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ZHAW Soziale Arbeit

Beschreibung

Wenn Schüler:innen gemobbt werden. Wenn Senior:innen vereinsamen. Wenn Geflüchtete Fuss fassen wollen. Wenn Konflikte die Teamarbeit lähmen. Kurz: Wenn Einzelne das Leben trifft und Gemeinschaften gefordert sind – dann ist Soziale Arbeit gefragt. Was kann sie leisten? Wovor sollte sie sich hüten? Und warum muss sie sich immer wieder selbst hinterfragen?

Im Podcast «sozial» sprechen Regula Freuler und Dozent Tim Tausendfreund mit Fachpersonen aus Wissenschaft und Praxis über die vielfältigen Aufgaben Sozialer Arbeit.

Produziert vom Departement Soziale Arbeit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Regie und Schnitt: Menno Labruyère. Sounddesign: Soundguybasel.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Gewaltprävention: Vorbereitet sein, bevor es eskaliert

25.08.2026

Einführung in Gewaltprävention

In der Episode wird die Bedeutung der Gewaltprävention thematisiert, insbesondere im Kontext von sozialen Arbeit und am Arbeitsplatz. Regula Freuler und Tian Wanner diskutieren persönliche Erfahrungen mit Aggression und die Notwendigkeit, sich auf solche Situationen vorzubereiten.

Tians Hintergrund und Expertise

Tian Wanner ist Institutsleiter von INCOGE und Gastdozent für Gewaltprävention. Er bringt umfangreiche Erfahrungen mit, sowohl aus der sozialen Arbeit als auch durch seine Tätigkeit als Türsteher, wo er viele Konfliktsituationen erlebt hat. Dies hat ihn dazu bewogen, den Fokus auf präventive Maßnahmen zu legen.

Reaktionen auf Aggression

Die Episode beschreibt, wie Menschen auf aggressive Situationen reagieren können, einschließlich der Reaktionen „Fight, Flight, Freeze oder Fawn“. Tian betont die Wichtigkeit, diese Reaktionen zu erkennen und zu trainieren, um handlungsfähig zu bleiben.

Deeskalationstechniken

Es werden Strategien zur Deeskalation vorgestellt, die vor allem im sozialen Bereich von Bedeutung sind. Tian erläutert, wie wichtig es ist, frühzeitig Anzeichen von Aggression zu erkennen und aktiv einzuschreiten, bevor es zu einer Eskalation kommt.

Rolle der Organisationen

Die Verantwortung der Organisationen wird hervorgehoben. Es ist entscheidend, klare Richtlinien zu haben, um Mitarbeitende zu schützen und sie bei der Gewaltprävention zu unterstützen. Die Episode diskutiert, wie Organisationen eine sicherere Arbeitsumgebung schaffen können.

Nachsorge und Unterstützung

Nach einem Vorfall ist es wichtig, dass Mitarbeitende die Möglichkeit haben, über ihre Erfahrungen zu sprechen und Unterstützung zu erhalten. Tian betont, dass eine systematische Erfassung von Vorfällen erforderlich ist, um daraus zu lernen und Präventionsstrategien zu verbessern.

Schlussfolgerung

Die Episode schließt mit der Erkenntnis, dass Gewaltprävention eine umfassende Aufgabe ist, die individuelle, teambezogene und organisationale Aspekte miteinander verknüpfen muss. Ein respektvoller Umgang und klare Kommunikation sind entscheidend für eine erfolgreiche Prävention.

Einführung in Gewaltprävention

In der Episode wird die Bedeutung der Gewaltprävention thematisiert, insbesondere im Kontext von sozialen Arbeit und am Arbeitsplatz. Regula Freuler und Tian Wanner diskutieren persönliche Erfahrungen mit Aggression und die Notwendigkeit, sich auf solche Situationen vorzubereiten.

Tians Hintergrund und Expertise

Tian Wanner ist Institutsleiter von INCOGE und Gastdozent für Gewaltprävention. Er bringt umfangreiche Erfahrungen mit, sowohl aus der sozialen Arbeit als auch durch seine Tätigkeit als Türsteher, wo er viele Konfliktsituationen erlebt hat. Dies hat ihn dazu bewogen, den Fokus auf präventive Maßnahmen zu legen.

Reaktionen auf Aggression

Die Episode beschreibt, wie Menschen auf aggressive Situationen reagieren können, einschließlich der Reaktionen „Fight, Flight, Freeze oder Fawn“. Tian betont die Wichtigkeit, diese Reaktionen zu erkennen und zu trainieren, um handlungsfähig zu bleiben.

Deeskalationstechniken

Es werden Strategien zur Deeskalation vorgestellt, die vor allem im sozialen Bereich von Bedeutung sind. Tian erläutert, wie wichtig es ist, frühzeitig Anzeichen von Aggression zu erkennen und aktiv einzuschreiten, bevor es zu einer Eskalation kommt.

Rolle der Organisationen

Die Verantwortung der Organisationen wird hervorgehoben. Es ist entscheidend, klare Richtlinien zu haben, um Mitarbeitende zu schützen und sie bei der Gewaltprävention zu unterstützen. Die Episode diskutiert, wie Organisationen eine sicherere Arbeitsumgebung schaffen können.

Nachsorge und Unterstützung

Nach einem Vorfall ist es wichtig, dass Mitarbeitende die Möglichkeit haben, über ihre Erfahrungen zu sprechen und Unterstützung zu erhalten. Tian betont, dass eine systematische Erfassung von Vorfällen erforderlich ist, um daraus zu lernen und Präventionsstrategien zu verbessern.

Schlussfolgerung

Die Episode schließt mit der Erkenntnis, dass Gewaltprävention eine umfassende Aufgabe ist, die individuelle, teambezogene und organisationale Aspekte miteinander verknüpfen muss. Ein respektvoller Umgang und klare Kommunikation sind entscheidend für eine erfolgreiche Prävention.

Warum Empörung mehr ist als Wut

16.07.2026

Einführung in das Thema Empörung

Im Podcast wird das Thema Empörung in der sozialen Arbeit diskutiert, insbesondere aus den Perspektiven von Sarah Lohr und Andrea Benzala. Sarah berichtet von ihren Erfahrungen in der wirtschaftlichen Sozialhilfe, während Andrea ihre Erlebnisse in der niederschwelligen Suchtarbeit teilt.

Persönliche Geschichten und Empörung

Michael Herzig, der Moderator, erzählt von einem Freund, der aufgrund von erlittenem Unrecht in einer Polizeikontrolle empört reagierte. Diese Erzählung verdeutlicht die Kraft der Empörung als Reaktion auf gesellschaftliche Ungerechtigkeiten.

Empörung als Ressource

Sarah und Andrea betonen, dass Empörung nicht nur eine negative Emotion ist, sondern auch als Energiequelle und Antrieb für Veränderungen in der sozialen Arbeit genutzt werden kann. Empörung kann auf Missstände hinweisen und als wertvolles Signal für Sozialarbeiter dienen.

Der Tanz zwischen Nähe und Distanz

Die Diskussion thematisiert die Balance zwischen professioneller Distanz und emotionaler Nähe in der sozialen Arbeit. Andrea erklärt, wie verschiedene Rollen in der niederschwelligen Arbeit eingenommen werden müssen, um effektiv zu sein, während Sarah die Herausforderungen in der wirtschaftlichen Sozialhilfe erläutert.

Umgang mit Emotionen der Klienten

Beide Gesprächspartnerinnen sind sich einig, dass das Verständnis für die Emotionen der Klienten entscheidend ist. Es wird jedoch auch betont, dass Verhaltensgrenzen gesetzt werden müssen, um eine konstruktive Beziehung zu wahren.

Sanktionen und ihre Auswirkungen

Die Rolle von Sanktionen in der sozialen Arbeit wird kritisch betrachtet. Während sie kurzfristige Verhaltensänderungen bewirken können, sind sie langfristig oft kontraproduktiv und führen zu Ohnmacht und Frustration bei den Klienten.

Empörung umwandeln

Der Podcast schließt mit der Überlegung, wie Empörung in etwas Konstruktives umgewandelt werden kann. Es wird betont, dass Sozialarbeitende in der Lage sein sollten, stellvertretend für ihre Klienten Empörung zu empfinden und diese in positive Veränderungen zu lenken.

Einführung in das Thema Empörung

Im Podcast wird das Thema Empörung in der sozialen Arbeit diskutiert, insbesondere aus den Perspektiven von Sarah Lohr und Andrea Benzala. Sarah berichtet von ihren Erfahrungen in der wirtschaftlichen Sozialhilfe, während Andrea ihre Erlebnisse in der niederschwelligen Suchtarbeit teilt.

Persönliche Geschichten und Empörung

Michael Herzig, der Moderator, erzählt von einem Freund, der aufgrund von erlittenem Unrecht in einer Polizeikontrolle empört reagierte. Diese Erzählung verdeutlicht die Kraft der Empörung als Reaktion auf gesellschaftliche Ungerechtigkeiten.

Empörung als Ressource

Sarah und Andrea betonen, dass Empörung nicht nur eine negative Emotion ist, sondern auch als Energiequelle und Antrieb für Veränderungen in der sozialen Arbeit genutzt werden kann. Empörung kann auf Missstände hinweisen und als wertvolles Signal für Sozialarbeiter dienen.

Der Tanz zwischen Nähe und Distanz

Die Diskussion thematisiert die Balance zwischen professioneller Distanz und emotionaler Nähe in der sozialen Arbeit. Andrea erklärt, wie verschiedene Rollen in der niederschwelligen Arbeit eingenommen werden müssen, um effektiv zu sein, während Sarah die Herausforderungen in der wirtschaftlichen Sozialhilfe erläutert.

Umgang mit Emotionen der Klienten

Beide Gesprächspartnerinnen sind sich einig, dass das Verständnis für die Emotionen der Klienten entscheidend ist. Es wird jedoch auch betont, dass Verhaltensgrenzen gesetzt werden müssen, um eine konstruktive Beziehung zu wahren.

Sanktionen und ihre Auswirkungen

Die Rolle von Sanktionen in der sozialen Arbeit wird kritisch betrachtet. Während sie kurzfristige Verhaltensänderungen bewirken können, sind sie langfristig oft kontraproduktiv und führen zu Ohnmacht und Frustration bei den Klienten.

Empörung umwandeln

Der Podcast schließt mit der Überlegung, wie Empörung in etwas Konstruktives umgewandelt werden kann. Es wird betont, dass Sozialarbeitende in der Lage sein sollten, stellvertretend für ihre Klienten Empörung zu empfinden und diese in positive Veränderungen zu lenken.

Inlandsadoptionen in der Schweiz: Was gilt als Kindeswohl?

15.06.2026

Titel des Buches und dessen Bedeutung

Das Buch „Ungewollt?“ behandelt die Thematik der Inlandsadoptionen in der Schweiz und reflektiert die oft als ungewollt beschriebenen Kinder. Der Titel soll die verschiedenen Zwangsmomente und schwierigen Lebenssituationen der betroffenen Mütter und Kinder in den Mittelpunkt rücken.

Forschung zu Inlandsadoptionen

Im Podcast wird das Forschungsprojekt vorgestellt, das von Susanne Businger und ihrem Team durchgeführt wurde. Der Fokus lag auf der Untersuchung der Adoptionspraktiken in der Schweiz zwischen 1920 und 2017, um die Veränderungen und Kontinuitäten in der Praxis zu verstehen und die Auswirkungen auf die betroffenen Personen zu analysieren.

Kindeswohl und rechtliche Rahmenbedingungen

Der Begriff des Kindeswohls hat sich im Laufe des 20. Jahrhunderts stark gewandelt. Ursprünglich wurde argumentiert, dass das Kindeswohl durch vollständige Integration in eine Adoptivfamilie ohne Kontakt zu leiblichen Eltern gesichert sei. Heute wird erkannt, dass das Wissen um die Herkunft und die Wurzeln für das Kindeswohl von großer Bedeutung ist.

Gesellschaftliche Stigmatisierung

Die Podcast-Gäste erörtern die Stigmatisierung lediger Mütter, die in der Vergangenheit stark ausgeprägt war. Dies führte dazu, dass viele gebärende Frauen unter Druck gesetzt wurden, ihre Kinder zur Adoption freizugeben. Die Scham und die gesellschaftlichen Normen jener Zeit trugen zur Tabuisierung von Adoption bei.

Die Entwicklung der Adoptionszahlen

Die Zahl der Inlandsadoptionen ist seit den 1980er Jahren stark gesunken, von über 1000 auf nur noch 10 bis 20 pro Jahr. Die Gründe für eine heutige Adoption sind vielfältig und können psychische Probleme oder Suchtverhalten der leiblichen Eltern umfassen.

Wichtigkeit der historischen Aufarbeitung

Die historische Aufarbeitung der Adoptionen ist für Sozialarbeitende von Bedeutung, um ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse und Herausforderungen der betroffenen Personen zu entwickeln. Es wird betont, wie wichtig es ist, die Stimmen der Betroffenen zu hören und in die soziale Arbeit einzubeziehen.

Titel des Buches und dessen Bedeutung

Das Buch „Ungewollt?“ behandelt die Thematik der Inlandsadoptionen in der Schweiz und reflektiert die oft als ungewollt beschriebenen Kinder. Der Titel soll die verschiedenen Zwangsmomente und schwierigen Lebenssituationen der betroffenen Mütter und Kinder in den Mittelpunkt rücken.

Forschung zu Inlandsadoptionen

Im Podcast wird das Forschungsprojekt vorgestellt, das von Susanne Businger und ihrem Team durchgeführt wurde. Der Fokus lag auf der Untersuchung der Adoptionspraktiken in der Schweiz zwischen 1920 und 2017, um die Veränderungen und Kontinuitäten in der Praxis zu verstehen und die Auswirkungen auf die betroffenen Personen zu analysieren.

Kindeswohl und rechtliche Rahmenbedingungen

Der Begriff des Kindeswohls hat sich im Laufe des 20. Jahrhunderts stark gewandelt. Ursprünglich wurde argumentiert, dass das Kindeswohl durch vollständige Integration in eine Adoptivfamilie ohne Kontakt zu leiblichen Eltern gesichert sei. Heute wird erkannt, dass das Wissen um die Herkunft und die Wurzeln für das Kindeswohl von großer Bedeutung ist.

Gesellschaftliche Stigmatisierung

Die Podcast-Gäste erörtern die Stigmatisierung lediger Mütter, die in der Vergangenheit stark ausgeprägt war. Dies führte dazu, dass viele gebärende Frauen unter Druck gesetzt wurden, ihre Kinder zur Adoption freizugeben. Die Scham und die gesellschaftlichen Normen jener Zeit trugen zur Tabuisierung von Adoption bei.

Die Entwicklung der Adoptionszahlen

Die Zahl der Inlandsadoptionen ist seit den 1980er Jahren stark gesunken, von über 1000 auf nur noch 10 bis 20 pro Jahr. Die Gründe für eine heutige Adoption sind vielfältig und können psychische Probleme oder Suchtverhalten der leiblichen Eltern umfassen.

Wichtigkeit der historischen Aufarbeitung

Die historische Aufarbeitung der Adoptionen ist für Sozialarbeitende von Bedeutung, um ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse und Herausforderungen der betroffenen Personen zu entwickeln. Es wird betont, wie wichtig es ist, die Stimmen der Betroffenen zu hören und in die soziale Arbeit einzubeziehen.