle dem Georg Roschlau, der seine Ländereien im Zuge der Industrialisierung an die Stadt verkaufte. Die Bebauung der Straße begann um 1890 und dauerte 30 Jahre, um eine repräsentative Stadtarchitektur zu schaffen.

Das Tageblattgebäude und die Hofbräugerstätten

Vor dem Kaufhof standen das Tageblattgebäude, ein Verlagshaus mit innovativer Architektur, und die Hofbräugerstätten, die als Freizeitzentrum und Veranstaltungsort dienten. Diese Einrichtungen waren in der Coburger Gesellschaft sehr beliebt und boten Konzerte, Kino und politische Versammlungen.

Der Niedergang der Hofbräugerstätten

Der Rückgang der Hofbräugerstätten war auf veränderte Freizeitgewohnheiten, den Anstieg des Fernsehkonsums und wirtschaftliche Schwierigkeiten zurückzuführen. 1971 verkaufte die Coburger Hofbräu das Areal an den Kaufhofkonzern, der ein modernes Gebäude errichten wollte.

Architektur und Reaktionen der Bevölkerung

Das Kaufhofgebäude wurde bewusst so gestaltet, dass es sich von der Umgebung abhebt. Die Architektur sorgte für gemischte Reaktionen in der Bevölkerung; viele erinnern sich negativ an das Design. Gleichzeitig wird diskutiert, ob das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt werden sollte.

Historische Bedeutung der Hofbräugerstätten

Die Hofbräugerstätten hatten auch eine dunkle Vergangenheit, da sie während der NS-Zeit von der Partei genutzt wurden. Dies wird heute in der Stadtgeschichte zunehmend kritisch betrachtet, während die Erinnerung an diese Zeit langsam wieder in den Fokus rückt.

Rückblick auf die Mohrenstraße

In dieser Episode wird die Geschichte der Mohrenstraße in Coburg beleuchtet, bevor der Kaufhof dort errichtet wurde. Dr. Christian Bosegert, der Stadtheimatpfleger, gibt Einblicke in die Entwicklung der Straße, die ursprünglich landwirtschaftlich geprägt war und 1874 befestigt wurde. Die Mohrenstraße wurde als Verbindung zwischen Innenstadt und Bahnhof angelegt.

Die Entwicklung zur Stadtstraße

Ursprünglich gehörten die Felder der Lautermühle dem Georg Roschlau, der seine Ländereien im Zuge der Industrialisierung an die Stadt verkaufte. Die Bebauung der Straße begann um 1890 und dauerte 30 Jahre, um eine repräsentative Stadtarchitektur zu schaffen.

Das Tageblattgebäude und die Hofbräugerstätten

Vor dem Kaufhof standen das Tageblattgebäude, ein Verlagshaus mit innovativer Architektur, und die Hofbräugerstätten, die als Freizeitzentrum und Veranstaltungsort dienten. Diese Einrichtungen waren in der Coburger Gesellschaft sehr beliebt und boten Konzerte, Kino und politische Versammlungen.

Der Niedergang der Hofbräugerstätten

Der Rückgang der Hofbräugerstätten war auf veränderte Freizeitgewohnheiten, den Anstieg des Fernsehkonsums und wirtschaftliche Schwierigkeiten zurückzuführen. 1971 verkaufte die Coburger Hofbräu das Areal an den Kaufhofkonzern, der ein modernes Gebäude errichten wollte.

Architektur und Reaktionen der Bevölkerung

Das Kaufhofgebäude wurde bewusst so gestaltet, dass es sich von der Umgebung abhebt. Die Architektur sorgte für gemischte Reaktionen in der Bevölkerung; viele erinnern sich negativ an das Design. Gleichzeitig wird diskutiert, ob das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt werden sollte.

Historische Bedeutung der Hofbräugerstätten

Die Hofbräugerstätten hatten auch eine dunkle Vergangenheit, da sie während der NS-Zeit von der Partei genutzt wurden. Dies wird heute in der Stadtgeschichte zunehmend kritisch betrachtet, während die Erinnerung an diese Zeit langsam wieder in den Fokus rückt.

Markt 1 – 038: Weißt Du noch, wie es früher hier war?

05.06.2026

Historischer Hintergrund und Bauablauf

In Coburgs Ketschenvorstadt wurden Trägermaßnahmen der Wohnbau als Reaktion auf Missstände gestartet. Beschlüsse, städtebauliche Wettbewerbe und eine schrittweise Umsetzung führten zu einem umfassenden Umbau: von der Neugestaltung des Albertsplatzes über den Ernstplatz bis zum Viktoriabrunnen. Bürgerbeteiligung, Bauleitung und Begleitforschung spielten zentrale Rollen, während Fachblicke von Technik, Denkmalschutz und Archäologie zusammenwirkten, um das Ensemble zu gestalten.

Verkehr, Räume und Aufenthaltsqualität

Der Durchgangsverkehr wurde reduziert, Fußgängerflächen vergrößert und Grünräume geschaffen. Eine Flaniermeile entstand mit Promenade, Lärmschutz, barrierefreien Zugängen und einer zurückgenommenen Verkehrsfläche. Die Stadtmauer wurde sichtbar, Parkanlagen ergänzt und Innenbereich durch saubere, niveaugleiche Straßenführung neu geordnet. Nahversorgung, Durchlässigkeit und Aufenthaltsqualität wurden so miteinander in Einklang gebracht, ohne Gewerbetreibende unnötig zu belasten.

Archäologie, Kosten und Baukonsens

Während der Bauarbeiten wurden Bodendenkmäler freigelegt, dokumentiert und geschützt. Archäologen zogen Gutachter heran, um Fundamente aus dem Mittelalter abzubilden. Nebenkosten stiegen deutlich, Planungspotenziale mussten realistisch eingeschätzt werden. Der Plan blieb, die historische Substanz zu erhalten und zu integrieren, während Versorgungsleitungen geprüft und angepasst wurden, um Standsicherheit und Dokumentation zu sichern.

Ausblick und Lehren

Zukünftig sollen weitere Abschnitte wie der obere Ketschengassenbereich in Ruheplanspannen umgesetzt werden, wobei Verkehr, Versorgung und Einzelhandel zu einer praktikablen Lösung gebracht werden. Aus Erfahrungen wurden Nutzungsrealitäten stärker berücksichtigt, sodass Initiativen wie Mehrgenerationenwohnen und innerstädtische Nutzungen möglich erscheinen. Das Ensemble soll als städtische Identität wahrnehmbar bleiben, während historische Bezüge und grüne Freiräume erhalten bleiben.

Historischer Hintergrund und Bauablauf

In Coburgs Ketschenvorstadt wurden Trägermaßnahmen der Wohnbau als Reaktion auf Missstände gestartet. Beschlüsse, städtebauliche Wettbewerbe und eine schrittweise Umsetzung führten zu einem umfassenden Umbau: von der Neugestaltung des Albertsplatzes über den Ernstplatz bis zum Viktoriabrunnen. Bürgerbeteiligung, Bauleitung und Begleitforschung spielten zentrale Rollen, während Fachblicke von Technik, Denkmalschutz und Archäologie zusammenwirkten, um das Ensemble zu gestalten.

Verkehr, Räume und Aufenthaltsqualität

Der Durchgangsverkehr wurde reduziert, Fußgängerflächen vergrößert und Grünräume geschaffen. Eine Flaniermeile entstand mit Promenade, Lärmschutz, barrierefreien Zugängen und einer zurückgenommenen Verkehrsfläche. Die Stadtmauer wurde sichtbar, Parkanlagen ergänzt und Innenbereich durch saubere, niveaugleiche Straßenführung neu geordnet. Nahversorgung, Durchlässigkeit und Aufenthaltsqualität wurden so miteinander in Einklang gebracht, ohne Gewerbetreibende unnötig zu belasten.

Archäologie, Kosten und Baukonsens

Während der Bauarbeiten wurden Bodendenkmäler freigelegt, dokumentiert und geschützt. Archäologen zogen Gutachter heran, um Fundamente aus dem Mittelalter abzubilden. Nebenkosten stiegen deutlich, Planungspotenziale mussten realistisch eingeschätzt werden. Der Plan blieb, die historische Substanz zu erhalten und zu integrieren, während Versorgungsleitungen geprüft und angepasst wurden, um Standsicherheit und Dokumentation zu sichern.

Ausblick und Lehren

Zukünftig sollen weitere Abschnitte wie der obere Ketschengassenbereich in Ruheplanspannen umgesetzt werden, wobei Verkehr, Versorgung und Einzelhandel zu einer praktikablen Lösung gebracht werden. Aus Erfahrungen wurden Nutzungsrealitäten stärker berücksichtigt, sodass Initiativen wie Mehrgenerationenwohnen und innerstädtische Nutzungen möglich erscheinen. Das Ensemble soll als städtische Identität wahrnehmbar bleiben, während historische Bezüge und grüne Freiräume erhalten bleiben.