Movecast
Podcast
de

Movecast

Martin Benz

Beschreibung

Menschen und Glauben entwickeln sich! Und immer mehr Christen stellen fest, dass ihr Glaube nicht mehr passt.Er muss sich weiterentwickeln, sonst wird er unrelevant, kraftlos oder geht verloren.Movecast will Umzugshelfer sein, damit Menschen mit ihrem Glauben ein neues Zuhause finden.Und wie bei jedem Umzug, muss man sich die Frage stellen:Was nehme ich mit?Was entsorge ich?Was schaffe ich neu an?Genau um diese Fragen geht es bei Movecast!

Podmon Kategorien

Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien

Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!

Top werbetreibende Marken in diesem Podcast (90d)

Upgrade dein Konto, um die Top werbetreibenden Marken zu sehen!

Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

MC 246 Mini: Lesung und Poetry (1) - Mein Traum von Kirche

16.10.2026
Im September 2026 veranstaltete Martin Benz eine Musik- und Poetry-Lesung zu seinem Buch „Wenn die Kirche nicht mehr passt – Zutaten für eine Kirche der Zukunft“. In dieser Folge von Movecast Mini teilt er seinen persönlichen Traum von Kirche anhand von 11 Thesen. Ergänzt wird die Lesung durch einen ehrlichen, berührenden Poetry-Slam-Beitrag von Lilie Prokoptchouk, die den Schmerz, die Enttäuschungen und die Sehnsucht nach echter Annahme und Menschlichkeit in der Kirche zur Sprache bringt. Zitate aus der Folge „Christen sind nirgends göttlicher als da, wo sie mitmenschlich handeln.“ – Martin Benz „Wir sind alle Menschen, geformt und verwundet von unzähligen Berührungen [...] Verlange doch nicht von mir, mich einfacher zu zensieren, damit ich leichter verdaulich bin für dich.“ – Lilli Prokoptschouk „Kirche ist doch da, wo unperfekte und gebrochene Menschen einander die Hand reichen [...] und der Traurigkeit ein Platz am Tisch reserviert wird.“ – Lilli Prokoptschouk „Kirche formuliert mutig ihre Überzeugungen und überlässt Gott die Wahrheit.“— Martin Benz  „Das Leben macht aus uns kein Strichmännchen. Wir sind ein Meisterwerk von unendlichen Pinselstrichen, vom Leben gezeichnet, und die Farben, die konnten wir uns nicht aussuchen.“— Lilli Prokoptschouk „Ein Ort, der Barmherzigkeit lebt und Diskrepanzen aushält. Ja, auch Geschichten, die kein Happy End haben, dürfen gelebt werden und spiegeln nicht weniger die Herrlichkeit Gottes wider.“— Lilli Prokoptschouk   __________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain Morning Label: Audio Hero Album: Good Beginnings Alternate Versions: 4 License: Music Track

Im September 2026 veranstaltete Martin Benz eine Musik- und Poetry-Lesung zu seinem Buch „Wenn die Kirche nicht mehr passt – Zutaten für eine Kirche der Zukunft“. In dieser Folge von Movecast Mini teilt er seinen persönlichen Traum von Kirche anhand von 11 Thesen. Ergänzt wird die Lesung durch einen ehrlichen, berührenden Poetry-Slam-Beitrag von Lilie Prokoptchouk, die den Schmerz, die Enttäuschungen und die Sehnsucht nach echter Annahme und Menschlichkeit in der Kirche zur Sprache bringt.

Zitate aus der Folge

„Christen sind nirgends göttlicher als da, wo sie mitmenschlich handeln.“ – Martin Benz

„Wir sind alle Menschen, geformt und verwundet von unzähligen Berührungen [...] Verlange doch nicht von mir, mich einfacher zu zensieren, damit ich leichter verdaulich bin für dich.“ – Lilli Prokoptschouk

„Kirche ist doch da, wo unperfekte und gebrochene Menschen einander die Hand reichen [...] und der Traurigkeit ein Platz am Tisch reserviert wird.“ – Lilli Prokoptschouk

„Kirche formuliert mutig ihre Überzeugungen und überlässt Gott die Wahrheit.“— Martin Benz 

„Das Leben macht aus uns kein Strichmännchen. Wir sind ein Meisterwerk von unendlichen Pinselstrichen, vom Leben gezeichnet, und die Farben, die konnten wir uns nicht aussuchen.“— Lilli Prokoptschouk

„Ein Ort, der Barmherzigkeit lebt und Diskrepanzen aushält. Ja, auch Geschichten, die kein Happy End haben, dürfen gelebt werden und spiegeln nicht weniger die Herrlichkeit Gottes wider.“— Lilli Prokoptschouk

 

__________________________

Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank!

Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode.

________________________________________________________

GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de

Musik: Craig Riley - Mountain Morning
Label: Audio Hero
Album: Good Beginnings
Alternate Versions: 4
License: Music Track

MC 245: Hartmut Rosa - Zwischen Handeln und Vollziehen: Warum Glaube und Gesellschaft mehr Fingerspitzengefühl brauchen

09.10.2026
In dieser Episode spricht Martin Benz mit dem Soziologen Prof. Dr. Hartmut Rosa über dessen Werk Situation und Konstellation. Gemeinsam ergründen sie den Unterschied zwischen situativem menschlichen Handeln mit Augenmaß und dem bloßen Vollziehen starrer Regeln. Anhand von Beispielen aus Sport, Bildung, Alltag und Politik zeigt Hartmut Rosa auf, wie eine Überregulierung zu Ohnmacht und Erschöpfung führt – und warum fundamentalistische Glaubensmuster die Bibel fälschlicherweise als starre Handlungsanweisung missverstehen. Ein leidenschaftliches Plädoyer für Resonanz, situative Urteilskraft und gelebte Menschlichkeit. Themenübersicht Handeln vs. Vollziehen: Der fundamentale Gegensatz zwischen lebendigem Reagieren auf einen Kontext und dem algorithmischen Abarbeiten von Regeln, verdeutlicht am Einsatz des Video-Schiedsrichters im Fußball. Der „Mehltau des Lebens“: Wie Sicherheitsbedürfnis, Bürokratie und technische Systeme die Handlungsenergie ersticken und das Gefühl erzeugen, nur noch als Automat zu funktionieren. Politik, Populismus und binäre Verengung: Warum populistische Bewegungen die Sehnsucht bedienen, starre bürokratische Konstellationen zu durchbrechen, und warum komplexe Krisen nicht auf Ja/Nein-Entscheidungen reduziert werden dürfen. Filterkaffee, Lego-Bausätze und Schneepflug-Eltern: Wie sich der Verlust offener Spiel- und Erfahrungsräume von der Kaffeemaschine bis zur Kindererziehung durchzieht. Die Bibel: Starre Konstellation oder Resonanzraum? Wie fundamentalistische Auslegungen biblische Texte als Gebrauchs- und Gesetzesschablonen missbrauchen, während biblische Vorbilder wie der barmherzige Samariter oder Jesus bei der Ehebrecherin den Vorrang situativer Barmherzigkeit vor sturen Paragrafen betonen. Aristoteles und die „Billigkeit“: Warum moralisches und geistliches Handeln das Aushalten von Ambivalenzen und die Schulung der eigenen Urteilskraft verlangt. Hermeneutik des Zutrauens: Wege aus der Kontrollfalle durch Vertrauen in Handlungsspielräume – von der Altenpflege bis zur Seelsorge. Erwähnte Bücher & Referenzen Hartmut Rosa: Situation und Konstellation Hartmut Rosa: Demokratie braucht Religion Jonathan Haidt: Generation Angst (The Anxious Generation) Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukas 10) Jesus und die Ehebrecherin (Johannes 8) Weiterführende Links Vertiefender Blogartikel von Martin Benz zu Hartmut Rosas Buch: https://movecast.de/die-bibel-ist-keine-gebrauchsanweisung-was-soziologe-hartmut-rosa-ueber-unseren-glauben-offenbart/  _________________________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain Morning Label: Audio Hero Album: Good Beginnings Alternate Versions: 4 License: Music Track

In dieser Episode spricht Martin Benz mit dem Soziologen Prof. Dr. Hartmut Rosa über dessen Werk Situation und Konstellation. Gemeinsam ergründen sie den Unterschied zwischen situativem menschlichen Handeln mit Augenmaß und dem bloßen Vollziehen starrer Regeln. Anhand von Beispielen aus Sport, Bildung, Alltag und Politik zeigt Hartmut Rosa auf, wie eine Überregulierung zu Ohnmacht und Erschöpfung führt – und warum fundamentalistische Glaubensmuster die Bibel fälschlicherweise als starre Handlungsanweisung missverstehen. Ein leidenschaftliches Plädoyer für Resonanz, situative Urteilskraft und gelebte Menschlichkeit.

Themenübersicht
  • Handeln vs. Vollziehen: Der fundamentale Gegensatz zwischen lebendigem Reagieren auf einen Kontext und dem algorithmischen Abarbeiten von Regeln, verdeutlicht am Einsatz des Video-Schiedsrichters im Fußball.

  • Der „Mehltau des Lebens“: Wie Sicherheitsbedürfnis, Bürokratie und technische Systeme die Handlungsenergie ersticken und das Gefühl erzeugen, nur noch als Automat zu funktionieren.

  • Politik, Populismus und binäre Verengung: Warum populistische Bewegungen die Sehnsucht bedienen, starre bürokratische Konstellationen zu durchbrechen, und warum komplexe Krisen nicht auf Ja/Nein-Entscheidungen reduziert werden dürfen.

  • Filterkaffee, Lego-Bausätze und Schneepflug-Eltern: Wie sich der Verlust offener Spiel- und Erfahrungsräume von der Kaffeemaschine bis zur Kindererziehung durchzieht.

  • Die Bibel: Starre Konstellation oder Resonanzraum? Wie fundamentalistische Auslegungen biblische Texte als Gebrauchs- und Gesetzesschablonen missbrauchen, während biblische Vorbilder wie der barmherzige Samariter oder Jesus bei der Ehebrecherin den Vorrang situativer Barmherzigkeit vor sturen Paragrafen betonen.

  • Aristoteles und die „Billigkeit“: Warum moralisches und geistliches Handeln das Aushalten von Ambivalenzen und die Schulung der eigenen Urteilskraft verlangt.

  • Hermeneutik des Zutrauens: Wege aus der Kontrollfalle durch Vertrauen in Handlungsspielräume – von der Altenpflege bis zur Seelsorge.

Erwähnte Bücher & Referenzen
  • Hartmut Rosa: Situation und Konstellation

  • Hartmut Rosa: Demokratie braucht Religion

  • Jonathan Haidt: Generation Angst (The Anxious Generation)

  • Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukas 10)

  • Jesus und die Ehebrecherin (Johannes 8)

Weiterführende Links

_________________________________________

Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank!

Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode.

________________________________________________________

GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de

Musik: Craig Riley - Mountain Morning
Label: Audio Hero
Album: Good Beginnings
Alternate Versions: 4
License: Music Track

MC 244 Mini: Der jüdische Hintergrund zum barmherzigen Samariter - und das Dilemma der Bibeltreue

05.10.2026
In dieser Folge von Movecast Mini beleuchtet Martin Benz den historischen und jüdischen Hintergrund des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter aus Lukas 10. Im Zentrum steht eine scheinbar paradoxe Erkenntnis: Der Priester, der an dem Überfallenen vorbeigeht, handelt streng nach biblischem Gebot – und verfehlt dennoch den Willen Gottes. Anhand des seltenen griechischen Begriffs „halbtot“ (hēmithanēs), der priesterlichen Reinheitsgebote aus Levitikus 21 und des rabbinischen Konzepts der Überdachung (Ohel) wird deutlich, in welchem Konflikt Priester und Levit tatsächlich standen. Die Folge bietet einen pointierten Denkanstoß darüber, wie leicht Barmherzigkeit und Nächstenliebe auf dem Altar formaler Korrektheit geopfert werden – damals wie heute. Wichtigste Inhalte & Aha-Momente Das Dilemma um „halbtot“ (hēmithanēs): Lukas wählt diesen Begriff ganz bewusst, weil von außen nicht sofort feststellbar war, ob der verletzte Mann noch lebte oder bereits tot war. Kultische Reinheitsvorschriften für Priester: Nach Levitikus 21 war es einem Priester strengstens untersagt, sich an einer Leiche zu verunreinigen; dies galt als schwere Sünde und kultische Entweihung. Das Zelt-Prinzip (Ohel): Nach 4. Mose 19 sowie der Mischna führte nicht nur direkte Berührung zur Unreinheit, sondern bereits das Beugen über einen Toten oder das Stehen unter denselben Baumzweigen, da der eigene Körper eine Überdachung bildete. Der weite Bogen der Geistlichen: Priester und Levit wechselten die Straßenseite nicht primär aus Feigheit vor Räubern, sondern um jedes Risiko einer siebentägigen rituellen Verunreinigung gesetzestreu auszuschließen. Barmherzigkeit auf dem Altar der Korrektheit: Indem der Priester formal ein Gebot befolgte, opferte er das eigentliche Herzstück der Thora: das Gebot der Nächstenliebe und das Erbarmen. Aktuelle Übertragung: Wenn Bibelstellen instrumentalisiert werden, um Menschen abzulehnen, auszuschließen oder abzuwerten, wird der Buchstabe der Schrift gegen ihren eigentlichen Geist ausgespielt. Quellen zum Podcast: Levitikus 21,1–4 – besondere Totenreinheitsvorschriften für Priester. Numeri 19,11–16 – allgemeine Totenunreinheit durch Berührung und Aufenthalt im Bereich eines Toten. Flavius Josephus, Antiquitates 3,276–278 – Josephus beschreibt die „doppelte Reinheit“ der Priester und die besondere Totenreinheit des Hohepriesters. Besonders wichtig ist hier, dass Josephus ein jüdischer Autor des 1. Jahrhunderts ist. Philo von Alexandria, De specialibus legibus I,112–116 – ebenfalls ein jüdischer Autor des 1. Jahrhunderts; beschreibt die Totenreinheitsvorschriften für Priester und die besondere Stellung des Hohepriesters. Mischna Nazir 7,2 – Totenunreinheit durch Berührung, Tragen und „Ohel“; dort wird ausdrücklich die Situation des „Überzeltens“ beschrieben. Mischna Ohalot 2,1 – der Tote als Quelle von Unreinheit durch „Ohel“. Lukas 10,30–34 – der Mann ist „halb tot“ (hēmithanēs); Priester und Levit gehen vorbei, der Samariter nähert sich und versorgt ihn. __________________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain Morning Label: Audio Hero Album: Good Beginnings Alternate Versions: 4 License: Music Track

In dieser Folge von Movecast Mini beleuchtet Martin Benz den historischen und jüdischen Hintergrund des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter aus Lukas 10. Im Zentrum steht eine scheinbar paradoxe Erkenntnis: Der Priester, der an dem Überfallenen vorbeigeht, handelt streng nach biblischem Gebot – und verfehlt dennoch den Willen Gottes. Anhand des seltenen griechischen Begriffs „halbtot“ (hēmithanēs), der priesterlichen Reinheitsgebote aus Levitikus 21 und des rabbinischen Konzepts der Überdachung (Ohel) wird deutlich, in welchem Konflikt Priester und Levit tatsächlich standen. Die Folge bietet einen pointierten Denkanstoß darüber, wie leicht Barmherzigkeit und Nächstenliebe auf dem Altar formaler Korrektheit geopfert werden – damals wie heute.

Wichtigste Inhalte & Aha-Momente
  • Das Dilemma um „halbtot“ (hēmithanēs): Lukas wählt diesen Begriff ganz bewusst, weil von außen nicht sofort feststellbar war, ob der verletzte Mann noch lebte oder bereits tot war.

  • Kultische Reinheitsvorschriften für Priester: Nach Levitikus 21 war es einem Priester strengstens untersagt, sich an einer Leiche zu verunreinigen; dies galt als schwere Sünde und kultische Entweihung.

  • Das Zelt-Prinzip (Ohel): Nach 4. Mose 19 sowie der Mischna führte nicht nur direkte Berührung zur Unreinheit, sondern bereits das Beugen über einen Toten oder das Stehen unter denselben Baumzweigen, da der eigene Körper eine Überdachung bildete.

  • Der weite Bogen der Geistlichen: Priester und Levit wechselten die Straßenseite nicht primär aus Feigheit vor Räubern, sondern um jedes Risiko einer siebentägigen rituellen Verunreinigung gesetzestreu auszuschließen.

  • Barmherzigkeit auf dem Altar der Korrektheit: Indem der Priester formal ein Gebot befolgte, opferte er das eigentliche Herzstück der Thora: das Gebot der Nächstenliebe und das Erbarmen.

  • Aktuelle Übertragung: Wenn Bibelstellen instrumentalisiert werden, um Menschen abzulehnen, auszuschließen oder abzuwerten, wird der Buchstabe der Schrift gegen ihren eigentlichen Geist ausgespielt.

Quellen zum Podcast:
  • Levitikus 21,1–4 – besondere Totenreinheitsvorschriften für Priester.
  • Numeri 19,11–16 – allgemeine Totenunreinheit durch Berührung und Aufenthalt im Bereich eines Toten.
  • Flavius Josephus, Antiquitates 3,276–278 – Josephus beschreibt die „doppelte Reinheit“ der Priester und die besondere Totenreinheit des Hohepriesters. Besonders wichtig ist hier, dass Josephus ein jüdischer Autor des 1. Jahrhunderts ist.
  • Philo von Alexandria, De specialibus legibus I,112–116 – ebenfalls ein jüdischer Autor des 1. Jahrhunderts; beschreibt die Totenreinheitsvorschriften für Priester und die besondere Stellung des Hohepriesters.
  • Mischna Nazir 7,2 – Totenunreinheit durch Berührung, Tragen und „Ohel“; dort wird ausdrücklich die Situation des „Überzeltens“ beschrieben.
  • Mischna Ohalot 2,1 – der Tote als Quelle von Unreinheit durch „Ohel“.
  • Lukas 10,30–34 – der Mann ist „halb tot“ (hēmithanēs); Priester und Levit gehen vorbei, der Samariter nähert sich und versorgt ihn.

__________________________________

Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank!

Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode.

________________________________________________________

GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de

Musik: Craig Riley - Mountain Morning
Label: Audio Hero
Album: Good Beginnings
Alternate Versions: 4
License: Music Track