
Vorsprung durch Digitalisierung und KI
Christoph Gross
Beschreibung
Minimiert Euer Risiko und maximiert den Mehrwert Eures Digitalisierungsprojektes.
Wie das geht erzählt Euch Christoph Groß: Digitalisierungsberater und mehrfacher Buchautor mit 40+ Jahren Erfahrung und Tätigkeiten in 20+ Ländern, sowie 85+ persönlich durchgeführten Digitalisierungsprojekten.
Mehr zum Thema gibt es auch unter www.der-digitalisierungsberater.de
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Why is procurement missing from TMS solutions?
Transparenzlücke im TMS und der Beschaffung
Moderne Transportmanagementsysteme steuern Telematik, Fuhrpark und Abläufe, doch bei Beschaffung, Leasingverträgen oder externen Dienstleistungen bleiben Ressourcen oft außerhalb des Systems. Daten liegen in Excel-Listen, lokalen Datenbanken oder im Gedächtnis von Mitarbeitern. Diese Prozessbrüche erzeugen versteckte Kosten, verzögern Entscheidungen und verhindern transparente Profitabilität über einzelne Lieferungen hinaus.
Historischer Kontext und Architekturfehler
Die Softwarelandschaft entstand in einer Zeit, in der der Fokus auf operativer Ausführung lag. Dispatcher und Laufzettel dominierten die Anforderungen, während Beschaffung als administrative Last angesehen wurde. So verankerten sich Silos und ein Befüllen des Beschaffungssystems blieb eine Randnotiz. Diese kulturelle Prägung wurde über Jahrzehnte hinweg weitergetragen und prägt heutige Strukturen.
Folgen der Prozessbrüche und ESG-Anforderungen
Wenn Daten nicht nahtlos fließen, müssen Menschen manuell koppeln, was zu Verzögerungen, Fehlern und undurchsichtigen Margen führt. Audits, CO2-Bilanzen und Lieferantenevaluierungen erfordern harte Daten statt Schätzungen. Spreadsheets blockieren kurzfristige Preisvergleiche, Lieferantenbewertungen und die Nachverfolgbarkeit der Rohstoffe über die gesamte Lieferkette.
Zukünftige Architektur und AI-Integration
Lösungen sollten Beschaffung, Versand, Vertrieb und Controlling in einer kontinuierlichen digitalen Plattform verschmelzen. Künstliche Intelligenz analysiert historische Telemetrie, aktuelle Marktdaten und ESG-Kennzahlen, führt digitale Ausschreibungen durch und schließt Verträge automatisch ab. Die Daten werden einmal erfasst und dienen allen Abteilungen gleichermaßen, wodurch Prozessbrüche beseitigt werden.

Warum fehlt der Einkauf in TMS Lösungen?
Hightech trifft auf veraltete Beschaffung
Eine Branche zeigt eine gespannte Diskrepanz: Fortschritt in der Disposition, Tourenplanung und Telematik steht einer fast archaischen Beschaffung gegenüber. Einkaufsprozesse finden in analogen oder isolierten digitalen Silos statt, während operative Abläufe digitalisiert sind. Die Kluft zwischen glänzender Oberfläche und instabilem Hintergrund führt zu ineffizienten Strukturen und gefährdet die Leistungsfähigkeit von Logistikunternehmen.
Strukturelle Bruchlinien und Folgen
Kernprozesse wie Vertrieb, Disposition, Einkauf und Buchhaltung arbeiten in getrennten Systemen. Ergebnisse landen in Ordnern, Medienbrüche behindern Transparenz, und die Margin bleibt undurchsichtig. Langsame Ausschreibungen, Fehlerquoten und mangelnde Datenzusammenführung schmälern Gewinne und erschweren Steuerung und Steuerungsfähigkeit der Unternehmen.
Historische Gründe, gegenwärtige Herausforderungen
Ursprünglich fokussierten TMS auf operative Abwicklung, nicht auf strategischen Einkauf. Diese Trennung führte zu fehlender Integration, während Marktbedingungen wie steigende Kosten, Volatilität und Fachkräftemangel Druck erhöhen. ESG-Anforderungen und digitale Ausschreibungen verlangen transparente, integrierte Lösungen statt weiterer Insellösungen.
Ausblick: KI-gesteuerte Integration?
Bei einer künftig integrierten TMS-Plattform könnten KI-gestützte Vergabe, Echtzeitrisikobewertung und automatisierte Lieferantenbewertungen Realität werden. Die Frage bleibt, ob Disponenten und Einkäufer weiterhin eine zentrale Rolle spielen oder ob Software Entscheidungen weitgehend autonom trifft, wobei Menschen nur bei Ausnahmen eingreifen.

KI ohne Plan oder die Eier legende Woll-Milch-Sau
Unrealistische Erwartungen an KI-Kauf und die Folgen
Der Text beschreibt, wie der spontane Kauf von KI-Tools oft zu mehr Aufwand führt statt zu Zeitersparnis. Statt klarer Problemlösungen entsteht ein teures, chaotisches Setup mit ständiger Aktualisierung, Schulung und Support-Aufwand. Am Ende entsteht Verlust von Geld und Zeit, ohne dass Prozesse wirklich besser werden.
Ursachen: fehlende Gesamtstrategie, All-in-One-Ideologie und Schatten-IT
Der Kern des Problems liegt in einer fehlenden Strategie: Unternehmen kaufen rasch nach dem Hype, suchen aber nicht gezielt nach Engpässen. Ein All-in-One-Wunderwerk erzeugt Overload, während Insellösungen und Schatten-IT Kosten treiben und Dateninkonsistenzen erzeugen. Die eigentliche Sistematik geht verloren, und der Nutzen bleibt hinter den Versprechungen zurück.
Vier-Schritte-Framework: klare Use Cases, Begrenzung, ROI-Messung und Integration
Sieht der Plan vor, Use Cases exakt zu definieren, wird der Toolstack radikal begrenzt, harte ROI-Metriken etabliert und eine integrierte Daten- und Prozesslandschaft geschaffen. Dadurch entfallen isolierte Effekte, stattdessen entstehen kontrollierte, messbare Verbesserungen und verlässliche Abläufe statt Chaos.
Fazit: Realistische Führung von KI-Initiativen
Ohne eine klare Diagnose, priorisierte Umsetzung und verlässliche Schnittstellen bleibt der Vorteil der KI oft aus. Sichtbar wird stattdessen unsichtbarer Aufwand, der die Produktivität untergräbt. Mit systematischer Planung, Fokus auf echten Nutzen und stabiler Integration ergibt sich ein differenzierter Blick auf KI als Bestandteil einer nachhaltigen Digitalisierung.