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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Ein Blick hinter die himmlischen Kulissen

27.10.2026
Der Bibeltext Offenbarung 5,6-14 – ausgelegt von Dajka Krentz. Ein Text voller BilderWas für ein Text! Gewaltig, furchterregend und – unverständlich! Voll mit Bildern, mit denen ich auf den ersten Blick gar nichts anfangen kann. Der zweite Blick verrät mir schon mehr. Denn den Randvermerken in meiner Bibel nach, die ich gerne handschriftlich einfüge, habe ich bereits einiges dazu gehört. Ich notiere mir dort die Erklärung von den Worten darin, die ich wohl zu der Zeit schon nicht richtig verstanden habe und das wird mir jetzt beim Lesen und Verstehen sehr behilflich. Ich nutze auch die Gelegenheit in meinem Hauskreis und unterhalte mich mit anderen Christen über diesen Text. Das ist der dritte Blick. Und nun fühle ich mich imstande, auch anderen zu erklären, was Johannes hier zu sehen bekommt. Natürlich ohne den Anspruch auf Vollkommenheit.  Das Buch mit den sieben SiegelnJohannes darf hier einen Blick in die Zukunft wagen. In Gottes himmlische Welt mit dem künftigen Geschehen, aber auch mit dem, was bereits stattgefunden hat. Vermutlich benutzt der Heilige Geist, der ihm all das offenbart, auch Bilder. Ob Johannes gleich alles versteht? Nein! Auch er nicht! Das sagt er selbst ein paar Verse vorher: Er sieht Gott auf dem Thron und in seiner rechten Hand ein mit sieben Siegeln verschlossenes Buch. Und er weint, weil niemand da ist, der dieses Buch öffnen kann und ihm zeigen kann, was darinsteht. Gott sieht seine Traurigkeit und weil es Ihm wichtig ist, dass auch die folgenden Generationen und auch ich in der heutigen Zeit weiß, was dieses Buch enthält, darf Johannes einen Blick hineinwerfen und was er sieht, aufschreiben.Die sieben Siegel kann nur einer brechen und das Buch öffnen. Jesus, Gottes Sohn. Er ist der Löwe, das Bild für König der Tiere, der Mächtige, aus dem Stamm Juda. Der, der nicht immer als der König aller Könige auftritt, sondern als ein schwaches Opferlamm seine Aufgabe auf der Erde erfüllt. Jesus öffnet dieses Buch und Johannes schreibt auf, was er sieht. Ohne dass er alles gleich deuten kann.Es sind Bilder. Bilder erleichtern oft, das Geschriebene zu verstehen. Aber mir helfen diese Bilder nicht. Ich brauche Menschen, die sie mir erklären. Und auch dann ist es mir nicht möglich, alles zu verstehen. Diesen Anspruch auf Vollkommenheit habe ich nicht. Den bekomme ich erst dann, wenn ich die Ewigkeit erreiche.Der Heilige Geist hilft ebenfalls beim Verstehen und was ich nicht sofort verstehe, ist wahrscheinlich im Moment auch nicht so wichtig. Was ich aber verstehe, das darf ich anderen weitergeben. So auch jetzt Ihnen.Die Zahl „sieben“ kommt in den Bibelversen einige Male vor. Ich muss mir aber nicht die tatsächliche Anzahl vorstellen. Wenn in der Bibel die Zahl „sieben“ auftaucht, deutet sie immer auf die Vollkommenheit hin. Wenn das geschlachtete Lamm, also Jesus, mit sieben Hörnern und sieben Augen hier beschrieben wird, meint der Seher kein Untier, sondern die vollkommene Macht und das vollkommene Wissen von Jesus. Und das ist nur durch den Geist Gottes möglich. Wir haben hier wieder einen Hinweis auf die Dreieinigkeit Gottes. Gott, Christus und Geist.  Ein gewaltiger Lobpreis im HimmelIn dem Moment, als Jesus das Buch mit den sieben Siegeln, also eigentlich ein völlig verschlossenes Buch, von Gott in die Hände bekommt, geschieht etwas Merkwürdiges. Ich lese, dass im selben Augenblick ein wahrhaftiger und gewaltiger Lobpreis geschieht! Auch der wird in Bildern beschrieben, die eine Erklärung benötigen.Die vier Gestalten werden bereits im 4. Kapitel im Vers 7 beschrieben: Ein Löwe, ein Stier, ein Mensch und ein Adler. Es gibt unterschiedliche Auslegungen, was diese vier Gestalten bedeuten können. Zum Beispiel die Schöpfung, oder die Eigenschaften Gottes. Aber mir gefällt am besten die, dass es sich um die vier Evangelisten – Matthäus, Markus, Lukas und Johannes – handeln könnte. Denn sie hinterlassen uns das Evangelium, also die gute Botschaft von Gottes Liebe durch Jesus! Dieses Wissen lässt auch mich Gott anbeten. Dazu wird noch von vierundzwanzig Ältesten gesprochen, die auch vor Gott auf die Knie gehen. Warum vierundzwanzig? Weil zwölf und zwölf vierundzwanzig ergibt. Warum zwölf? Zwölf ist der Hinweis auf die zwölf Stämme Israels und die zwölf Apostel. Sie alle beten Gott an und singen Ihm das Lied, das leicht abgeändert bis heute gesungen wird:Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel.Der Gesang wird von Musikinstrumenten begleitet und wenn von goldenen Schalen voller Weihrauch die Rede ist, wird eben dieser gewaltige Lobpreis, der hier geschieht, geschildert. Er steigt wie Rauch in die Höhe vor Gottes Thron. Dann beten plötzlich nicht nur die Vier und die Vierundzwanzig Gott an, sondern eine riesengroße Menge von Engeln kommt dazu! Und damit nicht genug! All die Menschen, die auf der Erde leben, unzählbar viele, stimmen in diesen Lobgesang ein:Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!  Amen – Gottes Verheißung für alle KnieUnser Text endet mit dem 14. Vers, in dem es heißt:Und die vier Wesen sprachen: Amen! Und die Ältesten fielen nieder und beteten an.Wie gerne wäre ich dabei und würde mit ihnen allen mein AMEN dazu sagen! – Und plötzlich wird mir klar, ich werde dabei sein! Denn das Buch mit den sieben Siegeln, das hier in der Vision von Johannes geschildert wird, enthält das, was in der Zukunft geschehen wird. Und was Gott verspricht, das wird eintreffen. Auch wenn Christen jetzt eine kleine Schar im Vergleich zu den vielen Menschen auf der Erde sind – eines Tages werden sich alle Knie beugen und Gott den Vater, Jesus seinen Sohn und den Heiligen Geist anbeten. Auch das verspricht Gott in seinem Wort – an manchen Stellen [der Bibel].Bereits im Alten Testament – z. B. im Psalm 22, Vers 30: „Ihn allein werden anbeten alle Großen auf Erden; vor ihm werden die Knie beugen alle, / die zum Staube hinabfuhren und ihr Leben nicht konnten erhalten.“Und im Philipperbrief Kapitel 2, Vers 10: „Dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind.“Und dann werde auch ich dabei sein und mein AMEN hinzufügen. Danke, Johannes, dass du diese Vision festgehalten hast! Bibellesen unter bibleserver.comAutor: Dajka KrentzGerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
Der Bibeltext Offenbarung 5,6-14 – ausgelegt von Dajka Krentz.

Ein Text voller Bilder

Was für ein Text! Gewaltig, furchterregend und – unverständlich! Voll mit Bildern, mit denen ich auf den ersten Blick gar nichts anfangen kann. Der zweite Blick verrät mir schon mehr. Denn den Randvermerken in meiner Bibel nach, die ich gerne handschriftlich einfüge, habe ich bereits einiges dazu gehört. Ich notiere mir dort die Erklärung von den Worten darin, die ich wohl zu der Zeit schon nicht richtig verstanden habe und das wird mir jetzt beim Lesen und Verstehen sehr behilflich. Ich nutze auch die Gelegenheit in meinem Hauskreis und unterhalte mich mit anderen Christen über diesen Text. Das ist der dritte Blick. Und nun fühle ich mich imstande, auch anderen zu erklären, was Johannes hier zu sehen bekommt. Natürlich ohne den Anspruch auf Vollkommenheit.
 

Das Buch mit den sieben Siegeln

Johannes darf hier einen Blick in die Zukunft wagen. In Gottes himmlische Welt mit dem künftigen Geschehen, aber auch mit dem, was bereits stattgefunden hat. Vermutlich benutzt der Heilige Geist, der ihm all das offenbart, auch Bilder. Ob Johannes gleich alles versteht? Nein! Auch er nicht! Das sagt er selbst ein paar Verse vorher: Er sieht Gott auf dem Thron und in seiner rechten Hand ein mit sieben Siegeln verschlossenes Buch. Und er weint, weil niemand da ist, der dieses Buch öffnen kann und ihm zeigen kann, was darinsteht. Gott sieht seine Traurigkeit und weil es Ihm wichtig ist, dass auch die folgenden Generationen und auch ich in der heutigen Zeit weiß, was dieses Buch enthält, darf Johannes einen Blick hineinwerfen und was er sieht, aufschreiben.

Die sieben Siegel kann nur einer brechen und das Buch öffnen. Jesus, Gottes Sohn. Er ist der Löwe, das Bild für König der Tiere, der Mächtige, aus dem Stamm Juda. Der, der nicht immer als der König aller Könige auftritt, sondern als ein schwaches Opferlamm seine Aufgabe auf der Erde erfüllt. Jesus öffnet dieses Buch und Johannes schreibt auf, was er sieht. Ohne dass er alles gleich deuten kann.

Es sind Bilder. Bilder erleichtern oft, das Geschriebene zu verstehen. Aber mir helfen diese Bilder nicht. Ich brauche Menschen, die sie mir erklären. Und auch dann ist es mir nicht möglich, alles zu verstehen. Diesen Anspruch auf Vollkommenheit habe ich nicht. Den bekomme ich erst dann, wenn ich die Ewigkeit erreiche.

Der Heilige Geist hilft ebenfalls beim Verstehen und was ich nicht sofort verstehe, ist wahrscheinlich im Moment auch nicht so wichtig. Was ich aber verstehe, das darf ich anderen weitergeben. So auch jetzt Ihnen.

Die Zahl „sieben“ kommt in den Bibelversen einige Male vor. Ich muss mir aber nicht die tatsächliche Anzahl vorstellen. Wenn in der Bibel die Zahl „sieben“ auftaucht, deutet sie immer auf die Vollkommenheit hin. Wenn das geschlachtete Lamm, also Jesus, mit sieben Hörnern und sieben Augen hier beschrieben wird, meint der Seher kein Untier, sondern die vollkommene Macht und das vollkommene Wissen von Jesus. Und das ist nur durch den Geist Gottes möglich. Wir haben hier wieder einen Hinweis auf die Dreieinigkeit Gottes. Gott, Christus und Geist.
 

Ein gewaltiger Lobpreis im Himmel

In dem Moment, als Jesus das Buch mit den sieben Siegeln, also eigentlich ein völlig verschlossenes Buch, von Gott in die Hände bekommt, geschieht etwas Merkwürdiges. Ich lese, dass im selben Augenblick ein wahrhaftiger und gewaltiger Lobpreis geschieht! Auch der wird in Bildern beschrieben, die eine Erklärung benötigen.

Die vier Gestalten werden bereits im 4. Kapitel im Vers 7 beschrieben: Ein Löwe, ein Stier, ein Mensch und ein Adler. Es gibt unterschiedliche Auslegungen, was diese vier Gestalten bedeuten können. Zum Beispiel die Schöpfung, oder die Eigenschaften Gottes. Aber mir gefällt am besten die, dass es sich um die vier Evangelisten – Matthäus, Markus, Lukas und Johannes – handeln könnte. Denn sie hinterlassen uns das Evangelium, also die gute Botschaft von Gottes Liebe durch Jesus! Dieses Wissen lässt auch mich Gott anbeten. Dazu wird noch von vierundzwanzig Ältesten gesprochen, die auch vor Gott auf die Knie gehen. Warum vierundzwanzig? Weil zwölf und zwölf vierundzwanzig ergibt. Warum zwölf? Zwölf ist der Hinweis auf die zwölf Stämme Israels und die zwölf Apostel. Sie alle beten Gott an und singen Ihm das Lied, das leicht abgeändert bis heute gesungen wird:

Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel.

Der Gesang wird von Musikinstrumenten begleitet und wenn von goldenen Schalen voller Weihrauch die Rede ist, wird eben dieser gewaltige Lobpreis, der hier geschieht, geschildert. Er steigt wie Rauch in die Höhe vor Gottes Thron. Dann beten plötzlich nicht nur die Vier und die Vierundzwanzig Gott an, sondern eine riesengroße Menge von Engeln kommt dazu! Und damit nicht genug! All die Menschen, die auf der Erde leben, unzählbar viele, stimmen in diesen Lobgesang ein:

Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!
 

Amen – Gottes Verheißung für alle Knie

Unser Text endet mit dem 14. Vers, in dem es heißt:

Und die vier Wesen sprachen: Amen! Und die Ältesten fielen nieder und beteten an.

Wie gerne wäre ich dabei und würde mit ihnen allen mein AMEN dazu sagen! – Und plötzlich wird mir klar, ich werde dabei sein! Denn das Buch mit den sieben Siegeln, das hier in der Vision von Johannes geschildert wird, enthält das, was in der Zukunft geschehen wird. Und was Gott verspricht, das wird eintreffen. Auch wenn Christen jetzt eine kleine Schar im Vergleich zu den vielen Menschen auf der Erde sind – eines Tages werden sich alle Knie beugen und Gott den Vater, Jesus seinen Sohn und den Heiligen Geist anbeten. Auch das verspricht Gott in seinem Wort – an manchen Stellen [der Bibel].

Bereits im Alten Testament – z. B. im Psalm 22, Vers 30: „Ihn allein werden anbeten alle Großen auf Erden; vor ihm werden die Knie beugen alle, / die zum Staube hinabfuhren und ihr Leben nicht konnten erhalten.“

Und im Philipperbrief Kapitel 2, Vers 10: „Dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind.“

Und dann werde auch ich dabei sein und mein AMEN hinzufügen. Danke, Johannes, dass du diese Vision festgehalten hast!

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Autor: Dajka Krentz


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Das Buch mit sieben Siegeln

26.10.2026
Der Bibeltext Offenbarung 5,1-5 – ausgelegt von Armin Bachor. Ein Blick in eine fremde WeltEin Blick in eine fremde Welt Es ist beim Lesen der Bibelverse für mich so, als ob ich in ein Museum eintrete. In eine weit zurückliegende Kultur. Eine Welt, so spüre ich, zu der ich mir im Zeitalter von Apple Watch und KI erst einmal eine gedankliche Brücke bauen muss.Es ist das Buch, das im Zentrum steht. Das Buch mit den sieben Siegeln. Es ist eine Schriftrolle, innen und außen beschrieben. Diese Schriftrolle ist versiegelt. Wahrscheinlich ein römisches Testament. Der geheime Text steht in so einem Testament ganz innen. Dann wird das Papyrus weiter aufgerollt und mit einem ersten Siegel verschlossen. Dann wird weitergeschrieben, und es wird wieder gerollt, ein zweites Siegel angebracht. Und so wird es weiter fortgeführt, bis dann das letzte Siegel angebracht wird.Auf der Außenseite des Testamentes, der Rückseite, steht lediglich eine Zusammenfassung oder der Name des Verfassers. Durch diese Rolltechnik bleibt der eigentliche, tiefere Inhalt dem Betrachter von außen verborgen. Die Kraft der versiegelten WorteEs muss sich um ein sehr wichtiges Dokument handeln. Niemandem ist der tiefere Inhalt zugänglich. Nur derjenige, der die Berechtigung hat, darf die sieben Siegel brechen, nacheinander, und den Inhalt in diesem Dokument lesen und seine Bedeutung und Auswirkungen erkennen. Im Zeitalter von E-Mails, die jeder auf ihrem digitalen Weg durchs weltweite Internet lesen kann, denke ich: „Heute ist nichts mehr geheim.“Von dieser Perspektive aus gesehen erscheint mir die „Kultur der versiegelten Wörter“ irgendwie sehr seriös zu sein. Da gelten wenige Wörter so viel mehr als die hundertfachen Beiträge und millionenfachen Likes und Smileys heute. Jedes Wort beinhaltet eine eigene Offenbarung. Ein einzelnes Wort löst ein Geschehen aus, eine ganze Kette von Ereignissen. Wenn nur die Wörter befreit werden aus ihrer Verschlossenheit, sie sind wie eine Revolution!  Wer darf das Buch öffnen?Wer darf das Buch öffnen? Und da liegt dieses Buch, diese Schriftrolle auf der rechten Hand eines mächtigen Herrschers auf seinem Thron. Hat er dieses Buch selbst geschrieben? Er hat die Autorität, die sieben Siegel zu brechen. Aber er macht es offensichtlich nicht. Er selbst ist scheinbar nicht dafür bestimmt.Dieser geheimnisvolle Anblick wird jäh unterbrochen durch ein lautes Weinen. Der Apostel Johannes, der diese Offenbarung von Jesus selber erhält, weint laut. Er möchte wissen, was in diesem Buch geschrieben steht. „Aber niemand, weder im Himmel noch auf Erden noch unter der Erde, konnte das Buch auftun noch es sehen.“ (Vers 3) Für wen ist es bestimmt, dieses Buch zu öffnen? Wer soll die Wörter in diesem Buch in die Freiheit entlassen? Wem steht es zu, sie geschehen zu lassen?Und wieder wechselt die Szene. Einer der Ältesten im himmlischen Thronsaal spricht Johannes ganz persönlich an und tröstet ihn: „Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel.“ (Vers 5)Da gibt es doch jemanden, der das Buch öffnen darf!  Jesus – der Messias und RetterZwei der wichtigsten messianischen Verheißungen aus den hebräischen Schriften beschreiben diese Person mit einem Bild. Es ist der Messias Israels. Es ist Jesus. Jesus Christus hat die Autorität, das Buch zu öffnen. Das erste Bild:Er ist der Löwe aus dem Stamm Juda. Jesus ist Jude. Er kommt aus dem jüdischen Volk für sein jüdisches Volk. Ein würdevoller und machtvoller Herrscher. Der Messias Jesus wird den Verlauf und den Ausgang der Geschichte bestimmen. Für Israel und für alle Nationen.Ein zweites Bild beschreibt den Messias Jesus als eine kleine Pflanze, die aus einer Wurzel hervorwächst. Er stammt aus der Familie Davids. Damit ist er vor seinem eigenen Volk ausgezeichnet als der wahre Messias. Weil Jesus sowohl die „Wurzel als auch das Geschlecht Davids ist“ (Offenbarung 22,16), ist er letztlich Gott selbst.Jesus wird das Buch öffnen. Er ist der Messias aus Israel. Er ist der Retter für Israel und uns alle. In Ihm haben wir Errettung von unseren Sünden. Er hat das Heil erwirkt am Kreuz auf Golgatha. Für Juden und für uns alle. Mit Ihm haben wir Hoffnung für diese Welt, weil er auferstanden ist. Keine der derzeitigen oder künftigen Autokraten, seien sie Politiker oder Milliardäre, werden das letzte Wort darüber haben, wie unsere Geschichte weitergeht. Von ihnen erwarte ich – ja nicht wieder! – das Heil für diese Welt. Bewahren Sie und ich dieses wunderbare Wort:„Die Herren dieser Welt kommen und gehen – unser Herr kommt!“ Bibellesen unter bibleserver.comAutor: Armin BachorGerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
Der Bibeltext Offenbarung 5,1-5 – ausgelegt von Armin Bachor.

Ein Blick in eine fremde Welt

Ein Blick in eine fremde Welt Es ist beim Lesen der Bibelverse für mich so, als ob ich in ein Museum eintrete. In eine weit zurückliegende Kultur. Eine Welt, so spüre ich, zu der ich mir im Zeitalter von Apple Watch und KI erst einmal eine gedankliche Brücke bauen muss.

Es ist das Buch, das im Zentrum steht. Das Buch mit den sieben Siegeln. Es ist eine Schriftrolle, innen und außen beschrieben. Diese Schriftrolle ist versiegelt. Wahrscheinlich ein römisches Testament. Der geheime Text steht in so einem Testament ganz innen. Dann wird das Papyrus weiter aufgerollt und mit einem ersten Siegel verschlossen. Dann wird weitergeschrieben, und es wird wieder gerollt, ein zweites Siegel angebracht. Und so wird es weiter fortgeführt, bis dann das letzte Siegel angebracht wird.

Auf der Außenseite des Testamentes, der Rückseite, steht lediglich eine Zusammenfassung oder der Name des Verfassers. Durch diese Rolltechnik bleibt der eigentliche, tiefere Inhalt dem Betrachter von außen verborgen.


Die Kraft der versiegelten Worte

Es muss sich um ein sehr wichtiges Dokument handeln. Niemandem ist der tiefere Inhalt zugänglich. Nur derjenige, der die Berechtigung hat, darf die sieben Siegel brechen, nacheinander, und den Inhalt in diesem Dokument lesen und seine Bedeutung und Auswirkungen erkennen. Im Zeitalter von E-Mails, die jeder auf ihrem digitalen Weg durchs weltweite Internet lesen kann, denke ich: „Heute ist nichts mehr geheim.“

Von dieser Perspektive aus gesehen erscheint mir die „Kultur der versiegelten Wörter“ irgendwie sehr seriös zu sein. Da gelten wenige Wörter so viel mehr als die hundertfachen Beiträge und millionenfachen Likes und Smileys heute. Jedes Wort beinhaltet eine eigene Offenbarung. Ein einzelnes Wort löst ein Geschehen aus, eine ganze Kette von Ereignissen. Wenn nur die Wörter befreit werden aus ihrer Verschlossenheit, sie sind wie eine Revolution!
 

Wer darf das Buch öffnen?

Wer darf das Buch öffnen? Und da liegt dieses Buch, diese Schriftrolle auf der rechten Hand eines mächtigen Herrschers auf seinem Thron. Hat er dieses Buch selbst geschrieben? Er hat die Autorität, die sieben Siegel zu brechen. Aber er macht es offensichtlich nicht. Er selbst ist scheinbar nicht dafür bestimmt.

Dieser geheimnisvolle Anblick wird jäh unterbrochen durch ein lautes Weinen. Der Apostel Johannes, der diese Offenbarung von Jesus selber erhält, weint laut. Er möchte wissen, was in diesem Buch geschrieben steht. „Aber niemand, weder im Himmel noch auf Erden noch unter der Erde, konnte das Buch auftun noch es sehen.“ (Vers 3) Für wen ist es bestimmt, dieses Buch zu öffnen? Wer soll die Wörter in diesem Buch in die Freiheit entlassen? Wem steht es zu, sie geschehen zu lassen?

Und wieder wechselt die Szene. Einer der Ältesten im himmlischen Thronsaal spricht Johannes ganz persönlich an und tröstet ihn: „Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel.“ (Vers 5)

Da gibt es doch jemanden, der das Buch öffnen darf!
 

Jesus – der Messias und Retter

Zwei der wichtigsten messianischen Verheißungen aus den hebräischen Schriften beschreiben diese Person mit einem Bild. Es ist der Messias Israels. Es ist Jesus. Jesus Christus hat die Autorität, das Buch zu öffnen. Das erste Bild:
Er ist der Löwe aus dem Stamm Juda. Jesus ist Jude. Er kommt aus dem jüdischen Volk für sein jüdisches Volk. Ein würdevoller und machtvoller Herrscher. Der Messias Jesus wird den Verlauf und den Ausgang der Geschichte bestimmen. Für Israel und für alle Nationen.

Ein zweites Bild beschreibt den Messias Jesus als eine kleine Pflanze, die aus einer Wurzel hervorwächst. Er stammt aus der Familie Davids. Damit ist er vor seinem eigenen Volk ausgezeichnet als der wahre Messias. Weil Jesus sowohl die „Wurzel als auch das Geschlecht Davids ist“ (Offenbarung 22,16), ist er letztlich Gott selbst.

Jesus wird das Buch öffnen. Er ist der Messias aus Israel. Er ist der Retter für Israel und uns alle. In Ihm haben wir Errettung von unseren Sünden. Er hat das Heil erwirkt am Kreuz auf Golgatha. Für Juden und für uns alle. Mit Ihm haben wir Hoffnung für diese Welt, weil er auferstanden ist. Keine der derzeitigen oder künftigen Autokraten, seien sie Politiker oder Milliardäre, werden das letzte Wort darüber haben, wie unsere Geschichte weitergeht. Von ihnen erwarte ich – ja nicht wieder! – das Heil für diese Welt. Bewahren Sie und ich dieses wunderbare Wort:

„Die Herren dieser Welt kommen und gehen – unser Herr kommt!“

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Autor: Armin Bachor


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Ein Blick in den Thronsaal

25.10.2026
Der Bibeltext Offenbarung 4,1-11 – ausgelegt von Hans-Werner Kalb. Gott regiert – Einstimmung auf den ThronsaalMit diesem Abschnitt heute beginnen nun die Zukunftsvisionen im letzten Buch der Bibel, der sogenannten Offenbarung. Der Apostel Johannes bekommt einen Einblick in den Himmel, hier in den Thronsaal Gottes. Sie und ich, wir dürfen an diesem Einblick, dieser Offenbarung Gottes, teilhaben.Ehe Johannes die apokalyptischen Ereignisse der letzten Zeit vor Augen geführt bekommt, erfährt er hier, dass alles, was geschieht, im Plan Gottes vorgesehen ist. Dass Gott regiert. Das erinnert mich an Karl Barth, den Schweizer Theologen. Seine Worte angesichts der Ereignisse der 1968er Jahre lauten: „Es wird regiert.“ Gott regiert, meint Karl Barth. Gott hat alles in der Hand. Es geschieht nichts ohne seinen Willen. Auch, wenn die Mächtigen dieser Welt glauben, sie könnten ohne Gott regieren. Das kann und soll die, die auf Gott vertrauen, trösten. Dieses Vertrauen auf Gott hilft mir immer wieder, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Auch, weil ich Gott als liebenden Vater kennengelernt und erfahren habe.  Der Blick in den Thronsaal: Lichtglanz, Älteste und MeerLassen Sie mich jetzt mal in aller Kürze darauf eingehen, was Johannes in diesem Thronsaal alles sieht. Das erste, was er wahrnimmt, ist Gott auf dem Thron. Nicht direkt. Eher über den Lichtglanz mit herrlichen Farben am Thron. Der Thron ist jedenfalls nicht leer. Die Welt ist nicht sich selbst überlassen. Da ist von leuchtenden Farben die Rede. Das erinnert Johannes an den Edelstein Jaspis. Der ist hell und durchsichtig. Bei Gott ist Klarheit, Heiligkeit, Licht. Dann sieht Johannes etwas wie den Stein Sarder, der ist rot. Das mag für die Liebe Gottes stehen und seine Barmherzigkeit. Beide Steine werden im Priesterornat verwendet und sind Grundsteine des „neuen Jerusalem“. Und Johannes erkennt einen Regenbogen. Der ist das Zeichen des Bundes Gottes mit dieser Welt nach der Sintflut. Er ist also ein Hinweis auf die Treue und Güte Gottes. Dafür, dass sich der allmächtige Schöpfer um seine hilfsbedürftigen Geschöpfe kümmert. Das unterstreichen vielleicht auch Farben, wie die des grünen Smaragdes.Dann sieht Johannes vierundzwanzig Älteste mit Siegeskränzen. Viele Ausleger gehen davon aus, dass es sich hier um die Repräsentanten des alttestamentlichen und des neutestamentlichen Volkes Gottes handelt. Also um Vertreter der Kinder Gottes aus Israel und aus der weltweiten Gemeinde von Jesus Christus. Die weißen Kleider stehen in der Bibel für die von Gott geschenkte Gerechtigkeit. Und sie sind auch Zeichen des priesterlichen Dienstes. Die 24 Ältesten beten Gott an und sie verwenden dabei das vertraute „Du“.Vom Thron Gottes gehen Blitze aus, Johannes hört Grollen und Donner. So lese ich es in der Übersetzung der Basisbibel. Sieben Fackeln stehen vor dem Thron. D. h. Gott hat sich nicht zur Ruhe gesetzt. Machtvoll greift er in die Geschichte ein.Dann sieht Johannes eine Fläche vor dem Thron Gottes, wie ein klares Meer, wie ein Kristall. Vielleicht kann das, was hier aussieht wie ein Meer, in seiner himmlischen Reinheit als Gegenbild zu dem irdischen Meer gedeutet werden. Das stand häufig als Bild für die aufrührerische Völkerwelt. Es liegt hier klar und durchsichtig Gott zu Füßen.  Anbetung gebührt allein GottDann sind da vier Gestalten mit vielen Augen und mit Flügeln. Die werden auch beim alttestamentlichen Propheten Hesekiel schon beschrieben. Manche deuten sie als Engel. Andere sehen darin Vertreter der gesamten Schöpfung. In der alten Kirche stehen sie für die vier Evangelisten: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Jedenfalls sind es Geschöpfe Gottes, die ihn anbeten. In vielen Religionen werden solche Wesen selbst oder deren Abbilder dargestellt und angebetet. Hier beten alle den einen Gott an. Sie tun das zusammen mit den vierundzwanzig Ältesten. Geschöpfen steht keine Anbetung zu. Sie sind Gott untergeordnet und weisen bestenfalls auf ihn hin.Wie oft lassen sich auch menschliche Herrscher anbeten. Sie suchen Ehrerbietung und Macht – und haben sich doch immer wieder als unwürdig erwiesen. Gerade in unserer Zeit gibt es weltweit immer mehr Herrscher dieser Art, selbst in eigentlich demokratischen Staaten. Da ist es wichtig zu wissen: Anbetungswürdig ist nur Gott, der Schöpfer. Und Jesus Christus, Gottes Sohn, das Lamm Gottes, das die Schuld der Welt trägt. Darüber hören wir morgen mehr im Kapitel 5. Heute darf ich mich freuen, dass ich den kenne, der allein anbetungswürdig ist. Der die Welt immer noch in seinen Händen hält. Der sie zum großen Ziel führt. Zur Vollendung durch schmerzhafte Zeiten hindurch.  Gebet als Vorrecht und Einladung zur AnbetungIch weiß, das ist eigentlich kaum vorstellbar: Aber ich darf Gott, den Vater von Jesus Christus, den Schöpfer und Herrscher des Universums und der Himmel, anbeten. Ich darf ihn aber auch Vater nennen. Vertrauensvoll. Im Gebet. William MacDonald war ein weltweit bekannter Bibellehrer des 20. Jahrhunderts. Er schreibt in seinem Buch „Nur bis zur Zimmerdecke“ (CLV) über das Gebet: „Im Gebet verlassen wir sozusagen den irdischen, begrenzten Bereich und kommen vor den Thron Gottes. Welch ein gewaltiges Vorrecht!“ Durch Jesus dürfen wir den kennenlernen, der hier auf dem Thron sitzt. Was bedeutet Ihnen dieses Vorrecht, durch Gebet und Anbetung in die direkte Gegenwart Gottes zu gelangen? Auch, wenn Sie und ich nicht, wie Johannes, in den Thronsaal blicken können. Das kommt erst noch.Ich lade Sie aber heute ein, mit einzustimmen in die Anbetung der vierundzwanzig Ältesten hier im Vers 11:„Du, Herr, unser Gott, bist würdig, alle Herrlichkeit, Ehre und Macht zu empfangen. Denn du hast die ganze Welt erschaffen. Weil du wolltest, dass es sie gibt, ist sie erschaffen worden.“ Amen Bibellesen unter bibleserver.comAutor: Hans-Werner KalbGerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
Der Bibeltext Offenbarung 4,1-11 – ausgelegt von Hans-Werner Kalb.

Gott regiert – Einstimmung auf den Thronsaal

Mit diesem Abschnitt heute beginnen nun die Zukunftsvisionen im letzten Buch der Bibel, der sogenannten Offenbarung. Der Apostel Johannes bekommt einen Einblick in den Himmel, hier in den Thronsaal Gottes. Sie und ich, wir dürfen an diesem Einblick, dieser Offenbarung Gottes, teilhaben.

Ehe Johannes die apokalyptischen Ereignisse der letzten Zeit vor Augen geführt bekommt, erfährt er hier, dass alles, was geschieht, im Plan Gottes vorgesehen ist. Dass Gott regiert. Das erinnert mich an Karl Barth, den Schweizer Theologen. Seine Worte angesichts der Ereignisse der 1968er Jahre lauten: „Es wird regiert.“ Gott regiert, meint Karl Barth. Gott hat alles in der Hand. Es geschieht nichts ohne seinen Willen. Auch, wenn die Mächtigen dieser Welt glauben, sie könnten ohne Gott regieren. Das kann und soll die, die auf Gott vertrauen, trösten. Dieses Vertrauen auf Gott hilft mir immer wieder, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Auch, weil ich Gott als liebenden Vater kennengelernt und erfahren habe.
 

Der Blick in den Thronsaal: Lichtglanz, Älteste und Meer

Lassen Sie mich jetzt mal in aller Kürze darauf eingehen, was Johannes in diesem Thronsaal alles sieht. Das erste, was er wahrnimmt, ist Gott auf dem Thron. Nicht direkt. Eher über den Lichtglanz mit herrlichen Farben am Thron. Der Thron ist jedenfalls nicht leer. Die Welt ist nicht sich selbst überlassen. Da ist von leuchtenden Farben die Rede. Das erinnert Johannes an den Edelstein Jaspis. Der ist hell und durchsichtig. Bei Gott ist Klarheit, Heiligkeit, Licht. Dann sieht Johannes etwas wie den Stein Sarder, der ist rot. Das mag für die Liebe Gottes stehen und seine Barmherzigkeit. Beide Steine werden im Priesterornat verwendet und sind Grundsteine des „neuen Jerusalem“. Und Johannes erkennt einen Regenbogen. Der ist das Zeichen des Bundes Gottes mit dieser Welt nach der Sintflut. Er ist also ein Hinweis auf die Treue und Güte Gottes. Dafür, dass sich der allmächtige Schöpfer um seine hilfsbedürftigen Geschöpfe kümmert. Das unterstreichen vielleicht auch Farben, wie die des grünen Smaragdes.

Dann sieht Johannes vierundzwanzig Älteste mit Siegeskränzen. Viele Ausleger gehen davon aus, dass es sich hier um die Repräsentanten des alttestamentlichen und des neutestamentlichen Volkes Gottes handelt. Also um Vertreter der Kinder Gottes aus Israel und aus der weltweiten Gemeinde von Jesus Christus. Die weißen Kleider stehen in der Bibel für die von Gott geschenkte Gerechtigkeit. Und sie sind auch Zeichen des priesterlichen Dienstes. Die 24 Ältesten beten Gott an und sie verwenden dabei das vertraute „Du“.

Vom Thron Gottes gehen Blitze aus, Johannes hört Grollen und Donner. So lese ich es in der Übersetzung der Basisbibel. Sieben Fackeln stehen vor dem Thron. D. h. Gott hat sich nicht zur Ruhe gesetzt. Machtvoll greift er in die Geschichte ein.

Dann sieht Johannes eine Fläche vor dem Thron Gottes, wie ein klares Meer, wie ein Kristall. Vielleicht kann das, was hier aussieht wie ein Meer, in seiner himmlischen Reinheit als Gegenbild zu dem irdischen Meer gedeutet werden. Das stand häufig als Bild für die aufrührerische Völkerwelt. Es liegt hier klar und durchsichtig Gott zu Füßen.
 

Anbetung gebührt allein Gott

Dann sind da vier Gestalten mit vielen Augen und mit Flügeln. Die werden auch beim alttestamentlichen Propheten Hesekiel schon beschrieben. Manche deuten sie als Engel. Andere sehen darin Vertreter der gesamten Schöpfung. In der alten Kirche stehen sie für die vier Evangelisten: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Jedenfalls sind es Geschöpfe Gottes, die ihn anbeten. In vielen Religionen werden solche Wesen selbst oder deren Abbilder dargestellt und angebetet. Hier beten alle den einen Gott an. Sie tun das zusammen mit den vierundzwanzig Ältesten. Geschöpfen steht keine Anbetung zu. Sie sind Gott untergeordnet und weisen bestenfalls auf ihn hin.

Wie oft lassen sich auch menschliche Herrscher anbeten. Sie suchen Ehrerbietung und Macht – und haben sich doch immer wieder als unwürdig erwiesen. Gerade in unserer Zeit gibt es weltweit immer mehr Herrscher dieser Art, selbst in eigentlich demokratischen Staaten. Da ist es wichtig zu wissen: Anbetungswürdig ist nur Gott, der Schöpfer. Und Jesus Christus, Gottes Sohn, das Lamm Gottes, das die Schuld der Welt trägt. Darüber hören wir morgen mehr im Kapitel 5. Heute darf ich mich freuen, dass ich den kenne, der allein anbetungswürdig ist. Der die Welt immer noch in seinen Händen hält. Der sie zum großen Ziel führt. Zur Vollendung durch schmerzhafte Zeiten hindurch.
 

Gebet als Vorrecht und Einladung zur Anbetung

Ich weiß, das ist eigentlich kaum vorstellbar: Aber ich darf Gott, den Vater von Jesus Christus, den Schöpfer und Herrscher des Universums und der Himmel, anbeten. Ich darf ihn aber auch Vater nennen. Vertrauensvoll. Im Gebet. William MacDonald war ein weltweit bekannter Bibellehrer des 20. Jahrhunderts. Er schreibt in seinem Buch „Nur bis zur Zimmerdecke“ (CLV) über das Gebet: „Im Gebet verlassen wir sozusagen den irdischen, begrenzten Bereich und kommen vor den Thron Gottes. Welch ein gewaltiges Vorrecht!“ Durch Jesus dürfen wir den kennenlernen, der hier auf dem Thron sitzt. Was bedeutet Ihnen dieses Vorrecht, durch Gebet und Anbetung in die direkte Gegenwart Gottes zu gelangen? Auch, wenn Sie und ich nicht, wie Johannes, in den Thronsaal blicken können. Das kommt erst noch.

Ich lade Sie aber heute ein, mit einzustimmen in die Anbetung der vierundzwanzig Ältesten hier im Vers 11:

„Du, Herr, unser Gott, bist würdig, alle Herrlichkeit, Ehre und Macht zu empfangen.
Denn du hast die ganze Welt erschaffen. Weil du wolltest, dass es sie gibt,
ist sie erschaffen worden.“

Amen

Bibellesen unter bibleserver.com

Autor: Hans-Werner Kalb


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